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Lerntypen und ihre Bedeutung für die Praxis der Personalentwicklung

Title: Lerntypen und ihre Bedeutung für die Praxis der Personalentwicklung

Diploma Thesis , 2005 , 142 Pages , Grade: sehr gut 1,0

Autor:in: Christian Neuerburg (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Mit Ende der siebziger Jahre wurden die ersten Gedanken zu Lerntypen, Lerntypologien oder auch Lernstilen veröffentlicht. Im Jahr 1972 haben Dunn und Dunn aufgrund einer Fragebogenaktion ein Inventar von möglichen Lerntypen aufgestellt. Auch Vester (1975) berichtet von einer Fragebogenaktion zur Ermittlung der Lernpräferenzen von Schülern. In weiteren Untersuchungen wurde bestätigt, dass sich Individuen nach den bei ihnen dominierenden Verarbeitungsmodalitäten oder Repräsentationsystemen typologisieren lassen. (vgl. Dunn 1987). Diese Lerntypen werden je nach Forschungsansatz unterschiedlich benannt. Weitere Überlegungen zu etwaigen Lerntypen wurden von vielen wissenschaftlichen Strömungen aufgegriffen und in mannigfachen Differenzierungen, zum Teil auch ohne Ansatz für die Praxis oder entsprechenden wissenschaftlichen Beweis, stark verbreitet. Viele dieser Theorien haben bereits Einzug in die Pädagogik an Schulen und Hochschulen gefunden. Zusätzlich werden in Managementseminaren viele an diesen Konzepten angelehnte Fort- und Weiterbildungen angeboten. In der fachlichen Diskussion ist gerade diese unkritische Verbreitung und Popularisierung der Hauptkritikpunkt. Aber auch von wissenschaftlicher Seite sind weiterführende Studien in diesem Themenbereich, von Lernstilen, Lerntypen oder auch Lernstrategien, durchgeführt worden. Diese Arbeit soll jene Ansätze aufgreifen und weiterführen, so dass ein weiterer Stein dem Mosaik der Erforschung von Lerntypologien, Lernstrategien und des Lernverhaltens insgesamt hinzugefügt werden kann. Es soll gezeigt werden welche Theorien bestehen und welche Theorien sich für einen effizienten und effektiven Einsatz in der Personalentwicklung eignen. Des Weiteren soll ein Mittel, in Form eines Fragebogens, aus der bereits vorhandenen Vielfalt solcher Instrumente zur einfachen Bestimmung von eben solchen Lerntypen, ausgewählt werden. Eine wichtige Grundannahme dieser Arbeit ist, dass Lerntypen gerade in Zeiten von Kostenreduktions- oder Kosteneinsparungsprozessen im Personalmanagement einen Beitrag zur besseren Gestaltung von Personalentwicklungsmaßnahmen leisten können und sich hierin eine große Chance zur Optimierung von Adressaten- und Teilnehmeranalysen bietet. Die grundlegende Hypothese dieser Arbeit ist, dass Menschen, die ihren Lerntyp kennen, besser lernen als solche, die dies nicht wissen, weil sie die Methoden anwenden, die ihren individuellen Lernpräferenzen entsprechen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung und Problemdiskussion

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Lerntypen

2.1.1. Begriffsdefinitionen

2.1.2. Lerntypentheorien

2.1.2.1. Lerntypentheorie des NLP

2.1.2.2. Lerntypentheorie nach Frederic Vester

2.1.2.3. Lerntypentheorie nach Neil Fleming

2.1.3. Grundlegende Theorien

2.1.3.1 Neurobiologie

2.1.3.2. Psychologie

2.1.4. Lernstiltheorien

2.1.4.1. Lernstiltheorie nach Kolb

2.1.4.2. Lernertypologie nach Creß und Friedrich

2.1.5. Kritische Betrachtung der Lerntypentheorien

2.2. Personalentwicklung

2.2.1. Grundlagen der Personalentwicklung

2.2.2. Bereiche der Personalentwicklung

2.2.3. Methoden der beruflichen Bildung

2.2.3.1. Der Frontalunterricht

2.2.3.2. Die Demonstration

2.2.3.3. Die Vier-Stufen-Methode

2.2.3.4. Computerunterstütze Lehr-Lern-Arrangements

2.3. Zusammenfassung und Fazit

3. Ermittlung von Lerntypen

3.1. Fragebögen

3.1.1. Der VARK Fragebogen

3.1.2. Der Leguan Fragebogen

3.1.3. Der Lerntypentest nach Richter

3.2. Auswahl des am besten geeignetsten Fragebogens

3.2.1. Betrachtungen zum Fragebogen VARK

3.2.2. Betrachtungen zum Fragebogen Leguan

3.2.3. Betrachtungen zum Lerntypentest nach Richter

3.3. Zusammenfassung und Fazit

4. Lerntypen und Personalentwicklung

4.1. Einsatzbereiche der Lerntypen

4.1.1. Die Lehrperson

4.1.1.1. Lehr-Lernstrategien für visuelle Lerntypen

4.1.1.2. Lehr-Lernstrategien für auditive Lerntypen

4.1.1.3. Lehr-Lernstrategien für lese/schreib Lerntypen

4.1.1.4. Lehr-Lernstrategien für kinästhetische Lerntypen

4.1.1.5. Lehr-Lernstrategien für multimodale Lerntypen

4.1.2. Ermittlung von Lerntypen

4.1.3. Einzelmaßnahmen und Methoden

4.2. Zusammenfassung und Fazit

5. Resümee und Handlungsempfehlung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Anwendbarkeit von Lerntypentheorien im betrieblichen Personalmanagement, um durch eine gezielte Berücksichtigung individueller Lernpräferenzen die Effizienz und Effektivität von Personalentwicklungsmaßnahmen zu steigern. Die zentrale Forschungsfrage ist, inwieweit das Konzept der Lerntypen praktisch in der Personalentwicklung einsetzbar ist, welche Messmethoden praktikabel sind und welche spezifischen Maßnahmen daraus abgeleitet werden können.

  • Theoretische Grundlagen von Lerntypen und Lernstilen
  • Vergleich und kritische Analyse verschiedener Lerntypentheorien (NLP, Vester, Fleming)
  • Ermittlung von Lerntypen durch standardisierte Fragebögen (VARK, Leguan, Richter)
  • Methoden der Personalentwicklung und deren Vereinbarkeit mit Lerntypen
  • Handlungsempfehlungen für Lehrende und Lernende zur Gestaltung lerntypengerechter Bildung

Auszug aus dem Buch

2.1.2.1. Lerntypentheorie des NLP

Das NLP wurde von John Grinder und Richard Bandler (vgl. Bandler/Grinder 1975 und Bandler/Grinder 1976 sowie O’Connor/Seymour 2002 S. 25) in der Mitte der siebziger Jahre begründet. Ziel der Zusammenarbeit von John Grinder, damals Assistenzprofessor für Linguistik, und Richard Bandler, Psychologiestudent, war es, einen prozess- und modellorientierten Ansatz der Psychotherapie und Kommunikation zu entwickeln. Dazu untersuchten sie die Vorgehensweise von erfolgreichen Therapeuten (Fritz Perls, Virginia Satir und Milton Erickson) und fassten ihre Beobachtungen und Erkenntnisse in dem Konstrukt NLP zusammen.

Ähnlich wie Vester, geht das NLP davon aus, dass jeder Mensch eine bevorzugte „Pforte der Wahrnehmung“ (O’Connor/Seymour, 2002 S. 55) hat. Das NLP unterscheidet demzufolge in visuelle, auditive, kinästhetische und olfaktorische / gustatorische Modalitäten. Das NLP klammert die beiden letztgenannten Modalitäten in der weiteren Betrachtung aus, da es Ihnen an Häufigkeit fehlt. Im Gegensatz zu Vester gehen Bandler und Grinder davon aus, dass jeder Mensch durch eine Kombination der drei Typen charakterisierbar ist und somit eine Hauptmodalität (visuell, auditiv und kinästhetisch) und zwei untergeordnete Modalitäten hat. Diese Hauptmodalität nimmt Einfluss auf die Art der Informationsverarbeitung, –wiedergabe und –speicherung des jeweiligen Individuums. Die Autoren gehen sogar soweit, zu sagen, dass Menschen mit gleicher Hauptmodalität besser miteinander kommunizieren können und sich so auf Anhieb besser verstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung und Problemdiskussion: Einleitung in die Thematik der Lerntypen und deren Popularisierung sowie Definition der Forschungsfragen und Zielsetzung der Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen: Fundierte Auseinandersetzung mit Lerntypentheorien (NLP, Vester, Fleming), Lernstiltheorien (Kolb, Creß/Friedrich) sowie den Grundlagen und Methoden der Personalentwicklung.

3. Ermittlung von Lerntypen: Vorstellung und empirische Untersuchung der Eignung verschiedener Fragebögen (VARK, Leguan, Richter) zur Lerntypenbestimmung im Kontext der Personalentwicklung.

4. Lerntypen und Personalentwicklung: Analyse der konkreten Einsatzmöglichkeiten von Lerntypen für Lehrende und zur Gestaltung von Weiterbildungsmethoden.

5. Resümee und Handlungsempfehlung: Zusammenfassung der Ergebnisse mit dem Fazit, dass das VARK-Konzept als Katalysator für besseres Lernen ein praktikables Werkzeug für die Personalentwicklung darstellt.

Schlüsselwörter

Lerntypen, Personalentwicklung, Lernstrategien, VARK, Lernstile, Weiterbildung, Informationsverarbeitung, Repräsentationssysteme, Personalmanagement, berufliche Bildung, Lernmethode, NLP, individuelles Lernen, Kompetenzentwicklung, Wissensvermittlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Diplomarbeit untersucht, ob und wie das Konzept der Lerntypen genutzt werden kann, um Weiterbildungsmaßnahmen in Unternehmen effektiver und effizienter zu gestalten.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit umfasst theoretische Modelle zu Lerntypen und Lernstilen, verschiedene Methoden der Personalentwicklung sowie einen praktischen Vergleich von Fragebögen zur Ermittlung von Lernpräferenzen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, eine praktikable Methode zur Bestimmung von Lerntypen zu identifizieren und Handlungsempfehlungen zu geben, wie diese Erkenntnisse in die betriebliche Personalentwicklung integriert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben einer ausführlichen Literaturanalyse führt der Autor eine eigene empirische Befragung von 55 Studenten durch, um die Anwendungstauglichkeit verschiedener Fragebogen-Instrumente zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Lerntypentheorien, die detaillierte Vorstellung von Methoden der beruflichen Bildung und die kritische Evaluation von Fragebögen wie VARK, Leguan und dem Test nach Richter.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Lerntypen, Personalentwicklung, Lernstrategien, VARK-Modell, sowie die Optimierung der Wissensvermittlung durch Berücksichtigung individueller Wahrnehmungskanäle.

Warum ist das VARK-Modell für den Autor besonders relevant?

Der Autor stuft das VARK-Modell als das praktikabelste Instrument ein, da es nicht diagnostisch klassifiziert, sondern den Lernenden als Katalysator für die Reflexion des eigenen Lernverhaltens dient.

Welche Rolle spielt die Lehrperson in diesem Kontext?

Die Lehrperson trägt eine wesentliche Verantwortung, indem sie den Unterrichtsstoff vielgestaltig präsentiert und die Teilnehmer bei der Umsetzung von Strategien unterstützt, die ihren individuellen Präferenzen entsprechen.

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Details

Title
Lerntypen und ihre Bedeutung für die Praxis der Personalentwicklung
College
University of Applied Sciences Darmstadt
Grade
sehr gut 1,0
Author
Christian Neuerburg (Author)
Publication Year
2005
Pages
142
Catalog Number
V50644
ISBN (eBook)
9783638468305
ISBN (Book)
9783638680264
Language
German
Tags
Lerntypen Bedeutung Praxis Personalentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Neuerburg (Author), 2005, Lerntypen und ihre Bedeutung für die Praxis der Personalentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50644
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