Am Beispiel von Sierra Leone sollen Machtstrukturen, Abhängigkeiten und gesellschaftliche Normen und Wertevorstellungen beleuchtet werden, die die Praxis weiblicher Genitalverstümmelung begründen, welche der vorherrschenden Bedingungen Ansatzpunkte liefern, die Aktivistinnen im Kampf dagegen aufgreifen und was die gewonnenen Erkenntnisse darüber aussagen, was in der Arbeit mit Betroffenen und Gefährdeten zu beachten ist.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Beweggründe
- Vorgehensweise
- Fragestellung
- Relevanz für die Soziale Arbeit
- Über FGM/C
- Terminologie
- Definition
- Typen
- Gesundheitliche Risiken
- Verbreitung weltweit
- Sierra Leone
- Geschichte und Struktur
- FGM/C in Sierra Leone
- Verbreitung
- Riten, Religion und Glauben
- Geheimbünde
- Geschlecht durch Herstellung
- Zusammenhänge
- Strategien gegen FGM/C
- Fazit für Soziale Arbeit in Deutschland
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die weibliche Genitalbeschneidung (FGM/C) in Sierra Leone im Kontext kultureller und gesellschaftlicher Zusammenhänge. Die Arbeit analysiert die historischen, sozialen und religiösen Faktoren, die zur Praxis der FGM/C beitragen, und beleuchtet die Herausforderungen und Strategien im Kampf gegen diese Tradition.
- Die Bedeutung von Tradition und Kultur im Kontext der FGM/C in Sierra Leone
- Die Auswirkungen der Kolonialgeschichte auf die gegenwärtige Situation in Sierra Leone
- Die Rolle von Geheimbünden und sozialen Normen in der Aufrechterhaltung der FGM/C
- Die gesundheitlichen Risiken und Folgen von FGM/C für Frauen und Mädchen
- Die Bedeutung der Sozialen Arbeit im Kampf gegen FGM/C
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der FGM/C in Sierra Leone ein, beleuchtet die Relevanz des Themas für die Soziale Arbeit in Deutschland und skizziert den Forschungsansatz der Arbeit. Kapitel 2 bietet eine umfassende Definition und Einordnung der FGM/C sowie einen Überblick über ihre weltweite Verbreitung und gesundheitliche Folgen. In Kapitel 3 wird der Fokus auf Sierra Leone gerichtet, wobei die Geschichte, die gesellschaftliche Struktur und die Verbreitung der FGM/C im Land beleuchtet werden. Dieses Kapitel analysiert auch die Rolle von Riten, Religion und Geheimbünden in der Praxis der FGM/C.
Schlüsselwörter
Weibliche Genitalbeschneidung, FGM/C, Sierra Leone, Tradition, Kultur, Geschlecht, Machtstrukturen, Geheimbünde, Soziale Arbeit, Gender- und Queerstudies, Diversity Studies.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird weibliche Genitalbeschneidung (FGM/C) praktiziert?
Die Praxis ist oft tief in Machtstrukturen, Abhängigkeiten sowie traditionellen Normen und Werten verwurzelt, die das Geschlecht kulturell „herstellen“.
Welche Rolle spielen Geheimbünde in Sierra Leone?
Geheimbünde sind zentrale gesellschaftliche Institutionen, die Riten wie FGM/C als Teil der Initiation und sozialen Eingliederung kontrollieren und aufrechterhalten.
Welche gesundheitlichen Risiken birgt FGM/C?
Die Arbeit beleuchtet schwerwiegende physische und psychische Folgen, die von Infektionen bis hin zu lebenslangen Komplikationen bei Geburten reichen.
Was bedeutet die Thematik für die Soziale Arbeit in Deutschland?
Sozialarbeiter müssen für die Arbeit mit Betroffenen und Gefährdeten sensibilisiert sein und die kulturellen Hintergründe verstehen, um adäquate Hilfe anzubieten.
Gibt es Strategien gegen FGM/C in Sierra Leone?
Die Arbeit analysiert verschiedene Ansätze von Aktivistinnen, die versuchen, gesellschaftliche Normen zu verändern und über die Gefahren der Praxis aufzuklären.
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- Anne Georgi (Autor), 2018, Weibliche Genitalbeschneidung in kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhängen in Sierra Leone, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/506880