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Schwächen der UN-Kinderrechtskonvention

Title: Schwächen der UN-Kinderrechtskonvention

Term Paper , 2018 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anne Georgi (Author)

Social Work
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Während der Recherchen zur Arbeit fiel insbesondere ins Auge, dass viele Autoren von Fachartikeln, Literatur oder auf Webseiten Bezug auf die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention (KRK) nehmen. Die Schwierigkeiten, die bereits in dem Übereinkommen selbst zu finden sind, werden eher selten thematisiert. Gerade hier kann aber durch Einschränkungen, Lücken und Auslegungsmöglichkeiten bereits die Grundlage geschaffen sein, um eine Umsetzung, wie sie im Geist der KRK eigentlich stattfinden sollte, zu erschweren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1.Motivation

1.2. Relevanz für die Soziale Arbeit

2. Freiwilligkeit, Vorbehalte und Folgen

2.1. Unterschrift und Ratifizierung

2.2. Vorbehalte und Einschränkungen

2.3. Bedeutung für innerstaatliche Gesetze

2.4. Fakultativprotokolle

3. Grundgedanke der UN-KRK

4. Der Begriff „Kind“

4.1. Wer ist „Kind“?

4.2. Volljährigkeit

4.3. Volljährigkeit vs. Diskriminierungsverbot

4.4. Beginn der Kindheit

5. Interpretationsspielräume

6. Beschwerdemöglichkeiten

7. Grenzen durch innerstaatliches Recht

8. Weitere Kritik - Außenpolitik

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, kritische Schwachstellen in der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zu identifizieren und zu beleuchten. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Frage, wie internationale Abkommen trotz ihrer Ratifizierung durch innerstaatliche Vorbehalte, Interpretationsspielräume und mangelnde außenpolitische Verpflichtungen in ihrer Wirkung eingeschränkt werden.

  • Freiwilligkeit bei Unterzeichnung und Ratifizierung sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die Verbindlichkeit.
  • Die problematische Auslegung der Begriffe „Kind“ und „Volljährigkeit“ innerhalb verschiedener Rechtssysteme.
  • Möglichkeiten und Grenzen der Individualbeschwerde vor dem UN-Kinderrechtsausschuss.
  • Die Einschränkung der Wirksamkeit der Konvention durch nationales Recht und religiöse Gebote.
  • Der Einfluss wirtschaftlicher Interessen und außenpolitischer Erwägungen auf die Umsetzung von Kinderrechten.

Auszug aus dem Buch

2.1. Unterschrift und Ratifizierung

Eines der größten Hindernisse, um weltweit bestimmte Menschenrechtsnormen durchsetzen zu können, ist die Freiwilligkeit beim Unterzeichnen und Ratifizieren der jeweiligen Konventionen um die Autonomie der Staaten zu gewährleisten.

„Von allen UN-Menschenrechtsverträgen ist die KRK diejenige, die von den meisten Staaten […] und zudem in besonders schneller Zeit ratifiziert wurde […]“ (Schmahl: 2013. S.31)

„Völkerrechtliche Übereinkommen wie die UN-KRK sind nicht Gesetzgebung im geläufigen Sinne, sondern Vertragsrecht. Sie begründen Verpflichtungen der Vertragsstaaten untereinander.“ (Maywald in bpb: 2010. S.4).

Bei der UN-KRK handelt es sich um ein völkerrechtliches Übereinkommen, das von jedem Land unterzeichnet und von fast allen Ländern dieser Welt ratifiziert wurde. Das heißt, dass bis auf die USA, die das Übereinkommen zwar unterschrieben und damit anerkannt, aber nicht ratifiziert haben, inzwischen jeder Staat völkerrechtlich verbindlich verpflichtet ist, die Inhalte UN-KRK in der innerstaatlichen Gesetzgebung zu verankern. (Schmahl: 2013. S.30 & 1. Institut für Menschenrechte: 2018).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Auseinandersetzung mit den Unklarheiten der UN-KRK und begründet die Relevanz des Themas für die Soziale Arbeit im Kontext von Globalisierung und Lebensweltorientierung.

2. Freiwilligkeit, Vorbehalte und Folgen: Dieses Kapitel erläutert, wie staatliche Autonomie durch Ratifizierungsvorbehalte und die Einordnung der Konvention in nationale Gesetzeshierarchien die Umsetzung der Kinderrechte erschwert.

3. Grundgedanke der UN-KRK: Hier wird das Kind als Subjekt und Träger eigener unveräußerlicher Menschenrechte definiert, wobei die Notwendigkeit spezieller Schutzbestimmungen hervorgehoben wird.

4. Der Begriff „Kind“: Der Abschnitt untersucht kritisch die Definition des Kindesbegriffs sowie die variierenden Altersgrenzen für Volljährigkeit und deren Auswirkungen auf das Diskriminierungsverbot und den Beginn der Kindheit.

5. Interpretationsspielräume: Es wird analysiert, wie vage Begriffe wie „angemessene Maßnahmen“ und „Kindeswohl“ Interpretationsspielräume eröffnen, die den Schutzstatus von Kindern je nach wirtschaftlicher Lage eines Staates variieren lassen.

6. Beschwerdemöglichkeiten: Das Kapitel behandelt die Hürden des Individualbeschwerdeverfahrens, insbesondere die Notwendigkeit der Erschöpfung innerstaatlicher Rechtsbehelfe und die spezifische Ratifizierung des dritten Zusatzprotokolls.

7. Grenzen durch innerstaatliches Recht: Diese Ausführungen zeigen auf, wie innerstaatliche Gesetzgebungen, religiöse Gebote und Strafverfahrensregeln die Anwendung der KRK-Artikel einschränken können.

8. Weitere Kritik - Außenpolitik: Die Autorin kritisiert, dass Staaten bisher nur für Kinder unter ihrer Hoheitsgewalt Verantwortung übernehmen, was wirtschaftliche Ausbeutung durch internationale Konzerne unbeachtet lässt.

9. Fazit: Das Fazit fasst die Komplexität des Themas zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Schwachstellen und Lücken der Konvention benennbar zu machen, um Lösungsansätze zu entwickeln.

Schlüsselwörter

UN-Kinderrechtskonvention, Kindeswohl, Menschenrechte, Ratifizierung, Vorbehalte, Kindheitsbegriff, Volljährigkeit, Diskriminierungsverbot, Interpretationsspielräume, Individualbeschwerde, innerstaatliches Recht, Soziale Arbeit, Lebensweltorientierung, Kinderarbeit, Außenpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den strukturellen und inhaltlichen Schwächen der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) und untersucht, welche Hindernisse einer effektiven weltweiten Umsetzung der Kinderrechte entgegenstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen staatlicher Vorbehalte bei der Ratifizierung, die unscharfe Definition von Begriffen wie „Kindeswohl“ oder „Kindheit“ sowie die Begrenzung der Konvention durch nationale Rechtsordnungen und außenpolitische Interessen.

Was ist die Forschungsfrage oder das primäre Ziel der Analyse?

Das primäre Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem völkerrechtlichen Anspruch der UN-KRK und der tatsächlichen Umsetzung in der Praxis aufzuzeigen und die zugrundeliegenden rechtlichen sowie politischen Lücken kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur, völkerrechtlicher Kommentare, offizieller Dokumente der Vereinten Nationen sowie einschlägiger Gesetzestexte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Analyseebenen: von den prozessualen Hürden bei Ratifizierung und Beschwerdeverfahren über inhaltliche Unschärfen bei Begriffsbestimmungen bis hin zu den Grenzen durch innerstaatliches Recht und außenpolitische Machtverhältnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie UN-Kinderrechtskonvention, Kindeswohl, Ratifizierung, Diskriminierungsverbot, Interpretationsspielräume und Menschenrechte charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Kindheit in den untersuchten Ländern?

Die Arbeit zeigt, dass Altersgrenzen für die Volljährigkeit und das Ende der Kindheit stark variieren, was teilweise durch kulturelle, religiöse oder rechtliche Traditionen (z.B. Eheschließung, Strafmündigkeit) beeinflusst wird, wodurch Kinder ihren Schutzstatus unter der Konvention verlieren können.

Welche Rolle spielen die Fakultativprotokolle bei der Umsetzung?

Die Fakultativprotokolle ergänzen die UN-KRK um spezifische Schutzbereiche (z.B. Kindersoldaten, Prostitution, Individualbeschwerde), sind jedoch nur für jene Staaten verbindlich, die diese Protokolle zusätzlich zur Hauptkonvention explizit ratifiziert haben.

Warum sind Beschwerdemöglichkeiten für Kinder oft ineffektiv?

Beschwerden sind oft ineffektiv, weil Kinder oder ihre Vertreter zuvor den gesamten nationalen Rechtsweg erschöpft haben müssen, der in vielen Ländern entweder nicht existiert, zu kostspielig ist oder zu lange dauert.

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Details

Title
Schwächen der UN-Kinderrechtskonvention
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Grade
1,3
Author
Anne Georgi (Author)
Publication Year
2018
Pages
19
Catalog Number
V506882
ISBN (eBook)
9783346058164
ISBN (Book)
9783346058171
Language
German
Tags
UN-Kinderrechtskonvention Kinderrechte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Georgi (Author), 2018, Schwächen der UN-Kinderrechtskonvention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/506882
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