Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Droit - Autres

Die Zukunft der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)

Zum Urteil des EuGH vom 4. Juli 2019 zur HOAI 2013

Titre: Die Zukunft der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2019 , 22 Pages , Note: 2,7

Autor:in: David Kobylinski (Auteur)

Droit - Autres
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die deutschen Regularien zur Honorierung von Architekten- und Ingenieursleistungen stehen seit längerem in der Europäischen Gemeinschaft in der Kritik. Vielfach wird bemängelt, dass die Niederlassungs- und die Dienstleistungsfreiheit von anderen EU-Mitgliedsstaaten durch Verordnungen in Deutschland eingeschränkt werden. Ein Ziel der EU ist, ein stärkeres Zusammenwachsen der Mitgliedsstaaten zu erreichen, um einen wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt für alle zu ermöglichen. Beschränkungen und Hemmnisse auch für Leistungen von Architekten und Ingenieure sind daher zu vermeiden und abzubauen.
Die EU-Kommission hat seit Jahren immer wieder auf einen Verstoß der geltenden Honorarordnung für Architekten und Ingenieure in Deutschland gegen die Dienstleistungsrichtlinie der EU hingewiesen und Gegenmaßnahmen gefordert. Die Bundesrepublik hat weiterhin an der Verordnung festgehalten mit dem Verweis auf die besondere Situation in Deutschland. Durch die Verordnung wurden die hohe Qualität und die Baukultur sowie eine angemessene Vergütung für Planungsleistungen sichergestellt. Trotz zahlreicher Argumente für den Erhalt der Verordnung und der Darlegung, dass diese mit den geltenden Richtlinien der EU vereinbar ist, wurde gegen die Bundesrepublik Deutschland Klage vom Europäischen Gerichtshof durch die EU-Kommission eingereicht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Preisrecht für Architekten und Ingenieurleistungen in Deutschland

2.1 Einführung in die HOAI

2.2 Das Werkvertragsrecht und die HOAI

2.3 Einordnung der Titel Architekt und Ingenieur im Kontext der HOAI

3 Klage und Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) gegen die HOAI

3.1 Die Klage des EuGH gegen die HOAI

3.2 Urteil des EuGHs zu den Mindest- und Höchstsätzen der HOAI

4 Zukunft der HOAI

4.1 Auswirkungen auf Honorarvereinbarungen und Umgang mit dem Urteil

4.2 Möglichkeiten zur Neuregelung der HOAI

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 4. Juli 2019, das die verbindlichen Mindest- und Höchstsätze der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) für unzulässig erklärte, und untersucht die daraus resultierenden Folgen für die deutsche Planungspraxis sowie notwendige Anpassungsstrategien.

  • Historische und rechtliche Grundlagen der HOAI im deutschen Preisrecht.
  • Der juristische Konflikt zwischen EU-Dienstleistungsrichtlinie und nationaler Honorarordnung.
  • Analyse der EuGH-Urteilsbegründung und deren Kritik an der deutschen Qualitätssicherung.
  • Auswirkungen des Urteils auf bestehende und zukünftige Architekten- und Ingenieurverträge.
  • Perspektiven und Lösungsansätze für eine neuregelte Honorarstruktur unter Berücksichtigung der Digitalisierung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Klage des EuGH gegen die HOAI

Die Europäische Kommission hat am 19.06.2015 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland und die verbindlichen Mindestsätze für Architekten und Ingenieure eingeleitet. Dabei wurde bereits auf einen Verstoß gegen die EU-Dienstleistungsrichtlinie 2006/123/EG Artikel 15 abgestellt. Nach dieser Richtlinie ist von den Mitgliedstaaten zu prüfen, ob die geltenden Rechtsvorschriften nicht durch diskriminierende Bedingungen beschränkt werden. Dort ist im Art. 15 Abs. 2 lit. g die Beachtung von Höchst- und Mindestpreisen als diskriminierende Beschränkung genannt. In der HOAI wird eine Vorgabe für die Einhaltung von festgesetzten Preisen für die Auftragnehmer, die Architektenleistungen erbringen, gegeben, die somit nicht konform mit der EU-Dienstleistungsrichtlinie ist.

Weiterhin wird von der Europäischen Kommission das Kriterium zur Qualitätssicherung durch festgesetzte Preise als nicht erforderlich bewertet. Vielmehr steht die Hinderung des Angebots von günstigeren Preisen für die Verbraucher bei der Inanspruchnahme von Dienstleistungen im Vordergrund. Hierbei ist ein rein wirtschaftlicher Aspekt nach Ansicht der EU-Kommission maßgebend für die Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens.

Deutschland wurde durch die Europäische Kommission aufgefordert, innerhalb von zwei Monaten eine Stellungnahme zu dem eingeleiteten Verfahren einzureichen. Dazu wurde von den berufsständischen Kammern und Verbänden (AHO, BAK, BIngK) eine Stellungnahme am 31.07.2015 vorbereitet, die als Grundlage für das Antwortschreiben der Bundesregierung an die EU diente.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die anhaltende Kritik der EU an der HOAI sowie die Zielsetzung der Arbeit, die rechtliche Argumentation und die Folgen des EuGH-Urteils zu untersuchen.

2 Preisrecht für Architekten und Ingenieurleistungen in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt die gesetzlichen Grundlagen der HOAI, ihre Entstehungsgeschichte als Preisrecht und die Einordnung in das Werkvertragsrecht des BGB.

3 Klage und Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) gegen die HOAI: Der Abschnitt analysiert das Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission und erläutert die Urteilsbegründung des EuGH zur Unvereinbarkeit der Mindestsätze mit europäischem Recht.

4 Zukunft der HOAI: Hier werden die Konsequenzen des Urteils für die Vertragspraxis diskutiert und mögliche Wege für eine zukünftige, rechtskonforme Neuregelung der Honorarordnung aufgezeigt.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass das Urteil zwar einen Einschnitt bedeutet, aber nicht das Ende der HOAI darstellt, und betont die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Anpassung an Faktoren wie die Digitalisierung.

Schlüsselwörter

HOAI, EuGH, Honorarordnung, Mindestsätze, EU-Dienstleistungsrichtlinie, Vertragsverletzungsverfahren, Architektenrecht, Ingenieurleistungen, Bauplanungsrecht, Preiswettbewerb, Qualitätssicherung, Werkvertragsrecht, Honorarvereinbarung, Digitalisierung, Baukultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die rechtliche Auseinandersetzung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Kommission bezüglich der Verbindlichkeit von Mindest- und Höchstsätzen in der HOAI.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Kernpunkten gehören das deutsche Honorarrecht, das europäische Dienstleistungsrecht, die Qualitätssicherung bei Planungsleistungen und die Auswirkungen des EuGH-Urteils auf die Baupraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Gründe für die Unzulässigkeit der Mindestsätze nach EU-Recht darzulegen und aufzuzeigen, wie Architekten und Bauherren nach dem Urteil rechtssicher Honorare vereinbaren können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten juristischen und fachlichen Analyse bestehender Gesetzestexte, offizieller Stellungnahmen der Verbände sowie der Auswertung des EuGH-Urteils und begleitender Rechtsgutachten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen des deutschen Preisrechts, die detaillierte Analyse der EuGH-Klage und des Urteils sowie eine Diskussion über künftige Anpassungsmöglichkeiten der HOAI.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie HOAI, EuGH, Mindestsätze, Vertragsverletzungsverfahren und Architektenrecht definieren.

Welche Rolle spielt die Informationsasymmetrie laut Autor?

Der Autor führt an, dass Mindestsätze dazu beigetragen haben, das Informationsdefizit zwischen fachkundigen Planern und oft weniger informierten Bauherren zu minimieren, da sie als Orientierungshilfe dienten.

Wie bewertet der Autor die Auswirkungen der Digitalisierung?

Der Autor sieht in der Digitalisierung (insb. BIM) einen wesentlichen Grund, die HOAI-Leistungsbilder zu modernisieren, da die derzeitigen Strukturen veraltete Planungsprozesse widerspiegeln.

Fin de l'extrait de 22 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Zukunft der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)
Sous-titre
Zum Urteil des EuGH vom 4. Juli 2019 zur HOAI 2013
Université
Brandenburg Technical University Cottbus  (Fakultät 6 für Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung)
Cours
Bau- und Planungsrecht für Wirtschaftsingenieure
Note
2,7
Auteur
David Kobylinski (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
22
N° de catalogue
V506890
ISBN (ebook)
9783346070333
ISBN (Livre)
9783346070340
Langue
allemand
mots-clé
HOAI Urteil EuGH Architekten Ingenieure Vergütung Honorar Werkvertrag
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
David Kobylinski (Auteur), 2019, Die Zukunft der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/506890
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint