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Gesteigerte Komik in Lewis Carrolls "Alices Abenteuer im Wunderland". Der Effekt von Alices Lachen auf den Leser

Titel: Gesteigerte Komik in Lewis Carrolls "Alices Abenteuer im Wunderland". Der Effekt von Alices Lachen auf den Leser

Seminararbeit , 2019 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Malin Poggemann (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll untersuchen, welchen rezeptiven Effekt Alices Lachen auf den Leser hat und ob es die Komik für ihn in den zwei ausgewählten Situationen steigert. Lewis Carrolls "Alices Abenteuer im Wunderland" (1865) bietet für den Leser viel komisches Potential. Die Protagonistin Alice wird dabei selbst oft zur Hauptdarstellerin komischer Situationen, indem sie der Lösung von Problemen mit kindlicher Naivität begegnet, Selbstgespräche führt, mit mehr oder weniger erlernten gesellschaftlichen Strukturen im Wunderland scheitert und auch körperlich die Kontrolle verliert. Zudem geschieht allerhand Komisches, das der Leser durch die interne Fokalisierung des Erzählers aus Alices Perspektive betrachtet. Allerdings lacht sie selbst über das Geschehen nicht sehr viel. Der Leser befindet sich deshalb häufig in der Position des Verlachens, nicht des Mitlachens.

Die Situationen folgen unterschiedlichen komischen Strukturen und wurden ausgewählt, um einen Einblick in die Fülle des komischen Potentials in Carrolls Werk zu geben. Anhand der eingehenden Betrachtung dieser Situationen soll die Hypothese bestätigt werden, dass Alices Lachen das komische Potential für den Leser auf verschiedenen rezeptiven Ebenen steigert. Für ein leichteres Verständnis haben die Textpassagen jeweils einen eigenen Titel erhalten. Es wurde bewusst nicht der Titel des entsprechenden Kapitels beibehalten, da er inhaltlich nicht widerspiegelt, was in den ausgewählten Szenen geschieht. Für ein besseres Analyseergebnis werden die Passagen dem englischen Originaltext entnommen.

Nach einer knappen Einführung in die Entstehung des Werks und einer näheren Gattungsbestimmung werden die theoretischen Grundlagen betrachtet. Hier erwiesen sich in erster Linie Plessners "Lachen und Weinen. Eine Untersuchung nach den Grenzen menschlichen Verhaltens", Bergsons "Das Lachen" und Böhlers "Die verborgene Tendenz des Witzes. Zur Soziodynamik des Komischen" als wertvolle Instrumente für die darauffolgende Analyse. Dort wird untersucht, wie die Komik der Situation jeweils aufgebaut ist, warum Alice lacht, wie sich ihr Lachen auf den Leser auswirkt und ob eine Steigerung des komischen Potentials stattfindet. Danach werden die Ergebnisse zusammengetragen und es wird ein Fazit zur Funktion von Alices Lachen gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entstehung und Gattungsdefinition

3 Theoretischer Hintergrund

3.1 Begriffsbestimmung

3.2 Helmuth Plessner – Lachen und Weinen

3.3 Henri Bergson – Das Lachen

3.4 Michael Böhler – Die verborgene Tendenz des Witzes

4 Alices Lachen im Wunderland

4.1 Froschlakai und Fischlakai

4.2 Krocketspiel mit der Königin

5 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht den rezeptiven Effekt von Alices Lachen in Lewis Carrolls „Alices Abenteuer im Wunderland“ auf den Leser. Dabei wird analysiert, ob das Lachen der Protagonistin in spezifischen komischen Situationen das komische Potential für den Leser steigert und welche identitätsstiftenden Funktionen es erfüllt.

  • Komiktheorien (Plessner, Bergson, Böhler) als Analyseinstrumente
  • Die Funktion von Alices Lachen als humoristische Brücke zum Leser
  • Analyse der grotesken Absurdität in ausgewählten Schlüsselszenen
  • Identifikation und soziale Distanz als Faktoren der Rezeption

Auszug aus dem Buch

Froschlakai und Fischlakai

The Fish-Footman began by producing from under his arm a great letter, nearly as large as himself, and this he handed over to the other, saying in a solemn tone, “For the Duchess. An invitation from the Queen to play croquet.” The Frog-Footman repeated, in the same solemn tone, only changing the order of words a little, “From the Queen. An invitation for the Duchess to play croquet.”

Then they both bowed low, and their curls got entangled together.

Alice laughed so much at this, that she had to run back into the wood for fear of their hearing her; and when she next peeped out the Fish-Footman was gone, and the other was sitting on the ground near the door, staring stupidly up into the sky.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt das komische Potential des Werks und definiert die Fragestellung, wie Alices Lachen den rezeptiven Effekt beim Leser beeinflusst.

2 Entstehung und Gattungsdefinition: Dieses Kapitel verortet das Werk im Kontext der Nonsense-Literatur und diskutiert die Verbindung von Phantastik und grotesker Erzählweise.

3 Theoretischer Hintergrund: Hier werden zentrale Lachtheorien von Plessner, Bergson und Böhler eingeführt, um ein fundiertes Analysegerüst für die darauffolgenden Fallbeispiele zu bilden.

4 Alices Lachen im Wunderland: Die Analyse widmet sich zwei konkreten Situationen, um die Wirkung von Alices Lachen auf die Distanz und das Mitlachen des Lesers zu untersuchen.

5 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Alices Lachen als essenzielle Brücke fungiert, die dem Leser den Zugang zur grotesken Welt des Wunderlands erleichtert und als gemeinsames Identifikationsmerkmal dient.

Schlüsselwörter

Lewis Carroll, Alices Abenteuer im Wunderland, Komik, Lachen, Nonsense-Literatur, Helmuth Plessner, Henri Bergson, Michael Böhler, Rezeption, Groteske, Identifikation, Phantastik, Körperkomik, Sozialsystem, Literarische Analyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Funktion und Wirkung des Lachens der Protagonistin Alice in Lewis Carrolls berühmtem Werk und analysiert, wie dieses Lachen die Wahrnehmung des Lesers beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die literarische Konstruktion von Komik, der Einfluss von Nonsense-Literatur und die psychologische sowie soziale Komponente des Lachens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, welchen Effekt Alices Lachen auf den Leser hat und ob es die wahrgenommene Komik in ausgewählten Situationen des Werks effektiv steigert.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt einen literaturwissenschaftlichen Analyseansatz und zieht dabei klassische Lachtheorien, etwa von Bergson und Plessner, als theoretische Grundlage heran.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zwei spezifische Schlüsselszenen: das Zusammentreffen von Frosch- und Fischlakai sowie das Krocketspiel mit der Königin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Nonsense-Literatur, Komik, Lachen, Identifikation, Groteske und das Verhältnis zwischen Leser und Protagonistin.

Warum lacht Alice in der Szene mit dem Frosch- und Fischlakai?

Alice lacht über die dysfunktionale Körperkomik, die durch das Verheddern der Perücken entsteht, da dies im Kontrast zur würdevollen Aufmachung der Lakaien steht.

Welche Rolle spielt das Lachen beim Krocketspiel mit der Königin?

Das Lachen dient hier zur Verharmlosung einer eigentlich bedrohlichen Situation und hilft dem Leser, das Geschehen als ein kontrolliertes Spiel einzuordnen.

Inwiefern spielt der "geschützte Handlungsraum" eine Rolle?

Alices Lachen signalisiert dem Leser, dass die Situation nicht lebensbedrohlich ist, wodurch er sich sicher fühlen und das Absurde mit Humor statt mit Angst betrachten kann.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Lachen und Verlachen?

Die Arbeit differenziert, ob der Leser durch Alices Lachen dazu angehalten wird, mit ihr über die Komik zu lachen (Mitlachen) oder sich durch eine überlegene Position über die Charaktere zu amüsieren (Verlachen).

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gesteigerte Komik in Lewis Carrolls "Alices Abenteuer im Wunderland". Der Effekt von Alices Lachen auf den Leser
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Veranstaltung
Lachen und Komödie
Note
1,0
Autor
Malin Poggemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
25
Katalognummer
V506934
ISBN (eBook)
9783346053794
ISBN (Buch)
9783346053800
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alice im Wunderland Lachen Lewis Carroll Komik Kunstmärchen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Malin Poggemann (Autor:in), 2019, Gesteigerte Komik in Lewis Carrolls "Alices Abenteuer im Wunderland". Der Effekt von Alices Lachen auf den Leser, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/506934
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Leseprobe aus  25  Seiten
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