Die Börse. Eine Einführung


Facharbeit (Schule), 2019
12 Seiten, Note: 1,0
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Definition

3. Die Arten von Börsen

4. Die Funktionen und Aufgaben einer Börse

5. Die Kursbildung

6. Die Investitionsmöglichkeiten

7. Cum-Ex

8. Fazit

9. Quellenangaben

1. Einführung

Bereits im 12. Jahrhundert entstand die Börse, ähnlich, wie wir sie heute kennen. Schon damals trafen sich die Händler, Kaufleute und Geldwechsler auf öffentlichen Marktplätzen um Geschäfte abzuschließen und zu handeln. Gehandelt wurde mit Rohstoffen, Produkten und Währungen, ebenfalls wurden damals Kredite vergeben. Mit der Zeit entstanden feste Regeln und Handelsgebäude wurden gebaut. Das erste Handelsgebäude wurde in der Stadt Brügge, in Belgien, gegründet. Das Haus gehörte der Familie „Van der Beurse“, wodurch auch der Name „Börse“ entstand. Die Anzahl der Marktteilnehmer nahm immer weiter zu, wodurch auch das Handelsvolumen anstieg. Im Jahr 1532 startete der geregelte Handel mit Anleihen und es wurden die ersten Börsengesetze und Handelsvorschriften festgelegt. Mit der Zeit wurden in weiteren Städten wie Amsterdam und London Börsengebäude errichtet und es entstand die Börse wie wir sie heute kennen.

Bis heute ist die Börse der wichtigste Handelsplatz und nicht mehr wegzudenken für das kapitalistische Wirtschaftssystem. Sogar jemand, der eigentlich nichts mit der Börse zu tun haben möchte, ist Teilnehmer der Börse. Denn jeder Besitzer eines Bankkontos ist indirekter Teilnehmer am Kapitalmarkt. Man kann dem Kapitalmarkt also kaum entkommen, deshalb ist es wichtig, ihn zu kennen[1].

Das Ziel meiner Hausarbeit soll sein, dem Leser den Begriff der Börse näher zu bringen und ihn zu informieren. In dieser Hausarbeit werde ich kurz den Begriff der Börse erklären und dann auf die Arten von Börsen, die Funktion und Aufgabe einer Börse und die Kursbildung eingehen. Außerdem erläutere ich die Investitionsmöglichkeiten an der Börse und den Begriff Cum-Ex, der erst kürzlich wieder in den Schlagzeilen aufgetreten ist. Zum Schluss der Arbeit werde ich ein abschließendes Fazit aus meiner Sicht erläutern.

2. Definition

Die Börse ist ein organisierter Marktplatz für den Handel mit Wertpapieren, wie zum Beispiel Aktien, Rohstoffe oder Devisen. Bei der Börse gibt es definierte Handelszeiten. Die Geschäfte an der Börse werden über Banken und Makler abgeschlossen. Zudem gibt es festgelegte Regularien und Institutionen, welche die Transaktionen an der Börse überwachen, um so Unregelmäßigkeiten zu vermeiden. Die Makler setzen die Kurse (Preise) der Wertpapiere fest[2]. Diese Kurse bilden sich aus den bei ihnen vorliegenden Kauf- und Verkaufsaufträgen, die sogenannten Orders. Durch Angebot und Nachfrage kommt es zu einem Handel, zum Beispiel dem Kurs einer Aktie, welcher sich sekündlich verändern kann und zwischen Verkäufer und Käufer stattfindet[3].

3. Die Arten von Börsen

Es gibt verschiedene Arten von Börsen, die sich ausschließlich in ihren Handelsobjekten unterscheiden. Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen den vier größten Börsen:

1. Die Effektenbörse

Bei der Effektenbörse ist das wichtigste Handelsobjekt die Aktie, durch welche man Anteile an Unternehmen kauft. Ein weiteres wichtiges Handelsobjekt sind Schuldverschreibungen des Staates oder von Unternehmen. Die wichtigste Börse dieser Art ist die New York Stock Exchange (NYSE) an der Wallstreet. In Europa befinden sich Effektenbörsen in London, Paris und Frankfurt am Main[4].

2. Die Devisenbörse

Das wichtigste Handelsobjekt der Devisenbörse sind Fremdwährungen oder die Guthaben bei ausländischen Banken in einer fremden Währung. In Deutschland gibt es Devisenkurse für jede Währung, die zum Handel zugelassen ist. Der Kurs wird einheitlich als Mittelkurs in Frankfurt am Main ermittelt und festgelegt[5].

3. Die Warenbörse

An der Warenbörse wird mit beweglichen Sachgütern wie zum Beispiel Nahrungsmitteln, Rohstoffen oder Landwirtschaftsprodukten gehandelt.

Der Handel findet entweder als Geschäft mit sofortiger Erfüllungsfrist oder als Termingeschäft statt[6]. Als Privatanleger hat man an dieser Börse nichts verloren, da hier nur um große Mengen der Waren gehandelt wird[7].

4. Die Terminbörse

An der Terminbörse wird mit Produkten wie den sogenannten Optionen und Futures gehandelt. Bei den Optionen besteht die Möglichkeit, ein nach Preis (Basispreis) und Angebotsmenge (Kontraktgröße) vom Geschäftspartner festgelegtes Vertragsangebot zeitlich befristet entweder anzunehmen oder abzulehnen. Bei den Futures hingegen verpflichtet sich eine Vertragspartei in der Zukunft eine definierte Menge zu einem festgelegten Preis an einen bestimmten Ort zu liefern. Die Gegenseite verpflichtet sich hierbei zur Abnahme, zum Beispiel von Wertpapieren oder aber konkreten Waren wie Getreide[8].

4. Die Funktionen und Aufgaben einer Börse

Die Funktion und Aufgabe der Börse besteht größtenteils daraus, private oder institutionelle Investoren, die Kapital besitzen und dieses für einen gewissen Preis verleihen, Unternehmensanteile kaufen oder Währungen tauschen möchten, mit den Unternehmen in Verbindung zu bringen. Dies stellt auch eine wichtige Funktion für die gesamte Volkswirtschaft da, denn ein gut funktionierender Kapitalmarkt bedeutet einen wichtigen Erfolgsfaktor für die Volkswirtschaft. Die Börse führt also Nachfrage und Angebot zusammen und fungiert somit als Vermittler zwischen den beiden Seiten. Desweiteren ist die Börse ein organisierter Teil, der dem Kapitalmarkt dient. Die Börse erleichtert außerdem den Unternehmen die Investitionstätigkeit und damit auch die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze[9]. Eine weitere Aufgabe der Börse besteht darin, Angebot und Nachfrage auszugleichen, damit eine hohe Liquidität an der Börse möglich ist und es dadurch unkompliziert ist, Wertpapiere aufzunehmen oder abzugeben. Außerdem ist es eine Aufgabe der Börse, für eine hohe Transparenz der Abläufe zu sorgen. Denn umso höher die Transparenz ist, desto höher ist das Vertrauen der Anleger in die Börse. Außerdem sollte die Börse ein organsiertes, effizientes und kostengünstiges Handeln ermöglichen. Zudem sollte die Börse die Anleger fachgerecht informieren, weswegen Zahlen aus dem Orderbuch, sowie die daraus folgenden Kurse anschaulich und grafisch dargestellt und veröffentlicht werden sollten, damit die Anleger Informationen zu den Umsätzen und Preisen erhalten. Desweiteren ist es wichtig, dass alle gehandelten Werte an der Börse austauschbar und identisch sind, damit ein fairer Austausch zwischen Kapital und Vermögenswerten stattfinden kann.

5. Die Kursbildung

Der Kurs von Wertpapieren ist der Preis, zu dem Wertpapiere an der Börse verkauft oder angeboten werden. Dieser Kurs entsteht durch Angebot und Nachfrage[10]. Steigt die angebotene Menge, obwohl die Nachfrage gleich bleibt, sinkt der Preis, in diesem Fall der Preis der Wertpapiere. Sinkt jedoch die angebotene Menge, obwohl die Nachfrage gleich bleibt, so steigt der Preis[11]. Bei der Kursbildung kommt es vor allem darauf an, wie die zukünftige Entwicklung eines Wertpapieres von den Marktteilnehmern eingeschätzt wird, was hauptsächlich von der geschäftlichen Zukunft des Unternehmens bestimmt wird. Das führt bei der Kursbildung zu den Preisen, zu welchen dann die Wertpapiere verkauft werden. Durch Orders, also Aufträge, wird widergespiegelt, wie hoch Angebot und Nachfrage sind, wodurch dann die Kurse gebildet werden können. Die Kursfeststellung entsteht durch einen Kursmakler oder ein elektronisches Handelssystem. Hierbei werden Aufträge zusammengeführt, mit denen zu einem bestimmten Kurs die höchsten Stückzahlen gehandelt werden. Das Ziel dabei ist es, den größtmöglichen Umsatz durch die Kurse zu erzielen[12].

6. Die Investitionsmöglichkeiten

1. Aktien

Aktien sind Anteile an einem Unternehmen, welches als Aktiengesellschaft organisiert ist. Ein privater Anleger besitzt also einen kleinen Teil der Firma. Wie groß der Anteil an der Firma ist, hängt davon ab, wie viele Aktien das Unternehmen insgesamt ausgegeben hat. Wichtig ist also für den Anleger, dass der Kurs der Aktie steigt und dass es jedes Jahr eine Beteiligung am Gewinn des Unternehmens, eine sogenannte Dividende, gibt. Um eine Aktie kaufen zu können, braucht man ein Depot bei einer Bank. Sobald man dieses hat, kann man entscheiden, ob man sich selbst um den Kauf der Aktie kümmert oder es lieber die Bank übernehmen soll. Der Preis einer Aktie hängt von den Marktteilnehmern ab. Diese geben ihr Limit für den Preis der Aktie an. Nun gleicht der Kursmakler Angebot und Nachfrage ab und bestimmt den Kurs der Aktie. Insgesamt gibt es drei mögliche Wege, um mit einer Aktie Geld zu verdienen. Ein möglicher Weg ist, dass der Anleger seine Aktie verkauft, sobald deren Kurs ansteigt. Eine weitere Möglichkeit ist durch die Dividende Geld zu verdienen. Man bekommt also einen Anteil an dem Gewinn, den das Unternehmen einmal im Jahr an seine Aktionäre ausschüttet. Hierbei ist der Vorteil, dass die Dividende verlässlich ausgezahlt wird[13]. Eine weitere Möglichkeit um mit Aktien Geld zu verdienen, ist das sogenannte Trading. Hier findet ein kurzfristiger Kauf und Verkauf von Aktien statt. Der Anleger versucht die Marktentwicklung vorherzusagen und diese zu seinem Vorteil zu nutzen[14].

2. Anleihen

Anleihen bedeutet, dass ein Anleger einem Unternehmen oder einem Staat Geld leiht, für welches er Zinsen erhält. Durch regelmäßige Zinszahlungen erhält der Anleger Geld. Am Ende einer bestimmten Laufzeit bekommt der Anleger sein Geld von dem Kreditnehmer zurück gezahlt. Anleihen sind also so eine Art Kredit, wobei eine Anleihe ein einfacherer und günstigerer Weg ist, als ein Kredit bei der Bank. Anleihen sind eine Alternative zu Aktien, jedoch mit deutlich geringeren Kursschwankungen, was somit eine sichere Kapitalanlage darstellt. Dennoch gibt es auch Anleihen mit einem erhöhten Risiko, bei denen sogar ein Totalverlust möglich sein kann, zum Beispiel, wenn der Kreditnehmer die Insolvenz beantragen muss. In der Regel werden Anleihen benötigt, weil ein Unternehmen oder ein Staat für verschiedene Zwecke mehr Geld benötigt, als es zur Verfügung hat. Die Kursschwankungen werden bei Anleihen in Prozent angegeben. Sie werden beeinflusst vom allgemeinen Zinsniveau im Vergleich zur Verzinsung der Anleihe und dessen Laufzeit. Sinkt das allgemeine Zinsniveau, steigen Anleihen mit einem hohen, festen Zinssatz. Steigt allerdings das allgemeine Zinsniveau, fallen Anleihen mit einem niedrigen, festen Zinssatz. Im Allgemeinen kann man sagen, je länger die Laufzeit einer Anleihe ist, desto stärker sind die Kursschwankungen[15].

[...]


[1] Godmode Trader. Die Börse-Entstehungsgeschichte und Bedeutung.

[2] Boerse. Was ist eine Börse?

[3] Welt der BWL. Börse Definition.

[4] Oeconomix. Arten von Börsen.

[5] BrokerDeal. Börse.

[6] Oeconomix. Arten von Börsen.

[7] BrokerDeal. Börse.

[8] Oeconomix. Arten von Börsen.

[9] WienerBörse. Wie funktioniert die Börse?

[10] Frankfurter Allgemeine. Kursbildung.

[11] Rechnungswesen. Angebot und Nachfrage.

[12] Börsennews. Kursbildung.

[13] Frankfurter Allgemeine. Aktien.

[14] Financescout24. Chancen und Risiken von Trading.

[15] Aktien-kaufen. Definition Anleihen.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Die Börse. Eine Einführung
Note
1,0
Jahr
2019
Seiten
12
Katalognummer
V507039
ISBN (eBook)
9783346072733
Sprache
Deutsch
Schlagworte
börse, eine, einführung
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Die Börse. Eine Einführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507039

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