Die nachfolgende Arbeit befasst sich mit dem Männlichkeitsbild in den 1980er Jahren in England anhand des Filmbeispiels ,,Billy Elliot- I will dance‘‘. Anfangs werden Begrifflichkeiten und Definitionen, die wichtig für diese Hausarbeit sind erläutert um den Begriff der Männlichkeit und auch die Rolle des Mannes zu verstehen.Anschließend werde ich auf die Inhaltsangabe eingehen um den Kontext besser zu verstehen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Analyse der relevantesten Figuren. Wichtig ist hierbei die Figur von Billy Elliot, seinem besten Freund Michael und natürlich sein Vater und auch sein Bruder.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Einführung in die Men’s studies
1.1. Definition der Begriffe Sex und Gender
1.2. Definition von Männlichkeit nach dem Duden
1.3. Definition von Männlichkeit nach Connell
1.4. die hegemoniale Männlichkeit
2. Krise der Männlichkeit
3. Filmanalyse
3.1. Inhaltsangabe
3.2. Analyse Billy Elliot
3.3. Analyse Mr. Elliot
3.4. Analyse Tony Elliot
3.5. Analyse Michael
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel und die Vielfalt von Männlichkeitsbildern in den 1980er Jahren in England. Anhand des Films "Billy Elliot – I will dance" wird analysiert, wie tradierte Vorstellungen von Männlichkeit, insbesondere im Kontext des Bergarbeiterstreiks, durch individuelle Entwicklungsprozesse herausgefordert und neu definiert werden.
- Grundlagen der Gender Studies und Männlichkeitsdefinitionen
- Das Konzept der hegemonialen Männlichkeit
- Die Krise traditioneller Männlichkeitsvorstellungen
- Filmische Analyse der Männlichkeit anhand zentraler Charaktere
- Zusammenspiel von sozioökonomischem Kontext und Geschlechterrollen
Auszug aus dem Buch
3.2. Analyse der Figur Billy Elliot
Billy ist die Hauptfigur in dem Film ,,Billy Elliot – I will dance‘‘. Er ist ein elfjähriger Junge, der mit seinem Vater, seinem Bruder und seiner Großmutter in armen Verhältnissen lebt.
Gleich in den ersten Sequenzen bekommt man eine deutliche Vorstellung von Billys Alltag. Er sorgt sich um seine Großmutter und kümmert sich um sie, in dem er für sie Frühstück vorbereitet. Einmal in der Woche geht Billy zum Boxtraining, zu dem er von seinem Vater gezwungen wird, da es die Familientradition so möchte. Billy geht nicht gerne zum Training, dies merkt man an seiner lustlosen Art und auch an seiner Konzentrationsschwäche (,, Herr Gott Billy Elliot, du bist ne‘ Schande für diese Boxhalle. Du schuldest uns 50 Pence.‘‘). Billy hat keine gute Beziehung zu seinem Vater und auch nicht zu seinem Bruder. Sie reden nicht viel miteinander, aber wenn sie reden, dann in einem abweisenden Ton. Billy ist auf sich alleine gestellt. Da sein Vater und sein Bruder mit dem Streik beschäftigt sind und seine Großmutter krank ist, fehlt ihm eine erwachsene Bezugsperson, an die er sich wenden kann. Seine Mutter ist vor Jahren verstorben.
Billys erste Erfahrung mit dem Ballett ist ein Zufall. Da er durch seine Konzentrationsschwäche in seinem Boxtraining verloren hat, muss er als Strafe länger bleiben. In der Zeit findet der Ballettunterricht von Mrs. Wilkinson in derselben Halle wie sein Boxtraining statt. Billy soll Mrs. Wilkinson die Schlüssel für die Halle wiedergeben und wartet neben ihrer Gruppe auf sie. Die kleinen Mädchen fordern ihn auf, mitzutanzen, doch Willy weigert sich und schreckt vor seinen eigenen Vorurteilen zurück. Nach einer Weile macht er doch mit fühlt sich aber noch unwohl ,,ich komm mir vor wie ein Mädchen‘‘. Mrs. Wilkinson entdeckt sofort Billys Talent und Billy macht der Unterricht so viel Spaß, dass er beschließt lieber zum Ballettunterricht zu gehen, anstatt zum Boxtraining. Dies macht Billy aber heimlich, da er vor der Reaktion seines Vaters Angst hat.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung des Männlichkeitsbildes anhand des Films "Billy Elliot".
1. Einführung in die Men’s studies: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Sex und Gender sowie verschiedene Männlichkeitskonzepte nach Connell und beleuchtet die Struktur der Geschlechterordnung.
2. Krise der Männlichkeit: Hier wird die Thematisierung der Krise hegemonialer Männlichkeit untersucht, wobei der Wandel der Arbeitergesellschaft und die Dysfunktionalität traditioneller Rollenbilder im Fokus stehen.
3. Filmanalyse: Dieser Hauptteil bietet eine Inhaltsangabe sowie eine detaillierte Charakteranalyse von Billy, seinem Vater, seinem Bruder Tony und seinem Freund Michael in Bezug auf ihr Männlichkeitsverständnis.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie der Film das Aufbrechen hegemonialer Männlichkeitsmuster zeigt und die individuelle Selbstbestimmung abseits von Rollenklischees betont.
Schlüsselwörter
Männlichkeit, Gender Studies, hegemoniale Männlichkeit, Billy Elliot, Rollenverteilung, Arbeiterklasse, Identitätskrise, Geschlechterordnung, Sozialisation, Film-Analyse, Patriarchat, Wandel, Männlichkeitsbilder, Identität, Soziale Konstruktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Wandel und die unterschiedlichen Ausprägungen von Männlichkeitsbildern in der englischen Gesellschaft der 1980er Jahre anhand einer Filmanalyse.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Gender Studies, das Konzept der hegemonialen Männlichkeit sowie die soziale Konstruktion von Geschlechterrollen in einem sozioökonomisch schwierigen Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie der Film "Billy Elliot" traditionelle Rollenklischees hinterfragt und die Möglichkeit für ein polymorphes, individuelles Männlichkeitsverständnis darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch Literaturstudien zu Männlichkeitskonzepten und wendet diese methodisch auf eine qualitative Filmanalyse an.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Inhaltsübersicht des Films und eine detaillierte Charakteranalyse der Hauptfiguren (Billy, Vater, Bruder, Freund), um deren spezifische Männlichkeitsidentitäten herauszuarbeiten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Männlichkeit, Gender Studies, Hegemonie, Identitätskrise, Rollenklischees und soziale Konstruktion sind die prägenden Begriffe.
Inwiefern spielt der historische Kontext des Bergarbeiterstreiks eine Rolle?
Der Streik dient als Hintergrund, der die traditionelle, kämpferische Männlichkeit der Arbeiterklasse unter Druck setzt und den Konflikt zwischen den Generationen sowie die finanzielle Notlage verschärft.
Wie definiert die Arbeit das Verhältnis von Billy zu seinem Vater?
Es wird als Spannungsfeld zwischen der Erwartungshaltung des Vaters an eine traditionelle, "harte" Männlichkeit und Billys Suche nach einem eigenen, künstlerischen Weg dargestellt, das in einer Versöhnung mündet.
Welche Funktion übernimmt die Figur des Michael für die Analyse?
Michael dient als Kontrastfigur, die durch ihre Homosexualität und ihr Spiel mit Geschlechtergrenzen eine weitere Form von Männlichkeit jenseits der hegemonialen Norm repräsentiert.
- Arbeit zitieren
- Mevanur Güven (Autor:in), 2019, Das Männlichkeitsbild in den 1980er Jahren in England. Männlichkeitsbilder im Film "Billy Elliot- I will dance" von Stephen Daldry, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507380