Die geplante Unterrichtseinheit umfasst eine aktivierende Wiederholung der Sinnesorgane und deren Funktion sowie eine praktische Übung mit Beobachtungsauftrag. Diese soll es ermöglichen den Begriff der sensorischen Integration einzuführen und dadurch die Bedeutung für die Praxis abzuleiten.
Anschließend bearbeiten die Lernenden in Partnerarbeit die Aufgabenstellung, unterteilt in verschiedene Schwierigkeitsgrade, eine eigene Mitmachgeschichte zu erstellen und abschließend exemplarische Arbeitsergebnisse zu präsentieren und die Unterrichtseinheit zu reflektieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Lernausgangslage
2 Lernziele
3 Didaktische Begründung
4 Verlaufsplanung
5 Literaturverzeichnis
6 Anlagen
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel der Unterrichtseinheit ist die Förderung der Wahrnehmungsentwicklung bei Kindern durch die methodische Anwendung von Mitmachgeschichten, um bei den angehenden Sozialassistenten ein vertieftes Verständnis für die sensorische Integration und die Bedeutung der Beobachtung im pädagogischen Alltag zu schaffen.
- Wiederholung und Festigung der Sinnesorgane und Wahrnehmungssysteme
- Einführung in die Methode der Mitmachgeschichte zur gezielten Wahrnehmungsförderung
- Schulung der fachlichen Beobachtungskompetenz in der Praxis
- Reflexion des Zusammenspiels verschiedener Sinnesorgane bei Alltagsaktivitäten
Auszug aus dem Buch
Besonderheiten der Lerngruppe
Die Unterrichtsstunde wird im Gruppenunterricht in der Klasse SAR 16a durchgeführt. Dieser findet einmal wöchentlich in einer 90-minütigen Einheit statt. Die Klasse befindet sich im 2. Ausbildungsjahr. Die Gruppe 2 besteht aus 11 Schülern und Schülerinnen (6 weiblich, 5 männlich) im Alter von 17 bis 21 Jahren. Die SuS haben einen Realschulabschluss.
S. (w) benutzt aufgrund einer Operation am Bein vor drei Wochen aktuell Krücken. Bei der Übung im Stehen wird ihr daher ein Stuhl angeboten bzw. das Anlehnen an einen Körper gestattet.
R. (m) stammt aus Rumänien, hat mehrere Jahre in Spanien gelebt, bevor er vor zwei Jahren nach Deutschland kam und in einer DAZ Klasse unterrichtet wurde. Er ist sprachlich begabt, hat oft ein Wörterbuch dabei und einen leichten Akzent.
In den vergangenen gemeinsamen Unterrichtseinheiten traten alle Schüler dieser Klasse sehr aufgeschlossen und freundlich auf und zeigten jeweils eine befriedigende bis gute Mitarbeit. Zurzeit herrscht in der Klasse ein sehr hoher Krankheitsstand, daher müssen Sozialformen und Methoden bei Bedarf entsprechend der Schülerzahl angepasst werden. Die Gruppe ist geübt in Partner- und Gruppenarbeit und Präsentationen von Arbeitsergebnissen. Berufliche Handlungssituationen, Akten von fiktiven Klienten und Satellitensituationen sind vielfach verwendete und trainierte Bestandteile des Unterrichts in der SAR 16a.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Lernausgangslage: Dieses Kapitel beschreibt die Zusammensetzung der Lerngruppe, deren bisherigen Wissensstand sowie die aktuelle Motivationslage der Schülerinnen und Schüler.
2 Lernziele: Hier werden die übergeordneten Ausbildungsziele sowie die kompetenzbasierten Lernziele für das Lernfeld 2 definiert, die auf die Wahrnehmungsförderung in der Praxis ausgerichtet sind.
3 Didaktische Begründung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Thematik für die Ausbildung zur Sozialassistenz und begründet den methodischen Aufbau der Unterrichtssequenz.
4 Verlaufsplanung: Diese Sektion bietet einen detaillierten tabellarischen Zeitplan der Unterrichtsstunde mit Handlungsabläufen, Sozialformen und eingesetzten Medien.
5 Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Quellen und Online-Materialien zur Vorbereitung der Unterrichtseinheit aufgelistet.
6 Anlagen: Dieses Kapitel enthält ergänzende Dokumente wie Lehrplanauszüge, Arbeitsaufträge, Bildnachweise und Kompetenzentwicklungspläne.
Schlüsselwörter
Wahrnehmung, Sinnesorgane, Sozialassistent, Mitmachgeschichte, sensorische Integration, Beobachtung, Beobachtungsauftrag, kindliche Entwicklung, Wahrnehmungsförderung, Gruppenunterricht, Fachpraxis, Unterrichtsplanung, Lernfeld 2, Handlungskompetenz, Reflexion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert eine geplante Lehrprobe für angehende Sozialassistenten zum Thema Förderung der Wahrnehmungsentwicklung von Kindern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Rolle der Sinnesorgane, der Prozess der sensorischen Integration sowie die praktische Anwendung von Mitmachgeschichten zur kindlichen Förderung.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Ziel ist, dass die Lernenden die Bedeutung der Wahrnehmung für kindliche Lernprozesse verstehen und lernen, diese gezielt durch alltagsnahe Methoden zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf dem didaktischen Prinzip der ganzheitlichen Sichtweise und nutzt methodische Ansätze wie die Wollknäuel-Methode, praxisorientierte Experimente mit Beobachtungsauftrag und Partnerarbeit.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Analyse der Lerngruppe, die theoretische Herleitung der Lernziele, die didaktische Begründung der Themenwahl sowie die konkrete Verlaufsplanung der 90-minütigen Unterrichtsstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wahrnehmung, Sinnesorgane, Sozialassistenz, Mitmachgeschichte, sensorische Integration, Beobachtungskompetenz und Praxisanbindung.
Warum wurde die "Wollknäuel-Methode" für den Einstieg gewählt?
Diese Methode dient zur physischen Aktivierung nach der Mittagspause und visualisiert durch das entstehende Netz die Vernetzung der Sinnesorgane auf anschauliche Weise.
Welche Bedeutung hat das "Beobachtungsinstrument" in der Unterrichtssequenz?
Das Instrument trainiert die Fähigkeit der Lernenden, Verhalten wertfrei zu beschreiben und Schlüsse auf das Zusammenspiel der Sinnesorgane in beruflichen Handlungssituationen zu ziehen.
- Arbeit zitieren
- Maria Widera (Autor:in), 2017, Wahrnehmungsentwicklung bei Kindern. Förderung am Beispiel einer Mitmachgeschichte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507407