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Partner und Partnerinnen von Personen mit Multipler Sklerose. Bedürfnisse pflegender Angehöriger im häuslichen Setting

Titel: Partner und Partnerinnen von Personen mit Multipler Sklerose. Bedürfnisse pflegender Angehöriger im häuslichen Setting

Bachelorarbeit , 2013 , 73 Seiten , Note: 1.5

Autor:in: Melanie Frei (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Partner und Partnerinnen von an Multiple Sklerose erkrankten Personen spielen in der Betreuung eine wichtige Rolle. Es ist bekannt, dass die Pflege eines geliebten Menschen sehr belastend sein kann. Obwohl pflegende Angehörige vermehrt in die Betreuung einbezogen werden, werden ihre Bedürfnisse oftmals in den Schatten gestellt. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedürfnisse von pflegenden Partnern und Partnerinnen von Personen mit MS zu erfassen und relevante Aspekte für die ambulante Pflege hervorzuheben.

Die Fragestellung wurde mittels einer systematischen Literaturrecherche in pflegespezifischen Datenbanken bearbeitet. Durch die kritische Auseinandersetzung mit der verwendeten Literatur konnten verschiedene Bedürfnisse ermittelt werden.

Anhand der acht verwendeten Hauptstudien wurden sieben Bedürfniskategorien identifiziert. Es zeigte sich, dass hauptsächlich psychologische und soziale Bedürfnisse von Bedeutung sind.

Bedürfnisse von Angehörigen unterscheiden sich von Bedürfnissen von Partnern und Partnerinnen. Es zeichnete sich ab, dass ein Unterstützungsbedarf besteht. Bedürfnisse sollten in einem ausführlichen Assessmentgespräch individuell erfasst und evaluiert werden

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.2. Problemstellung

1.3. Relevanz für die Pflegepraxis

1.4. Abgrenzungen

1.5. Ziel der Arbeit

1.6. Fragestellung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Multiple Sklerose

2.1.1. Pathogenese

2.1.2. Symptome

2.1.3. Verlauf

2.2. Ambulante Pflege

2.3. Pflegende Angehörige

2.4. Ehe, Partnerschaft und MS

2.5. Bedürfnisse

2.6. Bedürfnispyramide nach Maslow

3. Methodik

3.1. Literaturrecherche

3.2. Literaturbearbeitung

3.3. Ein- und Ausschlusskriterien

4. Resultate

4.1. Gliederung der Resultate

4.1.1. Anerkennung und Wertschätzung

4.1.2. Bedürfnis nach Informationen

4.1.3. Unterstützung und Entlastung

4.1.4. Physische Bedürfnisse

4.1.5. Zukunftsplanung

4.1.6. Selbstverwirklichung

4.1.7. Stabile Partnerschaft

5. Diskussion

5.1. Qualität der Literatur

5.2. Kritische Diskussion und Interpretation der Ergebnisse

5.3. Rückbezug auf die Bedürfnispyramide nach Maslow

5.4. Theorie-Praxis-Transfer

6. Schlussfolgerung

7. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Erfassung der Bedürfnisse von pflegenden Partnern und Partnerinnen, die Personen mit Multipler Sklerose (MS) im häuslichen Setting betreuen. Ziel ist es, anhand einer systematischen Literaturrecherche relevante Aspekte für die ambulante Pflege herauszuarbeiten, um Unterstützungsmöglichkeiten zu optimieren.

  • Identifikation psychologischer und sozialer Bedürfnisse von pflegenden Angehörigen.
  • Analyse der Auswirkungen einer chronischen Erkrankung auf die Partnerschaft.
  • Untersuchung von Belastungsfaktoren und Copingstrategien bei pflegenden Eheleuten.
  • Bedeutung der Einbindung von Angehörigen in den pflegerischen Assessmentprozess.
  • Entwicklung praxisbezogener Handlungsempfehlungen für das Pflegefachpersonal.

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Anerkennung und Wertschätzung

Viele pflegende Partner und Partnerinnen wünschen sich mehr Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für die Erkrankung und ihre Pflegetätigkeit. Laut Benbow & Koopman (2003) empfinden sie Ermunterung, Bestätigung und Unterstützung von anderen Personen als sehr wichtig. Das Bedürfnis nach vermehrten sozialen Kontakten wird in der Studie von Sato et al. (1996) beschrieben. Viele fühlen sich durch ihre Pflegetätigkeit isoliert (Gregory et al., 1996).

Fleming Courts et al. (2005) berichten über das fehlende Verständnis des Umfelds und der Gesellschaft für die Erkrankung. Als Grund werden die oftmals unsichtbaren Symptome genannt, die den Leuten den Eindruck vermitteln, die Betroffenen seien gesund. Zudem seien öffentliche Orte häufig nicht behindertengerecht eingerichtet, was für die Eheleute mit viel Stress und Ärger verbunden ist. Aus der Studie von Gregory et al. (1996) resultiert, dass sich die Hälfte der Angehörigen von der Gesellschaft ungerecht behandelt fühlt. Rund ein Viertel wünscht sich mehr Aufmerksamkeit für ihre Situation sowie Wertschätzung und Verständnis für die Pflegeleistung. Pflegefachpersonen sollen sich den Problemen der pflegenden Angehörigen bewusst sein, diese verstehen und sowohl Einzelpersonen als auch die Familie beraten (Gregory et al., 1996). Fleming Courts et al. (2005) schlagen vor, dass Pflegefachpersonen Schulungen über MS für Freunde und die Öffentlichkeit anbieten. Zudem sollen Informationen über die Symptome veröffentlicht werden, um die Gesellschaft zu sensibilisieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtet die Relevanz der MS-Erkrankung und die schwierige Situation pflegender Partner, die oft ein Schattendasein führen.

2. Theoretische Grundlagen: Erläutert das Krankheitsbild der MS, die Konzepte der ambulanten Pflege sowie das Modell der Bedürfnispyramide nach Maslow.

3. Methodik: Beschreibt das systematische Vorgehen bei der Literaturrecherche sowie die gewählten Ein- und Ausschlusskriterien für die Studienauswahl.

4. Resultate: Führt die identifizierten Bedürfniskategorien wie Informationen, Entlastung und Anerkennung auf Basis der ausgewählten Hauptstudien aus.

5. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse kritisch, verknüpft sie mit der Bedürfnispyramide und reflektiert den Theorie-Praxis-Transfer.

6. Schlussfolgerung: Fasst zusammen, dass ein hoher Unterstützungsbedarf besteht und individuelle Assessmentgespräche für pflegende Angehörige essenziell sind.

7. Ausblick: Thematisiert das Modell des Case Managements als potenziellen Lösungsansatz zur Entlastung pflegender Personen in der Spitex.

Schlüsselwörter

Multiple Sklerose, MS, pflegende Angehörige, ambulante Pflege, Bedürfnisse, Partnerschaft, Unterstützung, Entlastung, Coping, Pflegefachpersonal, Assessment, psychische Gesundheit, soziale Isolation, Krankheitsverlauf, Familienpflege.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Bachelorarbeit?

Die Arbeit untersucht die spezifischen Bedürfnisse von Partnern und Partnerinnen, die an Multipler Sklerose erkrankte Personen im häuslichen Umfeld pflegen.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Bedürfnisse zu identifizieren, um Pflegefachpersonen fundierte Grundlagen für eine optimale Unterstützung im ambulanten Setting zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Die Autorin führte eine systematische Literaturrecherche in pflegespezifischen Datenbanken durch und analysierte die Ergebnisse qualitativ und quantitativ mittels Beurteilungsmatrizen.

Was sind die thematischen Schwerpunkte im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Bedürfniskategorien, darunter Anerkennung, Informationsbedarf, körperliche Entlastung, Zukunftsplanung und die Aufrechterhaltung einer stabilen Partnerschaft.

Wie werden die zentralen Bedürfnisse charakterisiert?

Die Bedürfnisse sind vielschichtig und lassen sich auf körperlicher, geistlicher und sozialer Ebene verorten, wobei psychische und soziale Aspekte dominieren.

Welche Bedeutung haben die Ergebnisse für die Praxis?

Die Ergebnisse unterstreichen, dass Angehörige eine unverzichtbare Ressource sind und ihre individuellen Bedürfnisse gezielt durch Assessments und flexible Entlastungsangebote adressiert werden sollten.

Warum wird die MS oft als "dritte Person" in der Ehe bezeichnet?

Der Ausdruck verdeutlicht, dass die chronische Erkrankung und der Pflegebedarf das Leben des Paares so stark bestimmen, dass sie wie ein ständiger Begleiter in der Beziehung wahrgenommen wird.

Inwiefern beeinflusst der Krankheitsverlauf die Pflegebedürfnisse?

Die Bedürfnisse der pflegenden Angehörigen verändern sich parallel zum Gesundheitszustand des MS-Betroffenen, wobei der Stress oft mit zunehmender Krankheit ansteigt.

Warum fordern die Ergebnisse ein stärkeres Augenmerk auf das Assessment?

Da viele Angehörige aus Pflichtgefühl oder Gewöhnung ihre eigenen Bedürfnisse hinter die des Partners stellen, ist ein explizites, unabhängiges Assessment nötig, um ihre psychische und physische Belastung zu erfassen.

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Partner und Partnerinnen von Personen mit Multipler Sklerose. Bedürfnisse pflegender Angehöriger im häuslichen Setting
Hochschule
ZHAW - Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften
Note
1.5
Autor
Melanie Frei (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
73
Katalognummer
V507422
ISBN (eBook)
9783346061362
ISBN (Buch)
9783346061379
Sprache
Deutsch
Schlagworte
partner partnerinnen personen multipler sklerose bedürfnisse angehöriger setting MS Multiple Sklerose
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Frei (Autor:in), 2013, Partner und Partnerinnen von Personen mit Multipler Sklerose. Bedürfnisse pflegender Angehöriger im häuslichen Setting, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507422
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Leseprobe aus  73  Seiten
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