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Alphabetisierung in der Berufsausbildung

Titel: Alphabetisierung in der Berufsausbildung

Hausarbeit , 2018 , 22 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Oyungerel Lunke (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit widmet sich, im Rahmen des Seminars "Handlungsfelder der beruflichen Bildung", dem Thema "Alphabetisierung in der Berufsausbildung". Eckardt-Hinz et al stellen fest, dass es ein Handlungsbedarf für die Entwicklung einer individualisierten Didaktik und für die Bereitstellung angepasster Lehrwerke beziehungsweise Lernmaterialien an Berufsschulen besteht. Die Bemühungen für das Problem "Analphabetismus" in unserer Gesellschaft und in den Schulen zu sensibilisieren und entsprechende Handlungsansätze zu entwickeln, stehen noch am Anfang. Insbesondere in der beruflichen Bildung, als auch in Ausbildungsbetrieben hat man das Thema bislang weitgehend nur wenig beachtet.

So können die Arbeitgeber kaum nachvollziehen, was Analphabetismus mit Ausbildung zu tun hat und fühlen sich dementsprechend, trotz des steigenden Fachkräftemangels, nicht für das Lernen grundlegender Lese- und Schreibkompetenzen betroffener Mitarbeiter zuständig. Nach Heisler besteht daher eine der wesentlichen Aufgaben der Zukunft in der Aufklärung und Schulung des Personals in Betrieben und Berufsschulen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Funktionaler Analphabetismus

3. Funktionale Analphabeten in der Berufsausbildung

3.1 Der aktuelle Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

3.2 Entwicklung der Flüchtlingsstatistik in der Berufsausbildung bis 2020

3.3 Alphabetisierung in der Berufsausbildung

3.4 Anforderungen an und Professionalisierung von Lehrenden

4. Projekte und Maßnahmen für Alphabetisierung

4.1 DVV - Rahmencurriculum für die Alphabetisierung und Grundbildung

4.2 ABCplus

4.3 Das APAG-Projekt

4.4 lea.- Literalitätsentwicklung von Arbeitskräften

5. Lehrmaterialien für Alphabetisierung

5.1 ich-will-deutsch-lernen.de

5.2 Beluga-Lernsoftware

5.3 APAG-Lehr-Lern-Materialien

5.4 lea.- Lernmaterialien

6. Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Hausarbeit untersucht die Problematik des funktionalen Analphabetismus im Kontext der Berufsausbildung. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Berufsschulen und Betriebe mit heterogenen Lerngruppen umgehen können, welche Qualifizierungsbedarfe bei Lehrkräften bestehen und welche Unterstützungsangebote zur Alphabetisierung bereits existieren, um Ausbildungsabbrüche zu verhindern.

  • Definition und Ausmaß des funktionalen Analphabetismus in Deutschland.
  • Herausforderungen auf dem aktuellen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.
  • Bedeutung der Alphabetisierung für die Inklusion in der beruflichen Bildung.
  • Vorstellung praxisrelevanter Projekte, Maßnahmen und digitaler Lehrmaterialien.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Die Fähigkeit, Lesen und Schreiben zu können, gilt als ein Merkmal dessen, was als Ausbildungsreife bezeichnet wird. [...] Lesen, Schreiben und Rechnen gelten als die wichtigsten Voraussetzungen dafür, erfolgreich eine Berufsausbildung beginnen und absolvieren zu können.“ (Eckardt-Hinz, Hanisch, Heisler & Mannhaupt, 2013, S. 1). Die schriftsprachlichen Anforderungen an Auszubildende und Arbeitnehmer sind in der immer mehr technisierten, modernen Gesellschaft kontinuierlich gestiegen, denn viele Arbeitsprozesse sind heutzutage computergestützt, Arbeitsläufe werden automatisiert und Arbeitsschritte müssen schriftlich festgehalten werden.

Es wird wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass Jugendliche, die mit einer Berufsausbildung beginnen, ausreichend literalisiert sind. Allerdings gibt es empirische Belege dafür, dass eine nicht unerhebliche Anzahl junger Auszubildenden nur auf einem niedrigen Niveau lesen und schreiben können. Der leo.-Level-One-Studie 2012 zufolge besitzen 6,5 Prozent der Auszubildenden sehr niedrige Lese- und Schreibfähigkeiten, so dass ihnen die Bewältigung schulischer Lernanforderungen und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erheblich erschwert sind. Weitere 10 Prozent der Berufsschüler können nur fehlerhaft schreiben und besitzen schlechte bis mangelhafte Lese- und Schreibfähigkeiten. Dies bedeutet, dass bei einer Klassenstärke von ca. 20 Schülern in jeder Berufsschulklasse mindestens zwei und in Berufsvorbereitungsjahr-Klassen möglicherweise noch mehr funktionale Analphabeten (Kapitel 2) sind, so Heisler (2016).

Nach ihm stellt die Bewältigung von Lernprozessen für die lernschwachen Berufsschüler eine besondere Herausforderung dar, da sie dabei mit schriftsprachlichen Anweisungen, Aufgabestellungen und Arbeitsblättern, mit Texten, Handreichungen, Fachbüchern etc. arbeiten, in denen es um die Erarbeitung und das Lernen theoretischen Wissens geht. Gerade die im Unterricht verwendeten Lehrmaterialien und Fachtexte sind häufig von Wissenschaftlern und Fachvertretern geschrieben und viel zu anspruchsvoll für die betroffenen Jugendlichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden schriftsprachlichen Anforderungen in der modernen Berufswelt und verdeutlicht die Problematik, dass ein beachtlicher Teil der Auszubildenden über unzureichende Lese- und Schreibkompetenzen verfügt.

2. Funktionaler Analphabetismus: Dieses Kapitel definiert funktionalen Analphabetismus anhand der Alpha-Levels und stellt basierend auf der leo.-Level-One-Studie das Ausmaß des Problems innerhalb der erwerbsfähigen Bevölkerung dar.

3. Funktionale Analphabeten in der Berufsausbildung: Hier wird die aktuelle Situation an Berufskollegs analysiert, wobei der Fokus auf dem Arbeitsmarkt, der Flüchtlingsstatistik und den spezifischen Anforderungen an das Lehrpersonal liegt.

4. Projekte und Maßnahmen für Alphabetisierung: Es werden verschiedene Akteure und Projekte, wie das DVV-Rahmencurriculum, ABCplus und das APAG-Projekt, vorgestellt, die Alphabetisierungsangebote für den beruflichen Kontext entwickeln.

5. Lehrmaterialien für Alphabetisierung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über vier konkrete digitale und gedruckte Lehrmittel, darunter Lernportale wie ich-will-deutsch-lernen.de und die Beluga-Lernsoftware, die zur Unterstützung eingesetzt werden können.

6. Ausblick: Der Ausblick resümiert die Notwendigkeit einer stärkeren Verzahnung von Berufsbildung und Alphabetisierung und unterstreicht die Relevanz der Inklusion für die gesellschaftliche Teilhabe.

Schlüsselwörter

Funktionaler Analphabetismus, Berufsausbildung, Alphabetisierung, Grundbildung, Berufskolleg, Ausbildungsreife, Schriftsprache, Inklusion, leo.-Level-One-Studie, Lehrmaterialien, Berufsfachsprache, Didaktik, Flüchtlinge, Lernbegleitung, Qualifizierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert das Problem des funktionalen Analphabetismus bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im System der beruflichen Bildung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Feldern gehören die Definition des Analphabetismus, die Analyse der Situation in Berufsschulen, die Vorstellung von Förderprojekten sowie der Einsatz geeigneter Lehrmaterialien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Lehrende an Berufskollegs für das Thema zu sensibilisieren und Wege aufzuzeigen, wie durch angepasste Didaktik und professionelle Förderung Ausbildungsabbrüche vermieden werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Studien (wie der leo.-Level-One-Studie) sowie der Auswertung von Praxisberichten und Projektdokumentationen im Bereich der Alphabetisierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Bestandsaufnahme, die Herausforderungen am Ausbildungsmarkt, die Darstellung spezifischer Alphabetisierungsprojekte und eine Übersicht praktischer Lernhilfen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Funktionaler Analphabetismus, Berufsausbildung, Alphabetisierung, Inklusion und Berufsschule beschreiben.

Wie beeinflusst die Zuwanderung die Situation in Berufsschulklassen?

Durch die Zuwanderung junger Menschen sind die Lerngruppen heterogener geworden, was den Bedarf an differenzierten Alphabetisierungsmaßnahmen, die auch Deutsch als Zweitsprache (DaZ) berücksichtigen, erhöht.

Warum spielt die Digitalisierung bei der Alphabetisierung eine wichtige Rolle?

Digitale Medien ermöglichen zeitlich und räumlich unabhängiges Lernen, individuelles Lerntempo und bieten interaktive Unterstützung, die gerade für leistungsschwächere Jugendliche motivierend wirkt.

Welche Rolle spielt die Professionalisierung der Lehrkräfte?

Lehrkräfte müssen diagnostisch geschult werden, um Betroffene überhaupt identifizieren zu können und um ihre Didaktik so anzupassen, dass sie auch Schüler mit Lese- und Schreibschwierigkeiten erfolgreich durch die Ausbildung führen können.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Verantwortung?

Die Autorin betont, dass die Alphabetisierung nicht allein als Aufgabe allgemeinbildender Schulen gesehen werden darf, sondern ein integraler Bestandteil der inklusiven beruflichen Bildung sein muss.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Alphabetisierung in der Berufsausbildung
Hochschule
Universität Münster
Note
1.7
Autor
Oyungerel Lunke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
22
Katalognummer
V507553
ISBN (eBook)
9783346063489
ISBN (Buch)
9783346063496
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alphabetisierung Berufsbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oyungerel Lunke (Autor:in), 2018, Alphabetisierung in der Berufsausbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507553
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Leseprobe aus  22  Seiten
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