Die Digitalisierung hält Einzug in allen Bereichen des Lebens und so verändert sie auch die Lehre an Hochschulen und Universitäten. Gerade Lehrvideos sind ein beliebtes Medium zur Wissensvermittlung. Denn sie werden von Studierenden gut angenommen und der Kreativität sind keine Grenzen mehr gesetzt. Allerdings sind klassische Videoproduktionen noch immer sehr aufwändig.
Wie kann die Lehrvideoproduktion vor diesem Hintergrund einfacher gestaltet werden? Welche Faktoren sind mit Blick auf Didaktik, Produktionsablauf und technische Komplexität entscheidend? Pirmin Schwiertz bietet Lösungen für die didaktischen und technischen Schwierigkeiten bei der Erstellung von Lehrvideos.
Dazu erklärt er die allgemeinen Herausforderungen für die standardisierte Lehrvideoproduktion sowie die didaktischen Schwierigkeiten. Er betont aber auch den Mehrwert für alle Beteiligten. Anhand seiner Ergebnisse gibt Schwiertz Handlungsanweisungen für die effiziente Lehrvideoerstellung mit dem Lightboard.
Aus dem Inhalt:
- Produktionsprozess;
- Effizienz;
- Pädagogik;
- Wissensvermittlung;
- Hochschullehre
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Methode
1.3 Vorgehen
2 Was ist effiziente Lehrvideoproduktion?
2.1 Begriffsdefinierung Effizienz nach dem Paretoprinzip
2.2 Was sind standardisierte Lehrvideos?
3 Mehrwert und Herausforderungen von standardisierten Lehrvideos
3.1 Herausforderungen an Beteiligte
3.2 Mehrwert für Studierende
3.3 Mehrwert für Lehrpersonen
3.4 Mehrwert für Hochschulen
4 Didaktische Herausfordungen bei standardisierten Lehrvideos
4.1 Didaktische Analysen
4.2 Didaktische Entscheidungen
5 Effiziente Lehrvideoerstellung mit dem Lightboard
5.1 Rahmenanalyse
5.2 Akteure
5.3 Lehrinhalte und -ziele
5.4 Didaktische Methode
5.5 Lernorganisation
5.6 Medien
5.7 Vorgehen
6 Exemplarisches Konzept für Lehrvideos mit dem Lightboard
6.1 Pre-Production
6.2 Live-Production
6.3 Post-Production
7 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Lehrvideoproduktionen an Hochschulen im Sinne der Effizienz vereinfacht gestaltet werden können, ohne dabei didaktische Qualitätsstandards zu vernachlässigen. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie Lehrvideos hinsichtlich Didaktik, Produktionsablauf und technischer Komplexität ressourcenschonend realisiert werden können, wobei das Lightboard als konkretes Fallbeispiel dient.
- Grundlagen der effizienten Lehrvideoproduktion nach dem Paretoprinzip
- Analyse der Herausforderungen und Mehrwerte für Studierende, Lehrende und Hochschulen
- Didaktische Konzepte und Modellbildung für mediengestützte Lehrangebote
- Praktische Implementierung und Leitfaden für die Nutzung von Lightboard-Technologie
- Strukturierung des Produktionsprozesses in Pre-, Live- und Post-Production
Auszug aus dem Buch
Exemplarisches Konzept für Lehrvideos mit dem Lightboard
In diesem Kapitel wird ein explizites Konzept ausgearbeitet, um Lehrvideos mit dem Lightboard zu produzieren. Dies ist für den Einsatz der Lehrvideoproduktion an den Gegebenheiten der Hochschule München angepasst und optimiert. Hierbei handelt es sich um ca. 10-minütige Videos, welche als Zusammenfassung dienen. Der Inhalt dieser Videos ist in diesem Anwendungsfall ein Überblick des Kapitels 5 und fasst die wichtigsten Aspekte zur Erstellung eines Lightboardvideos zusammen. Wichtig hierbei ist, dass es sich bloß um eine Zusammenfassung der einzelnen Themenschwerpunkte handelt, nicht um einen vollwertigen Ersatz.
Solche Videos können z.B. für Prüfungsvorbereitungen oder Vorlesungszusammenfassungen eingesetzt werden. Auch in diesem Zusammenhang wird sich am Leitfaden zur Gestaltung mediengestützter Lernangebote orientiert. Um den zeitlichen Ablauf besser zu visualisieren und zu welchem Zeitpunkte welche Aufgaben zu erledigen sind, wird die gesamte Produktion zusätzlich in Pre-, Live-, und Postproduction untergliedert. Der gesamte Projektablauf für den Lehrbeauftragten (den Initiator) wird in einem Trello-Board visualisiert (vgl. Anhang B).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung digitaler Lehrmedien dar und definiert die Zielsetzung sowie die zentrale Forschungsfrage der Arbeit hinsichtlich effizienter Lehrvideoproduktion.
2 Was ist effiziente Lehrvideoproduktion?: In diesem Kapitel werden die Begriffe Effizienz und Standardisierung theoretisch fundiert und das Paretoprinzip als Grundlage für ein ressourcenschonendes Vorgehen eingeführt.
3 Mehrwert und Herausforderungen von standardisierten Lehrvideos: Dieser Abschnitt analysiert die verschiedenen Anspruchsebenen (Makro, Meso, Mikro) und erörtert den Nutzen standardisierter Videos für Studierende, Lehrende und die Hochschule.
4 Didaktische Herausfordungen bei standardisierten Lehrvideos: Dieses Kapitel erläutert das didaktische Rahmenmodell und vertieft die Bereiche der didaktischen Analysen (Rahmenbedingungen, Inhalte, Ziele) sowie Entscheidungsfelder (Methoden, Medien, Organisation).
5 Effiziente Lehrvideoerstellung mit dem Lightboard: Aufbauend auf einem didaktischen Leitfaden werden hier die sieben Arbeitsschritte der Produktion am Fallbeispiel des Lightboards detailliert beschrieben.
6 Exemplarisches Konzept für Lehrvideos mit dem Lightboard: Dieses Kapitel veranschaulicht die praktische Anwendung durch ein konkretes Lightboard-Produktionskonzept, unterteilt in die Phasen Pre-, Live- und Post-Production.
7 Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der aufgestellten Hypothesen sowie einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der digitalen Lehrvideoproduktion.
Schlüsselwörter
Lehrvideos, Hochschullehre, Lightboard, Mediendidaktik, Effizienz, Standardisierung, Paretoprinzip, Digitale Lehre, Produktionsablauf, Videoproduktion, E-Learning, Didaktik, Ressourcenmanagement, Lernmedien, Pre-Production.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie die Erstellung von Lehrvideos im Hochschulkontext durch Standardisierungen effizienter gestaltet werden kann, um Zeit und Ressourcen zu schonen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind mediendidaktische Rahmenbedingungen, die Vorteile standardisierter Produktionsprozesse sowie die praktische Anwendung moderner Technologien in der Lehre.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, ein Modell und einen Leitfaden zu entwickeln, wie Lehrvideoproduktion didaktisch sinnvoll und technisch effizient gestaltet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturrecherche, eigenen Erfahrungen bei Experimenten am Lightboard und der Anwendung eines didaktischen Leitfadens.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine didaktische Analyse, eine technische Betrachtung des Lightboards und die Erstellung eines exemplarischen Konzepts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Lehrvideos, Hochschullehre, Lightboard, Mediendidaktik, Effizienz, Standardisierung und der gesamte Produktionsprozess.
Warum ist das Lightboard für Lehrvideos besonders geeignet?
Es vereint Vorteile von Tafelanschrieb, PowerPoint-Folien und Videoproduktion, wodurch Lehrende direkt mit den Inhalten interagieren können, was die Lernenden-Bindung stärkt.
Welche Bedeutung haben die drei Phasen (Pre-, Live-, Post-Production)?
Diese Unterteilung visualisiert den gesamten Produktionsprozess und hilft dabei, Aufgaben strukturiert zu planen, um den Nachbearbeitungsaufwand in der Post-Production zu minimieren.
- Arbeit zitieren
- Pirmin Schwiertz (Autor:in), 2020, Effiziente Erstellung von Lehrvideos für die Hochschullehre. Wie man Videos mit dem Lightboard erstellt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507594