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Ende der Politik? Zur Krisis der Politik in der Neuzeit

Titel: Ende der Politik? Zur Krisis der Politik in der Neuzeit

Seminararbeit , 2004 , 16 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Daniel Böhme (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der vorliegende Aufsatz: „Ende der Politik? Zur Krisis der Politik in der Neuzeit“ stammt aus der Feder des Politikwissenschaftlers Wilhelm Hennis und ist in: Politik und praktische Philosophie. Schriften zur politischen Theorie 1968 erschienen.
Willhelm Hennis, geboren am 18. Februar 1923 in Hildesheim, könnte man, wenn er ein Politiker wäre, als ein „politisches Urgestein“ bezeichnen. So jedenfalls meinte ihn Rüdiger Voigt in dem Beitrag „Politikwissenschaft als Berufung“ in der Zeitschrift Soziologische Revue 2001 treffend zu beschreiben. Hennis gehöre zu den wohl bedeutendsten Vertretern der modernen deutschen Politikwissenschaft der zweiten Generation und seine Arbeiten, mit der ihnen verliehenen „Schnörkellosigkeit“ seien zeitlos geblieben und auch heute noch für die Politikwissenschaft absolut unverzichtbar. Ob dies dann auch bei dem vorliegenden Aufsatz „Ende der Politik? Zur Krisis der Politik in der Neuzeit“ der Fall ist, soll hier unter anderem untersucht werden.
Die nachfolgenden Teilbereiche der Arbeit sind im Schwerpunkt auf die Argumentationsweise und die politiktheoretischen Kernaussagen des Autors ausgerichtet. Im ersten Teil soll eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Thesen des Textes und dessen zentrale Aussagen zum Verständnis des sich anschließenden politiktheoretischen Teils dienen. Der politiktheoretische Teil dieser Arbeit wird sich mit der Analyse der Argumentationsweise des Autors beschäftigen. Hier wird besonderes Augenmerk auf die Theorien, welchen sich Hennis verpflichtet bzw. verschrieben sieht, zu legen sein. Am Ende der Arbeit soll schließlich auf den schon hier in der Einleitung hingewiesenen, eventuellen Gegenwartsbezug des Textes und der zum Vergleich dienenden modernen Rezessionsmeinungen ausführlicher eingegangen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Inhaltliche Aussagen

III. Wilhelm Hennis als Anhänger und Vertreter eines wertrationalen Politikbegriffes?

IV. Ist das Ende der Politik erreicht?

IV. I. Wilhelm Hennis als ein Vertreter der „zweiten Generation“

IV. II. Der Politikbegriff in der Postmoderne

V. Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert den Aufsatz „Ende der Politik? Zur Krisis der Politik in der Neuzeit“ von Wilhelm Hennis, um die darin dargelegten politiktheoretischen Kernaussagen zur Krise des modernen Politikverständnisses zu untersuchen und deren heutige Relevanz zu hinterfragen.

  • Kritische Auseinandersetzung mit der Technokratie-These von Helmut Schelsky.
  • Historische Herleitung des Politikbegriffs ausgehend von der aristotelischen Tradition.
  • Die Entwertung des Politischen durch Verwissenschaftlichung und Zweckrationalität.
  • Die Bedeutung von Ethik, Religion und Tugend für den Bestand demokratischer Ordnungen.
  • Einordnung des Autors in den Kontext der deutschen Nachkriegspolitikwissenschaft.

Auszug aus dem Buch

II. Inhaltliche Schwerpunkte

Das Thema des Aufsatzes „sei reißerisch“, behauptet Hennis und betont, dass der Titel: “Ende der Politik?“ nur das formuliere, was Helmut Schelsky bereits vorgelegt habe. Schelsky, ein Politikwissenschaftler der „ersten Generation“ war der Meinung, dass in der unsrigen Epoche bisherige Herrschaftsverhältnisse, von Person über Person, aufgehoben werden und an die Stelle politischer Normen und Gesetze „Sachgesetzlichkeiten der wissenschaftlich technischen Zivilisation“ treten würden; sozusagen eine werturteilsfreie Gesellschaft im Sinne eines technisch funktionierenden Staates entstehen würde. Dieser von Schelsky in den 60er Jahren aufgestellten These einer, die Politik ablösenden, Technokratie stellt Hennis das Argument entgegen, dass bevor von Sieg der Technokratie über die Politik gesprochen werden könne, müsste erst der Begriff Politik selbst klarer verstanden werden.

Hennis bemängelt nämlich an Schelskys These, dass zwar Politik mit dem Satz „Herrschaft von Menschen über Menschen“ definiert ist, aber nicht von welch spezifischer Art denn politische Herrschaft nun sei und wie sich diese von anderen Herrschaftsformen unterscheide. Dass ein Rest von Politik immer „zu tragen bleiben wird“, wie Hennis betont, ist in dem Umstand zu begründen, dass auch in einem modernen Staat das öffentliche Leben nicht auf bloße zu beschränken wäre. Das wohl entscheidende Faktum hingegen sei, dass sich sowohl der Definition Politik als auch sein Verständnis ändere. Hennis verweist auf die mangelnde Klarheit der Lehr- und Wörterbuchdefinitionen des Begriffs Politik. Die zentrale Aussage, dass Politik die Fähigkeit sei, „andere zu einem bestimmten Verhalten zu bringen“, hätten wohl alle Begriffsdefinitionen gemeinsam aber würde eben nicht auf den Begriff selbst verweisen, geschweige denn ihn eingrenzen. Als zentrales Problem einer endenden Politik sieht Hennis die historische Veränderung des Politikbegriffes. Setzte der traditionelle Begriff noch Politik mit Macht und Herrschaft gleich, so versteht der moderne Begriff von Politik diese als Macht in Form von Willensbildung, und eben dies

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Vorstellung des Autors Wilhelm Hennis und Erläuterung der Zielsetzung, die Argumentationsweise und Kernaussagen seines Aufsatzes kritisch zu analysieren.

II. Inhaltliche Aussagen: Darstellung der Hennis’schen Kritik an der Technokratie-These und der historischen Herleitung der Krise des Politikbegriffs aus aristotelischer Sicht.

III. Wilhelm Hennis als Anhänger und Vertreter eines wertrationalen Politikbegriffes?: Analyse des politiktheoretischen Hintergrunds von Hennis und seiner Ablehnung gegenüber einem rein empirisch-analytischen oder wertefreien Wissenschaftsverständnis.

IV. Ist das Ende der Politik erreicht?: Untersuchung des Gegenwartsbezugs der Hennis’schen Thesen sowie Einordnung seiner Generation und der aktuellen Debatte in der Postmoderne.

V. Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Bewertung der fortwährenden Aktualität von Hennis’ Analyse bezüglich der Krise der Politik und der Bedeutung sittlicher Normen für den Staat.

Schlüsselwörter

Politikwissenschaft, Wilhelm Hennis, Ende der Politik, Politische Theorie, Aristoteles, Wertrationalität, Zweckrationalität, Technokratie, Politikbegriff, Staatlichkeit, Normativität, Postmoderne, Politische Ethik, Demokratie, Herrschaftsformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den politiktheoretischen Aufsatz „Ende der Politik? Zur Krisis der Politik in der Neuzeit“ von Wilhelm Hennis und hinterfragt die darin formulierte Diagnose über den Zustand und die Zukunft der Politik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die historische Entwicklung des Politikbegriffs, das Spannungsfeld zwischen Ethik und Technik in der modernen Gesellschaft sowie die Frage nach der normativen Fundierung von Staatlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die politiktheoretischen Kernaussagen von Hennis zu rekonstruieren und zu prüfen, inwieweit seine kritische Sicht auf die Technokratisierung der Politik heute noch Relevanz für aktuelle gesellschaftliche Diskurse besitzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit bedient sich einer textanalytischen und politiktheoretischen Methode, indem sie Hennis’ Argumentationsweise reflektiert und in den Kontext der deutschen Nachkriegspolitikwissenschaft sowie moderner Gegenwartsdebatten einbettet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Aufarbeitung der Hennis’schen Thesen, die Analyse seines wertrationalen Politikverständnisses im Vergleich zu anderen Ansätzen sowie die Diskussion über die Anwendung dieser Erkenntnisse in der Postmoderne.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Politik und Politikwissenschaft vor allem Wertrationalität, Zweckrationalität, Technokratie, Aristotelische Tradition sowie die Krisis der Politik.

Wie bewertet Hennis das Verhältnis von Religion und Politik?

Hennis ist der Überzeugung, dass sittliche Ordnungen, die durch religiöse Vorstellungen geprägt sind, in einem unlösbaren Zusammenhang mit politischen Ordnungen stehen und deren Beseitigung den Bestand des Staates gefährden kann.

Welche Gegenposition zu Hennis wird im Text angeführt?

Im letzten Teil wird auf Anil K. Jain verwiesen, der im Gegensatz zu Hennis’ Untergangsszenario eher von einem „Recycling“ des antiken Politikbegriffs spricht, das sich in neuen Formen politischer Selbstorganisation auf globaler Ebene manifestiert.

Welchen Einfluss hatte die "zweite Generation" auf Hennis’ Denken?

Die Erfahrung der NS-Diktatur und des Zweiten Weltkriegs prägte diese Generation tief, was sich in ihrem Fokus auf neoaristotelische Begründungsfiguren und einem hohen Anspruch an tugendhaftes, verantwortungsbewusstes Handeln niederschlägt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ende der Politik? Zur Krisis der Politik in der Neuzeit
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
2,3
Autor
Daniel Böhme (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
16
Katalognummer
V50761
ISBN (eBook)
9783638469098
ISBN (Buch)
9783638775410
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ende Politik Krisis Politik Neuzeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Böhme (Autor:in), 2004, Ende der Politik? Zur Krisis der Politik in der Neuzeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50761
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Leseprobe aus  16  Seiten
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