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Sklavenhändler im 19. Jahrhundert

Koordination und Durchführung von Sklaventransporten aus Afrika über den Atlantik

Title: Sklavenhändler im 19. Jahrhundert

Term Paper , 2018 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tom Metzner (Author)

World History - Modern History
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Die Hausarbeit beschäftigt sich mit atlantischen Dreieckshandel bzw. dem transatlantischen Sklavenhandel allgemein. Genauer beleuchtet werden die Themen Aufbau eines Sklavenschiff, der Ankauf von Sklaven an der Küste Westafrikas, die Bedingungen an Bord eines Sklavenschiffs (Nahrung, Raumaufteilung, Missbrauch, Hygiene, etc.) und der anschliessende gewinnbringende Verkauf von Sklaven in Amerika.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der transatlantische Sklavenhandel

3. Das Sklavenschiff

3.1 Exemplarische Beschreibung eines Sklavenschiffs

4. Der Ankauf von Sklaven

4.1 Fundament des Sklavenverkaufs

4.2 Wege in die Versklavung

5. Die Überfahrt

5.1 Nahrungsversorgung

5.2 Hygiene

5.3 Sexueller Missbrauch

6. Der Verkauf von Sklaven

7. Finanzielle Dimensionen des Sklavenhandels

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die organisationalen und strukturellen Bedingungen des transatlantischen Sklavenhandels im 19. Jahrhundert. Dabei steht insbesondere die Lebenswelt der Sklavenhändler sowie die traumatischen Lebensumstände der verschleppten Menschen im Mittelpunkt der Analyse.

  • Systematik des atlantischen Dreieckshandels
  • Konstruktive Merkmale und Lebensbedingungen auf Sklavenschiffen
  • Methoden der Sklavenakquise und Handelsformen
  • Hygiene, Ernährung und Missbrauch als Kontrollmechanismen
  • Wirtschaftliche Rentabilität und Finanzstruktur von Sklaventransporten

Auszug aus dem Buch

3.1 Exemplarische Beschreibung eines Sklavenschiffs

Eine exemplarische Beschreibung eines Sklavenschiffs liefert John Riland, welcher 1801 als privilegierter Passagier, mit Zweifel an der Richtigkeit der Sklaverei, an Bord des britischen Sklavenschiffes Liberty ging. Riland schlieft in der Kabine des Kapitäns, welcher die Auffassung vertrat, dass Sklaven wie wilde Tiere sind, denen es auf einer Plantage in einem christlichen Land besser gehen würde. Das mittelgroße Schiff mit einem Gewicht von etwa 140 Tonnen beherbergte 170 Sklaven und 70 Sklavinnen. Für die maximale Beladung eines britischen Sklavenschiffes galt die Regel, dass fünf Sklaven auf drei Tonnen Transportkapazität kommen. Dies geht aus dem Dolben Act von 1788 hervor.

Die Männer wurden unter Deck gebracht und an Händen und Füßen gefesselt. Aufrechtes Stehen war nicht möglich, da die Distanz vom Boden zur Decke 4,5 Fuß bzw. 1,37 Meter betrug. Ihr Raum erstreckt sich vom Hauptmast bis zum Bug. Es war nicht unüblich, dass die Gefangenen etwa 16 Stunden täglich unter Deck verbrachten. Der Zugang zum Quartier der männlichen Sklaven auf dem Hauptdeck war mit einem Holzgitter versehen, um eine „ausreichende“ Luftversorgung zu gewährleisten. Zusätzlich gab es Backbord und Steuerbord einige Luftlöcher, welche allerdings nicht immer offen waren. Riland beschreibt die Unterbringung der Sklaven im Hinblick auf die Luftversorgung als eine unreine und erstickende Atmosphäre.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den imperialistischen Hintergrund der europäischen Expansion und definiert den Fokus auf die Lebensumstände der Sklavenhändler und das Leid der Betroffenen.

2. Der transatlantische Sklavenhandel: Dieses Kapitel erläutert das System des Dreieckshandels und die Verflechtung der europäischen Plantagenwirtschaft mit der massenhaften Verschleppung afrikanischer Menschen.

3. Das Sklavenschiff: Hier werden die fehlenden Regulierungen im Schiffsbau und die individuellen Anpassungen der Schiffe durch Kaufleute und Kapitäne thematisiert.

4. Der Ankauf von Sklaven: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Handelsformen wie "boat trade" und "fort trade" sowie die Ursprünge der Versklavung in afrikanischen Gesellschaften.

5. Die Überfahrt: Es werden die katastrophalen Bedingungen an Bord analysiert, insbesondere in Bezug auf mangelhafte Ernährung, mangelnde Hygiene und systematischen sexuellen Missbrauch.

6. Der Verkauf von Sklaven: Der Prozess der Vermarktung nach der Ankunft in Amerika, inklusive der Vorbereitung und optischen Präsentation der Sklaven zur Gewinnmaximierung, steht hier im Fokus.

7. Finanzielle Dimensionen des Sklavenhandels: Eine detaillierte Untersuchung der kapitalintensiven Struktur des Sklavenhandels am Beispiel einer konkreten Schiffsreise von 1827.

8. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie der Sklavenhandel ein wesentlicher Pfeiler der europäischen wirtschaftlichen Entwicklung war und gleichzeitig verheerende Auswirkungen auf den afrikanischen Kontinent hatte.

Schlüsselwörter

Transatlantischer Sklavenhandel, Sklaverei, Plantagenwirtschaft, Sklavenschiff, Dreieckshandel, Afrika, Zwangsemigration, Profitmaximierung, Menschenhandel, Kolonialismus, Liberty, Gewalt, Unterdrückung, Schifffahrt, Ökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Organisationsstruktur, die Logistik und die unmenschlichen Durchführungspraktiken des transatlantischen Sklavenhandels im 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die wirtschaftlichen Antriebe der Plantagenwirtschaft, die architektonischen Bedingungen auf Sklavenschiffen und die systemische Unterdrückung der Gefangenen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die "Lebenswelt" der Sklavenhändler und die grausamen Lebensbedingungen der Sklaven während der Überfahrt und beim Verkauf historisch aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine historische Analyse unter Auswertung von zeitgenössischen Berichten und wissenschaftlicher Fachliteratur zum atlantischen Sklavenhandel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert den Schiffsbau, die Akquise der Menschen in Afrika, die Zustände an Bord (Hygiene, Ernährung, Gewalt) sowie die finanzielle Kalkulation solcher Handelsreisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Sklavenhandel, Plantagenwirtschaft, Dreieckshandel, Gewalt und Profitmaximierung beschreiben den Kern der Untersuchung.

Welche Rolle spielte der "Dolben Act" von 1788?

Dieser war eine der wenigen regulatorischen Maßnahmen, die Kapazitätsgrenzen für den Transport von Sklaven auf britischen Schiffen festlegte (fünf Sklaven pro drei Tonnen).

Wie wurde die Rentabilität einer Reise berechnet?

Die Rentabilität ergab sich aus dem massiven Erlös durch den Sklavenverkauf in Amerika abzüglich der hohen Betriebskosten für Schiff, Mannschaft, Verpflegung und Bestechungsgelder.

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Details

Title
Sklavenhändler im 19. Jahrhundert
Subtitle
Koordination und Durchführung von Sklaventransporten aus Afrika über den Atlantik
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,0
Author
Tom Metzner (Author)
Publication Year
2018
Pages
16
Catalog Number
V507629
ISBN (eBook)
9783346061492
ISBN (Book)
9783346061508
Language
German
Tags
Neue Geschichte 19. Jahrhundert 18. Jahrhundert Atlantischer Dreieckshandel Sklavenhandel Sklaven Sklaventransport Transatlantischer Sklavenhandel Kolonien Sklavenschiff Migration Sklavenverkauf Sklavenkauf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tom Metzner (Author), 2018, Sklavenhändler im 19. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507629
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