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Die erste schriftliche Ordensregel der Johanniter. Vorlagen, Einflüsse und Neuerungen

Title: Die erste schriftliche Ordensregel der Johanniter. Vorlagen, Einflüsse und Neuerungen

Term Paper , 2019 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Peter Kirschner (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit geht es nach einer historischen Einführung um eine dreistufige Analyse der ersten schriftlich festgehaltenen Johanniterregel hinsichtlich wörtlicher Entsprechungen mit anderen Ordensregeln, direkten Einflüssen und schließlich Neuerungen. Damit werden die Entwicklungsprozesse innerhalb des in der Entstehung begriffenen monastischen Ritterordens besser durchdrungen. Die evangelische Johanniter-Unfall-Hilfe beziehungsweise ihr katholisches Pendant in Form des Malteser Hilfsdienstes e.V. sind als etablierte Organisationen aus dem freiwilligen Helfersystem in Deutschland kaum noch wegzudenken. Dabei stellt deren heutige Arbeit lediglich den Endpunkt einer jahrhundertealten Tradition dar, welche bis auf die erste Hospitalgemeinschaft in Jerusalem vor und während der Kreuzzugszeit zurückgeht. Damit fällt sie in dieselbe Epoche wie auch der Templerorden oder auch der Deutsche Orden. Ein Vergleich dieser drei Zusammenschlüsse erscheint jedoch wenig zielführend, nachdem ihr jeweiliges Betätigungsfeld so unterschiedliche Zielsetzungen und Ansätze enthält, sodass davon Abstand genommen wird.

Beschäftigt man sich darauf aufbauend mit der ersten niedergeschriebenen Ordensregel der Johanniter unter ihrem damaligen Großmeister Raymond de Puy de Provence aus dem elften Jahrhundert, so finden sich bald Parallelen zu den bereits bekannten Ordensregeln der Augustiner und der Benediktiner. Diese drei Richtlinien untereinander in Relation zu setzen und auf Gemeinsamkeiten und Abweichungen zu untersuchen, birgt durchaus mehr Potential als der Vergleich der drei genannten Ritterorden, allerdings würde dies zum einen eine umfassende Einführung in die Grundlage der Ordensregeln und deren Gründer erfordern und zum anderen wenig zur Durchdringung der Schrift Raymonds beitragen. Um dies dennoch leisten zu können, soll die erste Johanniterregel ganz im Vordergrund dieser Arbeit stehen und die Grundprinzipien der Augustiner und Benediktiner lediglich im Hinblick auf ihren tatsächlichen Einfluss auf die Hospitalgemeinschaft betrachtet werden. So können dann auch die Neuerungen unter Großmeister Raymond mehr in den Fokus der Betrachtung rücken und ein hoffentlich genaueres Bild des Verhaltenskodex der frühen Johanniter liefern, was bei einem rein methodischen Vergleich vermutlich zu kurz gekommen wäre.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Eine Einführung

2.1 Die Vorgeschichte des Johanniterordens

2.2 Die Anfangszeit des Johanniterordens

2.3 Die Augustiner und Benediktiner als Vorbild für die Ordensregel

2.4 Grundprinzipen des Augustinus und Benedikts

3 Die Ordensregel des Großmeisters Raymond de Puy de Provence

3.1 Wörtliche Entsprechungen zu anderen Ordensregeln

3.2 Inhaltliche Gemeinsamkeiten mit anderen Ordensregeln

3.2.1 Verhalten in der Öffentlichkeit

3.2.2 Ermahnung und Strafe

3.3 Neuerungen

3.3.1 Erhalt, Verteilung und Verwendung von Almosen

3.3.2 Öffentliche Durchführung von Bestrafungen

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die erste schriftliche Ordensregel der Johanniter unter Großmeister Raymond de Puy de Provence im elften Jahrhundert, um deren Entwicklungsprozesse durch einen Vergleich mit den Ordensregeln der Augustiner und Benediktiner zu ergründen und die spezifischen Neuerungen der Johanniter herauszuarbeiten.

  • Historische Einordnung des frühen Johanniterordens und seines Hospizes in Jerusalem.
  • Analyse der inhaltlichen und wörtlichen Einflüsse der Augustiner- und Benediktinerregeln auf die Johanniterregel.
  • Untersuchung des Verhaltenskodex der frühen Johanniter (z.B. öffentliches Auftreten, Disziplinarmaßnahmen).
  • Bewertung der eigenständigen Neuerungen Raymond de Puys zur Organisation, Finanzierung und Außenwirkung des Ordens.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Verhalten in der Öffentlichkeit

Einen kleinen, aber nicht unwichtigen Teil der ersten Johanniterregel stellen die Verordnungen dar, welche sich mit dem Verhalten der Brüder außerhalb der Klostermauern beschäftigen und damit die Außenwirkung des jungen Ordens entscheidend prägten. Übereinstimmend mit der Augustinerregel fordert Raymond de Puy seine Brüder zu einem ehrbaren Lebenswandel und einem ebensolchen Auftreten in der Öffentlichkeit auf. Gleiches gilt explizit für das Verhalten gegenüber beziehungsweise im Beisein von Frauen, welche wohl das tadellose Benehmen eine Bruders auf die Probe zu stellen vermochten. Um als respektabler und prinzipientreuer Orden wahrgenommen zu werden und sich somit einen festen Platz innerhalb christlicher Staaten zu verdienen, kamen die Johanniter nicht umhin, den Angehörigen ihrer Lebensgemeinschaften nahezulegen, mit ihrem Verhalten keinen Stein des Anstoßes zu liefern und damit das Ansehen der gesamten Organisation zu untergraben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung der frühen Johanniterregel dar, begründet das methodische Vorgehen und setzt sich von einem bloßen Vergleich der Ritterorden ab, um stattdessen die spezifischen Einflüsse und Neuerungen Raymond de Puys in den Fokus zu rücken.

2 Eine Einführung: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Johanniterordens von seinen Anfängen als karitative Institution im Hospiz von Jerusalem bis hin zu seiner Transformation in einen monastischen Ritterorden.

3 Die Ordensregel des Großmeisters Raymond de Puy de Provence: Im Hauptteil wird die erste Ordensregel der Johanniter auf wörtliche Entsprechungen und inhaltliche Gemeinsamkeiten mit Augustinus- und Benediktinerregeln hin untersucht und durch die Analyse spezifischer Neuerungen des Ordens ergänzt.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Raymond de Puy als Regelstifter sowohl adaptiv agierte als auch weitsichtige Neuerungen einführte, die den Zusammenhalt des Ordens stärkten und dessen Ansehen bei Fürsten und Kirche maßgeblich förderten.

Schlüsselwörter

Johanniter, Ordensregel, Raymond de Puy de Provence, Hospital, Jerusalem, Augustiner, Benediktiner, Ordensgeschichte, Kreuzzugszeit, Almosen, Disziplin, Ritterorden, christliche Nächstenliebe, monastische Lebensgemeinschaft, Verhaltenskodex.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ersten schriftlichen Ordensregel der Johanniter im elften Jahrhundert und deren historischer Genese unter Großmeister Raymond de Puy de Provence.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die historische Entstehung des Johanniterordens, der Einfluss traditioneller klösterlicher Regeln (Augustiner/Benediktiner) und die Entwicklung eines eigenen, spezifischen Verhaltenskodex für den Orden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklungsprozesse innerhalb des frühen Johanniterordens zu durchdringen, indem die Ordensregel analysiert und ihre wörtlichen sowie inhaltlichen Bezüge zu anderen Regelwerken sowie eigene Neuerungen identifiziert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein historischer Ansatz verfolgt, der durch eine dreistufige Analyse (wörtliche Entsprechungen, inhaltliche Einflüsse, Neuerungen) auf Basis von Sekundärliteratur die Entstehung des Ordensreglements untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ordensregel Raymond de Puys, insbesondere in Bezug auf die Übernahme von Passagen aus der Augustinerregel, Gemeinsamkeiten bei der Straffestlegung und die Bedeutung neuer Regelungen zur Finanzierung und Außenwirkung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Johanniter, Ordensregel, Raymond de Puy, Hospital, Augustiner, Benediktiner und monastische Ritterorden.

Warum war die Regelung des Verhaltens in der Öffentlichkeit für den Orden so wichtig?

Dies war entscheidend für das Prestige des Ordens, um als respektabler und prinzipientreuer Akteur in den christlichen Staaten wahrgenommen zu werden und so das Ansehen der Organisation nicht zu gefährden.

Wie sicherte der Orden seine finanzielle Versorgung ab?

Durch die erste Johanniterregel wurde eine zentrale Struktur etabliert, bei der zwei Drittel aller von Zweigstellen gesammelten Almosen an den Hauptsitz in Jerusalem abgeführt werden mussten.

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Details

Title
Die erste schriftliche Ordensregel der Johanniter. Vorlagen, Einflüsse und Neuerungen
College
University of Bamberg  (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie)
Course
Templer, Johanniter, Deutscher Orden. Die monastischen Ritterorden im 12. und 13. Jahrhundert
Grade
1,3
Author
Peter Kirschner (Author)
Publication Year
2019
Pages
13
Catalog Number
V507679
ISBN (eBook)
9783346062314
ISBN (Book)
9783346062321
Language
German
Tags
ordensregel johanniter vorlagen einflüsse neuerungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Kirschner (Author), 2019, Die erste schriftliche Ordensregel der Johanniter. Vorlagen, Einflüsse und Neuerungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507679
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