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Inklusion im Religionsunterricht. Ein Unterrichtsbeispiel

Titel: Inklusion im Religionsunterricht. Ein Unterrichtsbeispiel

Examensarbeit , 2015 , 93 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Dorothee Köber (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit setzt sich mit dem Thema Inklusion im Religionsunterricht auseinander. Sie vertritt die Meinung, dass der Mensch als etwas Besonderes zu gehlten hat und immer etwas zu geben hat.

Der erste Teil der Arbeit geht der Frage nach, weshalb Inklusion überhaupt notwendig ist und gefordert wird. Zuerst wird zu Beginn das Wort "Behinderung" geklärt. Anschließend wird dem Begriff "Inklusion" auf den Grund gegangen, der Beschluss der UN-Behindertenrechtskonvention, der Auslöser dieses Begriffes war, wird erläutert und auf den aktuellen Stand der Inklusion in Baden-Württembergischen Schulen wird eingegangen. Es folgt ein Vergleich der Inklusion zur Integration. Es folgt eine Reflexion zu Theologie und Inklusion. Christliche Anthropologie, Gedanken zum Heil und das Recht auf Leben für alle Menschen werden dargestellt.

Der zweite Teil der Arbeit steht unter der großen Frage, in wie weit Inklusion zum jetzigen Zeitpunkt unserer Gesellschaft und unseres Schulsystems überhaupt schon möglich ist. Die Arbeit analysiert hierzu zunächst die institutionellen Bedingungen, geht dann auf die anthropologischen Gegebenheiten ein und weist abschließend methodische und didaktische Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung auf. Der ausgearbeitet Unterricht will außerdem noch zeigen, in wie weit die Schüler von inklusiven Unterricht und dem Umgang mit Menschen mit Behinderung profitieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

Teil 1: Warum Inklusion?

1. Inklusion

1.1. Behinderung

1.2. Von der Integration zur Inklusion

1.3. Vergleich Integration – Inklusion

1.4. Aktueller Stand der inklusiven Schulen in Baden-Württemberg

2. Theologie und Inklusion

2.1. Der Mensch als Ebenbild Gottes

2.2. Der Mensch als fragmentarisches, fragiles Geschöpf

2.3. Der Mensch als ergänzungsbedürftiges und -fähiges Geschöpf

2.4. Gedanken zur Heil(ung) und Behinderung

2.5. Leben ist kostbar von Anfang an – Recht auf Leben für alle Menschen

Reflexion: Warum Inklusion?

Teil 2: Ist inklusiver Unterricht in der Werkrealschule möglich?

3. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – Institutionelle Voraussetzungen

3.1. Theoretisch

3.2. Praktisch

3.2.1. Die untersuchte Schule

3.2.2. Die Kooperationsklasse

3.2.3. Die inklusive Religionsklasse

4. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – Anthropologische Gegebenheiten

4.1. Theoretisch

4.2. Praktisch

4.2.1. Anthropologische Bedingungen

4.2.2. Entwicklungspsychologische Aspekte

4.2.3. Bedeutungen für den Unterricht

5. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – pädagogische Voraussetzungen

5.1. Theoretisch

5.1.1. Inklusive Unterrichtsgestaltung

5.1.2. Didaktische Überlegungen – Inklusion in der Religionspädagogik

5.2. Praktisch

5.2.1. Religion – Ein Fach für den inklusiven Unterricht?

5.2.2. Der Seelenvogel – Ein Thema für den inklusiven Unterricht?

6. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – Die Unterrichtsreihe

6.1. Stoffverteilungsplan

6.2. Vorüberlegungen

6.3. Stunde 1: Was ist die Seele?

6.4. Stunde 2: Der Seelenvogel

6.5. Stunde 3: Wir hören auf unseren eigenen Seelenvogel

6.6. Stunde 4: Gefühle wahrnehmen und sie versuchen zu ändern

6.7. Stunde 5: Futtertüte für den Seelenvogel

Reflexion: Ist inklusiver Unterricht in der Werkrealschule möglich?

7. Übergreifende Abschlussreflexion

8. Fazit

Anhang

I. Anhang zu den Unterrichtsstunden

I.I. Unterrichtsstunde 1

I.I.I. Stundenskizze

I.I.II. Material

I.I.III. Schülerdokumente

I.II. Unterrichtsstunde 2

I.II.I. Stundenskizze

I.II.II. Material

I.II.III. Schülerdokumente

I.III. Unterrichtsstunde 3

I.III.I. Stundenskizze

I.III.II. Material

I.III.III. Schülerdokumente

I.IV. Unterrichtsstunde 4

I.IV.I. Stundenskizze

I.IV.II. Material

I.IV.III. Schülerdokumente

I.V. Unterrichtsstunde 5

I.V.I. Stundenskizze

I.V.II. Material

I.V.III. Schülerdokumente

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Voraussetzungen eines inklusiven Religionsunterrichts an der Werkrealschule. Das primäre Ziel ist es zu erörtern, inwieweit Inklusion im aktuellen deutschen Schulsystem praktisch umsetzbar ist und welche institutionellen, anthropologischen sowie pädagogischen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden müssen.

  • Verständnis von Inklusion vs. Integration
  • Theologische Begründung von Inklusion und Menschenwürde
  • Herausforderungen in der Schulpraxis (Kooperationsmodelle)
  • Entwicklungspsychologische Aspekte der Inklusionsschüler
  • Praktische Gestaltung inklusiver Unterrichtsreihen

Auszug aus dem Buch

1.1. Behinderung

Behinderung wird definiert als Funktionsbeeinträchtigung, die einen Menschen in seinen Alltagsverrichtungen wesentlich einschränkt. Sie umfasst den körperlichen oder geistigen Bereich. “Behinderte“ ist als Sammelbegriff zu verstehen für Menschen und Merkmale, die als krank oder außerhalb der Norm stehend angesehen werden. Behindert ist also, wer von der Norm abweicht – ein regelwidriger Zustand – und wer dadurch unfähig ist, die Funktionen auszuüben, die zur gesellschaftlichen Eingliederung nötig sind. Behinderte entsprechen also nicht den Rollenerwartungen der Gesellschaft, sie leben ein defizitäres Menschsein.2 Alle Menschen, die den oben beschriebenen Zustand aufweisen, fallen unter den Begriff „behindert“. Aber nicht nur das, vielmehr wird der Begriff ausgeweitet auf all jene, die diesen Zustand einmal gehabt haben oder von anderen Menschen als behindert angesehen werden. Vor allem die Aussage, nach der ein Mensch von anderen als behindert angesehen werden kann, regt zum Nachdenken über die Sicht unserer Gesellschaft an. Wenn ich an dieser Stelle an Jugendliche denke, um die es in meiner Arbeit ja geht, so muss ich also alle unter den Begriff „behindert“ zusammenfassen, die nicht genau den gesellschaftlichen Vorstellungen entsprechen. Da ist dann der Junge mit dem Sprachfehler, das sehbehinderte Mädchen, die lernbehinderte Jugendliche, die hochbegabte Jugendliche, der Junge mit einer anderen Muttersprache, der Junge mit Hörgeräten, der Jugendliche mit der Gehhilfe, das Mädchen mit Verhaltensauffälligkeiten, der Junge mit Down- Syndrom, das schwer mehrfach behinderte Mädchen.....Ich könnte die Liste noch lange weiterführen.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Inklusion ein, betont die Bedeutung des Menschen als Individuum und erläutert den Aufbau der Arbeit in einen theoretischen und einen praktischen Teil.

1. Inklusion: Dieses Kapitel klärt den Begriff Behinderung, beschreibt die UN-Behindertenrechtskonvention, den Stand der Inklusion in Baden-Württemberg und vergleicht das Inklusionskonzept mit dem der Integration.

2. Theologie und Inklusion: Es wird die christliche Perspektive auf Inklusion beleuchtet, wobei Themen wie der Mensch als Ebenbild Gottes, menschliche Fragilität und das Recht auf Leben diskutiert werden.

3. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – Institutionelle Voraussetzungen: Das Kapitel analysiert die strukturellen Voraussetzungen, führt den "Index für Inklusion" ein und beschreibt die Situation einer untersuchten Kooperationsklasse.

4. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – Anthropologische Gegebenheiten: Hier wird auf die Verschiedenheit der Lernenden eingegangen, wobei entwicklungspsychologische Modelle sowie spezifische anthropologische Bedingungen für den Unterricht angewendet werden.

5. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – pädagogische Voraussetzungen: Dieses Kapitel behandelt die praktische Unterrichtsgestaltung, inklusive Differenzierungsmethoden und die didaktischen Ansätze für den Religionsunterricht in einer inklusiven Klasse.

6. Inklusion im Religionsunterricht der Werkrealschule – Die Unterrichtsreihe: Hier wird eine konkrete Unterrichtsreihe zum Thema "Der Seelenvogel" geplant und reflektiert, wobei didaktische Einzelschritte und Kompetenzniveaus detailliert dargestellt werden.

7. Übergreifende Abschlussreflexion: Diese Reflexion stellt die theoretischen Ideale den praktischen Erfahrungen gegenüber und bewertet Chancen sowie problematische Aspekte der Inklusion.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, bekräftigt die Bedeutung der Inklusion als Ziel und unterstreicht die Notwendigkeit individueller, schülerorientierter Planung.

Schlüsselwörter

Inklusion, Integration, Werkrealschule, Religionsunterricht, Behinderung, Anthropologie, Seelenvogel, Schöpfungstheologie, Unterrichtsgestaltung, Heterogenität, Kooperationsklasse, Kompetenzorientierung, Didaktik, Inklusionspädagogik, Schulentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen, Inklusion im Religionsunterricht einer Werkrealschule praktisch umzusetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Inklusionsverständnis, theologische Anthropologie, institutionelle Rahmenbedingungen sowie methodisch-didaktische Konzepte für heterogene Klassen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erforschung der Umsetzbarkeit von inklusivem Religionsunterricht unter Berücksichtigung sowohl theoretischer Konzepte als auch praktischer Schulerfahrungen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit kombiniert theoretische Analysen (Literaturstudium) mit einem praktischen Unterrichtsprojekt, das durch Reflexionen ausgewertet wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert institutionelle Bedingungen, anthropologische Gegebenheiten, pädagogische Konzepte und dokumentiert eine konkrete Unterrichtsreihe zum Thema "Seelenvogel".

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Inklusion, Heterogenität, Religionspädagogik, Schülerorientierung und Differenzierung.

Welche Rolle spielt das Konzept des "Seelenvogels"?

Der Seelenvogel dient als zentrales Symbol und Unterrichtsthema, um Schülern einen Zugang zur eigenen Innenwelt und zum Umgang mit Gefühlen in einem inklusiven Rahmen zu ermöglichen.

Wie bewertet der Autor die Ausbildungssituation für Lehrer?

Der Autor kritisiert, dass angehende Lehrkräfte in der Ausbildung nur unzureichend auf die Anforderungen inklusiver Arbeit vorbereitet werden und fordert verpflichtende Module.

Ende der Leseprobe aus 93 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Inklusion im Religionsunterricht. Ein Unterrichtsbeispiel
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Note
1,5
Autor
Dorothee Köber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
93
Katalognummer
V507698
ISBN (eBook)
9783346083340
ISBN (Buch)
9783346083357
Sprache
Deutsch
Schlagworte
inklusion religionsunterricht unterrichtsbeispiel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dorothee Köber (Autor:in), 2015, Inklusion im Religionsunterricht. Ein Unterrichtsbeispiel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507698
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Leseprobe aus  93  Seiten
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