Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Vorteile und Nachteile, sowie ökonomische Wirkungen von Freihandel gegenüber dem Multilateralismus herauszuarbeiten, und eine kritische Würdigung unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklung der abgeschlossenen Freihandels- bzw. multilateralen Abkommen zu ermöglichen.
Die zunehmende Wettbewerbssituation der Länder untereinander führt dazu, dass Freihandelsabkommen für entwickelte Industrienationen notwendig sind um gegenüber Schwellenländern wie China oder Indien bestehen zu können und Wettbewerbsfähig zu sein.
Die zunehmende wirtschaftliche Verflechtung von Ländern sorgt dafür, dass die Anzahl der bilateralen Freihandelsabkommen in Form des Regionalismus zunehmen. Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs durch Schwellenländer wie Indien und China gewinnen Bilaterale Abkommen mit einer gemeinsamen Freihandelszone zunehmend an Bedeutung. Entgegen dieser Entwicklung sind multilaterale Ansätze in den Hintergrund geraten und somit auch die Anti- Diskriminierung bestimmter Handelspartner und der damit einhergehenden Handelsliberalisierung.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Außenhandelstheorien
2.1.1 Mangelnde Verfügbarkeit
2.1.2 Preisunterschiede
2.2 Multilateralismus
2.2.1 Regelwerke des Multilateralismus
2.2.2 Entstehung des Multilateralismus
2.2.3 Umfang des Multilateralismus
2.3 Freihandelsabkommen
2.3.1 Entstehung von Freihandelsabkommen
2.3.2 Arten von Freihandelsabkommen
2.3.3 Gründe für Freihandelsabkommen
2.3.4 Umfang von Freihandelsabkommen
2.3.4.1 Nichttarifäre Handelshemmnisse
2.3.4.2 Wirkung von Freihandelsabkommen
3 Analyse
3.1 Freihandelsabkommen
3.1.1 Vorteile Freihandelsabkommen
3.1.2 Nachteile Freihandelsabkommen
3.2 Multilateralismus
3.2.1 Vorteile Multilateralismus
3.2.2 Nachteile Multilateralismus
4 Kritische Würdigung
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Wirkungen und die Vor- und Nachteile von regionalen Freihandelsabkommen im Vergleich zum multilateralen Ansatz der Welthandelsorganisation (WTO), um deren langfristige Auswirkungen auf die globale Wohlfahrt kritisch zu bewerten.
- Grundlagen der Außenhandelstheorien und des multilateralen Welthandelssystems.
- Strukturelle Analyse und Entstehungsgründe von bilateralen und regionalen Freihandelsabkommen.
- Untersuchung von Handelshemmnissen wie Zöllen und Importkontingenten.
- Kritische Gegenüberstellung von regionalem Regionalismus und globalem Multilateralismus.
Auszug aus dem Buch
2.3.4.1 Nichttarifäre Handelshemmnisse
Freihandelsabkommen verfolgen das Ziel, dass die Teilnehmenden Partnerländer einen präferenzierten Marktzugang erhalten. Dieser präfernzierte Marktzugang wird unter anderem durch den Abbau der nichttarifären Handelshemmnisse erreicht.
Diese nichttarifären Handelshemmnisse umfassen die in Abbildung 2 dargestellten Formen. Darunter fallen Zölle und Kontingente. Diese verfolgen stets das Ziel die Heimische Wirtschaft zu stärken und haben einen protektionistischen Ursprung.
Zölle gelten als der älteste Eingriff in den Wirtschaftsprozess mit einem protektionistischen Character. Zölle sind dann zu erheben, wenn es zu Warenbewegungen über die heimischen Staatsgrenzen kommt. Das heißt ein Zoll kann sowohl beim Import aber auch beim Export von Waren erfolgen. Deshalb ist zwischen Exportzoll und Importzoll differenziert wird. Angesichts des wachsenden Internationalen Warenhandel findet heutzutage weitestgehend nur noch der Importzoll Anwendung. Zölle führen durch ihre künstliche Verteuerung zu einem Preisanstieg bei einem Import von Waren aus dem Drittland und haben damit einen erheblichen Schutzeffekt für heimische Anbieter und generieren zusätzlich Staatseinnahmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den Wandel von multilateralen Ansätzen der WTO hin zu einer Zunahme regionaler Freihandelsabkommen aufgrund stockender Welthandelsverhandlungen.
2 Grundlagen: Das Kapitel erläutert theoretische Fundamente des Außenhandels, definiert den Multilateralismus sowie Freihandelsabkommen und analysiert Mechanismen von Handelshemmnissen.
3 Analyse: Hier werden die spezifischen Vor- und Nachteile von Freihandelsabkommen sowie des multilateralen Ansatzes systematisch gegenübergestellt und ökonomisch bewertet.
4 Kritische Würdigung: Dieses Kapitel hinterfragt die Kompatibilität von regionalen Abkommen mit dem globalen WTO-System und diskutiert die negativen Folgen zunehmender Komplexität und bürokratischer Hürden.
5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass globale multilaterale Lösungen wohlstandsfördernder sind als regionale Abkommen und plädiert für eine stärkere WTO-Konformität regionaler Verträge.
Schlüsselwörter
Außenhandel, Multilateralismus, Freihandelsabkommen, Welthandelsorganisation, WTO, Regionalismus, Handelshemmnisse, Zölle, Importkontingent, Protektionismus, Handelsliberalisierung, Weltwohlfahrt, Globalisierung, Marktzugang, Komparativer Vorteil.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen regionalen Freihandelsabkommen und dem multilateralen Welthandelssystem der WTO unter Berücksichtigung ökonomischer Vor- und Nachteile.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind Außenhandelstheorien, die Funktionsweise der WTO, die Typologie von Freihandelsabkommen sowie die Wirkungsweise von Zöllen und Kontingenten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Ziel ist es, die ökonomischen Wirkungen beider Handelsansätze herauszuarbeiten und kritisch zu prüfen, ob regionales Handeln die globale Wohlfahrt fördert oder eher behindert.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse bestehender Außenhandelsmodelle sowie der Auswertung aktueller Entwicklungen im Welthandel.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die detaillierte Analyse der Handelshemmnisse und eine vergleichende Gegenüberstellung beider Ansätze.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Multilateralismus, Freihandelsabkommen, Protektionismus, Handelsumlenkung, WTO-Konformität und globale Ressourcenallokation.
Warum steigen trotz des WTO-Rahmens die regionalen Abkommen an?
Länder ziehen regionale Ansätze vor, weil diese schneller verhandelbar sind, weniger politische Interessenskonflikte aufweisen und einen gezielten Marktzugang ermöglichen.
Welchen Einfluss haben Bürokratie und Ursprungsland-Dokumentationen?
Die Dokumentationspflichten bei Freihandelszonen erhöhen die Transaktionskosten und den bürokratischen Aufwand, was insbesondere für kleine Unternehmen eine erhebliche Handelsbarriere darstellt.
Wie wirkt sich ein Importkontingent auf den Staat aus?
Im Gegensatz zum Importzoll fließen dem Staat bei einem Importkontingent keine Steuereinnahmen zu, da die Begrenzung über die Menge und nicht über den Preis erfolgt.
- Citation du texte
- Sven Späth (Auteur), 2019, Freihandelsabkommen. Vor- und Nachteile im Vergleich zum Multilateralismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507711