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Die Unabhängigkeit des Insolvenzverwalters bei Vorbefassung

Titre: Die Unabhängigkeit des Insolvenzverwalters bei Vorbefassung

Thèse de Bachelor , 2019 , 39 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Kilian Chaberny (Auteur)

Droit - Droit civil / Droit commercial, Droit des sociétés, Droit des cartels, Droit des affaires
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Die Thesis beschäftigt sich mit der Problematik des vorbefassten Insolvenzverwalters und den dazu eingeführten Neuerungen durch das ESUG. Die Thesis versucht abzuwägen, wann ein nicht mehr unabhängiger Insolvenzverwalter von Vorteil sein kann und ob das Unabhängigkeitsdogma aufzuheben ist. Hierfür ist es notwendig, denn Sinn hinter dem Unabhängigkeitsdogma zu verstehen und eine Abgrenzung des Begriffs vorzunehmen. Die konkrete Unabhängigkeit wird immer dann genauestens zu prüfen sein, wenn der Insolvenzverwalter vorbefasst ist. Abschließend sollen Lösungsansätze zur Sicherstellung der Unabhängigkeit des Insolvenzverwalters aufgezeigt werden.

Folgt man der Aussage, dass sich mit der "Bestellung des Insolvenzverwalters das Schicksal des betroffenen Insolvenzverfahrens entscheidet", so stellt sich unmittelbar die Frage, welches Anforderungsprofil die Person, die dieser Verantwortung gerecht werden soll, erfüllen muss. Im Unterschied zu Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern mangelt es den Insolvenzverwaltern an einer Berufsordnung, die diese Frage beantworten könnte. Aufschluss gibt allein die Insolvenzordnung. In § 56 InsO ist festgelegt, dass zum Insolvenzverwalter eine für den Einzelfall geeignete natürliche Person zu bestellen ist. Diese Person hat insbesondere geschäftskundig und unabhängig zu sein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Die Bestellung des Insolvenzverwalters

C. Die Vorbefassung

D. Das Kriterium der Unabhängigkeit

I. Sinn und Zweck

II. Bestimmung des Begriffs Unabhängigkeit

III. Der Konflikt zwischen Unabhängigkeit und Vorbefassung

1) Anzeigepflicht

2) Interessenskollision

3) Vorschlag durch Schuldner oder Gläubiger

4) Allgemeine Beratung des Schuldners

5) Insolvenzplanerstellung durch den Insolvenzverwalter

6) Einflussnahme durch den vorläufigen Gläubigerausschuss

IV. Die Disponibilität der Unabhängigkeit

1) Pro

2) Contra

3) Streitentscheid

E. Lösungsansätze zum Sicherstellen der Unabhängigkeit

F. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Erfordernis der Unabhängigkeit des Insolvenzverwalters und analysiert, unter welchen Voraussetzungen eine Vorbefassung die Unabhängigkeit gefährdet oder ausschließt, wobei insbesondere die Spannung zwischen Gläubigerautonomie und notwendiger Neutralität im Verfahren beleuchtet wird.

  • Bedeutung und Sinn des Unabhängigkeitsdogmas im deutschen Insolvenzrecht
  • Konfliktfelder zwischen beruflicher Vorbefassung und sachlicher Neutralität
  • Einfluss von Gläubigervorschlägen und Interessenskollisionen
  • Kritische Analyse der Disponibilität von Unabhängigkeit durch den Gläubigerausschuss
  • Lösungsansätze zur Stärkung der objektiven Auswahl des Insolvenzverwalters

Auszug aus dem Buch

D. Das Kriterium der Unabhängigkeit

Die Unabhängigkeit des Insolvenzverwalters stellt keinen Selbstzweck dar. Das Unabhängigkeitsdogma wird vielmehr als Garant eines gerechten Verfahrens gesehen. Es ist eine tragende Säule des deutschen Insolvenzrechts. Das ergibt sich aus der Relation zwischen Befugnissen des Insolvenzverwalters und dem verfolgten Verfahrensziel.

Mit Eröffnung des Verfahrens geht alle Verwaltungs- und Verfügungsmacht auf den Insolvenzverwalter über, § 80 InsO. Dadurch ist er berechtigt, alle Maßnahmen zu ergreifen, die dem Insolvenzzweck dienen oder sich auf die Insolvenzmasse beziehen. Einwirkungen des Schuldners auf die Insolvenzmasse sind damit ausgeschlossen. Der Verwalter ist Herr des Verfahrens. Auch die gerichtliche Kontrolle beschränkt sich – nach der Bestellung – lediglich auf eine Rechtsaufsicht.

Dass die Entscheidungen des Insolvenzverwalters besonderes Gewicht haben, lässt sich an verschiedenen Stellen erkennen. So sind gemäß § 55 Abs. 1 S. 1 InsO Verbindlichkeiten, die durch eine Handlung des Insolvenzverwalters begründet werden, stets Masseverbindlichkeiten. Weiterhin wird dem Verwalter ein Wahlrecht bei noch nicht vollständig erfüllten gegenseitigen Verträgen eingeräumt, ob er diese erfüllen möchte, § 103 InsO. Dabei sollte beachtet werden, dass in Folge einer Unternehmensfortführung auch wirtschaftliche Entscheidungen, denen ein unternehmerisches Risiko innewohnt, zu dem Aufgabenbereich des Insolvenzverwalters gehören.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Erläutert das Anforderungsprofil an einen Insolvenzverwalter und stellt die Forschungsfrage bezüglich der Grenzen zwischen Unabhängigkeit und Vorbefassung.

B. Die Bestellung des Insolvenzverwalters: Analysiert die verfahrensrechtlichen Schritte der Verwalterbestellung, einschließlich der Vorauswahllisten und der Mitwirkung des vorläufigen Gläubigerausschusses.

C. Die Vorbefassung: Definiert den Begriff der Vorbefassung und diskutiert das Spannungsfeld zwischen fachlicher Expertise und möglicher Befangenheit.

D. Das Kriterium der Unabhängigkeit: Untersucht tiefgehend das Unabhängigkeitsdogma, die Bestimmung des Rechtsbegriffs sowie die Konflikte durch Interessenskollisionen und Beratungstätigkeiten.

E. Lösungsansätze zum Sicherstellen der Unabhängigkeit: Diskutiert regulatorische Verbesserungsvorschläge, wie eine mögliche Berufsordnung und den Einsatz moderner Technik zur Informationsgewinnung.

F. Schlussbemerkungen: Fasst zusammen, dass die Unabhängigkeit des Verwalters vorrangig ist und eine klare gesetzliche Regelung zur Standardisierung dringend erforderlich bleibt.

Schlüsselwörter

Insolvenzverwalter, Unabhängigkeit, Vorbefassung, Insolvenzordnung, Gläubigerautonomie, Interessenskollision, Verfahrensbeteiligte, Insolvenzverfahren, Bestellung, Neutralität, Anzeigepflicht, Rechtsanwälte, Insolvenzgericht, Sanierung, Interessenkonflikt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem hohen Anforderungsstandard der Unabhängigkeit des Insolvenzverwalters innerhalb des deutschen Insolvenzrechts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Bestimmung der Unabhängigkeit, die Problematik der Vorbefassung durch frühere Beratungs- oder Geschäftstätigkeiten sowie die Frage, wie ein neutrales und transparentes Bestellungsverfahren sichergestellt werden kann.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, wann ein Insolvenzverwalter aufgrund seiner Vorbefassung als abhängig anzusehen ist und welche Mechanismen zur Sicherstellung seiner Unabhängigkeit notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche Analyse, basierend auf der Auswertung der Insolvenzordnung (InsO), einschlägiger Rechtsprechung und Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert Konfliktfälle wie Interessenskollisionen, die Rolle von Gläubigervorschlägen und die Auswirkungen von Beratungsgesprächen auf die Unabhängigkeit des Verwalters.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Insolvenzverwalter, Unabhängigkeit, Vorbefassung, Gläubigerautonomie, Interessenkonflikt und richterliche Kontrolle.

Wie bewertet der Autor das Vorschlagsrecht von Gläubigern?

Der Autor sieht das Vorschlagsrecht zwar kritisch im Hinblick auf potenzielle Missbrauchsgefahren, erkennt jedoch die positiven Aspekte für die Planbarkeit des Verfahrens an, sofern eine strenge gerichtliche Eignungsprüfung stattfindet.

Wie steht der Autor zur digitalen Aktenführung?

Der Autor sieht in der Digitalisierung und der Einführung der E-Akte eine große Chance, um durch bessere Datenstrukturierung die Auswahl der Insolvenzverwalter bundesweit zu standardisieren und transparenter zu machen.

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Résumé des informations

Titre
Die Unabhängigkeit des Insolvenzverwalters bei Vorbefassung
Université
Wiesbaden University of Applied Sciences
Note
1,3
Auteur
Kilian Chaberny (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
39
N° de catalogue
V507858
ISBN (ebook)
9783346061928
ISBN (Livre)
9783346061935
Langue
allemand
mots-clé
Insolvenz Insolvenzverwalter Unabhängigkeit Vorbefassung Gläubigerautonomie ESUG
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kilian Chaberny (Auteur), 2019, Die Unabhängigkeit des Insolvenzverwalters bei Vorbefassung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507858
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Extrait de  39  pages
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