"Der Zauberer und die Politik" Thomas Mann und die Umbrüche des Zwanzigsten Jahrhunderts


Examensarbeit, 2006
72 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Teil 1 Thomas Mann und die Umbrüche um 1919
Kapitel 1: Kriegspropagand a
Kapitel 2: Betrachtungen eines Unpolitischen
2.1 Entstehung Besonderheiten und Überblick über die Betrachtungen eines Unpolitischen
2.2 Ästhetik und Politik
2.3 Der Bruderkrieg
Kapitel 3: Thomas Mann und die Revolution von 1918/19
Kapitel 4: Thomas Mann und die Juden
Kapitel 5: Zusammenfassung Teil I

Teil 2 Thomas Mann und die Umbrüche um 1945
Kapitel 1: Propaganda
Kapitel 2: Eine politische Theorie um 1945?
Kapitel 3: Im Exil
3.1 Sonderrolle im Exil
3.2 Thomas Mann und die Auseinandersetzung mit der „Inneren Emigration“
3.3 Verhältnis zu den USA
Kapitel 4: Juden
Kapitel 5: 1+1=1
5.1. Gutes und böses Deutschland?
5.2. Vorstellungen für ein Nachkriegsdeutschland
5.3. BRD und DDR
Kapitel 6: Zusammenfassung Teil II

Teil 3 Veränderungen und Konstanten
Kapitel 1: Zivilisation und Kultur
Kapitel 2: Nation und Patriotismus
Kapitel 3: Kunst und Politik
Kapitel 4: Politikbegriff und Politikzugang
Kapitel 5: Einordnung der politischen Äußerungen Thomas Manns

Fazit

Literaturangaben

Primärtexte:

Sekundärliteratur:

Einleitung

Im Sommer 2005 jährte sich Thomas Manns Todestag zum fünfzigsten Mal. Ein Sachverhalt, der mir bei der Themensuche gar nicht so bewusst war. Schon dadurch gewinnt das behandelte Thema an Aktualität. Nichtsdestotrotz ist es vordergründig nicht besonders originell, über den deutschen Literaten zu schreiben, über den in den letzten Jahren eine riesige Zahl an Sekundärliteratur erschienen ist. Etwas außer Acht geraten ist allerdings das Verhältnis von Thomas Mann zur Politik. Zu jenem Themenkomplex gibt es ein Standardwerk von Kurt Sontheimer, das aber bereits auch 40 Jahre alt ist. Im Sommer 2005 erschien Thomas Mann und die Politik von Manfred Görtemaker, der den Anspruch hatte, Kurt Sontheimers Buch zu aktualisieren. Görtemakers Schwäche liegt meines Erachtens aber darin, dass er zwar sehr genau die vielfältigen Quellen zu Thomas Mann aufarbeitet, aber eine grundsätzliche Bewertung und Einordnung von Thomas Manns politischen Äußerungen vermissen lässt. Inhaltlich möchte ich mich trotzdem an den beiden zuvor genannten Werken orientieren, das bedeutet, dass in der vorliegenden Zulassungsarbeit ein weites Feld von Manns politischen Äußerungen abgedeckt wird und manche interessante Teilbereiche aus Platzgründen nur angeschnitten werden können. Mein Fokus liegt viel mehr darauf, Manns politisches Denken aufzuzeigen, teilweise zu bewerten und zu untersuchen, inwieweit es denn Konstanten und Veränderungen in Manns politischem Denken gibt. Gerade in diesem Punkt gibt es noch kaum Forschungsliteratur. Um Veränderungen und Konstanten aufzuzeigen gehe ich nicht wie viele Titel, die sich mit Thomas Mann beschäftigen, chronologisch vor, sondern ich habe mir zwei Fixpunkte im Leben Thomas Mann ausgewählt, an denen ich seine politische Haltung beleuchte und abschließend im dritten Kapitel anhand von Grundvariablen seines politischen Denkens vergleiche. Meine Gliederung erscheint historisch, und das mit gutem Grund. Thomas Manns politisches Denken war geprägt von seinem Verhältnis zu seinem Vaterland. Damit ist es wichtig Deutschland zentriert zu arbeiten. Zum anderen war einer der Erklärungsansätze, die Thomas Mann für den deutschen Faschismus hatte, das Fehlen einer Revolution in Deutschland. Es macht also Sinn, Thomas Manns Haltungen zur Politik, sein Politikverständnis und seine Begrifflichkeit an den beiden revolutionsartigen Veränderungen Deutschlands 1918/19 und 1945 festzumachen. Ich halte mich nicht dogmatisch an die beiden Jahreszahlen, sondern betrachte den darum liegenden Zeitraum. Ich denke, dass meine Vorgehensweise hilft aus dem oft plakativen Verständnis Mannscher Politik auszubrechen, weg von den Phrasen, dass Thomas Mann unpolitisch war und 1922 dann von jetzt auf nachher Republikaner wurde und das Thomas Mann um 1945 mit seinem Antifaschismus seine ehemalige politische Denkweise vollkommen aufgegeben hat.

Ich weise nach, dass es in Thomas Manns politischem Denken doch überraschende Konstanten zwischen 1919 und 1945 gibt aber auch genauso überraschende Brüche. Ziel ist es die Gesamtheit von Thomas Manns politischen Äußerungen einzuordnen.

Zur verwendeten Primärliteratur möchte ich sagen, dass ich unüblicherweise nicht Thomas Manns Gesammelte Werke als Referenz gewählt habe. Der Grund hierfür ist, dass mir im Thomas-Mann-Archiv in Zürich, in den Universitätsbibliotheken Mannheim und Heidelberg und bei mir zu Hause jeweils andere Ausgaben zur Verfügung standen und ich deswegen leider zum Teil unterschiedliche Primärtexte zitieren musste.

Zur verwendeten Sekundärliteratur möchte ich einige Werke erwähnen, die mir aufgrund ihrer wissenschaftlichen Qualität eine große Hilfe waren, und die ich jedem, der sich mit diesem Thema beschäftigt, ans Herz legen möchte. Insbesondere Herrmann Kurzkes Abhandlungen über Thomas Mann sind uneingeschränkt zu empfehlen aber auch Jaques Daumaun, der sich mit Thomas Mann und den Juden beschäftigt, oder Martina Hoffschulte, die sich mit Deutsche Hörer! beschäftigt und zu guter Letzt Reinhard Mehrings Buch über Thomas Mann als Philosophen.

Teil 1 Thomas Mann und die Umbrüche um 1919

Kapitel 1: Kriegspropagand a

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs stellt eine Zäsur in der Geschichte Europas dar und markiert den wirklichen Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Kriegsausbruch versetzte weite Teile Europas in Begeisterung, in der wahnwitzigen Hoffnung eine Selbstreinigung zu erfahren. Ähnlich verhielt es sich auch bei Thomas Mann. Es ist jedoch falsch zu sagen, dass seine Politisierung mit dem Kriegsausbruch stattfand. Manns Politisierung fand in den Jahren zuvor durch die intensive Auseinandersetzung mit der Musik Wagners und der Literatur Dostojewskis[1] statt. Daraus entstand ein ästhetischer Politikbegriff, den ich in einem späteren Kapitel erläutere. Der Krieg politisierte Mann demnach nicht, aber er eröffnete Thomas Mann einige Möglichkeiten.

Herrmann Kurzke führt in seiner Thomas Mann Biographie einige Punkte im Leben Manns an, die als plausible Erklärung für die Kriegsbegeisterung des Ästheten Thomas Mann sprechen können.

1. Der Krieg befreite aus der Desorientierung und gab dem Leben wieder einen Sinn und Ziel. 2. Der Krieg befreite aus der Schaffenskrise. 3. Der Krieg gab die Erlaubnis zum offenen Bruderhaß (sic!). 4. Der Krieg bot Chancen, den auf Größe gerichteten Ehrgeiz zu befriedigen und Nationaldichter zu werden. 5. Der Krieg erlaubte es, sich als „Mann“ zu zeigen, denen zum Trotz, die ihn als Weib, Stubenhocker und feine Goldschnittseele verächtlich gemacht hatten. 6. Auf subtile Weise schien der Krieg sogar Lösungen für den Konflikt zwischen Geist und Leben, zwischen Vaterwelt und Mutterwelt, zwischen Ehe und Homoerotik, zwischen dem Macht- und Erhöhungstraum einerseits und dem Liebes- und Verschmelzungstraum andererseits anzubieten – und nicht nur Lösungen, sondern rauschhafte Synthesen![2]

In Manns Selbstdarstellung leistete er, obwohl als untauglich ausgemustert, ebenso Kriegsdienst wie der gewöhnliche Frontsoldat[3]. Stefan Heiner spricht in jenem Zusammenhang von geistiger Mobilmachung. Thomas Mann gab seinem Leben eine neue Struktur mit geregelten Arbeitszeiten und leistete seinen Dienst am Schreibtisch. Der Krieg lieferte den Stoff beziehungsweise die Dramaturgie, die Mann auch für seine Romane bitter benötigte. Schon die Vorkriegswerke wie die Buddenbrooks oder Königliche Hoheit waren entweder an seiner eigenen Biographie oder an gesellschaftlichen Gegebenheiten angelehnt, ja man kann sogar Königliche Hoheit als frühe Propaganda sehen, die zwar stellenweise kaiserkritisch erscheint, aber doch den deutschen Weg der Reformen von Oben gutheißt. Der Erste Weltkrieg und die anfängliche Kriegsbegeisterung bieten Thomas Mann nun die Gelegenheit sein literarisches Schaffen auf das Subjekt der Essays (Gedanken im Kriege, Betrachtungen eines Unpolitisch en) auszudehnen und die vorhandenen literarischen Konzepte fortzuführen oder zu verbessern.

Der Erste Weltkrieg mit seinen politischen Konstellationen unterstützen Manns Politikbegriff um 1914 und sie machten es ihm auch möglich, sich zum ersten Mal politisch in seinen Werken, aber auch direkt in der Öffentlichkeit zu äußern.

Thomas Mann reagierte prompt auf den Kriegsausbruch im Sommer 1914 und die sich ihm eröffnenden Gelegenheiten und veröffentlichte bereits 60 Tage nach Kriegsbeginn[4] seine erste Propagandaschrift Gedanken im Kriege. Die Grundkonzeption war in Manns „politischem“ Denken bereits in den Jahren zuvor durch die Auseinandersetzung mit der Literatur Dostojewskis angelegt, wurde jetzt ausgeführt und der Öffentlichkeit präsentiert, welche die Theorien des Buddenbrooks-Autoren gerne aufnahm. Die Grundthesen der Gedanken im Kriege sind vergleichbar mit den Betrachtungen eines Unpolitischen, deswegen stelle ich sie an dieser Stelle nur rudimentär dar. Die Gedanken im Kriege erscheinen als intellektuelle Propaganda-Schrift, die versucht die Überlegenheit Deutschlands insbesondere gegenüber Frankreich festzumachen. Mit viel Pathos bejubelt Mann die anfänglichen Erfolge der kaiserlichen Militärmaschine gegen die Franzosen. Die deutsche Überlegenheit macht er am Gegensatz von Zivilisation und Kultur klar, die sich eben nicht bedingen, sondern sich gegenüberstehen und ausschließen. Zivilisation steht für ihn für Deutschland, das, natürlich in seinem Wesen, für seine Rechte kämpft. Die Zivilisation hingegen ist für Mann nicht natürlich, sondern ein synthetisches Produkt und deswegen weniger wertvoll als die Kultur. Thomas Mann verteidigt aber nicht nur den absolutistisch, monarchischen Sozialstaat[5] gegen die bourgeoisen Demokratien[6] im Westen, sondern er verteidigt auch sich selbst. Er, der keinen Kriegsdienst leistet, sondern in München zusammen mit Familie und mehreren Dienstboten am Schreibtisch sitzt, leistet in seinem Selbstverständnis eben doch Kriegsdienst. Darin versucht er seine Leserschaft zu überzeugen, indem er Kunst und Krieg verbindet[7]. Über seine eigenen Beweggründe sagt er jedoch nichts. Natürlich fühlt er sich 1914 verpflichtet sein Land zu unterstützen, aber die Wissenschaft konnte bis heute nicht klären und wird auch nie klären können, welche Faktoren Mann in den literarischen Krieg trieben. Kurzke bezeichnet jenen Sachverhalt als eines der großen Rätsel der Biographie Manns.[8]

Manns zweites Kriegswerk Friedrich und die Große Koalition von 1915 wurde von Thomas Mann zwar seit 1905 verfolgt und sollte ursprünglich ein Roman werden, aber erst der Erste Weltkrieg gab dem Werk seine entscheidende Wendung. Propaganda ist der Essay deswegen, da das Werk nur vordergründig eine Parallele zum Siebenjährigen Krieg darstellt. Eingeführt werden zwei Pole Mannscher Politik: Deutschland und Frankreich, personifiziert durch Friedrich den Großen und Voltaire. Friedrich und die Große Koalition sollte den Krieg legitimieren, der aus Manns Sicht ein notwendiges Resultat aus der Reichsgründung von 1871 war. Propaganda ist das Werk auch wegen der offenkundigen Parallelen des Einmarsches deutscher Truppen in ein neutrales Land und wurde als solche im westeuropäischen Ausland auch wahrgenommen[9].

Manns Kriegsthesen und Propaganda ermöglichtem ihm ebenso die Abgrenzung zu seinem Bruder Heinrich, die in einer literarischen Abrechnung endete, die von Thomas’ Seite aus viel härter ausgetragen wurde als durch Heinrich. Ihren Höhepunkt erreichte die Auseinandersetzung in den Betrachtungen eines Unpolitischen, die als Antwort auf den Zola-Essay Heinrichs gedacht, das Verhältnis der Brüder auf Jahre hinaus vergiftete. Durch die Abgrenzung von seinem Bruder und der restlichen künstlerisch liberalen Elite des Reiches sah Mann sich möglicherweise in einer guten Ausgangsposition als Nationaldichter der Deutschen durch die Deutschen wahrgenommen zu werden, die jetzt in Kriegszeiten einen benötigten[10]. Jenes Anliegen misslang jedoch, da sehr viele Schriftsteller 1914 für den Krieg optierten.[11]

Der Krieg hatte Mann mit seiner archaischen Kultur provoziert und inspiriert. Von der Logik her hätte er sich als Künstler auf die Seite der Kriegsgegner schlagen müssen, das gibt er später auch in den Betrachtungen eines Unpolitischen offen zu. Jene Erotik des Krieges, die Gegensätze, die sich in Europa und in der deutschen Gesellschaft auftaten, hat Mann noch immer mit der für ihn wesentlichen Distanz aufgenommen. Manns Rolle bleibt die Rolle des Außenseiters, wie ihn sein Enkel Frido Mann 1999 charakterisiert hat. Durch den Krieg und seine Propaganda für den Krieg war er in das Kaiserreich integriert, ohne jedoch Symbolfigur zu sein. Mann war patriotisch, aber von außen, sein Kriegsdienst war literarischer Art und seine Propaganda war ästhetisch.

Kapitel 2: Betrachtungen eines Unpolitischen

2.1 Entstehung Besonderheiten und Überblick über die Betrachtungen eines Unpolitischen

2.1.1 Entstehung, Aufbau und Besonderheiten

Thomas Mann begann unter Einfluss des Ersten Weltkrieges 1915 an den Betrachtungen zu arbeiten. Das Buch, das er selbst als Werk eines Künstlers, aber nicht als Kunstwerk[12] ansah, besteht aus zwölf Kapiteln, die nicht chronologisch geschrieben wurden. Den genauen Verlauf der Arbeit kann man nicht mehr nachvollziehen, da die betreffenden Tagebücher von Thomas Mann vernichtet wurden. Anhand der von Thomas Mann verwendeten Quellen und historischen Ereignissen kann man jedoch Rückschlüsse auf die Entstehung ziehen. Eine genaue Chronologie findet man bei Kurzke im Thomas-Mann-Handbuch.

Die Be trachtungen sind als Prozess anzusehen[13], die zum einen den Kriegsverlauf widerspiegeln, aber hauptsächlich Manns Haltung zur Politik und seinen eigenen Politikbegriff. Thomas Mann schrieb das Vorwort zum Schluss des Essays, einem Zeitpunkt, in dem die Niederlage des Kaiserreichs bereits abzusehen war. Nichtsdestotrotz erschienen die Betrachtungen 1918 bei S. Fischer.

Die Betrachtungen eines Unpoltischen weisen eine Reihe von Besonderheiten auf. Die auffälligste Besonderheit ist publizistischer Natur. Im Jahr 1922 bekannte sich Thomas Mann in einer Rede anlässlich des 60. Geburtstages von Gerhart Hauptmann offen zur Weimarer Republik, für konservative und nationale Kreise ein ungeheurer Sinneswandel, je nach Rezeption der Betrachtungen. Mit dem Wandel Thomas Manns zum Republikaner widerfuhr aber auch den Betrachtungen ein publizistischer Wandel, was zu einem noch größeren Aufschrei, insbesondere unter national-konservativen Philologen, führte. In Thomas Manns Gesamtausgabe seiner Werke von 1922 erschienen die Betrachtungen um 38 ½ Seiten gekürzt und zwar um die Seiten, die nicht in Einklang mit Manns aktueller Haltung zur Republik standen.[14]

Man findet aber auch im Originaltext eine Vielzahl von Besonderheiten vor. Manns Haltung zum Patriotismus wird nicht deutlich. In einigen Passagen erscheint der Staat als etwas Technisches[15] und in anderen Passagen personifiziert und verehrenswürdig. Auch Manns Demokratie- und Politikbegriff bleiben unscharf[16], um eine Auswahl zu benennen.

Eine weitere Besonderheit betrifft die Mittler-Rolle der Betrachtungen im Werk Thomas Manns. Sie stellen insbesondere eine Verbindung zwischen dem Friedrich-Essay, der als Roman geplant war, und dem Zauberberg dar. Sie greifen die Thesen aus Friedrich und die Große Koalition auf und sie sind zugleich Anfang und Ende des Zauberbergs. Thomas Mann erkennt im ersten Weltkrieg eine „europäische Aktion“[17] „mit dessen (sic!) Beginn so vieles begann, was zu beginnen wohl kaum schon aufgehört hat“[18]. Thomas Mann musste die Betrachtungen schreiben, um sein Schaffen fortsetzen zu können, und die Reflexionen, die er in den Betrachtungen vornimmt, ermöglichten ihm auch erst sich 1922 zur Republik zu bekennen, sozusagen mit der „res publica“[19] als Zwischenschritt.

2.1.2 Überblick

Den Inhalt der Betrachtungen in einem Satz zusammenzufassen ist noch verhältnismäßig einfach. Die Betrachtungen sind ein Kampf Thomas Manns mit sich selbst, um sich in der Gesellschaft einzuordnen und sein Weltbild an neue Gegebenheiten heranzuführen. Will man jedoch das ganze „Werk eines Künstlers“[20] einer Inhaltsangabe gleich wiedergeben, stößt man auf vielerlei Hindernisse. Wie bereits erwähnt, sind die Betrachtungen aufgrund ihres Entwicklungscharakters und des langen Entstehungszeitraums durchzogen von Inkonsistenzen, Brüchen und Wiederholungen.

Ich möchte an dieser Stelle nicht die Betrachtungen Kapitel für Kapitel durchgehen, sondern versuchen, den Inhalt an markanten Punkten, die Thomas Mann aufführt, darzulegen.

Ich halte diese Vorgehensweise für sinnvoll, da man dadurch die Wiederholungen und Unklarheiten einigermaßen umgehen kann. Man kann durch diese Vorgehensweise allerdings keine vollständige Wiedergabe des Inhalts vornehmen.

Thomas Mann stellt Thesen auf, die für ihn seine Zeit und damit auch seinen Zeitdienst kennzeichnen. Es sind sozusagen die Pole, zwischen denen sich sein Essay bewegt.

Er bleibt bei seiner Argumentation aus den Gedanken im Kriege und Friedrich und die Große Koalition, dass sich Europa in einem Krieg der Zivilisation gegen die Kultur befindet. Deutschland repräsentiert dabei die Kultur und wehrt sich gegen die von außen (Frankreich und England) und von innen (Heinrich Mann) zersetzend wirkende Zivilisation.

Politisch treten die Feinde Deutschlands als Demokratien auf und künstlerisch in Form der Literatur. Gerade die Literatur als undeutsch zu bezeichnen ist ein Widerspruch, den Mann in seinem Essay offen zugibt.[21] Er selbst ist Teil der Literatur und steht damit, seiner Argumentation nach, außerhalb Deutschlands und der Deutschen. Genau jene Sonderstellungen bestimmen aber für ihn den heterogenen[22] Charakter Deutschlands und die Sonderstellung ermöglicht es Mann, einen für ihn objektiven Blick von außen auf den Kampf zwischen Literatur und Kultur zu werfen. Gründe für jenen objektiven Widerspruch werden nur unzureichend aufgeführt – Mann spricht von dunklen Gründen und dass er den Fortschritt, der für ihn zu einer „Vermenschlichung im lateinisch-politischen Sinne“[23] führt, nicht braucht. Seine Sonderstellung als Literat relativiert er dann im folgenden Kapitel wieder, indem er anführt, dass seine Literatur (explizit geht er auf Königliche Hoheit ein) zwar äußerlich französisch wirke, innerlich aber Deutsch sei.[24] An jener Textstelle kommt deutlich der ironisch satirische Unterton der Betrachtungen durch. Königliche Hoheit ist den Betrachtungen gemäß deswegen ein französisch anmutender Roman, da er demokratisch lehrhaft sei.[25] Jener demokratischen Lehrhaftigkeit stehe eine „Orgie des Individualismus“[26] gegenüber, die die innerliche, deutsche Seite des Romans darstellt. Ich denke an jenem Beispiel kann man den paradox ironischen Charakter, der immer wieder in den Betrachtungen zu Tage tritt, nachvollziehen, da damit die Reform eines absolutistischen Kleinstaates mit amerikanischem Kapital und Lehren aus der modernen Volkswirtschaft für Mann Kennzeichen eines demokratischen Entwicklungsprozesses sind.

Reformen und Entwicklungen sind in den Betrachtungen immer Entwicklungen, die von oben kommen, ganz in der Tradition der preußischen Reformen durch Hardenberg. Man darf aber nicht den Fehler machen und die Betrachtungen so lesen, als ob Mann jene Reformen des Deutschen Reiches als positiv erachten würde. Für ihn sind sie viel mehr Veränderungen, die nun mal anstehen und die Zukunft darstellen. Jene Entwicklung, die Mann für unausweichlich hält, begann für ihn schon um 1860, als Deutschland „aus seiner idealistischen in seine realistische Periode trat“[27], und münden wird jene Entwicklung, Thomas Manns Essay zufolge, unweigerlich auch in der Demokratie.[28]

Aus jener Perspektive nimmt Deutschland eine Sonderstellung unter den europäischen Völkern ein, einen Sonderweg, den es zwar mit Beginn der Industrialisierung und der Reichsgründung von 1871 verlassen hat, der es aber noch nicht in die westliche Zivilisation geführt hat. Dostojewski dient ihm als Kronzeuge für die vermeintliche Sonderstellung Deutschlands, hierfür verwendet er das Dostojewski-Zitat, dass sich Deutschland nicht mit der restlichen Welt vereinigen will[29]. Das Deutsche Reich ist gefangen zwischen Ost und West. Der Osten erscheint aber dem deutschen Wesen, wie Mann es sieht, aber näher als der Westen. Deswegen richten sich auch die gesamten polemischen Angriffe Thomas Manns gegen die westliche Entente und nicht gegen Russland. Russland erscheint Mann ungefährlicher als England oder Frankreich, da Russland keine Ideen exportiert wie jene beiden Staaten. Den Import fremder Ideen sieht er als schädlich an. Ist es anfänglich noch die französisch-römische Zivilisation, wird später daraus der anglo-amerikanische Kapitalismus. Beides erscheint vordergründig widersprüchlich. Zum einen ist Deutschland schon immer durchzogen gewesen von römischen und später französischen Einflüssen. Einflüsse, die insbesondere das deutsche Bürgertum und die Eliten bereitwillig aufnahmen, und des weiteren können Frankreich und Deutschland auf eine gemeinsame vorstaatliche Vergangenheit unter Karl dem Großen zurückblicken. Im Hinblick auf die unterschwellige Kapitalismuskritik erscheint das Deutsche Reich nicht weniger kapitalistisch als die USA oder Großbritannien. Es war vor dem Ersten Weltkrieg sogar der Hauptprofiteur des steigenden Welthandels. Betrachtet man Manns Aussagen jedoch im Kontext seiner Grundthesen, darf man nicht von 1914 oder 1917 ausgehen, da das damalige Deutsche Reich eben schon nicht mehr Manns Anforderungen an Kultur entsprach. Es war dabei sich selbst zu zivilisieren, wie er auch anerkennt. Aus jenem Grund verehrt er das Deutschland des Ersten Weltkrieges auch nicht. Er nimmt eine distanzierte, vielleicht auch wieder ironische Haltung zum Patriotismus ein[30]. Darin unterscheiden sich auch die Betrachtungen von den Gedanken im Kriege oder der Friedrich-Parallele. Jene Propaganda hat er verfasst, weil der Krieg für Mann Zwang zum Patriotismus ist[31] - der Patriotismus ist aber kein innerliches Gefühl in Thomas Mann, da der Staat, den er verehrt, seit Jahrzehnten nicht mehr existiert. Thomas Mann ist gefangen in einem bürgerlichen Weltbild, das er zu seinen Lebzeiten nie kennen gelernt hat[32] und dem er selbst durch seine Biographie wohl auch nicht genügt. Bürgerlichkeit ist die Quelle des Patriotismus[33] und in Verbindung mit Ästhetik ergibt sie eine deutsche Lebensform. Auf Manns Ästhetik-Begriff beziehungsweise seine ästhetische Politik gehe ich im folgenden Kapitel ein. Zur Bürgerlichkeit ist aber zu sagen, dass Manns Begriff der Bürgerlichkeit verschwommen ist. Vier Begriffe spielen hierbei die Hauptrolle: Künstler, Bürger, Bourgeoisie und Bildung.

Der Künstler ist in Manns Begrifflichkeit kein Boheme. Der Künstler ist geordnet, kreativ und fleißig. Er führt als Beispiel Schopenhauer an:

Seine hanseatisch-kaufmännische Herkunft; seine Sesshaftigkeit in Frankfurt, die kantisch-pedantische Unwandelbarkeit und Pünktlichkeit seines Tageslaufes; seine weise Gesundheitspflege auf Grund guter physiologischer Kenntnisse [...]; seine Genauigkeit als Kapitalist [...] die Ruhe, Zähigkeit, Sparsamkeit, Gleichmäßigkeit seiner Arbeitsmethode [...] – das alles zeugt ebenso stark für die Bürgerlichkeit seines menschlichen Teils, wie es Ausdruck bürgerlicher Geistigkeit war [...].[34]

Man könnte meinen, Mann redet in jenem Textabschnitt von sich selbst und nicht von Schopenhauer. Und genau das war vermutlich auch die Absicht in seinen Zeilen. Mann versucht eine Verbindung zwischen seiner Herkunft und seinem Talent zu schlagen. Die Betrachtungen stehen somit auch im Kontext des Vaters und verteidigen die kaufmännisch hanseatische Herkunft. Berechtigterweise muss man sich aber auch die Frage stellen, und Thomas Mann tat es in den Betrachtungen eines Unpolitischen nicht, was denn einen Boheme von einem Künstler unterscheidet. Es sind nicht der Fleiß oder die Gewissenhaftigkeit des Tagesablaufs, sondern es ist die finanzielle Ausstattung. Thomas Mann bekam eine monatliche Rente aus der Liquidation des Vermögens seines Vater, aber seinen hochbürgerlichen Lebensstil mit mehreren Dienern, Auto und Ferienhaus in Bad Tölz ermöglichte ihm erst seine Ehe mit Katia Pringsheim. Damit muss man erkennen, dass es sich beim Bürgerbegriff Manns um eine geschickte Konstruktion innerhalb der Betrachtungen handelt, um den eigenen Anforderungen zu genügen. Trotzdem gibt er sich mit dem Bürgerbegriff nicht ganz zufrieden. Ein deutscher Bürger ist für ihn weder Boheme noch Bourgeois oder ein Philister[35]. Alle drei Begriffe sind für Mann eine Beleidigung, auch wenn man die Tendenzen in der Gesellschaft erkennen kann, insbesondere den Trend zur Bourgeoisie, der negativ durch Marx und Engels konotiert ist. Der klassische deutsche Bürgerbegriff beinhaltet für Mann Menschlichkeit, Freiheit und Bildung.[36] Freiheit und Menschlichkeit sieht er nicht in revolutionärer Tradition, wie man es heute vielleicht gewöhnt ist, sondern in philosophischer Freiheit. Bürgerlichkeit muss unpolitisch sein und Humanist zu sein, bedeutet sich zu entpolitisieren[37]. Dem deutschen Bildungsbegriff und damit dem Bürgertum fehle das politische Moment. Zu erklären ist jenes Phänomen mit der Aufklärung, die in Deutschland mehr in den Köpfen als auf der Straße stattgefunden hat. Überspitzt formuliert ist der deutsche Bürger nach Mann unmündig, indem er erst auf Aufforderung politisch begeistert ist[38] und ansonsten die Politik verachtet.

Künstlerisch benennt Thomas Mann Kronzeugen, die ihm im literarischen Kampf mit seinem Bruder und der Zivilisation unterstützen sollen. Er beruft sich am häufigsten auf Nietzsche, Goethe, Schopenhauer und Wagner[39], aber auch auf ausländische Künstler, deren Werke er im Sinne seiner Sache interpretiert. Hierfür wären Dostojewski und Flaubert als exemplarische Beispiele aufzuführen. Thomas Manns Zeugen veranschaulichen schön, mit welcher Art von Hermeneutik Mann an seine Quellen herangetreten ist. Im Falle der Betrachtungen gab es die These des Kampfes der Zivilisation gegen die Kultur und genau unter jener Prämisse hat Mann sich Textstellen herausgesucht, die seine These manifestieren.

2.2 Ästhetik und Politik

Thomas Mann erörtert im Verlauf seines Essays verschiedene Konzepte wie Demokratie und Politik im Allgemeinen und versucht diese in sein Deutschlandbild einzuordnen. Dabei kollidieren für den Leser die Begriffe Ästhetik und Politik und es erschließt sich aus dem Titel des Essays die Frage, warum Mann sich als unpolitisch bezeichnet.

Ein Schlüsselbegriff innerhalb der Betrachtungen nimmt das „Neue Pathos“ ein, das dem alten Deutschland entgegentritt, für ihn jedoch eine viel eher persönliche Bedrohung ist. Das „Neue Pathos“ ist für Mann Fortschritt im dogmatischen Sinn[40], es ist unmenschlich und politisch, es vermischt Philosophie und Politik[41] Als Person tritt es für Thomas in Gestalt seines Bruders Heinrich auf[42] und als Nation in Gestalt Frankreichs, aber in manchen Textstellen auch in Gestalt der USA. Dem „Neuen Pathos“ setzt er ein „Nationales Ethos“ entgegen, das sich Manns Semantik nach aus dem ewigen Aufbegehren der germanischen Kultur gegen die römische Zivilisation speist, womit man wieder bei der Grundthese der Betrachtungen angelangt wäre. Thomas Mann verbindet das „Nationale Ethos“ mit seinem „Persönlichen Ethos“. Wie er diese Verbindung herstellt, bleibt jedoch relativ unklar, wie Mehring[43] treffend feststellt. Jene Verbindung zwischen dem Kaiserreich und Thomas Mann ist wohl auch eine Hilfskonstruktion innerhalb der Betrachtungen, um Heinrich Mann mit der Entente oder der Zivilisation zu verbinden[44]. Mehring schreibt, dass Mann sein moralisches Selbstverständnis auf die Zeit anwendet und damit eine Verhältnisbestimmung von Moral und Politik entwickelt. Darin sieht Mehring eine politische Philosophie in den Betrachtungen, was meiner Auffassung nach falsch ist. Thomas Mann führt ja explizit auf, dass das neue Pathos, das er bekämpfen möchte, das Nichttrennen von Politik und Philosophie sei.[45] Damit ist auch nicht anzunehmen, dass die Betrachtungen politische Philosophie sein sollen, und Mehrings These ist damit lediglich eine weitere falsche Rezeption der Betrachtungen.

Der Essay ist aber auch keine politische Theorie, auch wenn Thomas Mann sich auf einigen Seiten mit Wahlrechtsproblematik und Staatsformen auseinander setzt. Gleiches Wahlrecht würde für Mann die Individualität des Einzelnen zerstören[46] und auch seine Stellung im Staat unberücksichtigt lassen. Thomas Mann tritt in diesem Kontext für ein „ungleiches Wahlrecht“ ein, das er für das passende für Deutschland hält, genau wie er die Demokratie als Staatsform des Kapitalismus für ungeeignet hält und offen für den Obrigkeitsstaat als angemessene Staatsform eintritt.[47] All diese Aussagen haben jedoch keinen empirischen Gehalt, wie Beate Neuss feststellt[48]. Thomas Mann sieht die Politik „aus lächelndem Erstaunen heraus“[49].

Thomas Mann verwendet in den Betrachtungen, das stellt auch Reinhard Mehring fest, einen viel zu weit gefassten Politikbegriff. Politik ist für ihn nicht nur staatliches Handeln, sondern für ihn ist Politik das Gegenteil von Ästhetik. In diesem Kontext ist Thomas Mann dann eben auch unpolitisch, da er auf der weiten Spanne zwischen Politik und Ästhetik eindeutig bei der letzteren anzusiedeln ist. Man kann bei den Betrachtungen von einer Form politischer Ästhetik sprechen, deren Inhalt zwischen den beiden Extremen schwankt. Damit wären auch die Widersprüchlichkeiten innerhalb des Werks zu erklären. Aber was will Thomas Mann nun mit den Betrachtungen im ästhetisch-politischen Sinn?

Bloßes Leben wäre zu animalisch. Der Konservativismus ist zu derb, zu laut und zu völkisch. Bloßer Geist ist zu nihilistisch. Mann schwebt eine Kulturgesinnung vor, die Geist und Leben zusammenführt.[50] Dafür sprechen würde, dass Mann sein Leben lang die Grundpositionen der Betrachtungen weiter verteidigt hat und er hat ja auch nicht ihre Veröffentlichung zeitgleich mit dem Kriegsbeginn verhindert. Thomas Mann selbst schrieb zu diesem Thema:

Ich wollte das Buch würde gelesen, wie es gelesen werden sollte, nämlich nicht als Buch, welches irgendwie führen, wirken, zu Meinungen überreden will, sondern als Roman, d.h. als Darstellung eines bewußt (sic!) erlebten und dabei schon innerlich distanzierten geistigen Schicksals.[51]

Bedauerlicherweise hat es so aber kaum einer gelesen. Die Betrachtungen erscheinen vordergründig als sehr politisches Buch und auch Aussagen von Thomas Mann selbst innerhalb des Essays unterstützen den Leser in jener Leseweise. Zeitgenössisch erschienen noch weiter Leseweisen und Rezeptionen. Paul Amann bezeichnete das Werk 1919 als leichtfertig und mit einer falschen Grundidee behaftet.[52]. Alois Dampf geht noch weiter und erwartet sich von Mann eine Fortsetzung seiner Ausführungen und spricht ihn als geistigen Führer an [paradoxerweise lehnte Mann in den Betrachtungen ja jegliche Führer und Lehrer ab][53] und Egon Friedell sieht in den Betrachtungen eine Absage an die moderne Demokratie[54]. Bei den Rezeptionen überwog also eine eher monarchisch, national-konservative Leseweise, was unter anderem dazu führte, dass Thomas Manns Bekenntnis zur Republik 1922 in den jeweiligen Kreisen als Verrat aufgenommen wurde, da seine Wandlung zum Republikaner einer 180 Grad Wandlung glich.

Um die politische Bewertung der Betrachtungen abzuschließen muss man feststellen, dass sie wohl zwar als Auseinandersetzung mit der Zeit anzusehen sind, aber mehr literarischen als zeitgeschichtlichen Wert besitzen. Das Werk ist weder politische Philosophie noch politische Theorie. Thomas Mann setzte sich auf eine ihm eigene Art mit einem Thema auseinander, das die Massen berührte. Unpolitisch bedeutete weder ahnungslos noch borniert, sondern die Konzentration des Künstlers auf Kultur, Seele, Freiheit und Kunst[55], wie Kurzke aufführt. Moralisch muss das Unpolitische aber nicht sein, da Thomas Mann den Krieg und national-konservative Bestrebungen in Deutschland unterstützte, um sich mit seinem Bruder auseinander zu setzen. Der Preis dafür war eine in der Bevölkerung und Wissenschaft wahrgenommene Politisierung des Künstlers, die er nicht mehr loswurde.

[...]


[1] Vgl. Wißkirchen, Hans (1999): „... die Wahrheit, die niemand vernachlässigen darf...“. Thomas Manns politische Entwicklung im Spiegel seiner Dostojewski-Rezeption, S.11. In: Heftrich, Eckhard / Sprecher, Thomas (Hg.) (2000): Thomas Mann Jahrbuch, Bd.13, Frankfurt a.M., S.9-26

[2] Kurzke, Herrmann (2002): Thomas Mann. Das Leben als Kunstwerk, 3. Aufl., Frankfurt a.M., S.237/238

[3] Vgl. Mann, Thomas (2004): Betrachtungen eines Unpolitischen, 3. Aufl., Frankfurt a.M., S.41

[4] Vgl. http://www.jungeforschung.de/wk1/essay/tmann.html

[5] Vgl. Kurzke, Hermann / Stachorski, Stephan (Hg.) (1993): Thomas Mann Essays. Band 1: Frühlingssturm 1893-1918, Frankfurt a.M., S.197

[6] Vgl. Ibid., S.197

[7] Vgl. Kurzke/Stachorski (1993): Thomas Mann Essays. Band 1, S.190-191

[8] Vgl. Kurzke, Hermann (Hg.) (2002): Thomas Mann Essays II 1914-1926. Kommentar, Frankfurt a.M., S.9

[9] Vgl. Sontheimer, Kurt (1961): Thomas Mann und die Deutschen, München, S.18

[10] Vgl. Kurzke, H. (2002): Thomas Mann. Das Leben als Kunstwerk, S.238

[11] Vgl. Kurzke H. (2002): Essays II Kommentar, S.13

[12] Vgl. Mann, T.: Betrachtungen eines Unpolitischen, S.33

[13] Vgl. Görtemaker, Manfred (2005): Thomas Mann und die Politik , Frankfurt a.M., S.38

[14] Vgl. Keller, Ernst (1965): Der unpolitische Deutsche. Eine Studie zu den „Betrachtungen eines Unpolitischen“ von Thomas Mann., Bern, S.130

[15] Vgl. Mann, T.: Betrachtungen eine Unpolitischen, S.166

[16] Vgl. Kapitel 2.2

[17] Mann, T.: Betrachtungen eines Unpolitischen, S.224

[18] Mann, Thomas (2001): Der Zauberberg, 14. Aufl., Frankfurt a.M., S.9

[19] Mann, T.: Betrachtungen eines Unpolitischen, S.292

[20] Ibid., S.33

[21] Vgl. Mann, T.: Betrachtungen eines Unpolitischen., S.86

[22] Vgl. Ibid., S.74

[23] Ibid., S.87

[24] Vgl. Ibid., S.115

[25] Vgl. Ibid., S.115

[26] Ibid., S.115

[27] Mann, T.: Betrachtungen, S.251

[28] Vgl. Ibid., S.342

[29] Vgl. Ibid., S.63

[30] Vgl. Mann, T.: Betrachtungen eines Unpolitischen, S.170

[31] Vgl. Ibid., S.134

[32] Seiner Argumentation nach „zivilisiert“ sich Deutschland ja bereits seit 1860 und Thomas Mann war Jahrgang 1875

[33] Vgl. Mann, T.: Betrachtungen eines Unpolitischen, S.120

[34] Ibid., S.125/126

[35] Vgl. Mann, T.: Betrachtungen eines Unpolitischen, S.153

[36] Vgl. Ibid., S.154

[37] Vgl. Ibid., S.139

[38] Vgl. Ibid., S.131

[39] Ernst Keller führt die Häufigkeit der in den Betrachtungen erwähnten Namen an. Vgl. Keller, E.: Der unpolitische Deutsche, S.170

[40] Vgl. Mann, T.: Betrachtungen eines Unpolitischen, S.48

[41] Vgl. Ibid., S.226

[42] Vgl. Kapitel 2.3

[43] Vgl. Mehring, Reinhard (2001): Thomas Mann – Künstler und Philosoph, München, S.167

[44] Vgl. Kapitel 2.3

[45] Vgl. Mann, T.: Betrachtungen eines Unpolitischen, S.226

[46] Vgl. Keller,E: Der unpolitische Deutsche, S.46

[47] Vgl. Ibid, S.49

[48] Vgl. Neuss, Beate (2000): Thomas Mann: Demokrat-Europäer-Weltbürger, S.87. in: Braun, Michael / Lermen, Birgit (Hg.) (2003): man erzählt Geschichten, formt die Wahrheit, Franfurt a.M., S.81-102

[49] Mann, T.: Betrachtungen eines Unpolitischen, S.219

[50] Vgl. Erhardt, Gundula (2003): „Meine natürliche Aufgabe in dieser Welt ist erhaltender Art“. Thomas Manns kulturkonservatives Denken (1919-1922), S.102ff., in: Sprecher, Thomas / Wimmer Ruprecht (Hg.) (2003): Thomas Mann Jahrbuch, Bd.16, Frankfurt a.M., 2003, S.97-118

[51] Vgl. Brief an Adele Gerhard, 11. September 1918. Zitiert nach: Erhard, G.: Thomas Manns kulturkonservatives Denken, S.100

[52] Vgl. Amann, Paul in den Münchner Blättern für Dichtung und Graphik 1919. Zitiert nach: Schröter, Klaus (1969): Thomas Mann im Urteil seiner Zeit, Hamburg, S.78

[53] Vgl. Dempf, Alois in einem offenen Brief an Thomas Mann 1919. Zitiert nach: Ibid. S.82

[54] Vgl. Friedell, Egon im Neuen Wiener Journal vom 9.3.1919. Zitiert nach Ibid., S.83ff

[55] Vgl. Kurzke, Herrmann (1990): Betrachtungen eines Unpolitischen, S.679. In: Koopmann,Helmut (Hg.) (1995): Thomas-Mann-Handbuch, 2.Aufl., Regensburg, S.678-695

Ende der Leseprobe aus 72 Seiten

Details

Titel
"Der Zauberer und die Politik" Thomas Mann und die Umbrüche des Zwanzigsten Jahrhunderts
Hochschule
Universität Mannheim
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
72
Katalognummer
V50790
ISBN (eBook)
9783638469296
ISBN (Buch)
9783638692977
Dateigröße
713 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zauberer, Politik, Thomas, Mann, Umbrüche, Zwanzigsten, Jahrhunderts
Arbeit zitieren
Christian Heinzelmann (Autor), 2006, "Der Zauberer und die Politik" Thomas Mann und die Umbrüche des Zwanzigsten Jahrhunderts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50790

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