Die Kreuzzüge


Hausarbeit, 2005

21 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Erläuterungen

1. Einleitung

2. Bestimmung des Kreuzzugsbegriffes

3. Die Mittelmeerwelt um 1095
3.1 Die islamische Welt bis 1095

4. Die Entstehung der Kreuzzüge
4.1 Das Konzil von Clermont
4.2 Der Aufruf von Papst Urban II
4.3 Folgen des Aufrufs von Papst Urban II
4.4 Motive der Kreuzfahrer

5. Die Kreuzzüge
5.1 Der Kreuzzug des Volkes
5.2 Der erste Kreuzzug (1096 – 1099
5.3 Der zweite Kreuzzug (1147 – 1150
5.4 Der dritte Kreuzzug (1189 – 1192
5.5 Der vierte Kreuzzug (1202 – 1204)
5.6 Der fünfte Kreuzzug (1217 – 1221 & 1228 – 1229)
5.7 Der sechste Kreuzzug (1248 – 1254)
5.8 Der siebte Kreuzzug (1270)18
5.9 Das Ende der Kreuzzüge

6. Stellungnahme

7. Literaturverzeichnis

Erläuterungen

Da die Zählung der Kreuzzüge in der Literatur variiert, habe ich mich bei dieser Hausarbeit an die Auflistung aus dem Evangelischen Lexikon für Theologie und Gemeinde gehalten.

Der erste Kreuzzug wird ausführlicher behandelt, da durch ihn eine Bewegung in Gang gesetzt wurde die knapp 200 Jahre anhalten sollte und weil er (bis auf den begrenzten Vertrag zwischen Kaiser Friedrich II. und Sultan Al-Kamil) die einzig erfolgreiche Unternehmung zur Befreiung des Heiligen Landes darstellt.

1. Einleitung

Vor 910 Jahren rief Papst Urban II zum ersten Kreuzzug auf. Die Wirkung war enorm, denn es setzte sich eine riesige Menschenmasse in Bewegung, um den islamischen Feinden das Heilige Land mit Gewalt zu entreißen. All das sollte im Namen Gottes geschehen. Diese Hausarbeit zeigt u.a. wie christlich bzw. religiös die Motive der Kreuzzüge waren. Es werden hier die sieben großen Orientkreuzzüge und, als deren Vorläufer, der Kreuzzug des Volkes behandelt.

Eine alle Facetten dieses Themas beleuchtende Ausarbeitung kann nicht geleistet werden, da es sich um ein sehr umfangreiches Thema handelt. Diese Arbeit soll zur Orientierung dienen und einen Einblick in das Thema: “Die Kreuzzüge“ ermöglichen.

Die ersten Kreuzzüge fanden im Mittelalter statt, doch gibt es Parallelen zu heutigen Auseinandersetzungen. George Bush hat sich während des Irak-Krieges häufig auf Gott berufen, weshalb dieser Krieg auch als „Amerikas Kreuzzug“ bezeichnet wurde. Die gleiche Einstellung (Krieg von/für Gott) sieht man ebenfalls bei islamischen Fundamentalisten.

2. Bestimmung des Kreuzzugsbegriffes

Ein Kreuzzug ist ein heiliger Krieg zur Rückeroberung christlicher Besitzrechte (hierbei wurde besonders an das durch Jesus Leben und Sterben geheiligte Palästina gedacht[1] ), zum Schutz der Christen oder der Kirche gegen Feinde. Obwohl seine Teilnehmer meist nur aus einem Landstrich kamen, galt er als Anliegen der gesamten Christenheit und aus diesem Grund wurde ein Kreuzzugsheer als International definiert.[2] Als Kontrahent wurde vornehmlich der Islam angesehen[3], welcher das Heilige Land und somit auch Jerusalem eingenommen hatte. Konstituierend für den Kreuzzug sind: der Aufruf durch den Papst (nach zeitgenössischer Auffassung nahm man an, dass der Papst das Sprachrohr Christi sei, der Heiland somit selbst den Kreuzzugsbefehl gab[4] ), das Gelübde jeden Teilnehmers den Kreuzzug zu unternehmen und seine Privilegierung (besonders Ablass und Schutz des Eigentums).[5]

Die theologische Grundlage der Kreuzzugsidee beruht auf den Vorstellungen Augustinus über das Wesen des gerechten Krieges. „Danach galt Gewalt nicht als an sich schlecht, sondern moralisch neutral. Gerecht war ein Krieg, wenn er auf Anordnung einer legitimen Autorität, wie der des Papstes (...) geführt wurde, einen gerechten Kriegsgrund infolge der Unrechtshandlungen des Gegners hatte und ihm gute Absichten zugrundelagen.“[6]

3. Die Mittelmeerwelt um 1095

Von Europa aus gesehen lag um 1095 der Schwerpunkt der Welt in den Mittelmeerländern. Der Papst hatte hier seinen Amtssitz und es befanden sich dort die Hauptstädte des ost- und weströmischen Kaiserreiches: Konstantinopel und Rom.[7] Der Kontinent besaß keine politische Einheit mehr (wie noch zu Zeiten des Karolingerreiches), stattdessen löste sich langsam das gemeinsame Selbstbewusstsein auf[8] und Europa war in schwerste innere Kämpfe verwickelt. Zwischen den beiden Weltreligionen Christentum und Islam fungierte das Mittelmeer als grobe Trennungslinie.[9] Seit 1054 existiert eine Trennung auch in der christlichen Kirche. Auf der einen Seite stand der griechisch sprechende Osten, auf der anderen der lateinische Westen. Zwischen beiden Welten waren die kulturellen Differenzen, z.B. in Liturgie und Theologie, so groß geworden, dass die christliche Einheit auf Dauer nicht hätte erhalten werden können. Der Wunsch nach einer Kirchenunion war dennoch vorhanden, was die beispielhafte Aktion Gregor VII. anno 1074 zeigt, bei der er dem Ostreich gegen die Seldschuken zu Hilfe kam.[10]

Ähnlich wie im Christentum gab es auch im Islam eine Spaltung. Es taten sich drei große Herrschaftsgebiete hervor. Im Osten die Seldschuken, mit Zentrum im Iran. Westlich der Seldschuken herrschten die Fatimiden mit Zentrum im ägyptischen Kairo und noch weiter westlich lag das Gebiet der Almoraviden, einer Berberdynastie.[11]

3.1 Die islamische Welt bis 1095

Der Tod Mohammeds 632 stellte die junge islamische Gemeinschaft vor große Probleme. Die arabischen Wüstenstämme kündigten die Solidarität mit dem Islam auf und gefährdeten somit dessen Weiterbestand. Die Aufgabe der Nachfolger Mohammeds (Khalifen genannt) war es, die unbestrittene Vorherrschaft des Islam in Arabien zu etablieren und auch außerhalb Arabiens voranzutreiben. Sie eroberten im 7. Jh. ganz Nordafrika, griffen Europa an, wo sie in Frankreich durch Karl Martell geschlagen (717 – 732) und endgültig am Vorankommen in Westeuropa gehindert wurden. Im Osten überwanden sie die Grenzen Persiens, erreichten Nordindien und drangen in Zentralasien bis nach China vor. Im Jahre 750 übernahmen die Abbasiden die Herrschaft und mussten schon bald die Zersplitterung des Reiches hinnehmen, da sich in den entlegenen Provinzen die verschiedenen Herrscher nach und nach selbständig machten (968 – 1171). Anzumerken sei, dass die Bedeutung des türkischen Elements durch die Seldschuken ab 1055 hervortrat.[12] Diese in der ersten Hälfte des 11. Jhds. aufsteigende türkische Dynastie, bedrohte die Ostgrenze des europäischen Reiches spürbar.[13] Angriffe der Seldschuken, nicht nur an der Grenze, sondern vor allem im Heiligen Land, sollten die Entstehung der Kreuzzüge vorantreiben.

[...]


[1] vgl. Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde, S. 1179

[2] vgl. Theologische Realenzyklopädie, S. 1

[3] vgl. Die Religion in Geschichte und Gegenwart, S. 54

[4] vgl. Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde, S. 1179

[5] vgl. Religion in Geschichte und Gegenwart, S. 1758

[6] Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde, S. 1180

[7] vgl. Mayer: Geschichte der Kreuzzüge, S. 7

[8] vgl. Waas: Geschichte der Kreuzzüge. Zweiter Band, S. 69

[9] vgl. Mayer: Geschichte der Kreuzzüge, S. 7

[10] vgl. Mayer: Geschichte der Kreuzzüge, S. 8

[11] vgl. Jaspert: Die Kreuzzüge, S. 4

[12] vgl. Khoury: Der Islam. Sein Glaube, seine Lebensordnung, sein Anspruch, S. 16 - 18

[13] vgl. Jaspert: Die Kreuzzüge, S. 4

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Die Kreuzzüge
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
21
Katalognummer
V50797
ISBN (eBook)
9783638469340
Dateigröße
576 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kreuzzüge
Arbeit zitieren
Dirk Piche (Autor), 2005, Die Kreuzzüge, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50797

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