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Die Urbanisierung und die Entstehung psychischer Erkrankungen. Warum gefährdet das Leben in der Stadt die mentale Gesundheit?

Titel: Die Urbanisierung und die Entstehung psychischer Erkrankungen. Warum gefährdet das Leben in der Stadt die mentale Gesundheit?

Fachbuch , 2020 , 68 Seiten

Autor:in: Greta Wirth (Autor:in)

Gesundheit - Mentale Gesundheit, Mental Health
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Immer mehr Menschen leben in Städten und urbanen Zentren. Bis zum Jahr 2050 sollen es sogar 70 Prozent der Weltbevölkerung sein. In der Europäischen Union ist der Prozess der Verstädterung bereits abgeschlossen. Gerade hier lässt sich immer häufiger ein Zusammenhang zwischen der Urbanisierung und psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie feststellen.

Wie Greta Wirth in ihrer Publikation betont, erhöht das Aufwachsen in einer Stadt das Schizophrenierisiko um das Dreifache. Doch was genau sind die Ursachen für diese deutlich erhöhten Erkrankungsrisiken? Welche sozialen und sozioökonomischen Faktoren spielen eine Rolle? Greta Wirth untersucht, inwieweit die Urbanisierung Einfluss auf die Entstehung psychischer Erkrankungen im urbanen Europa hat.

Vor dem Hintergrund der rasch fortschreitenden Verstädterung setzt Wirth sich mit sozialen Stressoren wie Migration, ethnische Dichte und soziale Isolation auseinander. Sie beleuchtet aber auch physische Umweltfaktoren wie Lärm und den Mangel an städtischen Grünflächen. In ihrer Publikation gibt sie einen Überblick über den Zusammenhang zwischen Verstädterung und psychischer Gesundheit und diskutiert urbane Umweltrisikofaktoren.

Aus dem Inhalt:
- Stadtleben;
- Landleben;
- urban advantage;
- mentale Gesundheit;
- psychische Störung

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Methodik

3 Urbanisierung im 21. Jahrhundert

3.1 Urbanisierung - Begrifflichkeiten

3.2 Trends, Entwicklungen und Konsequenzen der Urbanisierung

3.3 Vorzüge des urbanen Lebens - "urban advantage"

3.4 Gesundheitliche Herausforderungen des Stadtlebens

4 Urbanisierung und Psychische Gesundheit

4.1 Psychische Gesundheit

4.2 Zahlen und Fakten psychischer Störungen in der europäischen Region

4.3 Urbane mentale Gesundheit im Fokus der Wissenschaft

4.4 Mit Urbanisierung assoziierte psychische Störungen

5 Einfluss urbaner Lebenswelten auf die Entwicklung psychischer Erkrankungen - Erklärungsansätze

5.1 Überblick – Urbane Expositionsfaktoren

5.2 Städtische Schutzfaktoren

5.3 Soziale und sozioökonomische Umweltrisikofaktoren

5.4 Physische Risikofaktoren

5.5 Sozialer Stress

6 Handlungsempfehlungen

7 Abschlussdiskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der fortschreitenden Urbanisierung und der Entstehung psychischer Erkrankungen im europäischen Raum, mit einem besonderen Fokus auf die Identifikation urbaner Risikofaktoren.

  • Wissenschaftliche Analyse des Stadt-Land-Gradienten bei psychischen Störungen
  • Untersuchung von Schizophrenie und affektiven Störungen in urbanen Umgebungen
  • Diskussion sozioökonomischer und physischer Umweltfaktoren als Mediatoren
  • Identifikation von Schutzfaktoren im urbanen Lebensraum
  • Ableitung von Ansätzen für eine gesundheitsfördernde Stadtplanung

Auszug aus dem Buch

5.5 Sozialer Stress

Städte können Stress verursachen, doch worin genau besteht der spezifische „Stadtstress“? Ein weiterer Erklärungsansatz für die in Städten erhöhten Raten psychischer Erkrankungen ist der Einfluss von Stress, im Blickpunkt steht dabei vor allem der soziale Stress. Viele Forscher befürworten die Hypothese, dass das städtische Leben zu einer erhöhten Belastung durch sozialen Stress führe. Dieser Faktor wurde als eine der stärksten Ursachen für die Entwicklung von mentalen Krankheiten anerkannt (Lederbogen et al., 2013, S. 2), da es ausreichend belegt ist, dass hohe soziale Dichte und Enge zu extremen Stresserleben, Verhaltensänderungen und Krankheiten führen können. Diese Beobachtung gilt sogar für fast alle Spezies, von Insekten, Primaten bis hin zum Menschen (Alvarado, Lenkov, Williams & Fernald, 2015, S. 1-8; Lin et al., 2015, S. 1-11; Proudfoot & Habing, 2015, S. 15-21). Ein spezifisches Merkmal des pathogenen städtischen Stresses, scheint die Gleichzeitigkeit von sozialer Dichte und sozialer Isolation zu sein. Wenn diese beiden Elemente zusammentreffen, so sagt der Stressforscher Mazda Adli, entsteht eine „toxische Mischung“, (Christian Wolf, 2014, S. 41), die im Zusammenspiel mit individuellen Risikofaktoren, wie zum Beispiel einer genetischen Veranlagung für eine Krankheit, soziodemografischen Faktoren, einschließlich Alter, Armut und Migrationsstatus, das Erkrankungsrisiko erhöhen. Wer der Dichte der Großstadt ausgesetzt ist und sie nur schwer kontrollieren kann und gleichzeitig die Erfahrung von sozialer Exklusion und Isoliertheit macht, dem setzt Stadtleben zu. Große soziale Unterschiede und schlechte Wohnbedingungen potenzieren diesen Effekt vermutlich noch (Adli et al., 2017, S. 184). Diese Situation lässt sich anhand eines aktuellen Beispiels verstehen:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den globalen Megatrend der Urbanisierung und stellt die Forschungsfrage nach deren Einfluss auf die psychische Gesundheit in Europa.

2 Methodik: Dieses Kapitel erläutert die systematische Literaturrecherche in wissenschaftlichen Datenbanken sowie die definierten Einschluss- und Ausschlusskriterien der Arbeit.

3 Urbanisierung im 21. Jahrhundert: Es werden die Definitionen, Trends und gesundheitlichen Herausforderungen der Verstädterung sowie die Konzepte des urbanen Lebensraums dargestellt.

4 Urbanisierung und Psychische Gesundheit: Dieses Kapitel analysiert den aktuellen Stand der Forschung zur psychischen Gesundheit in Europa und die Assoziation zwischen Urbanität und psychiatrischen Diagnosen.

5 Einfluss urbaner Lebenswelten auf die Entwicklung psychischer Erkrankungen - Erklärungsansätze: Hier werden spezifische Risiko- und Schutzfaktoren wie Lärm, soziale Isolation und Grünflächen sowie deren neurobiologische Wirkmechanismen detailliert betrachtet.

6 Handlungsempfehlungen: Basierend auf den Forschungsergebnissen werden konkrete Ansätze für eine gesündere, stadtplanerische Gestaltung abgeleitet.

7 Abschlussdiskussion: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, diskutiert die Grenzen der aktuellen Datenlage und gibt Ausblicke auf zukünftige Forschungserfordernisse.

Schlüsselwörter

Urbanisierung, psychische Gesundheit, Schizophrenie, Depression, sozialer Stress, Stadtleben, Umweltfaktoren, urbane Expositionsfaktoren, psychische Störungen, Neurourbanistik, Stadtplanung, Prävalenz, soziale Isolation, Stadt-Land-Vergleich, psychische Erkrankungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Forschungsarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der zunehmenden Verstädterung und der Zunahme spezifischer psychischer Erkrankungen, insbesondere Schizophrenie und Depression, innerhalb der europäischen Region.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die gesundheitlichen Auswirkungen des Stadtlebens, der Einfluss von Stressoren wie Lärm und soziale Dichte sowie die Bedeutung städtischer Schutzfaktoren für das mentale Wohlbefinden.

Welches ist das primäre Forschungsziel?

Das primäre Ziel ist es, den Einfluss des Großstadtlebens im Zuge der Urbanisierung auf die Entwicklung psychischer Erkrankungen zu analysieren und daraus Handlungsansätze für die Stadtplanung abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturarbeit, bei der epidemiologische Studien in den Datenbanken Scopus und Web of Science unter Anwendung spezifischer Suchbegriffe und Einschlusskriterien analysiert wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen zur Urbanisierung als auch spezifische Erklärungsansätze für psychische Leiden besprochen, einschließlich physischer Risikofaktoren und neurobiologischer Erkenntnisse über sozialen Stress.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Urbanisierung, psychische Gesundheit, sozialer Stress, Schizophrenie, Depression und urbane Expositionsfaktoren charakterisiert.

Welche Rolle spielen "Grünflächen" in der Studie?

Grünflächen werden als wesentliche Schutzfaktoren identifiziert, die das psychische Wohlbefinden fördern, Stress reduzieren und soziale Interaktionen im urbanen Raum unterstützen können.

Was versteht man unter der "toxischen Mischung" im Kontext der Arbeit?

Dieser Begriff beschreibt das Zusammentreffen von sozialer Dichte und sozialer Isolation in Großstädten, was als besonders pathogener Stressfaktor für die psychische Gesundheit angesehen wird.

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Details

Titel
Die Urbanisierung und die Entstehung psychischer Erkrankungen. Warum gefährdet das Leben in der Stadt die mentale Gesundheit?
Autor
Greta Wirth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
68
Katalognummer
V507994
ISBN (eBook)
9783964871558
ISBN (Buch)
9783964871565
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Urbanisierung Urbanisierung und psychische Gesundheit Psychische Störungen in Städten cities and mental health urban mental health urban health urbanization and mental health european mental health Stadtleben Landleben urban advantage mentale Gesundheit psychische Störung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Greta Wirth (Autor:in), 2020, Die Urbanisierung und die Entstehung psychischer Erkrankungen. Warum gefährdet das Leben in der Stadt die mentale Gesundheit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/507994
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Leseprobe aus  68  Seiten
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