In dieser Hausarbeit soll eine Branchenstrukturanalyse nach dem „Five Forces“-Modell von Michael E. Porter anhand der Branche des Einzelhandels mit Lebensmitteln in Deutschland vorgenommen werden. Zu Beginn werden die Grundlagen der Branchenstrukturanalyse nach Porter beschrieben. Dabei wird zunächst auf die „Five Forces“ eingegangen, welche nochmals explizit dargestellt werden. Anschließend folgt eine Einführung in den Lebensmitteleinzelhandel. Dabei wird genauer auf die Charakteristik, sowie bestimmte (Finanz-)Kennzahlen eingegangen. Anhand des Studienskriptes (Branchenstrukturanalyse - Theoretischer Teil) erfolgt dann die Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter. Dafür werden die zwei Determinanten „Verhandlungsmacht der Kunden“ und mögliche „Bedrohung durch neue Anbieter/Wettbewerber“ mit Hilfe von Attraktivitätskennziffern analysiert und ausgewertet.
Die Intensität des Wettbewerbes nimmt national, sowie international immer mehr zu. Für Unternehmen wird es immer unsicherer, Investitionen zu tätigen, da eine Vielzahl von Rahmenbedingungen beachtet und eingehalten werden muss. Dabei werden nicht nur neue Märkte, sondern auch bereits bestehende betrachtet. Um richtige Entscheidungen treffen zu können, müssen Unternehmen die verschiedenen Branchen anhand ihrer momentanen Attraktivität und der Zukunftsfähigkeit bewerten. Insbesondere im strategischen Management spielt diese Analyse eine zentrale Rolle, um allgemeine Rahmenbedingungen über die Branche zu ermitteln und Aussagen über Perspektiven zu erhalten.
Der wohl am meisten verwendete Analyseansatz im heutigen strategischen Management ist die Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter. Er studierte zunächst Raumfahrttechnik und Maschinenbau in Princeton, ehe er 1973 an der berühmten Harvard University promovierte. Bereits während seines Studiums erlangte er Bekanntheit und hohe Anerkennung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen der Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter
2.1 Rivalität unter bestehenden Wettbewerbern
2.2 Bedrohung durch neue Anbieter
2.3 Verhandlungsstärke der Abnehmer
2.4 Verhandlungsstärke der Lieferanten
2.5 Bedrohung durch Ersatzprodukte
3. Branchenstrukturanalyse am Beispiel des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland
3.1 Charakteristik des LEH in Deutschland
3.2 Vorgehensweise der Branchenstrukturanalyse
4. Ausgewählte Triebkräfte des „Five-Forces“-Modells
4.1 Verhandlungsmacht der Kunden
4.1.1 Absatzbedeutung bestimmter Abnehmer
4.1.2 Differenzierungspotential der Produkte
4.1.3 Markttransparenz in Bezug auf Preise und Konditionen
4.1.4 Bedeutungsgrad der Produkte für den Abnehmer
4.1.5 Preisempfindlichkeit der Abnehmer
4.1.6 Konzentration der Abnehmerstruktur
4.1.7 Checkliste
4.2 Bedrohung durch neue Anbieter/Wettbewerber
4.2.1 Dynamik des Marktwachstums
4.2.2 Profitabilität der Branche
4.2.3 Finanzielle Gestaltungsspielräume der bestehenden Wettbewerber
4.2.4 Geringe Markenbedeutung
4.2.5 Umstellungskosten
4.2.6 Kapitalbedarf
4.2.7 Produktdifferenzierung
4.2.8 Ausbringungsmenge
4.2.9 Checkliste
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Attraktivität des deutschen Lebensmitteleinzelhandels anhand des Five-Forces-Modells von Michael E. Porter zu bewerten, um strategische Einblicke in die Branchenstruktur zu gewinnen.
- Analyse der Branchenattraktivität im deutschen Lebensmitteleinzelhandel
- Anwendung von Porters „Five-Forces“-Modell
- Untersuchung der Verhandlungsmacht der Kunden und der Bedrohung durch neue Wettbewerber
- Einbeziehung aktueller Finanzkennzahlen und Marktentwicklungen
- Einsatz von Attraktivitätskennziffern zur strukturierten Evaluierung
Auszug aus dem Buch
2.1 Rivalität unter bestehenden Wettbewerbern
Die Wettbewerbsdynamik (bei Porter „Rivalität von bestehenden Wettbewerbern“ genannt) ist abhängig von der Größe und dem Einfluss der jeweiligen Marktteilnehmer. Bei wenigen gleich großen Konkurrenten ist die Wettbewerbsdynamik relativ gering, da sich alle Marktteilnehmer aneinander anpassen. Somit wird die Nachfrage von allen abgeschöpft, es kommt zu keinem hohen Preiswettbewerb.
Im Gegenteil dazu herrscht eine hohe Marktintensität, wenn es viele kleinere Marktteilnehmer gibt. In diesem Szenario kommt es eher zu Preiswettbewerben unter der Konkurrenz. Doch auch dieser Wettbewerb kann gedämpft werden, wenn es einen Marktführer gibt, an dem sich die Konkurrenz orientiert. Dieses bedeutende Unternehmen kann Strategien bestimmen und somit den Preiswettbewerb stark beeinflussen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Relevanz der Branchenanalyse im strategischen Management und umreißt das methodische Vorgehen für den Lebensmitteleinzelhandel.
2. Grundlagen der Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter: Es werden die theoretischen Fundamente des Five-Forces-Modells erläutert, welche die Basis für die nachfolgende Untersuchung bilden.
3. Branchenstrukturanalyse am Beispiel des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland: Dieser Teil liefert eine detaillierte Charakterisierung der deutschen LEH-Branche sowie eine Einführung in die Vorgehensweise der Analyse.
4. Ausgewählte Triebkräfte des „Five-Forces“-Modells: Hier werden die Verhandlungsmacht der Kunden und die Bedrohung durch neue Wettbewerber anhand spezifischer Kennziffern und Checklisten analysiert.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird festgestellt, dass hohe Markteintrittsbarrieren und eine starke Konzentration der Marktführer die Chancen für neue Wettbewerber in der Branche erheblich einschränken.
Schlüsselwörter
Branchenstrukturanalyse, Five-Forces-Modell, Michael E. Porter, Lebensmitteleinzelhandel, LEH, Wettbewerbsintensität, Markteintrittsbarrieren, Kundenmacht, Strategisches Management, Branchenattraktivität, Marktkonzentration, Umsatzentwicklung, Wettbewerbsdynamik, Konsumgüter, Handel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Analyse der Branche des deutschen Lebensmitteleinzelhandels mithilfe eines etablierten wissenschaftlichen Modells.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die Wettbewerbsdynamik, die Machtverhältnisse zwischen Marktteilnehmern und die Barrieren für neue Konkurrenten in der Lebensmittelbranche.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit der Branche durch die Anwendung von Porters Five-Forces-Modell fundiert zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter verwendet, ergänzt durch die Auswertung von (Finanz-)Kennzahlen und die Nutzung strukturierter Checklisten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, eine Branchencharakterisierung sowie eine konkrete Analyse der Kundenmacht und der Bedrohung durch neue Anbieter.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Branchenstrukturanalyse, Five-Forces-Modell, Lebensmitteleinzelhandel, Wettbewerbsintensität und Marktkonzentration.
Wie bewertet die Autorin die Einstiegschancen für neue Wettbewerber?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die hohen Markteintrittsbarrieren und die Dominanz weniger großer Handelsgruppen die Möglichkeiten für neue Akteure als sehr gering einstufen.
Welche Rolle spielt die Konzentration der Handelsgruppen?
Die Konzentration ist ein entscheidendes Merkmal des LEH, da sie die Marktmacht der führenden Gruppen stärkt und den Wettbewerb durch hohe Eintrittshürden für kleinere Unternehmen prägt.
- Quote paper
- Magdalena Helm (Author), 2016, Branchenstrukturanalyse nach dem "Five Forces"-Modell von Michael E. Porter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508212