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Wie Gott sie schuf oder wie Jan van Eyck sie sah? - Die Darstellung von Adam und Eva am Genter Altar

Title: Wie Gott sie schuf oder wie Jan van Eyck sie sah? - Die Darstellung von Adam und Eva am Genter Altar

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 30 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Julia Siebert (Author)

Art - Painting
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Diese Arbeit setzt es sich zum Ziel, die Figuren Adam und Eva, wie sie am Genter Altar des Jan van Eyck dargestellt sind, zum einen einer historischen Einordnung zu unterziehen und sie - Susan Sontag zum Trotz1zu interpretieren. Hinsichtlich der Frage nach der Funktion des unbekleideten Körpers in der Kunst des Mittelalters wird die spezifische Darstellung des weiblichen und des männlichen Körpers im Altarbild in Gent betrachtet. Darüber hinaus wird die Wirkung der Altarbilder bis in unsere Gegenwart hinein verfolgt und Analogien in der Präsentation des nackten Körpers aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Formalia

1.Vorwort

2. Die Vorläufer des Genter Altars

2.1. Die Bernwardtür zu Hildesheim

2.2. Die Eva von Autun

3. Die Geschichte und Motivik des Genter Altars

3.1. Entstehungsgeschichte

3.2. Die Motive des Altars in ihrer Wechselwirkung

3.2.1. Vorderseite: Wochentagsansicht

3.2.2. Innenseite: Feiertagsansicht

4. Die Darstellung von Adam und Eva

4.1. Eva

4.2. Adam

5. Die Nachfahren des Genter Altars

5.1. Hans Memling: Marien- und Johannesaltar

5.2. Die schwangere "Eva" von Gunther von Hagens

6. Abschlußbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von Adam und Eva am Genter Altar von Jan van Eyck unter Berücksichtigung historischer Einordnungen, kunstgeschichtlicher Interpretationen sowie ihrer weiterführenden Wirkung in der Gegenwart.

  • Historische Einordnung und kunstgeschichtliche Bedeutung des Genter Altars.
  • Analyse der spezifischen Darstellung des weiblichen und männlichen Körpers.
  • Diskussion der Schuldfrage und Symbolik im Kontext des Sündenfalls.
  • Vergleichende Untersuchung der Wirkungsgeschichte bis hin zu modernen Körperbildern.
  • Interpretation der Subversion und des Schönheitsideals in der spätgotischen Malerei.

Auszug aus dem Buch

4. Die Darstellung von Adam und Eva

Bei den Bildnissen von Eva und Adam [Abb. 3 und Abb. 4] handelt es sich um zwei Tafelmalereien, ausgeführt in Ölfarbe. Beide sind umgeben von Rundnischen, die gerade genug Raum für ihre Körper zu bieten scheinen: " Adam und Eva nehmen nur sehr schmale, hohe Tafeln ein. Sie sind in je einer Nische stehend gemalt, die so schmal ist, daß Adam und Eva nur in einem Winkel von 45 Grad darin Platz finden. Dadurch wenden sie sich jeweils halb einander zu." [Dohmann 1964, S. 24]

In der Verwendung der Nischen bleibt die Verwandtschaft der beiden zu den bisher üblichen Gewändestatuen bestehen; August Schmarsow geht noch von der These aus, "daß auch die Statuen des ersten Elternpaares ursprünglich als solche grau in grau gemalte Steinbildwerke beabsichtigt waren." [Schmarsow 1924, S. 28]

Die helle Farbe ihrer Körper setzt sich gegen den dunklen Hintergrund der Nischen ab. Dabei wurde auf die Richtung des natürlichen Lichteinfalls am Aufstellungsort des Altars in St. Bavo Rücksicht genommen.

Zusammenfassung der Kapitel

Formalia: Erläuterung der angewandten Rechtschreibkonventionen, Zitierweisen und des Umgangs mit geschlechtsspezifischen Formulierungen in dieser Arbeit.

1.Vorwort: Zielsetzung der Arbeit, die Figuren Adam und Eva historisch einzuordnen und ihre Wirkung bis in die Gegenwart zu verfolgen.

2. Die Vorläufer des Genter Altars: Untersuchung früherer Darstellungen des Menschenpaares, wie der Bernwardtür und der Eva von Autun, um eine kunsthistorische Basis zu schaffen.

3. Die Geschichte und Motivik des Genter Altars: Detaillierte Betrachtung der Entstehungsgeschichte sowie der inhaltlichen Wechselwirkung der verschiedenen Altaransichten.

4. Die Darstellung von Adam und Eva: Kernkapitel zur Analyse der stilistischen und symbolischen Gestaltung des ersten Menschenpaares und deren Rolle im Kontext des Sündenfalls.

5. Die Nachfahren des Genter Altars: Untersuchung der künstlerischen Rezeption und Weiterführung des Motivs durch Hans Memling und Gunther von Hagens.

6. Abschlußbemerkung: Synthese der Ergebnisse über den Wert und die Funktion der Darstellung des nackten Menschen in der Kunstgeschichte und Moderne.

Schlüsselwörter

Genter Altar, Jan van Eyck, Adam und Eva, Sündenfall, Kunstgeschichte, Nacktheit, Körperdarstellung, Mittelalter, Hans Memling, Gunther von Hagens, Plastination, Geschlechterrollen, Symbolik, Ikonographie, Ästhetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Adam- und Eva-Darstellungen am Genter Altar von Jan van Eyck und beleuchtet deren kunsthistorische Einbettung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Ikonographie des Sündenfalls, der nackte Körper im Mittelalter, sowie die Wirkung dieser Bilder auf spätere Generationen von Künstlern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Interpretation der Darstellung von Adam und Eva unter Berücksichtigung historischer Kontexte und geschlechtsspezifischer Symbolik.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt kunstgeschichtliche Quellenanalysen, vergleichende Bildbetrachtungen und psychoanalytische Ansätze zur Interpretation der Körpergestik und Symbolik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Vorläufer des Genter Altars, die Analyse der spezifischen Darstellung von Adam und Eva sowie die Betrachtung ihrer künstlerischen Nachfolger.

Welche Schlüsselwörter sind für die Arbeit charakteristisch?

Charakteristische Begriffe sind unter anderem Genter Altar, Sündenfall, Körperdarstellung, Ikonographie und die moderne Rezeption durch Plastinate.

Warum ist die Wahl der Frucht in Evas Hand so umstritten?

Die Frucht ist nicht eindeutig als Apfel identifizierbar; der Autor interpretiert dies als bewusste Nicht-Festlegung van Eycks auf ein konkretes Objekt, um die symbolische Bedeutung des Sündenfalls offen zu halten.

Was unterscheidet Gunther von Hagens von den anderen behandelten Künstlern?

Von Hagens nutzt medizinische Plastinate statt klassischer Malerei, wodurch er den menschlichen Körper zur Schau stellt, jedoch laut Autor eine tiefergehende kritische Auseinandersetzung mit der Bildtradition vermissen lässt.

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Details

Title
Wie Gott sie schuf oder wie Jan van Eyck sie sah? - Die Darstellung von Adam und Eva am Genter Altar
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Kunstgeschichte)
Course
Nackt / Akt zur Darstellung des Körpers im Mittelalter
Grade
2+
Author
Julia Siebert (Author)
Publication Year
2005
Pages
30
Catalog Number
V50826
ISBN (eBook)
9783638469548
Language
German
Tags
Gott Eyck Darstellung Adam Genter Altar Nackt Darstellung Körpers Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Siebert (Author), 2005, Wie Gott sie schuf oder wie Jan van Eyck sie sah? - Die Darstellung von Adam und Eva am Genter Altar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50826
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