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Leseförderung bei Kindern mit Migrationshintergrund

Title: Leseförderung bei Kindern mit Migrationshintergrund

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 26 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Manuela Ickler (Author)

Didactics for the subject German - German as a Foreign Language
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Förderung des Lesens. Einleitend wird zunächst darauf eingegangen, was unter Leseförderung zu verstehen ist und worin sich die Wichtigkeit der Leseförderung begründet. Das besondere Augenmerk liegt hierbei auf der Leseförderung für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Es werden deren besondere Ausgangslagen und Probleme beleuchtet. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten der Leseförderung, die die Schule gestalten kann. Beispielhaft werden verschiedene Leseförderungsprojekte und –aktionen vorgestellt werden, wobei immer wieder der Bezug zu dem Deutschen als Zweitsprache und –kultur hergestellt werden soll.
(...)
Um die Bedeutung des Lesens und damit auch der Leseförderung erkennen zu können, ist es hilfreich den Begriff der Lesekompetenz nach Auffassung der PISA-Autoren zu betrachten.
Unter Lesekompetenz wird in der Studie die Fähigkeit verstanden, den Inhalt, die Absicht und die formale Struktur von verschiedenen Texten zu verstehen. Der lesekompetente Schüler kann das Gelesene in andere Kontexte einord-nen und selbstständig Texte für verschiedene Zwecke auswählen und nut-zen. Damit stellt die Lesekompetenz zum einen ein Mittel zur Erreichung per-sönlicher Ziele dar und ist Bedingung für die Weiterentwicklung des eigenen Wissens und der eigenen Fähigkeiten. Zum anderen befähigt sie darüber hinaus den Menschen zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben (vgl. Artelt 2001, S. 11).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Leseförderung

1.1.1 Ziel der Leseförderung

1.1.2 Modelle der Leseförderung

1.1.3 Bedeutung der Leseförderung

2 Hauptteil

2.1 Leben in einer multikulturellen Gesellschaft

2.2 Schulische Möglichkeiten zur Leseförderung

2.2.1 Literaturangebot

2.2.2 Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht

2.2.3 Lesebücher

2.2.4 Leseförderung am Computer

2.2.5 Leseförderung durch das Fernsehen

2.2.6 Zusammenarbeit mit Bibliotheken

2.2.7 Einbindung der Eltern

3 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht theoretische Grundlagen sowie praktische Ansätze der Leseförderung mit besonderem Fokus auf Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, um deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch verbesserte Lesekompetenz zu ermöglichen.

  • Bedeutung der Lesekompetenz im gesellschaftlichen Kontext
  • Herausforderungen der Leseförderung in einer Migrationsgesellschaft
  • Praktische schulische Methoden zur Förderung der Leselust
  • Einbindung neuer Medien in den Deutschunterricht
  • Kooperation zwischen Schule, Elternhaus und Bibliothek

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Literaturangebot

Um das Lesen fördern zu können, muss Lesematerial zur Verfügung stehen. Dabei ist die Art der Präsentation der Bücher wichtig. Die Lektüren sollten jederzeit für die Schüler offen zugänglich sein (vgl. Bamberger 2000, S. 195). Wenn dies gegeben ist, können die Bücher einerseits in den Unterricht eingebunden werden, um durch Nachschlagen ein Thema zu ergänzen, zu vertiefen oder aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Andererseits haben die Schüler auch die Möglichkeit außerhalb des Unterrichtes Bücher auszuwählen und zur Privatlektüre zu nutzen. Damit kann sowohl der Umgang mit Büchern als Informationsquelle eingeübt werden, aber auch die Lust am Lesen von literarischen Texten wird aufgebaut und gefördert. Es ist dringend davon abzuraten, Bücher nur als Arbeitsmittel und zur Überbrückung von Unterrichtslücken, oder schlimmer noch als Mittel zur Ruhigstellung der Schüler, einzusetzen (vgl. Bünning 1981, S. 32). Solche Leserfahrungen können die Einstellung des Schülers so prägen, dass er nur noch schwer einen positiven Zugang zu Literatur findet.

Das Literaturangebot in der Klasse kann etwa in Form von einer Klassenbücherei, einer Leseecke oder Ausstellungstischen arrangiert sein. Das Angebot an Lektüre sollte hinsichtlich der Themen, der Genres, Gattungen und Autoren differenziert sein, so dass die Auswahl besteht, ein Sachbuch, ein Märchen, eine Liebesgeschichte, einen Krimi, ein Gedicht, ein Drama oder einen Abenteuerroman, im Buch, am Computer oder in der Zeitschrift zu lesen (vgl. dtv 2000, S. 8). Mit dieser vielfältigen Leselandschaft wird versucht, den spezifischen Lesetendenzen des einzelnen Kindes (z.B. geschlechtstypisch, alterstypisch) zu entsprechen und das Interesse jeden Schülers zu wecken. Emotionale Beteiligung und die Entwicklung von symbiotisierendem Lesen wird dadurch angeregt. Auf dieser Ebene wir zunächst eine Leselust aufgebaut und stabilisiert und das Lesen als etwas Positives erfahren (vgl. Bertschi-Kaufmann 2000, S. 43). Ist diese Grundlage gelegt, kann der Schüler an schwierigere Texte herangeführt werden ohne das Lesen an sich als langweilig, trocken und zu schwierig abzustempeln und die Lust daran zu verlieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der Leseförderung und betont deren Bedeutung für die Entwicklung eines gesellschaftlich handlungsfähigen Subjekts, insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund.

2 Hauptteil: Der Hauptteil diskutiert die Herausforderungen der Multikulturalität in Schulen und stellt vielfältige, schulpraktische Methoden zur Leseförderung vor, darunter mediale Angebote und die Einbeziehung der Eltern.

3 Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass eine individuelle Förderung, die die Herkunft und das sprachliche Niveau der Schüler berücksichtigt, essenziell für deren schulischen und persönlichen Erfolg ist.

Schlüsselwörter

Leseförderung, Lesekompetenz, Migrationshintergrund, Deutsch als Zweitsprache, Lesesozialisation, Literaturunterricht, Medienkompetenz, Schulpraxis, Lesemotivation, multikulturelle Gesellschaft, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Anschlusskommunikation, interkulturelles Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit thematisiert die Notwendigkeit und Umsetzung einer zielgerichteten Leseförderung für Schülerinnen und Schüler, mit einem speziellen Fokus auf Kinder mit Migrationshintergrund.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Lesekompetenz, die Herausforderungen durch Mehrsprachigkeit im Unterricht sowie konkrete pädagogische Maßnahmen zur Steigerung der Leselust.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schule durch ein breites Spektrum an Methoden und Materialien eine optimale Leseförderung für alle Kinder – unabhängig von ihrer Herkunft – gewährleisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die verschiedene Modelle der Lesesozialisation (wie das PISA-Modell und die Kritik von Hurrelmann) zusammenführt und auf schulpraktische Handlungsoptionen überträgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden praktische Ansätze wie der handlungs- und produktionsorientierte Unterricht, der Einsatz digitaler Medien (Computer/Internet), Bibliotheksbesuche und die Einbindung der Eltern detailliert vorgestellt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lesekompetenz, Migrationshintergrund, Lesemotivation, Deutsch als Zweitsprache, Medienumgebung und Anschlusskommunikation.

Welche Rolle spielt die Herkunftskultur bei der Leseförderung?

Die Herkunftskultur sollte laut der Autorin nicht als Hindernis, sondern als wertvoller Ansatzpunkt zur Steigerung der Lesemotivation und Identitätsbildung genutzt werden.

Wie kann das Internet konkret zur Leseförderung genutzt werden?

Das Internet bietet durch moderne Formate wie Jugendmagazine oder Projektplattformen (z.B. Juma oder Primolo) Anreize zur Sprachförderung und ermöglicht den Schülern eine aktive, produktive Auseinandersetzung mit Inhalten.

Warum ist das elterliche Vorbild bei Schülern mit Migrationshintergrund besonders wichtig?

Da das häusliche Umfeld einen starken Einfluss auf die literarische Sozialisation hat, ist die Einbindung der Eltern durch "Lesepaten" oder gemeinsame Treffen entscheidend, um den Stellenwert des Lesens zu vermitteln.

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Details

Title
Leseförderung bei Kindern mit Migrationshintergrund
College
University of Cologne  (Erziehungswissenschaftliche Fakultät)
Course
Modelle der Leseförderung
Grade
sehr gut
Author
Manuela Ickler (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V50830
ISBN (eBook)
9783638469579
ISBN (Book)
9783638661300
Language
German
Tags
Leseförderung Kindern Migrationshintergrund Modelle Leseförderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuela Ickler (Author), 2005, Leseförderung bei Kindern mit Migrationshintergrund, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50830
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