Die Hausarbeit befasst sich mit folgender These: Ein einheitliches Europa führt zu Verlust der politischen Identität der einzelnen Staaten. Als wesentliche Quelle für diese Hausarbeit wurden vor allem zwei Texte verwendet: „Die Zukunft des Staates“ von Joachim Hirsch und Bob Jessop, in dem frühe Theorien über die Europäisierung der Nationalstaaten beschrieben werden sowie „Über die Europäisierung aus der heutigen Sicht“ von Prof. Dr. Ludger Kühnhardt.
Zur Einführung befasst sich die Arbeit mit dem Staatshistoriker und Philosophen Thomas Hobbes und seinem 1651 veröffentlichten Werk „Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Staates“. In diesem Werk erörtert Thomas Hobbes die Natur des Menschen und die Rechtmäßigkeit politischer Herrschaft.
Es folgt ein kurzer historischer Rückblick zur Entstehung der Europäischen Union, ihrem politischen Hintergrund sowie den damit einhergehenden Beweggründen und Zielen, die der Staatenbund verfolgt. Im Anschluss daran wird erörtert, ob die Europäisierung der einzelnen Staaten zu einem Verlust ihrer politischen Identität führt und wie die Kluft zwischen West- und Osteuropa trotz des geschichtlichen und kulturellen Hintergrundes mit Hilfe eines einheitlichen Europas überwunden werden kann.
Der letzte Teil der Arbeit geht auf die Vorteile einer Europäisierung ein, die aktuelle Lage zur Identitätsbildung innerhalb der Europäischen Union und ob bzw. wie die gegensätzlichen Ansichten der Mitgliedstaaten überwunden werden können.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Staatstheorie nach Thomas Hobbes
- Geschichte der Europäischen Union
- Von der Montanunion zur Europäischen Gemeinschaft
- Ende und Beginn eines Jahrtausends
- Verlust der politischen Identität
- Was ist Identität?
- Bildung der politischen Identität
- Personale Identität
- Soziale Identität
- West- und Osteuropa
- Voraussetzung für mehr Europa
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert die These, dass ein einheitliches Europa zum Verlust der politischen Identität einzelner Staaten führt. Die Arbeit befasst sich mit der Staatstheorie von Thomas Hobbes, beleuchtet die Geschichte der Europäischen Union und untersucht, inwieweit die Europäisierung die politische Identität einzelner Staaten beeinflusst.
- Die Staatstheorie von Thomas Hobbes und ihre Relevanz für das Konzept eines europäischen Zusammenschlusses
- Die Entstehung und Entwicklung der Europäischen Union
- Die Auswirkungen der Europäisierung auf die politische Identität einzelner Staaten
- Die Frage der Überwindung der Kluft zwischen West- und Osteuropa im Kontext der europäischen Integration
- Die Vorteile einer Europäisierung und die Herausforderungen bei der Identitätsbildung innerhalb der Europäischen Union
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Diese Einleitung stellt die These der Hausarbeit vor: „Einheitliches Europa führt zu Verlust der politischen Identität der einzelnen Staaten“. Sie erläutert die verwendeten Quellen, darunter die Werke von Joachim Hirsch und Bob Jessop sowie von Prof. Dr. Ludger Kühnhardt. Darüber hinaus wird die Relevanz von Thomas Hobbes' Staatslehre im Kontext dieser These hervorgehoben.
Staatstheorie nach Thomas Hobbes
Dieser Abschnitt analysiert Thomas Hobbes' Staatslehre, insbesondere seine Vorstellung vom Naturzustand und der Notwendigkeit des Staates zur Aufrechterhaltung von Frieden und Ordnung. Hobbes' Theorie wird anhand seines Werkes „Leviathan“ erläutert, und es wird diskutiert, wie seine Gedanken auf die europäische Integration angewendet werden können.
Geschichte der Europäischen Union
Dieser Abschnitt bietet einen historischen Überblick über die Entstehung und Entwicklung der Europäischen Union, angefangen bei der Montanunion bis hin zum Vertrag von Rom. Er beleuchtet die politischen und wirtschaftlichen Beweggründe für den europäischen Zusammenschluss.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Hausarbeit sind: Europäische Union, politische Identität, Staatstheorie, Thomas Hobbes, Europäisierung, Nationalstaat, Integration, Identität, West- und Osteuropa, Kluft, Einheit, Zusammenschluss.
Häufig gestellte Fragen
Führt die EU zum Verlust der nationalen Identität?
Diese Hausarbeit analysiert die These, dass ein einheitliches Europa die politische Identität der Einzelstaaten schwächt, beleuchtet aber auch die Vorteile der Integration.
Welche Rolle spielt Thomas Hobbes in dieser Debatte?
Hobbes' Staatstheorie aus dem „Leviathan“ wird herangezogen, um die Notwendigkeit politischer Herrschaft und die Rechtmäßigkeit von Staatenbünden zu diskutieren.
Wie unterscheiden sich West- und Osteuropa in der Identitätsbildung?
Die Arbeit untersucht, wie die historische und kulturelle Kluft zwischen West- und Osteuropa durch ein einheitliches Europa überwunden werden kann.
Was sind die Meilensteine der EU-Geschichte?
Der Rückblick reicht von der Montanunion über die Europäische Gemeinschaft bis hin zu den heutigen Strukturen der EU.
Was ist der Unterschied zwischen personaler und sozialer Identität?
Im Kontext der Europäisierung wird analysiert, wie sich die Identität auf individueller Ebene und innerhalb der staatlichen Gemeinschaft durch die Integration verändert.
- Quote paper
- Adam Balitzki (Author), 2015, Führt ein einheitliches Europa zum Verlust der politischen Identität der einzelnen Staaten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508646