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Gesellschaftliche und ökonomische Folgewirkungen von Protektionismus anhand der Vereinigten Staaten von Amerika

Titel: Gesellschaftliche und ökonomische Folgewirkungen von Protektionismus anhand der Vereinigten Staaten von Amerika

Seminararbeit , 2018 , 20 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: B.-Eric Stec (Autor:in)

BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Auswirkungen von protektionistischer Wirtschaftspolitik werden nicht erst seit der Wahl von Donald J. Trump zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika im aktuellen volkswirtschaftlichem, gesellschaftlichen, politischen und auch wirtschaftshistorischen Kontext diskutiert. Gleichwohl hat sich die Dynamik der handelspolitischen Auseinandersetzungen spätestens seit der Inauguration des Republikaners im Januar 2017 erheblich gesteigert. Mit Vorschlägen wie Strafzöllen auf deutsche Auto-Importe in die USA und der gezielten Förderung der heimischen Wirtschaft gewann die öffentliche Meinungsbildung zur Thematik Protektionismus erheblich an Bedeutung. Dass es protektionistische Tendenzen in der Wirtschaftshistorie der US-Wirtschaft nicht erst seit letztem Jahr gibt, verdeutlicht sich an den Reaganomics während der 1980er Jahre oder auch am McKinley Tariff gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Die vorliegende Seminararbeit soll einen Überblick über die handelspolitischen Entwicklungen und ökonomischen Implikationen im Zeitverlauf geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Protektionistische Instrumente

2.1 Tarifäre Handelshemmnisse

2.2 Nichttarifäre Handelshemmnisse

3 Protektionismus unter Benjamin Harrison

4 Protektionismus unter Ronald Reagan

5 Protektionismus unter Donald Trump

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die gesellschaftlichen und ökonomischen Auswirkungen protektionistischer Wirtschaftspolitik in den Vereinigten Staaten anhand historischer Fallbeispiele. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse, wie verschiedene Handelshemmnisse die Binnenwirtschaft beeinflussen und welche Reaktionen sie in der Zivilgesellschaft sowie am Kapitalmarkt hervorrufen.

  • Definition und Wirkungsweise tarifärer sowie nichttarifärer Handelsinstrumente.
  • Analyse der protektionistischen Maßnahmen unter Präsident Benjamin Harrison (McKinley Tariff).
  • Untersuchung der wirtschaftspolitischen Agenda unter Ronald Reagan und deren Auswirkungen auf die US-Autoindustrie.
  • Betrachtung der handelspolitischen Strategien unter Donald Trump im Kontext aktueller globaler Wirtschaftsbeziehungen.
  • Reflektion über die gesamtwirtschaftlichen Folgen von Partikularinteressen auf den freien Wettbewerb.

Auszug aus dem Buch

Protektionismus unter Ronald Reagan

Am 20. Januar 1981 fielen während der Inaugurationsrede des Präsidenten der Vereinigten Staaten folgende Worte: „In this present crisis government is not the solution to our problem, government is the problem.” Unter dem 40. Präsident der USA Ronald Reagan sollte sich eine Abkehr der keynesianischen wirtschaftspolitischen Ausrichtung der USA der späten 1960er und 1970er, welche einerseits stark geprägt von Regulierung und steigenden Einflusses von Gewerkschaften aber auch wirtschaftlichen Verwerfungen im Zuge der Ölkrise stand, entwickeln. Geprägt durch die Angebotstheorie der Chicagoer Schule, welche wiederum auf der Annahme basiert, dass Beschäftigung und Wachstum einer marktwirtschaftlichen Volkswirtschaft in erster Linie von den Bedingungen auf der Angebotsseite der Märkte abhängen, reorganisierte Reagan die US-amerikanische Wirtschaftspolitik fundamental. Unter dem Begriff „Reaganomics“ pervertierte der Republikaner die keynesianischen Einflüssen unterliegende US-Wirtschaftspolitik mittels Deregulierung und verstärkten Privatisierung sowie signifikanten Steuersenkungen. Doch auch die Außenhandelspolitik der Vereinigten Staaten wurde unter seiner Präsidententschaft komplett neuen Grundsätzen unterzogen.

Die Ursachen für die neue handelspolitische Ausrichtung manifestierte sich in Strukturproblemen der US-Ökonomie nach dem Ausbrauch der Ölkrise. Vor allem die verarbeitende und die Schwerindustrie reduzierte als Reaktion auf die schrumpfe Nachfrage ihre Kapazitäten signifikant verbunden mit dem Abbau von Arbeitsplätzen und einem sinkenden Binnenkonsum. Die Quote der Arbeitslosen wuchs von 1979 bis 1982 von ca. 6 Prozent auf über 9,5 Prozent an. Diese strukturellen Herausforderungen implizierten eine Stagflation, eine gleichzeitige Stagnation und Inflation, welche zu einem wirtschaftspolitischen Dilemma führte. Die Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten durch fiskalpolitische Maßnahmen wie der bewussten Setzung antizyklischer, konjunktureller Impulse durch eine Erhöhung des Staatskonsums hätte die Inflation, welche sich zum Zeitpunkt des Amtsantrittes von Reagan 1981 auf dem Niveau von 10,35 Prozent befand, weiter intensiviert. Anderseits hätte als mögliche Gegenmaßnahme zur Bekämpfung der Teuerungsrate im Zuge der Reduktion der Geldmenge zu Wachstumsverlusten geführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz protektionistischer Maßnahmen in den USA und verortet das Thema im historisch-ökonomischen Kontext der ökonomischen Theorien.

2 Protektionistische Instrumente: Dieses Kapitel liefert eine systematische Übersicht über tarifäre und nichttarifäre Handelshemmnisse und erläutert deren Wirkungsweise auf den internationalen Wettbewerb.

3 Protektionismus unter Benjamin Harrison: Der Fokus liegt hier auf dem McKinley Tariff Act und dessen unmittelbaren negativen Auswirkungen auf den Aktienmarkt und die Binnenversorgung.

4 Protektionismus unter Ronald Reagan: Es wird die wirtschaftspolitische Wende unter Reagan (Reaganomics) sowie deren Scheitern bei dem Versuch, die US-Automobilindustrie durch Handelsbeschränkungen zu schützen, analysiert.

5 Protektionismus unter Donald Trump: Dieses Kapitel untersucht die Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte und hinterfragt die strategische Wirksamkeit dieser Maßnahmen im Vergleich zu früheren Präsidentschaften.

6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass protektionistische Maßnahmen meist zu Lasten der Endkonsumenten gehen und komplexe gesellschaftliche sowie ökonomische Folgeschäden nach sich ziehen.

Schlüsselwörter

Protektionismus, Welthandel, Handelshemmnisse, Zölle, USA, Reaganomics, Freihandel, Wirtschaftspolitik, McKinley Tariff, Importquote, Subventionierung, Globalisierung, Marktwirtschaft, Wirtschaftsgeschichte, Handelsdefizit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die gesellschaftlichen und ökonomischen Folgewirkungen von Protektionismus am Beispiel der Vereinigten Staaten von Amerika, indem sie historische Perioden und handelspolitische Strategien verschiedener Präsidenten betrachtet.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Instrumente der Handelspolitik, der Vergleich zwischen Protektionismus und Freihandel, die Auswirkungen auf die heimische Industrie sowie die Wahrnehmung dieser Politik durch die Zivilgesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie protektionistische Maßnahmen in der Praxis die ökonomische Situation beeinflussen und ob diese, wie oft intendiert, tatsächlich den Schutz und die Stärkung der inländischen Wirtschaft bewirken.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die durch den Vergleich historischer Fallbeispiele (Harrison, Reagan, Trump) und die Auswertung ökonomischer Indikatoren strukturiert wurde.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung der Instrumentarien sowie die detaillierte Untersuchung dreier historischer Phasen der US-Handelspolitik, wobei die Auswirkungen auf Konsumenten und Märkte analysiert werden.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Protektionismus, Handelshemmnisse, Reaganomics, Freihandel und die spezifischen historischen Zollgesetze der US-Wirtschaftsgeschichte.

Welche Erkenntnis lässt sich aus der Analyse der Reagan-Ära ableiten?

Die Analyse zeigt, dass der Versuch, die US-Automobilindustrie durch protektionistische Maßnahmen vor japanischer Konkurrenz zu schützen, scheiterte und stattdessen zu steigenden Preisen für US-Verbraucher sowie einer verschlechterten Wettbewerbssituation führte.

Wie unterscheidet sich die Strategie unter Donald Trump von seinen Vorgängern?

Trump nutzt handelspolitische Maßnahmen laut der Arbeit verstärkt aus politischem Kalkül, um bilaterale Verhandlungsvorteile zu erzwingen, während er gleichzeitig von bestehenden multilateralen Freihandelsabkommen abzurücken versucht.

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Details

Titel
Gesellschaftliche und ökonomische Folgewirkungen von Protektionismus anhand der Vereinigten Staaten von Amerika
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte)
Note
2,3
Autor
B.-Eric Stec (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V508760
ISBN (eBook)
9783346079428
ISBN (Buch)
9783346079435
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gesellschaftliche folgewirkungen protektionismus vereinigten staaten amerika
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.-Eric Stec (Autor:in), 2018, Gesellschaftliche und ökonomische Folgewirkungen von Protektionismus anhand der Vereinigten Staaten von Amerika, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508760
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Leseprobe aus  20  Seiten
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