Digitalisierung, Globalisierung und der demografische Wandel zwingen Unternehmen dazu, sich anzupassen. Der Wettbewerbsdruck treibt sie zu Innovationen an. Um das zu bewerkstelligen, setzen sie auf neue Arbeitsmethoden und agile Formen des Projektmanagements.
Zugleich befinden sich viele Unternehmen in einem „War for Talents“. Wie kann ihre Attraktivität als Arbeitgeber gesteigert werden? Wie unterscheiden sich die Anforderungen der Generation Z von denen der Generation Y?
Nora Wirtz untersucht, wie die zukünftige Generation der Arbeitnehmer zu agilen Projektmanagementmethoden steht. Sie geht ebenfalls darauf ein, welche Faktoren einen Arbeitgeber für die Generation Z attraktiv machen, und gibt anhand dessen konkrete Handlungsempfehlungen. Ihr Buch richtet sich an Führungskräfte und Recruiter.
Aus dem Inhalt:
- War for Talents;
- Demografischer Wandel;
- Generation Y;
- Employer Branding;
- Projektmanagement;
- Fachkräftemangel
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Projektmanagement
2.1.1 Klassisches Projektmanagement
2.1.2 Agiles Projektmanagement
2.1.2.1 Agiles Manifest
2.1.2.2 Scrum
2.2 Generationen
2.2.1 Nutzen und Kritik der Generationeneinteilung
2.2.2 Generation Y
2.2.3 Generation Z
2.2.4 Generation Z in der Berufswelt
2.3 „War for Talents“
2.3.1 Employer Branding
2.3.2 Arbeitgeberattraktivität
2.4 Persönlichkeitseigenschaften
2.5 Aktueller Forschungsstand
2.6 Forschungsanliegen
3 Methodik
3.1 Stichprobenbeschreibung
3.2 Vorgehensweise
3.2.1 Messinstrumente
3.2.2 Pre-Test
3.2.3 Fragebogenkonstruktion
3.2.4 Durchführung
4 Ergebnisdokumentation
4.1 Hypothesenprüfende Ergebnisse
4.2 Explorative Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Ergebnisdiskussion
5.2 Theoretische und praktische Implikationen
5.3 Kritische Reflexion des methodischen Vorgehens
Zielsetzung & Forschungsschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der Einsatz agiler Arbeitsmethoden die Attraktivität von Unternehmen als Arbeitgeber für die Generation Z steigert. Dabei wird insbesondere der Vergleich zur Generation Y gezogen, um Unterschiede in den Anforderungen an einen idealen Arbeitgeber sowie in den Persönlichkeitseigenschaften aufzudecken und fundierte Handlungsempfehlungen für das Personalmanagement abzuleiten.
- Analyse der Relevanz agiler Projektmanagementmethoden für verschiedene Generationen
- Vergleichende Untersuchung der Arbeitgeberattraktivität zwischen Generation Y und Generation Z
- Erforschung des Zusammenhangs zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Präferenzen für Arbeitsweisen
- Evaluation des Einflusses von demografischem Wandel und „War for Talents“ auf das Employer Branding
- Ableitung von Handlungsempfehlungen für Unternehmen zur Positionierung als Wunscharbeitgeber
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Agiles Projektmanagement
Die Methoden des agilen Projektmanagements gründen auf dem agilen Manifest (Pröpper, 2012), welches in Kapitel 2.1.2.1 näher erläutert wird. Ursprünglich sind agile Methoden in der Softwareentwicklung entstanden. Agiles Projektmanagement findet allerdings zunehmend Anwendung für Projekte außerhalb des IT Bereichs. Die Methoden stellen dahingehend einen Vorteil für Projekte dar, als dass diese heutzutage in einer zunehmenden Geschwindigkeit bearbeitet werden müssen und mehr Flexibilität erfordern. Teilweise sind Anforderungen an einem Produkt nicht von vornherein klar definiert und entwickeln sich im Laufe des Prozesses. Diese Gegebenheiten sind in agilen Methoden mit einkalkuliert und verhindern höhere Kosten und eine Verlängerung des Projektzeitraums. Besonders für Projekte, in welchen eine kundenorientierte Lösung erarbeitet werden soll, sind agile Projektmanagementmethoden eine ideale Arbeitsweise. Auch dann, wenn die Anforderungen zu Beginn noch unklar sind. Kennzeichnend für agile Methoden ist ein intensiver kontinuierlicher Austausch des Projektteams untereinander, aber auch mit den Stakeholdern. Der Kunde hat die Möglichkeit bereits während des Projektes die Zwischenergebnisse zu evaluieren. So kann der Ablauf des Projektes und die Anforderungen an das Ergebnis regelmäßig angepasst werden. Charakteristisch für agiles Arbeiten in Projekten ist, dass die Mitglieder des Teams selbstorganisiert arbeiten und viel Verantwortung übernehmen. Aufgaben werden selbstständig zugeteilt und auch der benötigte zeitliche Aufwand wird vom Team selbst eingeschätzt. Im Gegensatz zur klassischen Methode fokussieren sich alle Teammitglieder auf ein einzelnes Projekt und arbeiten nicht an mehreren gleichzeitig (Preußig, 2018).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Fachkräftemangels und die zunehmende Bedeutung agiler Methoden für die Arbeitgeberattraktivität im Kontext des demografischen Wandels ein.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen zu Projektmanagement, verschiedenen Generationen, dem „War for Talents“, Persönlichkeitseigenschaften und dem aktuellen Forschungsstand.
3 Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen der quantitativen Querschnittstudie, inklusive Stichprobenbeschreibung und Fragebogenkonstruktion, detailliert dargelegt.
4 Ergebnisdokumentation: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der empirischen Untersuchung, unterteilt in hypothesenprüfende und explorative Analysen.
5 Diskussion: Die Diskussion fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, interpretiert diese im Hinblick auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Generationen und reflektiert kritisch das methodische Vorgehen.
Schlüsselwörter
Generation Z, Generation Y, Agiles Projektmanagement, Arbeitgeberattraktivität, Employer Branding, Fachkräftemangel, War for Talents, Persönlichkeitseigenschaften, Big Five, Quantitative Studie, Berufserfahrung, Arbeitsmethoden, Personalmanagement, Selbstorganisation, Autonomie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob und wie agile Arbeitsmethoden die Attraktivität von Unternehmen als Arbeitgeber aus Sicht der Generation Z beeinflussen, unter Berücksichtigung eines Vergleichs zur Generation Y.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen modernes Projektmanagement (agil vs. klassisch), generationenspezifische Werthaltungen, Employer Branding-Strategien und Persönlichkeitspsychologie.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob agile Arbeitsweisen einen messbaren Beitrag zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität leisten können, um im sogenannten „War for Talents“ wettbewerbsfähig zu bleiben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine quantitative Querschnittstudie durchgeführt, bei der 358 Personen mittels eines Online-Fragebogens befragt wurden, der verschiedene psychologische Messinstrumente integriert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Konzepte, eine methodische Beschreibung der Datenerhebung sowie eine detaillierte Auswertung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Generation Z, Arbeitgeberattraktivität, Agiles Projektmanagement, Employer Branding und Persönlichkeitseigenschaften.
Welche Rolle spielt die Generation Y in dieser Studie?
Die Generation Y dient als Vergleichsgruppe, um herauszuarbeiten, ob sich die Anforderungen der nachrückenden Generation Z signifikant von denen ihrer Vorgänger unterscheiden.
Warum ist das Thema für Unternehmen aktuell so relevant?
Angesichts des demografischen Wandels und des daraus resultierenden Fachkräftemangels müssen Unternehmen ihre Employer Brand stärken, um für talentierte Nachwuchskräfte attraktiv zu sein.
Können agile Methoden die Arbeitgeberattraktivität steigern?
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass agile Methoden die Attraktivität steigern können, da sie Faktoren wie Partizipation, flache Hierarchien und Autonomie fördern.
Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Bewertung von Agilität?
Die Ergebnisse zeigen, dass Männer innovativen, vorausdenkenden Arbeitgebern eine höhere Attraktivität zuschreiben als Frauen, wobei die grundsätzliche Präferenz für agiles Arbeiten jedoch nicht primär vom Geschlecht abhängt.
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- Nora Wirtz (Author), 2020, Steigert der Einsatz agiler Arbeitsmethoden die Attraktivität als Arbeitgeber für die Generation Z?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508837