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Häufigkeit und Verwendungsweise von Bildungssprache in Kinderfernsehsendungen

Titel: Häufigkeit und Verwendungsweise von Bildungssprache in Kinderfernsehsendungen

Bachelorarbeit , 2019 , 95 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lidija Filipovic (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit geht die Autorin der Frage nach, ob und inwieweit bildungssprachliche Elemente in beliebten Kinderfernsehsendungen anzutreffen sind. Hierfür werden exemplarische Vertreter verschiedener Genres näher beleuchtet.

Es folgt eine quantitative Frequenzanalyse unter Rückgriff auf einen standardisierten Kriterienkatalog zu bildungssprachlichen Mitteln und eine qualitative Kontextanalyse, die auf sogenannte Diskursfunktionen Bezug nimmt. Ziel ist es, die Häufigkeit und die Verwendungsweise von bildungssprachlichen Mittel in Kinderfernsehsendungen in Abhängigkeit des spezifischen Themenkontextes zu erfassen.

Der Begriff der Bildungssprache erhält eine zunehmende Bedeutung insbesondere im schulischen Kontext. Um eine begriffliche Einordnung vornehmen zu können, wird dieser in Abgrenzung zur Alltagssprache und zu den Fachsprachen definiert und auf diesem Wege charakterisiert. Ferner geht aus zahlreichen Studien hervor, dass das Fernsehen als Freizeitbeschäftigung einen hohen Stellenwert im alltäglichen Leben der Kinder einnimmt, wodurch ein relativ hoher, sprachlicher Einfluss anzunehmen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung und Themenabgrenzung

2.1 Die Alltagssprache in Abgrenzung zur Bildungssprache

2.2 Die Fachsprache(n) in Abgrenzung zur Bildungssprache

2.3 Konkretisierung bildungssprachlicher Merkmale

3 Beschreibung des Forschungsprojekts

3.1 Auswahl der Kinderfernsehsendungen

3.2 Darstellung und Begründung ausgewählter Methoden

3.2.1 Datenaufbereitung

3.2.2 Datenanalyse

3.3 Auswahl der Bewertungskriterien

3.3.1 Bestimmung bildungssprachlicher Mittel

3.3.2 Bestimmung der Diskursfunktionen

4 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse

4.1 Ergebnisse der quantitativen Frequenzanalyse

4.2 Ergebnisse der qualitativen Kontextanalyse

4.2.1 Ergebnisse des Fernsehmagazins

4.2.2 Ergebnisse der Animationsserie

4.2.3 Ergebnisse der Spielshow

4.2.4 Ergebnisse der Serie

5 Zusammenfassende Erkenntnisse

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, das Vorkommen und die Verwendungsweise von bildungssprachlichen Mitteln in beliebten Kinderfernsehsendungen zu untersuchen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob und inwieweit Kinder im Grundschulalter durch den Medienkonsum außerunterrichtlich mit bildungssprachlichen Strukturen konfrontiert werden, die für den schulischen Erfolg und die gesellschaftliche Teilhabe von hoher Relevanz sind.

  • Begriffsbestimmung der Bildungssprache im Kontrast zu Alltags- und Fachsprache.
  • Methodische Analyse von bildungssprachlichen Elementen in exemplarischen Kinderfernsehsendungen.
  • Quantitative Frequenzanalyse des bildungssprachlichen Anteils im gewählten Datenkorpus.
  • Qualitative Kontextanalyse zur Bewertung der Angemessenheit und Qualität der sprachlichen Mittel.
  • Vergleich verschiedener Genres (Magazin, Animationsserie, Spielshow, Serie) hinsichtlich ihres bildungssprachlichen Potenzials.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Alltagssprache in Abgrenzung zur Bildungssprache

Die Alltagssprache nimmt einen hohen Stellenwert im gesellschaftlichen Miteinander ein, denn sie dient zum Austausch und zur Pflege persönlicher Beziehungen sowie zur Organisation des Alltags (vgl. Schnack 2017, 6; vgl. Gogolin/Lange 2011, 110) und stellt eine außerschulisch erworbene Sprachkompetenz dar (vgl. Hövelbrinks 2013, 75).

Aus diesem Grund wird die Alltags- oder auch die damit gleichzusetzenden Umgebungssprache zunehmend in Relation zu den bildungssprachlichen Kompetenzen gesetzt und auf diese Weise kontrastiert (vgl. Kniffka/Roelcke 2016; vgl. Gogolin/Lange 2011, 110; vgl. Ortner 2009, 2231; vgl. Habermas 1977, 39f.). Die Alltagssprache zeichnet sich vorrangig durch deiktische Platzhalter anstatt konkreter (Fach-)Begriffe aus, da sich die Gesprächspartner oder –gruppen im Allgemeinen auf eine gemeinsame Situation beziehen und Gesten zur Unterstützung einsetzen können (vgl. Hövelbrinks 2017, 186; vgl. Gogolin/Lange 2011, 112). Zudem handelt es sich hierbei um eine eher dialogische Gestaltung, „[…] die Merkmale informeller mündlicher Kommunikation aufweist“ (Gogolin 2009, 270). Es lassen sich im Allgemeinen auch unspezifische Verben, wie beispielsweise sein oder machen, vorfinden (vgl. Gogolin/Lange 2011, 113). Außerdem zeichnet sich die Alltagssprache durch eine verdichtete Verwendung gliedernder Wörter aus, die „als Rahmung für weniger inhaltstragende Lexeme“ (Gogolin 2009, 269) dienen und als grammatische Dichte bezeichnet werden (vgl. ebd.).

Die Bildungssprache ist im Gegensatz dazu eher monologisch gestaltet und durch eine formelle und schriftförmige Kommunikation gekennzeichnet (vgl. ebd.). Sie hat den Anspruch, „komplexe Sachverhalte in allgemeiner Form personenunabhängig darzustellen“ (Schnack 2017, 6), ohne dass die Gesprächspartner oder –gruppen einen gemeinsamen Erlebniskontext aufweisen müssen (vgl. Gogolin/Lange 2011, 112). Bildungssprachliche Äußerungen zeichnen sich aus diesem Grund durch eine Präzision aus, die beispielsweise durch den Gebrauch kohärenter Formulierungen (vgl. ebd.) und präziser Verben (vgl. ebd., 113) erreicht werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema Bildungssprache als essenzielle Varietät im schulischen Kontext und begründet die Relevanz der Untersuchung von Kinderfernsehsendungen als außerschulische Einflussquelle.

2 Begriffsbestimmung und Themenabgrenzung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Bildungssprache theoretisch und grenzt ihn von Alltagssprache und verschiedenen Fachsprachen ab.

3 Beschreibung des Forschungsprojekts: Hier wird das methodische Vorgehen, die Auswahl der Fernsehsendungen sowie das entwickelte Kategoriensystem zur Analyse bildungssprachlicher Merkmale und Diskursfunktionen erläutert.

4 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der quantitativen Frequenzanalyse sowie der qualitativen Kontextanalyse für die untersuchten Sendungen.

5 Zusammenfassende Erkenntnisse: Die Ergebnisse werden hier zusammengeführt, um die Unterschiede im bildungssprachlichen Anteil der Sendungen zu erklären und auf die Rolle der informativen vs. unterhaltsamen Inhalte einzugehen.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert das Potenzial von Kinderfernsehsendungen für die gezielte Vermittlung bildungssprachlicher Kompetenzen.

Schlüsselwörter

Bildungssprache, Alltagssprache, Fachsprache, Kinderfernsehen, Diskursfunktionen, Medienkompetenz, Sprachförderung, morphosyntaktische Mittel, lexikalische Dichte, Sprachsozialisation, Bildungsgerechtigkeit, TV-Genreanalyse, konzeptionelle Schriftlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob und in welchem Maße Kinder beim Konsum populärer Fernsehsendungen mit bildungssprachlichen Strukturen in Kontakt kommen, die für den schulischen Erfolg notwendig sind.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Zentral sind die theoretische Abgrenzung der Bildungssprache von der Alltags- und Fachsprache sowie die empirische Analyse sprachlicher Phänomene in verschiedenen Fernsehgenres.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Bachelorarbeit?

Ziel ist es zu ermitteln, ob beliebte Kinderfernsehsendungen bildungssprachliche Einflüsse bieten, die Kindern, insbesondere aus bildungsfernen Familien, als Orientierungswissen dienen könnten.

Welche wissenschaftlichen Methoden wurden für die Analyse verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus quantitativer Frequenzanalyse zur Ermittlung des Anteils bildungssprachlicher Mittel und einer qualitativen Kontextanalyse zur Bewertung der inhaltlichen Verwendung.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition bildungssprachlicher Merkmale (Lexik und Morphosyntax), der Auswahl der Sendungen sowie der detaillierten Auswertung von Transkripten aus Sendungen wie "Die Sendung mit der Maus" oder "Eins, zwei oder drei".

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bildungssprache, Sprachförderung, Diskursfunktionen, Medienkonsum und sprachliche Komplexität beschreiben.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen "konzeptioneller Mündlichkeit" und "Schriftlichkeit"?

Diese Unterscheidung ist zentral, da die Bildungssprache meist Merkmale der konzeptionellen Schriftlichkeit aufweist, während Fernsehsendungen oft durch konzeptionelle Mündlichkeit geprägt sind, was die Analyse erschwert.

Warum schneiden wissensvermittelnde Formate besser ab als reine Unterhaltungsserien?

Die Analyse zeigt, dass Sendungen mit einem höheren Informationsanteil explizitere und komplexere sprachliche Konstruktionen sowie fachspezifische Lexik aufweisen, was das Vorkommen bildungssprachlicher Elemente fördert.

Ende der Leseprobe aus 95 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Häufigkeit und Verwendungsweise von Bildungssprache in Kinderfernsehsendungen
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Institut für Germanistik)
Note
1,0
Autor
Lidija Filipovic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
95
Katalognummer
V508886
ISBN (eBook)
9783346076052
ISBN (Buch)
9783346076069
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildungssprache Kinderfernsehsendungen Sprachqualität Diskursfunktionen Alltagssprache Fachsprachen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lidija Filipovic (Autor:in), 2019, Häufigkeit und Verwendungsweise von Bildungssprache in Kinderfernsehsendungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508886
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  95  Seiten
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