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Von Genies und Epigonen. Eine poetologische Studie zu J. M. R. Lenz' "Pandämonium Germanikum"

Título: Von Genies und Epigonen. Eine poetologische Studie zu J. M. R. Lenz' "Pandämonium Germanikum"

Trabajo Escrito , 2017 , 20 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Peter Meenken (Autor)

Filología alemana - Historia de la literatura, Épocas
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Folgende Hausarbeit widmet sich einem von Jakob Michael Reinhold Lenz‘ Dramen, welchem in der Forschungsliteratur in Relation zu seinen anderen Werken weniger Beachtung zuteilwurde. Die Rede ist vom "Pandämonium Germanikum". Hierbei handelt es sich um ein Werk, welches viele zeitgenössische Literaten Lenz‘ als Figuren auftreten lässt.

In der Art und Weise wie sie auftreten, ihren Sprechakten und den Kommentaren und Bewertungen anderer Figuren werden im Laufe des Werks Wertungen vorgenommen, welche aufgrund des realen Äquivalents der Figuren poetologische Aussagen über die Literatur und Schriftsteller treffen. Eben diese so verarbeitete Poetologie fungiert auch als Fragestellung dieser Arbeit, es gilt aufzuzeigen, welche poetologischen Topoi im "Pandämonium Germanikum" verarbeitet werden und welche Literaturbewertungen des Autors sich so rekonstruieren lassen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wichtige Voranmerkungen

2.1 Die Poetologie, eine Arbeitsdefinition

2.2 Handlung und dramatis personae

2.3 Zur formalen Gestaltung des Werks

2.4 Gattungs- und Genreverortung

3. Poetologische Topoi

3.1 Topos I: Die Genieästhetik des Sturm und Drang

3.2 Die Genieästhetik im Pandämonium Germanikum

3.3 Topos II: Emanzipation vom französischen Klassizismus

3.4 Travestie als poetologisches Verfahren

3.5 Der geistesgeschichtliche Diskurs als poetologische Grundlage

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht das Werk "Pandämonium Germanikum" von Jakob Michael Reinhold Lenz unter poetologischen Gesichtspunkten. Ziel ist es, die im Drama verarbeiteten poetologischen Topoi zu identifizieren und aufzuzeigen, welche Literaturbewertungen des Autors sich daraus rekonstruieren lassen, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis zum französischen Klassizismus und die Ideale des Sturm und Drang.

  • Poetologie als systematisches Analysekriterium
  • Genieästhetik und Originalitätsanspruch im Sturm und Drang
  • Kritik am französischen Klassizismus und dessen Formvorgaben
  • Travestie und Autorreflexivität als literarisches Verfahren
  • Geistesgeschichtliche Diskurse zur Nationalkultur und Sprache

Auszug aus dem Buch

3.1 Topos I: Die Genieästhetik des Sturm und Drang

Die Genieästhetik des Sturm und Drang zeichnet sich durch mehrere Aspekte aus und soll im Folgenden sowohl im Hinblick auf die Konsequenzen für den Dichter als auch für das von ihm geschaffene Werk beleuchtet werden. Als erstes zentrales Merkmal zeichnet sich das Genie vor allem durch seine schöpferische Potenz aus. Dieser Satz ist im Kontext des 18. Jh. jedoch nicht losgelöst vom theologischen Konsens zu betrachten. So weist Lenz explizit darauf hin, dass er dem christlichen Gott nicht sein Schöpfungsmonopol ex nihilo absprechen möchte. Stattdessen betont er nach Angela Zeithammer die völlige Abhängigkeit von Gott. Nichtsdestotrotz stellt die kreative Kraft des Genies Schöpfungskraft dar, welche aber nicht mit der Gottes auf eine Stufe zu stellen ist. Stattdessen wird die Schöpfungskraft des Dichters erst durch Gottes creatio ex nihilo ermöglicht. Dennoch verschafft diese Schöpfungskraft dem Menschen ein hohes Maß an Freiheit, welche in der geschaffenen Kunst ihren Ausdruck findet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Werk "Pandämonium Germanikum" von J. M. R. Lenz ein und definiert die Fragestellung bezüglich der darin verarbeiteten poetologischen Aussagen und Literaturbewertungen.

2. Wichtige Voranmerkungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Arbeitsbegriffe wie Poetologie geklärt, die Handlung sowie die Figurenkonstellation des Werks umrissen, formale Aspekte wie die Multilingualität beleuchtet und eine erste Gattungs- und Genreverortung als Satire und Dichterdrama vorgenommen.

3. Poetologische Topoi: Dieser Hauptteil analysiert die zentralen poetologischen Motive des Werks, wobei insbesondere die Genieästhetik des Sturm und Drang, die Abgrenzung vom französischen Klassizismus, das Verfahren der Travestie sowie der geistesgeschichtliche Hintergrund, etwa durch Herders Klimatheorie, untersucht werden.

4. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und bestätigt, dass die identifizierten Topoi und das Verfahren der Travestie Lenz' exklusive, aber progressiv wirkende Poetologie konstituieren, die sich gegen die Nachahmung fremder Ästhetiken richtet.

Schlüsselwörter

J. M. R. Lenz, Pandämonium Germanikum, Poetologie, Genieästhetik, Sturm und Drang, französischer Klassizismus, Literaturkritik, Travestie, Autorreflexivität, Dichterdrama, Originalität, Herder, Satire, Sprachhybridisierung, nationale Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich dem weniger beachteten Drama "Pandämonium Germanikum" von J. M. R. Lenz und analysiert die darin enthaltene, oft satirisch verarbeitete Literaturtheorie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Genieästhetik, die Abgrenzung zur französischen Klassik, die Rolle des Autors als Genie sowie die Bedeutung von Sprache und nationaler Identität für das künstlerische Schaffen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die poetologischen Topoi im Werk zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Lenz durch Satire und Travestie zeitgenössische Literaten bewertet und sein eigenes poetologisches Ideal propagiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt ein teleologisches Vorgehen: Nach einer Einführung und Begriffsdefinition sowie einer Beschreibung von Handlung und Form folgt eine Textanalyse, die mit zeitgenössischen, theoretischen Texten (u.a. von Herder) in Zusammenhang gesetzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Genieästhetik des Sturm und Drang, der Kritik am französischen Klassizismus als "Negativfolie", dem Verfahren der Travestie bei der Darstellung deutscher Literaten sowie dem geistesgeschichtlichen Diskurs als Grundlage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Poetologie, Sturm und Drang, Genieästhetik, Pandämonium Germanikum, Satire, Travestie und Originalität.

Warum spielt die französische Literatur eine so große Rolle für die Kritik in Lenz' Werk?

Die französische Literatur dient Lenz als Negativfolie, da sie durch ihre strikte Orientierung an antiken Normen und Einheiten dem Genie-Ideal des Sturm und Drang, das auf Individualität und Originalität setzt, entgegensteht.

Was bedeutet der "symbolische Schulterschluss" mit Shakespeare?

Durch das Auftreten Shakespeares und seine positive Interaktion mit den Koryphäen des Sturm und Drang (wie Herder und Klopstock) wird Lenz' poetologische Position sanktioniert und das Genie-Ideal gefestigt.

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Detalles

Título
Von Genies und Epigonen. Eine poetologische Studie zu J. M. R. Lenz' "Pandämonium Germanikum"
Universidad
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Calificación
1,0
Autor
Peter Meenken (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
20
No. de catálogo
V508899
ISBN (Ebook)
9783346072467
ISBN (Libro)
9783346072474
Idioma
Alemán
Etiqueta
genies epigonen eine studie lenz pandämonium germanikum
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Peter Meenken (Autor), 2017, Von Genies und Epigonen. Eine poetologische Studie zu J. M. R. Lenz' "Pandämonium Germanikum", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/508899
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