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Regulierung des algorithmischen Handels und des Hochfrequenzhandels in MiFID II

Titel: Regulierung des algorithmischen Handels und des Hochfrequenzhandels in MiFID II

Seminararbeit , 2019 , 24 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Johannes Seidel (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Zielsetzung dieses Aufsatzes besteht zunächst darin, die Begriffe des algorithmischen Handels (AT) beziehungsweise des Hochfrequenzhandels zu definieren und voneinander abzugrenzen. Anschließend wird dargestellt, mithilfe welcher Instrumente eine Identifikation von HFT-Aktivitäten ermöglicht wird. Darauf aufbauend wird das Handelsvolumen an europäischen Märkten durch HFT ermittelt. Ferner sollen die Auswirkungen von HFT sowie des algorithmischen Handelns auf Wertpapiermärkte untersucht werden. Dabei werden sowohl die Nachteile, als auch mögliche Vorzüge beleuchtet. Eine Gegenüberstellung beider Seiten ermöglicht in diesem Rahmen einen vorläufigen Überblick. Des Weiteren wird die Begegnung des Hochfrequenzhandels mit MiFID II im Untersuchungsfokus stehen. Abschließend wird die Handhabung der Risiken, sowie die Erhaltung der Vorzüge hochfrequenten Handelns einer kritischen Analyse unterzogen. Die gewonnenen Ergebnisse werden in einem abschließenden Résumé festgehalten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Relevanz und Motivation der Regulierung von Algorithmischem Handel (AT) und Hochfrequenzhandel (HFT)

2 Algorithmischer Handel, Hochfrequenzhandel und Wertpapiermärkte

2.1 Theoretische Einordnung von AT beziehungsweise HFT

2.2 Identifikation von AT im Besonderen HFT

2.3 Auswirkungen auf Wertpapiermärkte

2.3.1 Positive Effekte des AT beziehungsweise HFT auf Wertpapiermärkte

2.3.2 Negative Effekte des AT beziehungsweise HFT auf Wertpapiermärkte

2.3.3 Reflexion der positiven sowie negativen Aspekte des AT/ HFT

3 Auseinandersetzung der MiFID II mit AT und HFT

3.1 Entstehung der MiFID II

3.2 Regulierung algorithmischer Händler und Hochfrequenzhändler unter MiFID II

3.3 Regulierung der Market-Maker im Rahmen des AT/ HFT unter MiFID II

3.4 Regulierung der algorithmischen Handelsplätze unter MiFID II

4 Résumé

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Begriffe des algorithmischen Handels (AT) und des Hochfrequenzhandels (HFT) präzise zu definieren und voneinander abzugrenzen. Dabei soll untersucht werden, welche Auswirkungen diese Handelsformen auf die Qualität von Wertpapiermärkten haben und wie die europäische Richtlinie MiFID II regulierend auf diese Akteure und Handelsplätze einwirkt, um Risiken zu minimieren und gleichzeitig die Markteffizienz zu erhalten.

  • Theoretische Grundlagen und Abgrenzung von AT und HFT
  • Methoden zur Identifikation von Hochfrequenzhandelsaktivitäten
  • Analyse der positiven und negativen Auswirkungen auf Marktliquidität und Volatilität
  • Regulierungspflichten für Händler und Market-Maker unter MiFID II
  • Anforderungen an die IT-Infrastruktur und Stresstests von Handelsplätzen

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Positive Effekte des AT beziehungsweise HFT auf Wertpapiermärkte

Nach aktuellem Wissenstand ist sich die Literatur weitgehend einig, dass AT/HFT zu einer Marktqualitätsverbesserung beiträgt, die auch anderen Marktteilnehmern zugutekommt (Gomber et al., 2011). Hendershott et al. (2011) gelang es in einer Studie eine Steigerung der Marktliquidität durch AT-Aktivitäten nachzuweisen. Der Spread dient allgemein als Schätzer für die vorhandene Marktliquidität. Im Rahmen der Studie wird als Maßstab zur Messung der Marktliquidität der sogenannte „Effective-Half-Spread“ verwendet. Dieser spiegelt dabei die entstehenden Transaktionskosten, als Differenz zwischen Transaktionspreis und der vorherigen Mid-Quote (Mittel zwischen Bid und Ask) wider. Ein hoher „effective half spread“ deutet auf einen illiquiden Markt hin, wohingegen ein niedriger Spread auf einen liquiden Markt hinweist. Als in der Studie AT in einem höheren Maß vorlag, führte dies zu einem niedrigeren Effective-Half-Spread, was wiederum eine hohe Marktliquidität nach sich zog. Damit konnte ein positiver Zusammenhang zwischen AT und Marktliquidität nachgewiesen werden. Zu einem ähnlichen Ergebnis gelangte Malinova et al. (2013). In ihrer Studie über die Auswirkungen von HFT auf Retail-Investoren untersuchte das Team den kanadischen Markt bei einer Abnahme der HFT-Aktivitäten um 30%. Auch hier war ein unübersehbarer Anstieg des marktweiten Bid-Ask-Spreads die Folge und damit eine Abnahme der Marktliquidität.

Brograad et al. (2014) wiesen nach, dass durch HFT-Aktivitäten eine Verbesserung des Einpreisens von Informationen, sowie niedrigere Preisfehler auftreten. Der Studie zufolge erhöht HFT die Preiseffizienz. Dies liegt in den „Marketable-Orders“ der HFT begründet, also einer Limit-Buy-Order zu oder über dem Best-Ask, beziehungsweise Limit-Sell-Order zu oder unter dem Best-Bid. Diese handeln in die Richtung von dauerhaften Preisänderungen, sowie in die entgegengesetzte Richtung bei temporären Preisfehlern. Dabei ist der Informationsvorteil ausreichend, um den Bid-Ask-Spread und Transaktionskosten zu überwinden und somit Profite zu erwirtschaften.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Relevanz und Motivation der Regulierung von Algorithmischem Handel (AT) und Hochfrequenzhandel (HFT): Dieses Kapitel beleuchtet anhand historischer Ereignisse wie dem „Flash Crash 2010“ die Notwendigkeit einer Regulierung und führt in die Zielsetzung der Arbeit ein.

2 Algorithmischer Handel, Hochfrequenzhandel und Wertpapiermärkte: Hier werden die Begrifflichkeiten definiert, Methoden zur Identifikation erläutert und eine differenzierte Analyse der Vor- und Nachteile von AT/HFT für die Marktqualität vorgenommen.

3 Auseinandersetzung der MiFID II mit AT und HFT: Das Kapitel analysiert die spezifischen Regulierungsanforderungen für Händler, Market-Maker und Handelsplätze im Rahmen der MiFID II-Richtlinie.

4 Résumé: In diesem abschließenden Teil werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Wirksamkeit der MiFID II in Bezug auf die Risikominimierung bei gleichzeitiger Erhaltung der Marktvorteile kritisch reflektiert.

Schlüsselwörter

MiFID II, Algorithmischer Handel, Hochfrequenzhandel, Marktliquidität, Finanzmarktregulierung, Volatilität, Market-Making, Risikomanagement, Handelsplätze, Compliance, Preisfindung, Stresstest, Spoofing, Order-Matching, Transparenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit behandelt die regulatorische Einbettung des algorithmischen Handels und des Hochfrequenzhandels in den europäischen Finanzmarkt durch die MiFID II-Richtlinie.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Handelsstrategien, der Analyse der Auswirkungen auf die Marktqualität sowie den spezifischen technischen und organisatorischen Compliance-Anforderungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu ergründen, ob durch die MiFID II eine Balance zwischen der Förderung von Liquidität und der Vermeidung marktstörender Risiken durch HFT gelingt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literatur- und Dokumentenanalyse, die auf aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen sowie empirischen Studien zu Markteffekten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Marktbetrachtung mit Vor- und Nachteilen sowie eine detaillierte Prüfung der MiFID II-Vorgaben für verschiedene Marktteilnehmer.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind MiFID II, Marktliquidität, Hochfrequenzhandel, Compliance und algorithmische Handelssysteme.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen "AT" und "HFT"?

Der Autor ordnet den HFT als Subkategorie des algorithmischen Handels ein, definiert durch Kriterien wie Latenzminimierung, fehlende menschliche Intervention und ein hohes untertägiges Mitteilungsaufkommen.

Welche Rolle spielt die sogenannte „Kill-Funktion“?

Die „Kill-Funktion“ ist ein verpflichtendes Instrument der Risikokontrolle, das es ermöglicht, in Notsituationen oder bei drohenden Marktstörungen unerwünschte Orders sofort zu stornieren.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Regulierung des algorithmischen Handels und des Hochfrequenzhandels in MiFID II
Note
1.3
Autor
Johannes Seidel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
24
Katalognummer
V509019
ISBN (eBook)
9783346079596
ISBN (Buch)
9783346079602
Sprache
Deutsch
Schlagworte
regulierung handels hochfrequenzhandels mifid
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Seidel (Autor:in), 2019, Regulierung des algorithmischen Handels und des Hochfrequenzhandels in MiFID II, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509019
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