In meiner Arbeit lege ich den Fokus auf die Diskurskompetenz des Erklärens. Die Fähigkeit, etwas erklären zu können, ist für fast alle Lebensbereiche sehr wichtig. Sowohl im öffentlichen, als auch im privaten Leben erklären wir nahezu täglich etwas, beispielsweise die Funktionsweise eines Gegenstandes oder aber auch das Lesen eines Fahrplans. Besteht keine ausgeprägte Erklärfähigkeit, kommt es zu Schwierigkeiten bei der Wissensvermittlung. Dies ist ein weiterer Grund, weshalb der Erklärfähigkeit eine hohe Bedeutung zu kommt.
Unter Diskurskompetenz versteht man die Fähigkeit der sprachlichen Kommunikation. Dabei gibt es viele verschiedene Arten, welche zur Diskurskompetenz gehören. Beispielsweise Erklären, Beschreiben und Erzählen, aber auch Witze und Instruktionen sowie viele weitere kommunikative Formen, zählen zu den Diskurskompetenzen.
Die Entwicklung dieser Kompetenzen wird bereits seit einigen Jahren von Sprachwissenschaftlern untersucht. Vor allem die Kompetenz des Erzählens ist bereits sehr weit erforscht. Wissenschaftler konnten aus ihren Erkenntnissen ein Modell zur Förderung der Erzählkompetenz entwickeln, welches DO-FINE (Dortmunder Förderkonzepts zur Interaktions- und Narrationsentwicklung), genannt wird.Leider gibt es bislang erst sehr wenige Modelle zur Förderung der Diskursfähigkeit, da nichts alle Diskurskompetenzen die gleiche Aufmerksamkeit bekommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen der Erklärkompetenz
2.1 Begriffserklärung: Erklären und Erklärfähigkeit
2.1.1 Erklären
2.1.2 Erklärkompetenz
3. Kriterien der Analyse
3.1 Facetten von Diskurskompetenz
3.2 Gesprächsstile
4. Analyse der Sprachaufnahmen
4.1 Beispiel (1)
4.2 Beispiel (2)
4.3 Vergleich
5. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Entwicklung der Erklärkompetenz bei Grundschulkindern. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Inwiefern unterscheidet sich die Erklärkompetenz eines Erstklässlers von der eines Viertklässlers?
- Grundlagen und Definition der Erklärkompetenz
- Analyse von mündlichen Spielerklärungen
- Vergleich verschiedener Gesprächsstile (Demonstrieren vs. Explizieren)
- Rolle von Diskurskompetenz im Grundschulalter
- Einfluss von Alter und Erfahrung auf die Erklärfähigkeit
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Unter Diskurskompetenz versteht man die Fähigkeit der sprachlichen Kommunikation. Dabei gibt es viele verschiedene Arten, welche zur Diskurskompetenz gehören. Beispielsweise Erklären, Beschreiben und Erzählen, aber auch Witze und Instruktionen sowie viele weitere kommunikative Formen, zählen zu den Diskurskompetenzen.
Die Entwicklung dieser Kompetenzen wird bereits seit einigen Jahren von Sprachwissenschaftlern untersucht. Vor allem die Kompetenz des Erzählens ist bereits sehr weit erforscht. Wissenschaftler konnten aus ihren Erkenntnissen ein Modell zur Förderung der Erzählkompetenz entwickeln, welches DO-FINE (Dortmunder Förderkonzepts zur Interaktions- und Narrationsentwicklung), genannt wird (vgl. Quasthoff/Fried 2013: 3). Leider gibt es bislang erst sehr wenige Modelle zur Förderung der Diskursfähigkeit, da nichts alle Diskurskompetenzen die gleiche Aufmerksamkeit bekommen.
In meiner Arbeit lege ich den Fokus auf die Diskurskompetenz des Erklärens. Die Fähigkeit, etwas erklären zu können, ist für fast alle Lebensbereiche sehr wichtig. Sowohl im öffentlichen, als auch im privaten Leben erklären wir nahezu täglich etwas, beispielsweise die Funktionsweise eines Gegenstandes oder aber auch das Lesen eines Fahrplans.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Diskurskompetenz ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Erklärkompetenz bei Grundschulkindern anhand von Spielerklärungen zu untersuchen.
2. Grundlagen der Erklärkompetenz: In diesem Kapitel werden die theoretischen Begrifflichkeiten von „Erklären“ und „Erklärkompetenz“ definiert und durch Ansätze verschiedener Wissenschaftler differenziert.
3. Kriterien der Analyse: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Grundlagen für die Untersuchung, insbesondere die Facetten der Diskurskompetenz und die Unterscheidung zwischen den Gesprächsstilen des Demonstrierens und des Explizierens.
4. Analyse der Sprachaufnahmen: Hier werden die selbst erhobenen Sprachdaten von zwei Grundschülern (1. und 4. Klasse) analysiert und miteinander verglichen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass ältere Kinder strukturierter erklären können, während jüngere Kinder verstärkt auf ikonische Gesten und Demonstrationen angewiesen sind.
Schlüsselwörter
Erklärkompetenz, Diskurskompetenz, Grundschule, Spielerklärung, Sprachwissenschaft, Gesprächsanalyse, Demonstrieren, Explizieren, Sprachförderung, Kommunikation, Grundschüler, Erklärfähigkeit, Interaktion, Erklärtypen, Sprachaufnahmen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der mündlichen Erklärkompetenz von Kindern im Grundschulalter und deren Entwicklung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Erklärens, die Analyse von Spielerklärungen sowie der Vergleich von Gesprächsstilen bei Kindern unterschiedlicher Jahrgangsstufen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Unterschiede in der Erklärkompetenz zwischen Kindern der ersten und der vierten Klasse aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine empirische Transkriptionsanalyse von zwei mündlichen Spielerklärungen durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Gesprächsstile der Kinder hinsichtlich Syntax, Prosodie, Gestik und der Einhaltung von Konventionen bei Spielerklärungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Erklärkompetenz, Diskurskompetenz, Spielerklärung und Gesprächsanalyse charakterisiert.
Warum wurden gerade Spielerklärungen als Untersuchungsobjekt gewählt?
Spielerklärungen sind lebensnah für Kinder, motivierend und bieten durch etablierte wissenschaftliche Kriterien eine gute Vergleichbarkeit.
Welchen Unterschied zeigt der Vergleich zwischen 1. und 4. Klasse auf?
Viertklässler zeigen eine strukturiertere, explizierende Erklärungsweise, während Erstklässler stark auf den demonstrativen Gesprächsstil und nonverbale Signale wie Gestik setzen.
- Arbeit zitieren
- Laura Kampmann (Autor:in), 2019, Entwicklung der Erklärkompetenz in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509033