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Nutzwertanalysen bei Standortentscheidungen

Ein kurzer Überblick

Title: Nutzwertanalysen bei Standortentscheidungen

Term Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Timo Hensel (Author)

Business economics - General
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Die Standortentscheidung hat in den letzten Jahren nachhaltig an Bedeutung gewonnen. Insbesondere seit die zunehmende Globalisierung und die damit verbundenen politischen Veränderungen die Ländergrenzen zunehmend in den Hintergrund rücken ließen und die Weiterentwicklung der Transport- und Informationssysteme die Überwindung von großen Entfernungen zwischen verschiedenen Standorten erleichtert haben, stehen den heutigen Unternehmen weltweite Standortalternativen zur Verfügung.

Auch innerhalb eines Landes sollte der Suche nach einem Standort ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet werden, da sie eine unternehmerische Entscheidung darstellt, die wie die Wahl der Rechtsform den Aufbau und die Entwicklung des Betriebes mitbestimmt. Durch Grundstücks- und Baupreise hat sie direkten Einfluss auf die Investitionskosten und bestimmt auf Dauer Kostengrößen wie Transportkosten, Regionalabgaben und Löhne. Somit hat die Wahl eines Standortes einen langfristigen Charakter, kann den Erfolg eines Unternehmens nachhaltig positiv wie auch negativ beeinflussen und ist nur schwer, und meist verbunden mit hohen Kosten, revidierbar.

Die nachfolgende Ausführung soll zeigen, wie mit Hilfe der Nutzwertanalyse bei der Standortsuche vorgegangen werden kann und wie möglichst alle wichtigen gewünschten Eigenschaften eines Standortes bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden sollten. Da die Standortwahl das zu Grunde liegende Problem ist, wird sich diese Hausarbeit zunächst mit dem Standort an sich befassen, bevor sie auf die Möglichkeiten der Lösungsfindung, bzw. die Anwendung der Nutzwertanalyse eingeht. Nach einem kurzen Überblick über die zwei grundlegenden historischen Standorttheorien wird erläutert, was unter dem Begriff der Standortwahl verstanden wird und welche Faktoren hierbei von Bedeutung sein können. Gerade für diese Faktoren haben sich sehr unterschiedliche Modelle mit differierenden Einteilungen entwickelt. Diese Arbeit legt aus- Nutzwertanalysen bei Standortentscheidungen schließlich eine sich an Behrens orientierte Gliederung der Standortfaktoren nach Beschaffung, Fertigung und Absatz zu Grunde. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2.1. GRUNDLEGENDE THEORIEN

2.1.1 von Thünen

2.1.2 Weber

2.2 BEGRIFF UND WESEN

2.3 STANDORTFAKTOREN

2.3.1 Beschaffungsorientierte Standortfaktoren

2.3.2 Fertigungsorientierte Standortfaktoren

2.3.3 Absatzorientierte Standortfaktoren

2.3.4 Staatliche Standortfaktoren

2.3.5 „Moderne“ Standortfaktoren

2.4 ENTSCHEIDUNGSMODELLE BEI STANDORTWAHLEN

2.4.1 Analytisch-quantitative Modelle

2.4.2 Heuristisch-qualitative Modelle

3. NUTZWERTANALYSE ALS TEIL DER STANDORTWAHL

3.1 MERKMALE UND VORGEHENSWEISE

3.1.1 Zielkriterienbestimmung und -gewichtung

3.1.2 Teilnutzenbestimmung

3.1.3 Nutzwertermittlung

3.2 BEISPIEL EINER NUTZWERTANALYSE

4. KRITISCHE AUSEINANDERSETZUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie die Nutzwertanalyse als systematisches Entscheidungsverfahren bei komplexen Standortentscheidungen eingesetzt werden kann, um sowohl quantitative als auch qualitative Faktoren fundiert zu berücksichtigen.

  • Historische Grundlagen der Standorttheorien nach von Thünen und Weber.
  • Klassifizierung und Differenzierung verschiedener Arten von Standortfaktoren.
  • Gegenüberstellung analytisch-quantitativer und heuristisch-qualitativer Entscheidungsmodelle.
  • Methodik der Nutzwertanalyse inklusive Zielkriterienbestimmung, Gewichtung und Teilnutzenbewertung.
  • Praktische Anwendung anhand eines fiktiven Unternehmensbeispiels mit Bewertungsmatrix.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Zielkriterienbestimmung und -gewichtung

Erster Schritt bei der Nutzwertanalyse ist die Bestimmung der Zielkriterien, also die Auswahl der erforderlichen Standortfaktoren. Dabei muss darauf geachtet werden, dass jedes Kriterium exakt und überschneidungsfrei definiert wird, um Doppelbewertungen zu vermeiden. Darüber hinaus sollte eine gewisse Nutzenunabhängigkeit gegeben sein. Das heisst, dass alle Kriterien erfüllt werden können, ohne dass die Erreichung eines anderen Kriteriums erfüllt sein muss. (Dies würde sonst wieder zu einer Doppelgewichtung führen.) Um die aufwendige Analyse und Gruppierung zu erleichtern empfiehlt es sich, vorab eine grobe Vorauswahl zu treffen, beispielsweise mit Hilfe des zuvor beschriebenen Checklistenverfahrens.

Zwar entsteht durch dieses Eingrenzen die Gefahr, sich weiter vom Optimum zu entfernen, allerdings ist der Vorteil der durch eine gründliche Auslese entstehenden Übersichtlichkeit sicher höher zu bewerten. Gerade bei komplexen Entscheidungen wie der Standortsuche ist es ratsam, die Zielkriterien aufzuspalten und eine Hierarchie mit mehreren Stufen zu erstellen. Hierbei ergibt sich der Teilnutzen der übergeordneten Faktoren durch sich nach oben fortsetzendes Zusammenziehen der auf unterster Ebene vorgenommenen Bewertungen (s. Grafik). Im nächsten Schritt muss der Grad der Gewichtung der einzelnen Kriterien festgelegt werden. Hierbei gibt es die Möglichkeiten der direkten und der indirekten Intervallskalierung. Bei der direkten Intervallskalierung wird den Zielkriterien ein Wert einer Intervallskala zugeordnet, wobei die Abstände den Präferenzunterschieden entsprechen. Für die indirekte Intervallskalierung muss zuerst eine Rangfolge der Zielkriterien gebildet werden. Gewichtet wird dann entsprechend der Position, wobei der zuzuordnende Wert der gespiegelten Rangfolge entspricht. So bekommt beispielsweise das unwichtigste Kriterium den Faktor 1, das wichtigste den Faktor A.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Erläutert die wachsende Bedeutung von Standortentscheidungen in Zeiten der Globalisierung und skizziert das Vorgehen der Arbeit.

2. Standortwahl als Entscheidungsproblem: Diskutiert historische Standorttheorien und definiert relevante Standortfaktoren sowie gängige Entscheidungsmodelle.

3. NUTZWERTANALYSE ALS TEIL DER STANDORTWAHL: Beschreibt die methodische Vorgehensweise der Nutzwertanalyse inklusive praktischer Umsetzung an einem Fallbeispiel.

4. KRITISCHE AUSEINANDERSETZUNG: Reflektiert die Anwendung der Nutzwertanalyse, insbesondere im Hinblick auf Subjektivität und die Notwendigkeit einer sorgfältigen Kriterienwahl.

Schlüsselwörter

Standortentscheidung, Nutzwertanalyse, Standortfaktoren, Investitionsrechnung, Standortwahl, Entscheidungsmodelle, Nutzwert, Zielkriterien, Gewichtung, Teilnutzen, Betriebswirtschaft, Standortplanung, Bewertungssystem, Wettbewerbsfähigkeit, Investitionskosten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Unterstützung von Standortentscheidungen durch den Einsatz der Nutzwertanalyse.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Standortwahl, die Klassifizierung von Standortfaktoren und die Anwendung von Scoring-Modellen in der Betriebswirtschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen mittels Nutzwertanalyse komplexe Standortwahl-Probleme unter Einbeziehung quantitativer und qualitativer Kriterien lösen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Nutzwertanalyse als heuristisch-qualitatives Entscheidungsverfahren detailliert beschrieben und anhand einer Bewertungsmatrix veranschaulicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Einordnung der Standortfaktoren sowie die spezifischen Phasen der Nutzwertanalyse von der Zielgewichtung bis zur Gesamtnutzwertermittlung.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Nutzwertanalyse, Standortwahl, Standortfaktoren, Entscheidungsunterstützung und Betriebswirtschaftliche Planung.

Warum spielt die Gewichtung bei der Nutzwertanalyse eine so entscheidende Rolle?

Die Gewichtung erlaubt es, die unterschiedliche Bedeutung verschiedener Standortfaktoren präzise abzubilden und so ein fundiertes Gesamturteil trotz verschiedenartiger Kriterien zu fällen.

Was sind die größten Gefahren bei der Anwendung der Nutzwertanalyse?

Die größte Gefahr liegt in der Subjektivität bei der Festlegung von Kriterien und Gewichtungen, weshalb eine objektive, kommissionsbasierte Vorgehensweise empfohlen wird.

Warum wird im Beispiel ein K.o.-Kriterium definiert?

K.o.-Kriterien werden genutzt, um Alternativen, die essenzielle Anforderungen nicht erfüllen, frühzeitig und objektiv aus dem Auswahlprozess auszuschließen.

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Details

Title
Nutzwertanalysen bei Standortentscheidungen
Subtitle
Ein kurzer Überblick
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main  (Fachhochschule)
Course
Allgemeine BWL
Grade
1,3
Author
Timo Hensel (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V50931
ISBN (eBook)
9783638470391
ISBN (Book)
9783638920643
Language
German
Tags
Nutzwertanalysen Standortentscheidungen Allgemeine Thema Nutzwertanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Timo Hensel (Author), 2005, Nutzwertanalysen bei Standortentscheidungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50931
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