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Zur Lösung des Demarkationsproblems. Ansätze von Karl R. Popper, Thomas S. Kuhn und Imre Lakatos

Title: Zur Lösung des Demarkationsproblems. Ansätze von Karl R. Popper, Thomas S. Kuhn und Imre Lakatos

Term Paper , 2018 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Josephin John (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Demarkationsproblem und stellt Lösungsansätze von Karl R. Popper, Thomas S. Kuhn und Imre Lakatos vor. Tagtäglich müssen in der Wirtschaft kleine wie auch sehr schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden. Ebenso verhält es sich in der Politik. Vor allem Gesetze haben oftmals schwerwiegende Folgen, die gut überdacht sein müssen. Ein gutes Beispiel hierfür ist ein Gesetz, welches die Beziehungen und Regelungen zwischen einem Unternehmen und seinen Aktionären festlegt. Diesem zugrunde liegt in den meisten Fällen die Wissenschaft. Genauer gesagt wissenschaftliche Theorien, welche durch Forscher und Philosophen ergründet wurden. Durch solche Theorien und Modelle kann eine qualitativ hochwertige Entscheidung getroffen werden, wodurch wiederum die Wirtschaft beeinflusst und auch gelenkt wird.

Daraus ergibt sich die Frage, wann eine Theorie wissenschaftlich ist. Außerdem muss geklärt werden, wie eine wissenschaftliche Annahme von einer nicht-wissenschaftlichen Annahme unterschieden werden kann. In der Philosophie und Wissenschaft spricht man hierbei vom Abgrenzungs- oder auch Demarkationsproblem. Gerade für die Betriebswirtschaftslehre ist diese Frage ebenfalls sehr interessant, da viele wissenschaftliche Theorien hier genutzt und der BWL ebenfalls zugrunde liegen. Außerdem wird in der BWL selbst Forschung betrieben, welche ebenfalls vom Abgrenzungsproblem betroffen ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Das Demarkationsproblem

1.1 Definition

1.2 Wissenschaftlicher Forschungsprozess

2 Lösungsansätze

2.1 Karl R. Popper

2.2 Thomas S. Kuhn

2.3 Imre Lakatos

2.4 Weitere Demarkationskriterien

3 Das Demarkationsproblem in der Betriebswirtschaftslehre

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das sogenannte Demarkationsproblem, welches die fundamentale Frage behandelt, wie wissenschaftliche Theorien und Annahmen von nicht-wissenschaftlichen Wissensformen abgegrenzt werden können. Ziel ist es, die zentralen theoretischen Ansätze der Wissenschaftstheorie darzulegen und deren Relevanz sowie Anwendung für die Betriebswirtschaftslehre zu prüfen.

  • Grundlagen und Definition des Demarkationsproblems in der Wissenschaftstheorie.
  • Analyse klassischer Lösungsansätze von Karl R. Popper, Thomas S. Kuhn und Imre Lakatos.
  • Untersuchung des wissenschaftlichen Forschungsprozesses und seiner Teilbereiche.
  • Übertragung der wissenschaftstheoretischen Abgrenzungskriterien auf die Betriebswirtschaftslehre.

Auszug aus dem Buch

2.1 Karl R. Popper

Karl Popper ist ein sehr bekannter Vertreter des kritischen Rationalismus. Sein Buch ‚Die Logik der Forschung‘ wird als Hauptwerk zum kritischen Rationalismus angesehen. Er beschreibt darin eine Theorie, welche von einer entscheidenden Asymmetrie der Logik zwischen Nachprüfbarkeit und Widerlegbarkeit bei allgemeingültigen Allsätzen ausgeht. Ein solcher als festgelegte Hypothese, beispielsweise ‚alle Metalle leiten Strom‘, kann nicht nachgeprüft werden. Es gibt einfach zu viele verschiedene Metalle dafür. Lässt sich jedoch nur ein einziger Gegenbeweis finden, so kann die Hypothese durch diesen falsifiziert werden. Somit können Annahmen niemals als bewiesen gelten, auch nicht nach mehreren positiven Nachprüfbarkeitsversuchen, sie können sich lediglich bewähren. Anders herum ist jedoch nur ein einziger Widerlegungsversuch notwendig, um eine Annahme zu falsifizieren.

Somit stellte Popper sich gegen den induktiven Standpunkt, bei welchem eine generell bestehende Theorie aus Einzelbeobachtungen gezogen wird. Kritisch nahm er dazu Stellung: „Ein solcher Schluss [von besonderen Sätzen auf allgemeine Hypothesen, Anmerkung des Autors] kann sich ja immer als falsch erweisen: Bekanntlich berechtigen uns noch so viele Beobachtungen von weißen Schwänen nicht zu dem Satz, dass alle Schwäne weiß sind.“ Aus diesem Ansatz hat Popper ebenfalls eine Behauptung entwickelt, die Konzeption des empirischen Gehalts einer Theorie. Je mehr einleuchtend denkbare Gegebenheiten eine Theorie untersagt, umso informativer ist sie auch über die Begebnisse. So entsteht der Anspruch den gewöhnlichen Theorien die riskanteren und leichter nachweisbaren Theorien vorzuziehen.

Daraus ergibt sich, dass keine Angabe gemacht werden kann, dass eine Theorie belegt ist. Darüber ob eine Theorie an sich richtig oder wahr ist, wird so aber keine Angabe getroffen. Nach Popper sollte an Erfahrung eine empirisch-wissenschaftliche Methode scheitern können. Er legt somit die Falsifizierbarkeit als Abgrenzungskriterium einer Annahme zu Grunde. Demnach erhebt nicht-wissenschaft Annahmen, welche sich in der Regel nicht mit der Wahrheit messen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Das Demarkationsproblem: Dieses Kapitel definiert das Abgrenzungsproblem als zentrale Fragestellung der Wissenschaftstheorie und erläutert den wissenschaftlichen Forschungsprozess.

2 Lösungsansätze: Hier werden die wissenschaftstheoretischen Konzepte von Popper, Kuhn und Lakatos sowie weitere Kriterien zur Abgrenzung von Wissenschaft und Nicht-Wissenschaft diskutiert.

3 Das Demarkationsproblem in der Betriebswirtschaftslehre: In diesem Kapitel wird die wissenschaftliche Einordnung der Betriebswirtschaftslehre analysiert und auf ihre Kriterien geprüft.

4 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage zur Anwendbarkeit der Falsifizierbarkeit in der BWL.

Schlüsselwörter

Demarkationsproblem, Abgrenzungsproblem, Wissenschaftstheorie, Falsifizierbarkeit, Kritischer Rationalismus, Paradigmenwechsel, Forschungsprogramm, Betriebswirtschaftslehre, Wissenschaftlichkeit, Erkenntnisfortschritt, Induktion, Verifikation, Methodik, Wertneutralität, Wissenschaftsmodell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem sogenannten Demarkationsproblem, also der wissenschaftstheoretischen Frage, wie man wissenschaftliche Theorien von nicht-wissenschaftlichen Ansätzen unterscheidet.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition wissenschaftlicher Arbeit, der Analyse bekannter philosophischer Ansätze zur Abgrenzung und der Anwendung dieser Erkenntnisse auf die Betriebswirtschaftslehre.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kriterien wie die Falsifizierbarkeit genutzt werden können, um den wissenschaftlichen Charakter von Theorien in der Betriebswirtschaftslehre zu belegen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die bestehende wissenschaftstheoretische Literatur (u.a. von Popper, Kuhn, Lakatos) sichtet und auf die BWL überträgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Demarkationsproblems, die Darstellung der Lösungsansätze bedeutender Wissenschaftstheoretiker und die spezifische Diskussion der Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Demarkationsproblem, Falsifizierbarkeit, Paradigmenwechsel und Forschungsprogramm geprägt.

Warum ist das Demarkationsproblem für die Betriebswirtschaftslehre relevant?

Da die BWL zahlreiche Theorien nutzt und selbst Forschung betreibt, ist die wissenschaftliche Fundierung dieser Theorien essentiell, um qualitativ hochwertige Entscheidungen in der Praxis zu treffen.

Was unterscheidet den „naiven Falsifikationismus“ nach Lakatos von anderen Ansätzen?

Lakatos kritisiert, dass wissenschaftliche Theorien bei ersten Unstimmigkeiten nicht sofort komplett verworfen werden sollten; stattdessen schlägt er eine differenziertere Betrachtung durch Forschungsprogramme vor.

Wie definiert Kuhn den wissenschaftlichen Fortschritt?

Kuhn definiert Fortschritt nicht als stetige Anhäufung von Wissen, sondern durch den Wechsel von Paradigmen, wobei in den Normalphasen Rätsel innerhalb eines bestehenden Rahmens gelöst werden.

Welche Rolle spielt die „Wertneutralität“ im Forschungsprozess?

Nach Schurz ist die Wertneutralität besonders für den Begründungszusammenhang relevant, um sicherzustellen, dass die wissenschaftliche Validität nicht durch externe Wertannahmen beeinträchtigt wird.

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Details

Title
Zur Lösung des Demarkationsproblems. Ansätze von Karl R. Popper, Thomas S. Kuhn und Imre Lakatos
College
AKAD University of Applied Sciences Stuttgart
Grade
1,3
Author
Josephin John (Author)
Publication Year
2018
Pages
16
Catalog Number
V509365
ISBN (eBook)
9783346074461
ISBN (Book)
9783346074478
Language
German
Tags
Demarkationsproblem Karl R. Popper Thomas S. Kuhn Imre Lakatos Betriebswirtschaftslehre Lösungsansätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Josephin John (Author), 2018, Zur Lösung des Demarkationsproblems. Ansätze von Karl R. Popper, Thomas S. Kuhn und Imre Lakatos, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509365
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