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Leader-Förderung als Mittel zur nachhaltigen Tourismusentwicklung. Leader-Region Altmühl-Jura

Titel: Leader-Förderung als Mittel zur nachhaltigen Tourismusentwicklung. Leader-Region Altmühl-Jura

Hausarbeit , 2017 , 11 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Felix Loos (Autor:in)

Tourismus - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel von Leader ist es, eine nachhaltige Regionalentwicklung in peripher gelegenen Regionen der EU zu gewährleisten. Diese Hausarbeit untersucht inwieweit Leader dadurch zur Entwicklung von nachhaltigem Tourismus beitragen kann.

Tourismus ist laut den Einschätzungen der UN ein wirkungsvolles Mittel zur Stärkung des Umweltschutzes, zur Bekämpfung der Armut, sowie zum Abbau der Disparitäten zwischen unterschiedlich privilegierten Weltregionen. Daher kann davon ausgegangen werden, dass dieselbe Wirkung auch zwischen unterschiedlich entwickelten Regionen innerhalb eines Landes erzielt werden kann. Da die Anzahl der Leader-Regionen in Deutschland von Förderperiode zu Förderperiode kontinuierlich zugenommen hat (DVS 2017), kann im Rahmen der Arbeit eine positive Wirkung der Leader-Förderung vorausgesetzt werden. Inwieweit sie dabei zur Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus beitragen kann, soll Gegenstand der vorliegenden Untersuchung sein. Als eine mögliche Form des nachhaltigen Tourismus und als theoretischer Rahmen der Arbeit wurde dabei der Community Based Tourism (CBT) gewählt. Es soll also festgestellt werden, ob die Leader-Förderung im Bereich des Tourismus die richtigen Adressaten erreicht und zur Förderung eines CBT beitragen kann. Dies wird anhand von Beispielen aus der Leader-Region Altmühl-Jura untersucht, die die meisten Zuschussanträge aller Leader-Regionen Bayerns stellt. Von besonderer Relevanz ist dieses Thema, da der Wirtschaftszweig Tourismus kontinuierlich wächst. Alleine innerhalb der Jahre 2015 und 2016 kam es weltweit zu einem Zuwachs um 46 Millionen touristische Übernachtungen (SOBRINO 2017). Die Bedeutung des Tourismussektors nimmt also kontinuierlich zu und sollte daher auch an Relevanz für die Regionalentwicklung gewinnen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Nachhaltige Tourismusentwicklung mit Hilfe von Leader

2. Leader-Förderung in Bayern

3. Das Konzept des Community Based Tourism

4. Leader-Förderung touristischer Projekte in der Region Altmühl-Jura

4.1 Status der LAG Altmühl-Jura

4.2 CBT in der LAG Altmühl-Jura - Exemplarische Untersuchung zweier Projekte

4.2.1 Der Qigong-Weg in Dietfurt

4.2.2 Das Archäologie-Museum Greding

5. Wirksamkeit von Leader zur Entwicklung von CBT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Leader-Förderung als Instrument der Regionalentwicklung einen Beitrag zur Etablierung von nachhaltigem Tourismus in Form des Community Based Tourism (CBT) leisten kann. Anhand der Leader-Region Altmühl-Jura wird analysiert, ob geförderte Projekte die theoretischen Kriterien von CBT erfüllen und welche Rolle die lokale Partizipation sowie dezentrale Entscheidungsstrukturen dabei spielen.

  • Nachhaltige Regionalentwicklung durch den Leader-Ansatz
  • Theoretische Grundlagen des Community Based Tourism (CBT)
  • Analyse der Förderstruktur in der LAG Altmühl-Jura
  • Exemplarische Untersuchung der Projekte Qigong-Weg und Archäologie-Museum Greding
  • Bewertung der Wirksamkeit von Leader-Mitteln für nachhaltige Tourismusmodelle

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Der Qigong-Weg in Dietfurt (nach Internetauftritt der LAG ALTMÜHL-JURA o. J.)

Beim Qigong-Weg in Dietfurt handelt es sich um Projekt, das in Kooperation des Franziskanerklosters Dietfurt und der Stadt Dietfurt entstanden ist. Das Projekt, das insgesamt 13.000 Euro kostete, wurde mit 6000 Euro aus Leader-Mitteln unterstützt. Dietfurt, das schon zuvor als Zentrum fernöstlicher Kultur im Altmühltal bekannt war, erhoffte sich durch dieses Projekt das bereits vorhandene Angebot zu erweitern und auch neue Besucher anzulocken. Es handelt sich dabei um einen 3,4 Kilometer langen Weg, an dem sich insgesamt 10 Informationstafeln mit Qigong-Übungen befinden. Besucher sollen durch diese Informationstafeln mit dem Themengebiet Qigong vertraut gemacht werden. Ziel war außerdem die Stellung der Stadt Dietfurt im Altmühltal zu stärken und die Identitätsbildung der Bewohner zu fördern. Das Projekt ist dabei als Ergänzung zum bereits seit 30 Jahren bestehenden Zen-Meditationshaus des Franziskanerklosters zu verstehen.

Analysiert man die Durch- und Ausführung dieses Projektes, kann man erkennen, dass es die Merkmale des CBT und die durch die WTO (1993) definierten Merkmale eines nachhaltigen Tourismus erfüllt. Die Entscheidungsstrukturen hinter der Durchführung dieses Projektes waren dezentral (entstanden aus Kooperation zwischen Stadt und Franziskaner Kloster; Idee zu Projekt kam Besucherin eines Qigong-Kurses im Kloster) und der Beschluss des Projektes wurde durch die Lokalregierung, in diesem Fall Stadt und Stadtrat, gefasst. Beides (dezentrale Machtstrukturen und Destinationsmanagement durch die Lokalregierung) sind wichtige Elemente des CBT (vgl. FLAGESTAD & HOPE 2001: 452). Die durch die WTO (1993) definierten Merkmale für nachhaltigen Tourismus, die durch CBT ja erfüllt werden sollen (vgl. OKAZAKI 2008: 511), werden hier ebenfalls durchaus verwirklicht. Die Lokalbevölkerung hat beispielsweise Nutzen an dem Projekt, da der Weg umsonst zu besuchen ist. Des Weiteren wird die Umwelt geschont, sich an die Gestaltungsrichtlinien des Altmühltals gehalten und den Besuchern ein touristisches Produkt angeboten, das aufgrund des Bezugs zum Franziskanerkloster regional verwurzelt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Nachhaltige Tourismusentwicklung mit Hilfe von Leader: Das Kapitel führt in die Bedeutung von Leader für die regionale Entwicklung ein und stellt die Forschungsfrage nach dem Beitrag von Leader zur Entwicklung nachhaltiger Tourismusformen.

2. Leader-Förderung in Bayern: Dieser Abschnitt erläutert den gebietsbezogenen Förderansatz von Leader in Bayern und beschreibt die strukturellen Qualitätsanforderungen an geförderte Projekte.

3. Das Konzept des Community Based Tourism: Hier werden die theoretischen Grundlagen des CBT sowie dessen Anforderungen an lokale Partizipation und dezentrale Entscheidungsstrukturen definiert.

4. Leader-Förderung touristischer Projekte in der Region Altmühl-Jura: Dieses Kapitel analysiert den Status quo der Förderung in der Region Altmühl-Jura und vergleicht das Qigong-Weg-Projekt sowie das Archäologie-Museum hinsichtlich ihrer Übereinstimmung mit CBT-Kriterien.

5. Wirksamkeit von Leader zur Entwicklung von CBT: Das Fazit fasst zusammen, dass Leader ein wichtiges Mittel zur Stärkung der Lokalökonomie ist, auch wenn die Abhängigkeit von externen Fördermitteln teilweise im Widerspruch zur Theorie des CBT steht.

Schlüsselwörter

Leader, nachhaltige Tourismusentwicklung, Community Based Tourism, Altmühl-Jura, Regionalentwicklung, Lokale Aktionsgruppen, Bürgerbeteiligung, Tourismusmanagement, dezentrale Entscheidungsstrukturen, Qigong-Weg, Archäologie-Museum, Fördermittel, ländlicher Raum, Bottom-up-Ansatz, Regionalförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie das EU-Förderprogramm Leader dazu beitragen kann, den Tourismus in ländlichen Regionen nachhaltiger zu gestalten, insbesondere unter dem Aspekt des Community Based Tourism.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Ansätze der Leader-Förderung, das Modell des Community Based Tourism (CBT) sowie die praktische Anwendung dieser Konzepte in der Region Altmühl-Jura.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob touristische Projekte, die über Leader gefördert werden, die Kriterien des Community Based Tourism erfüllen und ob sie die lokale Bevölkerung angemessen einbinden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine qualitative Fallstudienanalyse, bei der zwei konkrete Projekte aus der Region Altmühl-Jura (Qigong-Weg und Archäologie-Museum) auf ihre CBT-Konformität geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgt zunächst die theoretische Einordnung von Leader und CBT, gefolgt von der Vorstellung der LAG Altmühl-Jura und der detaillierten Untersuchung der beiden Beispielprojekte.

Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Leader, Community Based Tourism, regionale Entwicklung, Tourismusförderung und Altmühl-Jura.

Warum wurde das Projekt "Qigong-Weg" als Fallbeispiel gewählt?

Es dient als positives Beispiel für ein Projekt, bei dem die Idee aus der Bevölkerung kam und das in hohem Maße dezentrale Strukturen sowie lokale Identitätsstiftung aufweist.

Wie unterscheidet sich das Projekt "Archäologie-Museum" in der Bewertung?

Obwohl das Museum nachhaltig durch die Nutzung bestehender Bausubstanz punktet, fehlen hier Belege für eine starke Bürgerbeteiligung im Planungsprozess, was das Projekt von der reinen CBT-Definition entfernt.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der externen Finanzierung?

Die externe Finanzierung durch EU-Mittel wird zwar als kritisch gegenüber der CBT-Theorie gesehen, jedoch als notwendiges und nützliches Mittel zur Stärkung des lokalen Tourismussektors gewertet, sofern die Entscheidungshoheit in der Region bleibt.

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Details

Titel
Leader-Förderung als Mittel zur nachhaltigen Tourismusentwicklung. Leader-Region Altmühl-Jura
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Note
1,7
Autor
Felix Loos (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
11
Katalognummer
V509399
ISBN (eBook)
9783346071781
ISBN (Buch)
9783346071798
Sprache
Deutsch
Schlagworte
leader-förderung mittel tourismusentwicklung leader-region altmühl-jura
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Loos (Autor:in), 2017, Leader-Förderung als Mittel zur nachhaltigen Tourismusentwicklung. Leader-Region Altmühl-Jura, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509399
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Leseprobe aus  11  Seiten
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