Internationales Factoring im deutschen Mittelstand. Ein alternatives Finanzierungsinstrument?


Masterarbeit, 2019

90 Seiten, Note: 1,9


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2. Aufbau der Arbeit

2. Der Mittelstand in Deutschland
2.1. Definition
2.2. Bedeutung des Mittelstandes
2.3. Finanzierungsstruktur

3. Theoretische Grundlagen und Begriffserläuterungen
3.1. Einordnung des Factorings in die Finanzierung
3.2. Historische Entwicklung des Factorings
3.3. Grundlagen des Factorings
3.4. Funktionen des Factorings
3.4.1. Finanzierungsfunktion
3.4.2. Delkrederefunktion
3.4.3. Dienstleistungsfunktion
3.5. Arten des Factorings
3.5.1. Standard-Factoring
3.5.2. Echtes und unechtes Factoring
3.5.3. Offenes und stilles Factoring
3.5.4. Fälligkeits-Factoring
3.5.5. Inhouse-Factoring
3.6. Kosten des Factorings
3.7. Abgrenzung des Factorings gegenüber anderen Finanzierungsformen
3.7.1. Zessionskredite
3.7.2. Forfaitierung
3.7.3. Asset-Backed-Securities

4. Internationales Factoring
4.1. Grundlagen zum internationalen Factoring
4.2. Arten des internationalen Factorings
4.2.1. Export-Factoring
4.2.2. Import-Factoring
4.2.3. Back-to-Back Factoring
4.3. Rechtliche Regelungen des internationalen Factorings
4.3.1. UNIDROIT-Übereinkommen
4.3.2. UNCITRAL-Konvention
4.3.3. Rom I-Verordnung

5. Factoring als Finanzierungsform
5.1. Factoring in Europa
5.2. Factoring in Deutschland
5.2.1. Factoring-Verbände in Deutschland
5.2.2. Entwicklung des Factorings in Deutschland
5.2.3. Factoring-Quote
5.2.4. Nutzen und Kundenstruktur
5.2.5. Branchen und Factoring-Arten
5.3. Aktuelle Entwicklung des Factorings
5.3.1. Factoring als Arbeitgeber
5.3.2. B2C-Factoring
5.3.3. Factoring im Healthcare-Bereich
5.4. Auswirkungen des Factorings
5.4.1. Bilanzielle Auswirkungen
5.4.2. Weitere Komponenten
5.5. Chancen und Risiken

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Definition des Mittelstands nach IfM Bonn

Abbildung 2: Anteil des Auslandumsatzes am deutschen Gesamtumsatz

Abbildung 3: Factoring Dreieck

Abbildung 4: Ablauf der Forfaitierung

Abbildung 5: Das globale Factoring-Volumen (in Mio. Euro)

Abbildung 6: Verteilung der Anteile am globalen Factoring-Volumen

Abbildung 7: Entwicklung des Umsatzvolumens in der Factoring-Branche in Europa

Abbildung 8: Factoring-Markt in Europa 2017

Abbildung 9: Entwicklung der Factoring-Umsätze von 2000 bis 2010

Abbildung 10: Entwicklung des Factoring-Umsatzes von 2010 bis 2017

Abbildung 11: Entwicklung der Factoring-Quote (2008-2017)

Abbildung 12: Entwicklung der Import- und Export-Factoring-Quote (2006-2018)

Abbildung 13: Entwicklung der Factoring-Kunden (2008-2017)

Abbildung 14: Umsatzgrößen für Factoring-Anbieter 2017

Abbildung 15: Top 10 der Factoring-Branchen 2017

Abbildung 16: Verteilung der Nutzung der Factoring-Arten in 2017

Abbildung 17: Mitarbeiterzahl in der Factoring-Branche 2017

Abbildung 18: Umsatzentwicklung im B2C-Factoring (2012-2017)

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Verkauf von Forderungen

Tabelle 2: Bilanzielle Auswirkungen des Factorings auf Aktiva

Tabelle 3: Bilanzielle Auswirkungen des Factorings auf Passiva

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Immer mehr Unternehmen nutzen das Factoring als alternative Finanzierungsform. Der deut­sche Factoring-Markt entwickelt sich seit Jahren erfolgreich1. Bereits im Jahre 2017 erreicht das Factoring einen Umsatz von fast 238 Mrd. Euro.2 Schon vor zehn Jahren übertraf der Fac­toring-Umsatz die 100 Mrd. Euro Grenze, somit weist das Factoring eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von ca. zehn Prozent auf. Hierbei ist Deutschland der drittgrößte Fac­toring-Markt in Europa und zeigt ein erhebliches Wachstumspotenzial.3

1.1. Problemstellung und Ziel der Arbeit

Unternehmen in Deutschland finanzierten sich jahrelang durch die klassische Form der Haus- bankkredite4. Doch nach Ausbruch der Finanzkrise wurde für die Kreditvergabe der Banken strengere Regularien eingeführt5. Die nunmehr eingeschränkte Kreditvergabe erschwerte ins­besondere den kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zu Krediten und somit die Unternehmensfinanzierung. In Folge dessen waren Unternehmen gezwungen sich intensi­ver mit alternativen Finanzierungsformen zu beschäftigen.6 Besonders bedrohend traf die rest­restriktive Kreditvergabe den deutschen Mittestand, der wiederum als Wirtschaftsmotor Deutschlands anzusehen ist7.8

Um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Marktteilnehmern zu sichern wurden Kredite zur Finanzierung der langen Kapitalbindung von Forderungen genutzt9. Im Zuge des Ausfalls der Kreditfinanzierung rückte die Finanzierungsform des Factorings in den Vordergrund10. Ab-gesehen von der klassischen Finanzierungsform wird das Factoring als ein Substitut zur Kre-ditfinanzierung angesehen11. „Eine gute Ergänzung, um sich von Kreditinstituten unabhängiger zu machen ist das Factoring.“12

Fraglich ist daher, ob das Factoring wirklich attraktiver für den deutschen Mittelstand als alter-natives Finanzierungsinstrument ist. Darüber hinaus stellt sich auch die Frage nach den jewei-ligen Vor- und Nachteilen bei Verwendung dieses Instrumentes im Gegensatz zu anderen bisher bekannten klassischen Finanzierungsformen.

Daher soll die vorliegende Arbeit überprüfen, ob die Verwendung des Factorings tatsächlich sich als Finanzierungsform für den deutschen Mittelstand als lohnend erweist. Ziel dieser Arbeit ist es, das Factoring sowohl auf nationaler und internationaler Ebene darzustellen und dies mit anderen Finanzierungsmethoden vergleichend zu bewerten. Dies soll mittels einer Analyse von Studien und Statistiken und der Gegenüberstellung der Abläufe und Voraussetzungen anderer Finanzierungsinstrumente erreicht werden. Als Basis werden ausgewählte theoretische Grund­lagen zu der Entwicklung und Geschichte des Factorings sowohl international als auch national herangezogen, um ein Grundverständnis für diese Unternehmensfinanzierung zu schaffen. Hierbei wird das internationale Factoring und nationale Factoring getrennt dargelegt und erläu­tert.

1.2. Aufbau der Arbeit

Da der Fokus der vorliegenden Arbeit ist auf den deutschen Mittelstand gerichtet, deswegen wird in erster Linie der Mittelstand in Deutschland vorgestellt. Mittels Definitionen und Statis­tiken wird die Bedeutung und Finanzierungsstruktur des Mittelstandes näher veranschaulicht.

Um die Fragestellung, ob das Factoring als ein alternatives Finanzierungsinstrument zu bewer­ten ist, beantworten zu können, ist zunächst eine Einführung in die Thematik zum besseren Verständnis per se erforderlich. Beginnend mit den theoretischen Grundlagen und Begriffser­läuterungen werden die zentralen Merkmale des Factorings ausgeführt. Dabei sind die unter­schiedlichen Funktionen und Arten, sowie entstehende Kosten des Factorings Bestandteil für theoretische Grundlagen.

Anschließend wird das Factoring bei grenzüberschreitenden Geschäften behandelt. Dafür wer­den bei grenzüberschreitenden Geschäften des internationalen Factorings die Grundlagen sowie auch die rechtlichen Regelungen dargestellt.

In einem nächsten Schritt werden schließlich darauf aufbauend die Entwicklung und die Be­deutung des Factorings als Unternehmensfinanzierung analysiert, inwiefern diese sich vor- und nachteilig auf mittelständische Unternehmen auswirken. Aktuelle Entwicklungen und neue Einführungen im Bereich des Factorings bleiben hierbei nicht unbeachtet. Mit Hilfe einer ver­gleichenden Gegenüberstellung der aufgeführten Bilanzen sowie die relevanten Funktionen be­zogen auf den Mittelstand soll eine Bewertung derselben erarbeitet werden. Weiterhin wird eine Analyse von einer Studie mit Fokus auf die Nutzung und Erfahrung des Factorings von Unter­nehmen durchgeführt. Darüber hinaus werden Chancen und Risiken, die eine hohe Relevanz für mittelständische Unternehmen haben, aufgeführt und beurteilt. Abgerundet wird die vorlie­gende Abhandlung mit einem Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Factorings. Diese Vorgehensweise soll zielführend zur Beantwortung der Forschungsfrage herbeiführen.

2. Der Mittelstand in Deutschland

2.1. Definition

Der Begriff Mittelstand spielt in Deutschland eine bedeutende Rolle für den Erfolg der Wirt­schaft. Der Begriff wird sonders gerne von Institutionen und Politikern als Quelle der Innova­tion, des Wachstums und der Beschäftigung ins Spiel gebracht.13 Doch aufgrund der Vielfalt und Heterogenität der Unternehmen, die unter dem Terminus Mittelstand subsumiert werden, ist das Geben einer einheitlichen Definition eine schwierige und strittige Entscheidung.14 Nach Angaben des Instituts für Mittelstandforschung in Bonn (IfM Bonn)15 ist unter dem Begriff eine Unterscheidung von Unternehmen nach quantitativen sowie qualitativen Kriterien zu fassen16. Die quantitativen Kriterien werden im Folgenden dargestellt.17

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Abgrenzung des Mittelstands auf der Basis von quantitativen Methoden erfolgt meist über betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie den Jahresumsatz und die Zahl der Beschäftigten. Ab­bildung 1 visualisiert die Einteilung der Unternehmensgrößen nach den quantitativen Krite- rien.18 Den Mittelstand vertreten kleinste, kleine und mittlere Unternehmen, die den großen Unternehmen gegenüberstehen19. Dagegen stellen die qualitativen Kriterien die Charakterei­genschaften von Unternehmen dar, die sich besonders von Großunternehmen differenzieren lassen.20

Im europäischen Raum wird der Begriff Mittelstand von der Mehrzahl europäischer Länder überhaupt nicht genutzt. Die europäischen Staaten verwenden dafür eher den Begriff kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bzw. small- and medium-sized-enterprises (SME).21 Die europäische Definition für kleine und mittlere Unternehmen lautet: „Betriebe, die nicht mehr als 250 Arbeitskräfte beschäftigen und entweder einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. € erzielen oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. € erreichen und die nicht zu 25 Prozent oder mehr des Kapitals oder der Stimmanteile im Besitz eines oder mehrere Un­ternehmen gemeinsam stehen, welche die KMU-Definition nicht erfüllen“22.

2.2. Bedeutung des Mittelstandes

Sämtliche Unternehmen, die einen Jahresumsatz von weniger als 50 Mio. Euro erwirtschaften, werden in Deutschland dem Mittelstand zugeordnet. Demgemäß existierten 2017 rund 3,76 Mio. mittelständische Unternehmen. Die Anzahl der mittelständischen Unternehmen entspricht damit 99,95 Prozent aller Unternehmen in Deutschland überhaupt.23

Die Relevanz des Mittelstands in der deutschen Wirtschaft wächst rasant, zumal aus wirt­schaftspolitischer Perspektive der Mittelstand immer mehr Arbeitsplätze schafft sowie sichert und damit entscheidend zum Beschäftigungszuwachs in Deutschland beiträgt24. Auf der Grund­lage der Studien der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)25 aus dem Jahr 2006 wird der Mit­telstand auch als „Jobmotor“26 bzw. „Treiber der Wirtschaft“27 bewertet.28

Der Mittelstand in Deutschland generiert hinsichtlich der Vergabe von Arbeitsplätzen einen Anteil von 71 Prozent der deutschen Wirtschaft. Zudem wächst die Beschäftigtenzahl weiterhin an. Der Zuwachs der Erwerbstätigen stieg 2017 um 1,3 Prozent auf 31.3 Mio. Personen an.29 Dementsprechend übernimmt der Mittelstand eine bedeutende Rolle in der Volkswirtschaft und wird insbesondere als Rückgrat der deutschen Wirtschaft angesehen.30

Kleine und mittelständische Unternehmen erreichten 2017 den größten Umsatzanstieg seit sechs Jahren. Bei den Inlandsgeschäften wurde ein Plus von 4,7 Prozent erzielt und sie übertra­fen damit eindeutig das Wachstum der Gesamtwirtschaft in Höhe von 3,7 Prozent. Die erzielten Inlandsumsätze lagen bei 4.150 Mrd. Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einen Überschuss von 190 Mrd. Euro markiert.31 Im Gegensatz zum Inlandsgeschäft erzielte der Mittelstand auch im Auslandsgeschäft große Wachstumserfolge: Mit einem Auslandsumsatz von 577 Mrd. Euro liegt der Umsatz rund 30 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert. Ferner waren 21 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen im Ausland aktiv. Rund 780.000 Unternehmen er­zielten ausländische Umsätze, was im Jahresvergleich einer Zunahme von 80.000 Unternehmen entspricht.32 Die Entwicklung der Auslandumsätze der mittelständischen Unternehmen ist in der folgenden Grafik illustriert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Anteil des Auslandumsatzes am deutschen Gesamtumsatz.33

Der Anteil der Internationalisierungsaktivitäten des deutschen Mittelstands ist aus Abbildung 2 zu entnehmen und beläuft sich auf ca. 28,6 Prozent des gesamten Umsatzes, was einen Anstieg von 1,2 Prozent aufzeigt. Der Anteil des Mittelstands an den Umsätzen der Gesamtexporte be­trug 2017 rund 45 Prozent.34

Vor diesem Hintergrund ist der Mittelstand ein wesentliches Element der deutschen Wirtschaft, das von Jahr zu Jahr eine steigende Wachstumsrate verzeichnet und damit zu Recht als Motor der Wirtschaft bezeichnet werden kann. Durch die Bereitstellung von vielzähligen Arbeitsplät­zen und die positiven Entwicklungen der Wachstums- und Wettbewerbssituation tragen die kleinen und mittelständischen Unternehmen folglich massiv zum Wirtschaftserfolg Deutsch­lands bei.35

2.3. Finanzierungsstruktur

Den Unternehmen in Deutschland stehen zur Unternehmensfinanzierung grundsätzlich fol­gende Möglichkeiten zur Verfügung:

- Eigenfinanzierung über laufende Cashflows, Barreserven oder Rücklagen
- Erhalt von Darlehen durch die öffentliche Förderung bzw. Fördermittel
- Externe Finanzierung durch neues Beteiligungskapital
- Fremdfinanzierung36

Die klassischen Finanzierungsinstrumente des deutschen Mittelstands waren neben der Innen­finanzierung die Fremdfinanzierung über Fremdkapital, worunter insbesondere die traditionel­len Bankkredite zu verstehen sind.37

Die Internationalisierung und Globalisierung der Märkte verlangen es von Unternehmen, sich an die beschleunigenden Prozesse und Entwicklungen der Technologien anzupassen. Um die­sen Entwicklungen entsprechen zu können, waren Unternehmen gezwungen, die neu auftau­chenden Anforderungen zu erfüllen. Diese Anforderungen basierten nicht allein auf der Inves- titions- und Entwicklungsebene, sondern die Liquiditätssituation und Finanzkraft von Unter­nehmen waren ebenso von der Entwicklung betroffen. Gerade der Markt für Finanzierung be­einflusste die jüngsten Technologien, womit Finanzierungsfragen bzgl. der klassischen Finan­zierungsform in den vergangenen Jahren immer mehr in den Vordergrund gerückt sind.38

Zur Reduktion der Abhängigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen vom Bankensektor verstärkte sich der Bedarf an alternativen Finanzierungsinstrumenten. Im Anschluss an die schwere Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise von 2008 wurden strengere Regulierungen für Kre­ditinstitute eingeführt.39 In diesem Kontext wurde durch den Baseler Ausschuss das zweite Ba­seler Abkommen erarbeitet, welches als Ziel die Stabilisierung von vernetzten Finanzsystem verfolgte.40

Das zweite Baseler Abkommen hatte erhebliche Auswirkungen auf die fremdkapitalbasierte Finanzierung von Unternehmen, da es die Banken dazu aufforderte, die Gestaltung der Kredit­konditionen bonitätsabhängiger durchzuführen,41 und die Kreditvergabe verschärfte. Die Boni­tät der Kreditnehmer soll nunmehr besser eingeschätzt werden können. Diese Bonitätsbeurtei­lung basiert dabei auf jenen Informationen, welche aus dem Jahresabschluss erlangt werden.42 Falls der Kunde ein größeres Ausfallrisiko aufweist, sind die Anforderungen für die Eigenka­pitalquote entsprechend höher. Ausgehend von diesem Verfahren sollen die hohen Ausfallrisi­ken bei Kreditvergabegeschäften vermindert werden.43

Im internationalen Vergleich verfügten deutsche mittelständische Unternehmen aufgrund der niedrigen Eigenkapitalquote über ein schwaches Rating, das für Unternehmen deutlich höhere Finanzierungskosten bedingte, da der Zugang zu Krediten dadurch erschwert wurde. Aus Sicht des deutschen Mittelstands war dieser Zustand eine große Existenzbedrohung, zumal die Bank­kredite eine klassische und die wichtigste Finanzierungsmethode für kleine und mittelständi­sche Unternehmen im Rahmen der Fremdfinanzierung waren.44

Ein weiterer Beschluss des dritten Basel-Abkommens wurde im Dezember 2010 eingeführt und impliziert höhere Anforderungen bzgl. der Eigenkapitalquote45. Die eingeführten Regularien und Entwicklungen der Finanzmärkte beeinflussten in erster Linie die kleinen und mittelstän­dischen Unternehmen, was auf die schwache Eigenkapitalausstattung und Abhängigkeit von Fremdkapital zurückzuführen ist. So war der Zugang zur langfristigen Finanzierung über Bank­kredite eine Herausforderung für den Mittelstand. Aus diesem Grund waren Unternehmen dazu gezwungen, nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen, um ihre Finanzierung und Existenz auch in der Zukunft zu sichern.46

3. Theoretische Grundlagen und Begriffserläuterungen

3.1. Einordnung des Factorings in die Finanzierung

Für die Sicherstellung einer wertorientierten Unternehmensführung bei Unternehmen ist die Gewährleistung der Liquidität und Rentabilität ein unabdingbarer Faktor. Insbesondere die Li­quidität nimmt eine zentrale Rolle ein, da sie zur Existenzsicherung notwendig ist. Dabei ist die Zahlungsfähigkeit eine wichtige Voraussetzung für die finanzielle Sicherheit und somit die Ba­sis für die gesunde Entwicklung eines Unternehmens.47

Folglich sind Liquiditätsplanungen und -analysen geeignete Methoden, um die Zahlungsfähig­keit eines Unternehmens zu prüfen. Unter Zahlungsfähigkeit ist die „Fähigkeit, allen Zahlungs­verpflichtungen termingerecht und vollständig nachkommen zu können“48 verstehen.49 Zu die­sem Zweck werden die Kennzahlen der Liquiditätsgrade bei den Liquiditätsanalysen herange­zogen, die Auskunft über die Relation der liquiden Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkei­ten geben. Anhand der Gegenüberstellung der liquiden Mittel und Verbindlichkeiten kann die Liquidität im Unternehmen auf der Grundlage von Liquiditätsgraden ermittelt werden.50

Unter die liquiden Mittel fallen unterschiedliche Vermögengegenstände, die sich in den ver­schiedenen Liquiditätsgraden manifestieren. Einer dieser Vermögengegenstände sind die kurz­fristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sie werden primär in der Berechnung der Liquidität 2. Grades genutzt, da sie gemeinsam mit den Zahlungsmitteln die flüssigen Mittel im Unternehmen bilden.51

Die Zielsetzung der Liquiditätsgrade ist es, die Kapitalbindungsdauer im Unternehmen zu ver­kürzen und die vorhandenen Vermögensgegenstände schnellstmöglich in liquide Mittel zu transferieren, um auf diesem Wege die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleisten zu können52.

Der Zusammenhang zum Factoring besteht darin, dass das Factoring dieselben Ziele verfolgt, indem durch den Verkauf der Forderungen aus Lieferung und Leistung die Kapitalbindungs­dauer im Unternehmen reduziert und die Beschaffung liquider Mittel gewährleistet wird.53

3.2. Historische Entwicklung des Factorings

Seine Herkunft findet das Factoring schon in den Zeiten der Babylonier, die den Forderungs­verkauf und -ankauf auf geschäftlicher Ebene betrieben hatten54. Allerdings ist folgend die Ko­lonialzeit in Amerika für die historische Entwicklung des Factorings von großer Bedeutung gewesen. Die wachsenden Geschäftsbeziehungen zwischen Europa und den USA, außerdem das zunehmende Bevölkerungswachstum in den USA führten zu einem größeren Bedarf an Importwaren aus Europa. Aufgrund der großen Entfernung zwischen Europa und den USA wa­ren die europäischen Exporteure mit den örtlichen Märkten auf dem US-amerikanischen Kon­tinent weniger vertraut. Aus diesem Grund beauftragten die Exporteure einheimische Vertreter für den örtlichen Markt, die gut mit dem dortigen Absatzmarkt vertraut waren und die europä­ischen Exporteure kannten. Diese sog. „Verkaufskommissionäre“55 nahmen die europäischen Importwaren entgegen, verkauften sie auf dem US-amerikanischen Absatzmarkt und sammel­ten die Verkaufserlöse. Nach Provisionsabzug der Verkaufskommissionäre wurden die Ver­kaufserlöse an die europäischen Exporteure, den sog. „Kommittenten“56 ausgezahlt. Jene Ver­treter, welche als Verkaufskommissionäre agierten, wurden als „Factor“57 bezeichnet.58 Der Begriff Factor ist aus dem Englischen abzuleiten und als „Agent“59 zu übersetzen.60

Im Laufe der Zeit erweiterte der Factor seine Tätigkeiten durch zusätzliche Dienstleistungsop­tionen. Angebotene Dienstleistungen waren z. B. die Garantieerklärung für die Bezahlung der Kommissionsware und auch die Übernahme von sämtlichen Verwaltungsaufgaben zur Eintrei­bung von Forderungen. Zudem versicherte der Factor den Schutz gegenüber Zahlungsausfällen.

Die Kommittenten erhielten durch den Factor Vorschüsse auf die gelieferten Kommissionswa­ren, womit den Kommittenten ferner die langandauernde Kapitalbindung von Forderungen er­spart blieb.61

Deutschland machte erstmals 1960 Bekanntschaft mit dem Factoring-Geschäft. Durch einen Privatbankier wurde das Factoring auf dem deutschen Markt eingeführt. Zur Anfangszeit wur­den den Kunden aber ausschließlich Dienstleistungen wie die Übernahme der Buchhaltung an­geboten. Später wurde die Finanzierung der Forderungen mit aufgenommen. Weniger Interesse bestand zu Anfangszeiten am Schutz vor Forderungsausfällen.62

3.3. Grundlagen des Factorings

Die Erbringung einer vereinbarten Lieferung oder Leistung und die Ausstellung einer Rech­nung auf Ziel gegenüber dem Abnehmer führen zum Entstehen einer Forderung aus Lieferun­gen und Leistungen gegenüber den Kunden im Unternehmen63. Das Einräumen eines Zahlungs­ziels stellt einen kurzfristigen Kredit für den Kunden dar64. Die bestehende Forderung wird bis zur Zahlung vom Unternehmen selbst finanziert, wodurch der Kunde einen Finanzierungsvor­teil genießen kann65. Falls die Kunden die Forderung nicht sofort begleichen und das einge­räumte Zahlungsziel in Anspruch nehmen, entsteht im Unternehmen eine verlängerte Kapital- bindung66. Der Zeitpunkt für den Kapitalzufluss verzögert sich und dadurch ist das Kapital in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebunden, was bedeutet, dass es nicht als liquides Mittel zur Verfügung steht.67

Eine Alternative zur Kürzung der Kapitalbindung stellt das Factoring dar68. Angesichts des Umstandes, dass eine exakte Übersetzung des englischen Begriffes „Factoring“ nicht existiert, ist unter dem Begriff der käufliche Erwerb von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eines Unternehmens zu fassen69. Beim Factoring verkauft ein Unternehmen auf vertraglicher Grundlage seine laufenden Forderungen aus Lieferung und Leistung an einen „Factor“. Dem­entsprechend werden aus den Außenständen direkte liquide Mittel generiert und die Liquidität im Unternehmen wird gestärkt.70 Das Factoring, das als eine Finanzdienstleistung definiert ist,71 setzt sich aus drei Teilnehmern zusammen: dem sog. Anschlusskunden72, dem Factor und den Debitoren, bei denen es sich um die Schuldner der abgetretenen Forderungen handelt.73

Für die Durchführung von Factoring wird zwischen dem Factor74 und Anschlusskunden ein Factoring-Vertrag geschlossen, in dem die Laufzeit des Factoring-Geschäftes wie auch die Form des Factorings vereinbart sind. Somit verspricht der Anschlusskunde, sämtliche laufen­den und zukünftig entstehenden Forderungen an den Factor zu verkaufen.75 76 Die Geschäftsbe­ziehungen der drei Akteure werden in dem nachstehend abgebildeten Factoring-Dreieck aufge­zeigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aus dem Factoring-Dreieck in Abbildung 3 sind die jeweiligen Geschäftsbeziehungen der Be­teiligten zu entnehmen. Auf der Basis eines Kaufvertrages erbringt der Anschlusskunde die darin vereinbarte Lieferung oder Leistung der Ware an den Debitor und räumt diesem einen Zahlungsziel ein.77 Der Anschlusskunde verkauft sämtliche kurzfristige Forderungen aus der Lieferung und Leistung im Rahmen eines Factoring-Vertrages wiederum an den Factor, der dafür einen bestimmten Vorschuss leistet78. Somit werden die Forderungen der Debitoren bei Zahlungsfälligkeit an den Factor gezahlt. Der Factor führt angesichts dieses Umstandes vor Vertragsabschluss eine Bonitätsprüfung der Debitoren durch und legt ein entsprechendes Limit fest.79

3.4. Funktionen des Factorings

In Abhängigkeit von der Ausgestaltung des Factoring-Vertrages können bis zu drei Grundfunk­tionen beim Verkauf der Forderungen vereinbart werden. Diese Leistungen sind miteinander kombinierbar oder es kann auch auf einige Funktionen verzichtet werden80. Je nach Kombina­tion der Funktionen resultieren daraus verschiedene Factoring-Arten,81 die wiederum für unterschiedliche Intentionen zum Einsatz gebracht werden.82

3.4.1. Finanzierungsfunktion

Im Falle des Verkaufs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an den Factor erhält der Anschlusskunde den früheren Zufluss an liquiden Mittel im Rahmen der Finanzierungs- funktion83. Auf diesem Wege wird die lange Kapitalbindungsdauer der Forderungen verhin- dert84. Die eingeflossenen liquiden Mittel können zur Reduzierung der kurzfristigen Verbind­lichkeiten gegenüber Lieferanten und Banken verwendet werden85. Mit den liquiden Mitteln kann Skonto bei den Verbindlichkeiten in Anspruch genommen werden, was die finanzielle Lage wie auch die Bilanzstruktur verbessert86. Dank des Finanzierungseffektes im Unterneh­men kann das Factoring mit der Finanzierungsfunktion ebenso als ein Kreditsubstitut eingestuft werden87. Ein weiteres Merkmal manifestiert sich darin, dass aufgrund des Finanzierungseffek­tes die verbesserte Liquiditätssituation zu einer geringeren Bilanzsumme und somit zur Steige­rung der Eigenkapitalquote und Unternehmensrentabilität führt. Durch diese positiven Verän­derungen erzielt das Unternehmen ein positiveres Rating aufseiten der Banken.88

Der Erwerb der Forderungen lässt sich hinsichtlich zweier Möglichkeiten in Bezug auf die Aus­zahlung unterscheiden:

1. Nach Erwerb der Forderungen bewertet der Factor die erworbenen Forderungen zu ih­rem Wert am Fälligkeitstag. Die Ermittlung der Forderungshöhe findet dabei durch die Diskontierung auf den Fälligkeitstermin statt. So erhält der Anschlusskunde je nach verein­barter Einbehaltsquote den diskontierten Forderungsbetrag89, der ca. 80 bis 90 Prozent der Rechnungssumme abzüglich der Factoring-Gebühr beträgt.90 Den Restbetrag in Höhe von 10 bis 20 Prozent stellt den Sperrbetrag dar, welcher auf ein Sperrkonto überwiesen wird. Dieses Sperrkonto dient dem Factor zur Absicherung gegenüber Mängeln und sonstigen Abzügen wie Reklamationen, Skonti und Rabatten der Debitoren.91 Der Sperrbetrag wird als Restbetrag an den Anschlusskunden ausgezahlt, sobald die Rechnungen der Debitoren vollständig beglichen wurden92. Falls der Debitor die vereinbarte Zahlungsfrist überschrei­tet, erhält der Anschlusskunde aufgrund der Delkrederefunktion dennoch den Restbetrag, obwohl der Debitor die Zahlung noch nicht getätigt hat. Auch hierbei existieren zwei Vari­anten, denn der Anschlusskunde kann den Restbetrag sofort nach Ablauf der Zahlungsfrist erhalten oder der Anschlusskunde erhält den Restbetrag nach Ablauf einer definierten War- tefrist.93
2. Die zweite Alternative ist die Bewertung der Forderungen zum durchschnittlichen Fäl­ligkeitstag. Dies bedeutet, dass der Anschlusskunde den Forderungsbetrag erst nach Fäl­ligkeit der Forderungen erhält. Allerdings kann der Factor dem Anschlusskunden einen Vorschuss zahlen, um den Finanzierungseffekt zu gewährleisten. Erst nach Fälligkeit der Forderungen erhält der Kunde schließlich den Restbetrag.94

3.4.2. Delkrederefunktion

Im Rahmen des Factorings beschreibt die Delkrederefunktion „die Haftung des Factors für die teilweise oder vollständige Realisierung des Ausfallsrisikos einer Forderung wegen Zahlungs­unfähigkeit des Debitors“95. Diese Delkrederefunktion sichert den Anschlusskunden gegenüber Zahlungsausfällen ab und verlagert das Risiko auf die Seite des Factors.96 Für den Fall, dass die Zahlungsunfähigkeit des Debitors eintritt, wird von einem Delkrederefall gesprochen. Auf Grundlage des Factoring-Vertrages werden Fristen vereinbart. Diese Fristen belaufen sich auf 90 bis 120 Tagen nach Fälligkeit der Forderungen97. Wenn der Debitor die gesetzten Fristen überschreitet98 oder insolvent ist, wird der Debitor als zahlungsunfähig eingestuft und es tritt offiziell der Delkrederefall ein.99

Hinsichtlich der Haftung im Factoring spielt zunächst die des Anschlusskunden für den recht­lichen Bestand der Forderungen eine bedeutende Rolle. Der rechtliche Bestand der Forderung ist die Haftungsgrundlage, die beim Anschlusskunden bleibt und nicht übertragen wird.100 Die Voraussetzung für eine wirksame Übertragung der Forderungen sind das rechtliche Bestehen und Vorliegen einer Forderung gegenüber einem Debitor. Das Vorliegen einer Forderung hat bei rechtmäßigem Erwerb und Besitz solcher Forderungen einen rechtlichen Bestand, welche frei von Einreden, Ansprüchen Dritter und Nachweisbar sind.101 Demzufolge trägt der An­schlusskunde alleine die Verantwortung für das Veritätsrisiko.102

Der Factor übernimmt das Bonitätsrisiko der Debitoren103. Aus diesem Grund führt der Factor vor Vertragsabschluss des Factoring-Geschäftes eine Bonitätsprüfung der Debitoren durch. Nach dieser Bonitätsprüfung legt der Factor für die einzelnen Debitoren ein Kreditlimit fest104. Die Festlegung des Kreditlimits dient für den Fall der Überschreitung, da danach die Forderun­gen zum Inkasso übergehen. Der Factor verpflichtet sich, das Delkredererisiko bis zum verein­barten Limit zu übernehmen. Doch bei Überschreitung des Limits ist die Forderung vom Factor zwar aufgekauft worden, jedoch geht das Ausfallrisiko der das Limit überschreitenden Forde­rung wieder auf den Anschlusskunden über.105 Folglich wird für die Übernahme des Risikos der Zahlungsunfähigkeit meistens eine entsprechende Gebühr berechnet.106

Ungeachtet der Zahlungsunfähigkeit und Nichtzahlung der Debitoren zahlt der Factor den ver­einbarten Forderungsbetrag an den Anschlusskunden aus, da er das Ausfallrisiko für diese For­derungen übernommen hat.107 Die Übertragung des Ausfallrisikos an den Factor stellt für den Anschlusskunden einen Sicherungseffekt dar, weil die Forderungen dennoch beglichen werden und der Kapitalbedarf im Umlaufvermögen sinkt.108

3.4.3. Dienstleistungsfunktion

Eine weitere Leistung des Factorings zeichnet sich in der Dienstleistungs- oder auch Service- funktion109 ab.110 In diesem Fall werden sämtliche mit den Forderungen zusammenhängenden Verwaltungsaufgaben, wie zum Beispiel das Forderungsmanagement111, an den Factor überge­ben. Darunter fallen Aufgaben wie die Debitorenbuchhaltung, Bonitätsprüfung, das Mahnwe­sen und Inkasso.112 Die Überwachung der Zahlungseingänge, Rechtsverfolgung und Forde­rungseintreibung sind weitere Aufgabenfelder im Rahmen der Dienstleistungsfunktion113. Zu­sätzliche Dienstleistungen sind die Rechnungsstellung für den Anschlusskunden sowie die Er­stellung von Statistiken und Beratungen des Unternehmens.114

Infolge der Übertragung der genannten Aufgaben erspart sich der Anschlusskunde die verwal­tungstechnischen und finanziellen Aufwendungen im Unternehmen115, weshalb die mit der Tä­tigkeit verbundenen Kosten entfallen. Jegliche Kosten können eingespart und die dafür ansons­ten aufzubringenden Mittel anderweitig eingesetzt werden.116 Aus Sicht der Anschlusskunden ist die Übergabe der Verwaltungsaufgaben und des Forderungsmanagements an den Factor eine kostengünstigere Alternative117. Für den Factor ist die Abwicklung dieser Leistung eine routi­nierte Leistung und führt zu einem Rationalisierungseffekt, da sie für eine große Menge von Unternehmen getätigt wird118. Durch die Nutzung entsprechender EDV-Systeme und die Inten­sität der Leistung geschieht die Abwicklung solcher Aufgaben kostengünstig und bedingt kei­nen großen Aufwand für Factoring-Anbieter119. Außerdem kann das professionelle Forderungs­management des Factors die Forderungsreichweite eindämmen.120

3.5. Arten des Factorings

Die drei Grundfunktionen des Factorings können im Rahmen eines Factoring-Vertrages gere­gelt, bestimmt und miteinander kombiniert werden. Je nach Vertragsgestaltung treten demnach unterschiedliche Arten des Factorings zutage. Die wichtigsten und bekanntesten Arten werden im Folgenden einmal näher vorgestellt.

3.5.1. Standard-Factoring

Das Standard-Factoring beinhaltet alle drei Grundfunktionen des Factorings. Der Anschluss­kunde kann sich vollständig gegen das Risiko absichern und die Aufgaben für das Debitoren­management an den Factor übertragen. Des Weiteren offeriert diese Art die umsatzkongruente Finanzierung des Factors. Da sämtliche Grundfunktionen durch das Standard-Factoring abge­deckt werden, wird es auch als Full-Service Factoring bezeichnet.121

3.5.2. Echtes und unechtes Factoring

Sind beim Factoring alle drei Grundfunktionen vertraglich geregelt, handelt es sich um das echte Factoring. Insbesondere die Delkrederefunktion, mit welcher der Factor das Ausfallri­siko der Debitoren übernimmt, spielt eine ausschlaggebende Rolle.122 Beim Forderungskauf wird dabei die Rückgriffmöglichkeit des Factors ausgeschlossen. Aus rechtlicher Sicht findet ein echter Kauf von Forderungen und Rechten statt.123 In diesem Zusammenhang werden vor Abschluss dieser Factoring-Art, wie es die Delkrederefunktion vorgibt, eine Bonitätsprüfung durchgeführt und ein Forderungslimit festgelegt.124 Der Verkauf der Forderungen im Wege des echten Factorings entlastet die Bilanz des Anschlusskunden.125

Das unechte Factoring besitzt hingegen keine Delkrederefunktion. Das Ausfallrisiko wird nicht auf den Factor übertragen, sondern verbleibt beim Anschlusskunden.126 Resultierend da­raus entsteht für den Factor eine Rückgriffmöglichkeit und er kann den Anschlusskunden bei Ausfall zur Rückzahlung des gezahlten Forderungsbetrages auffordern. Nach Tätigung der Rückzahlung an den Factor wird die Forderung an den Anschlusskunden zurück übertragen. Aus diesem Grund wird das unechte Factoring kontrastiv zum echten Factoring nicht als For­derungskauf, sondern als Kreditgeschäft eingestuft. Die Übertragung der Forderung erfolgt ana­log zur Sicherungsabtretung einer Kreditsicherheit, wodurch der Factor nur mit beschränkten Rechten im Besitz der Forderung ist.127

3.5.3. Offenes und stilles Factoring

Im Rahmen des offenen Factorings werden die Debitoren über die Forderungsabtretung auf­geklärt. Sie werden dazu aufgefordert, die Zahlung künftig an den Factor und nicht mehr an den Anschlusskunden zu entrichten.128 Somit ist auf den Rechnungen des Anschlusskunden ein Abtretungsvermerk zu finden129. Darüber hinaus bietet das offene Verfahren die Möglichkeit, die Forderungen auf ihre Rechtmäßigkeit hin zu überprüfen.130

Das stille Factoring bildet den Gegensatz zum offenen Factoring. In diesem Verfahren wird auf die Offenlegung der Forderungsabtretung verzichtet, sodass der Debitor sich nicht im Kla­ren darüber ist, dass ein Factoring-Geschäft vorliegt.131 Diese Variante wurde in den 1970er Jahren überwiegend von den Factoring-Gesellschaften in Deutschland genutzt, was auf die Um­stände zurückgeführt werden kann, dass die Debitoren die Forderungsabtretung als finanzielle Schwäche deuten132. Demnach zahlen die Debitoren weiterhin wie gewohnt den Forderungsbe­trag an den Anschlusskunden, der wiederum diesen Betrag aufgrund der vertraglichen Rege­lungen an den Factor weiterleitet133. Für den Factor liefert das stille Verfahren insbesondere dann einen Vorteil, wenn die Debitoren des Anschlusskunden eine hohe Bonität aufweisen. Im stillen Verfahren kann jedoch lediglich eine indirekte und verzögerte Bonitätsprüfung realisiert werden.134

3.5.4. Fälligkeits-Factoring

Neben der vollständigen Risikoabsicherung der Forderungen umfasst diese Art von Factoring die Entlastung des Anschlusskunden durch die Übergabe des Debitorenmanagements an den Factor. Die einzige Leistung, die völlig oder nur partiell entfällt, ist die Finanzierungsfunk- tion.135 Vor diesem Hintergrund wird dem Anschlusskunden der Finanzierungsanspruch vor- enthalten136 137 138. Der Anschlusskunde erhält den Kaufpreis der Forderungen erst zum Fälligkeits- 137 138 termin . Das Fälligkeits-Factoring wird damit auch als „Maturity-Factoring“ bezeichnet.

3.5.5. Inhouse-Factoring

Das Inhouse-Factoring, auch bekannt als Bulk-Factoring, beschränkt sich auf die Finanzie- rungs- und Delkrederefunktion. Die Dienstleistungsfunktion wird dabei an den Anschlusskun­den zurück übertragen, was bedeutet, dass der Anschlusskunde das Debitorenmanagement selbst treuhänderisch führt.139 Der Vorteil für den Anschlusskunden zeigt sich darin, dass er seine ursprünglichen Forderungen selbst für den Factor verwaltet und somit die Kundenbezie­hungen von ihm ausgeführt werden.140

3.6. Kosten des Factorings

Die Durchführung der vereinbarten Leistungen aus dem Factoring-Vertrag ist mit Factoring­Kosten verbunden. Die Höhe dieser Kosten ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. So spielen der jährliche Gesamtumsatz, das Forderungsvolumen, die Vertragsdauer und auch das Verhältnis zwischen dem Anschlusskunden und Factor, zudem die durchschnittliche Forde­rungslaufzeit, die bisherige Ausfallrate der Forderungen sowie die Höhe der Bonitätsrisiken eine wesentliche Rolle bei der Berechnung der Factoring-Kosten.141 Des Weiterem sind die Art des Factorings und der Umfang der übertragenen Aufgaben zu berücksichtigende Komponen­ten. Die Kosten für die typische Form des Standard-Factorings setzen sich aus drei Bestandtei­len zusammen: Für den Anschlusskunden fallen Kosten wie die Factoring-Gebühr als Entgelt für die Risikoübernahme, Dienstleistungen und Zinsen zur Finanzierung der Forderungen an. Diese drei Faktoren bilden gemeinsam die Factoring-Kosten.142

Die Factoring-Gebühr setzt sich zusammen aus der Übernahme der Debitorenbuchhaltung, aus dem Mahnwesen, Inkasso sowie dem Ausfallrisiko der Forderungen143 144. Diesbezüglich ist bei der Factoring-Gebühr zwischen dem Dienstleistungs- und dem Delkredereanteil zu diffe- 144 renzieren.

Der Delkredereanteil beinhaltet das Entgelt für die Übernahme der Ausfallsrisiken der Forde­rungen, weshalb dieser Anteil auch als Delkrederegebühr bezeichnet wird. Die Delkrederege­bühr bewegt sich zwischen 0,1 und 1,0 Prozent der abgetretenen Forderungssumme. Vor Ab­schluss des Factoring-Vertrages wird die Delkrederegebühr genau festgelegt. Im Rahmen der Bestimmung der Delkrederegebühr spielt die erwartete Ausfallhäufigkeit eine entscheidende Rolle.145

Die laut Vertrag vereinbarten unterschiedlichen Dienstleistungen werden vom Factor dem An­schlusskunden in Rechnung gestellt. Auf Grundlage des abgetretenen Forderungsvolumens lässt sich die Dienstleistungsgebühr zwischen 0,5 und 2,5 Prozent berechnen. Wichtige Kom­ponenten, welche die Ermittlung dieser Gebühr beeinflussen, sind die in Anspruch genommene Leistung für das Factoring zum einen und die durchschnittliche Höhe der Forderungen zum anderen.146 Weitere Faktoren, welche die Höhe der Gebühr determinieren, sind die Aufwände für die Bonitätsprüfung der Debitoren, die Verwaltung der Debitorenbuchhaltung und die Über­nahme des Mahnwesens und Inkasso.147

[...]


1 Vgl. Hartmann-Wendels (2018), S. 168.

2 Vgl. Ebenda.

3 Vgl. Ebd.

4 Vgl. Hummel (2011), S. 40

5 Vgl. Behr, Fischer (2005), S. 211.

6 Vgl. König (2014), S. 12.

7 Vgl. Goeke (2008), S.14.

8 Vgl. König (2014), S. 12.

9 Vgl. Bösch (2013), S. 442.

10 Vgl. Rehkugler (2007), S. 278.

11 Vgl. Harms (2014), S. 289.

12 Harms (2014), S. 289.

13 Vgl. Schneider (2010), S. 63.

14 Vgl. Goeke (2008), S. 9.

15 Im Folgenden abgekürzt als IfM Bonn.

16 Vgl. Goeke (2008), S. 9 f.

17 Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an IfM Bonn. Zu finden unter: https://www.ifm-bonn.org/definitio- nen/kmu-definition-des-ifm-bonn/ [17.12.2018].

18 Vgl. Schneider (2010), S. 64.

19 Vgl. Goeke (2008), S. 10.

20 Vgl. Goeke (2008), S. 11 f.

21 Vgl. Schneider (2010), S. 63; Goeke (2008), S. 9.

22 Fischl (2011), S. 3.

23 Vgl. KfW Research (2018), S. 18.

24 Vgl. KfW Research (2018), S. 1.

25 Im Folgenden als KfW abgekürzt.

26 Goeke (2008), S.14.

27 Ebenda.

28 Vgl. Ebd.

29 Vgl. KfW Research (2018), S. 1.

30 Vgl. Goeke (2008), S. 14.

31 Vgl. KfW Research (2018), S. 3.

32 Vgl. KfW Research (2018), S. 4.

33 Quelle: Darstellung aus KfW Research (2018), S. 5. Angaben in Prozent und nur von auslandsaktiven Unter­nehmen.

34 Vgl. KfW Research (2018), S. 4 f.

35 Vgl. Hummel (2011), S. 10.

36 Vgl. Hummel (2011), S. 17.

37 Vgl. Hummel (2011), S. 40.

38 Vgl. Von Haller (2008), S. 100.

39 Vgl. Behr, Fischer (2005), S. 211.

40 Vgl. König (2014), S. 8.

41 Vgl. König (2014), S. 12.

42 Vgl. Maier (2004), S. 406.

43 Vgl. Bette (2002), S. 926.

44 Vgl. König (2014), S. 12.

45 Vgl. Hartmann-Wendels (2012), S. 177.

46 Vgl. Hummel (2011), S. 40.

47 Vgl. Schulte (2006), S. 1.

48 Schneck, (2006), S. 40.

49 Vgl. Ebenda.

50 Vgl. Bösch (2013), S. 442; Perridon, Steiner, Rathgeber (2009) S. 571 f.; Schneck (2006), S. 40.

51 Vgl. Perridon, Steiner, Rathgeber (2012), S. 603.

52 Vgl. Bösch (2013), S. 442.

53 Vgl. Rehkugler (2007), S. 278.

54 Vgl. Schneck (2006), S. 173.

55 Schneck (2006), S. 173. Der Begriff „Verkaufskommissionär stellt einen Synonym für die Bezeichnung „Fac­tor“ dar.

56 Schneck (2006), S. 173.

57 Ebenda.

58 Vgl. Ebenda.

59 Keitel (2008), S. 94.

60 Vgl. Keitel (2008), S. 94.

61 Vgl. Schneck (2006), S. 174; Keitel (2008), S. 94.

62 Vgl. Ebenda.

63 Vgl. Coenenberg (2014), S. 216.

64 Vgl. Moyer, McGuigan, Rao, Kretlow (2003), S. 587; Perridon, Steiner, Rathgeber (2012), S. 455.

65 Vgl. Ertl (2000), S. 202 f.

66 Vgl. Rehkugler (2007), S. 278.

67 Vgl. Hofmann, Sasse, Hauser, Baltzer (2007), S. 159.

68 Vgl. Rehkugler (2007), S. 278.

69 Vgl. Schneck (2006), S. 173; Keitel (2008), S. 94; Wöhe, Bilstein, Ernst, Häcker (2013), S. 356.

70 Vgl. Hartmann-Wendels, Moseschus, Wesel (2014), S. 1; Schneck (2006), S. 174.

71 Vgl. Schneck (2006), S. 175.

72 Unternehmen, dass seine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft hat.

73 Vgl. Bitz, Stark (2015), S. 65.

74 Nach den Regelungen des KWG werden Factoring-Gesellschaften bzw. -Institute als Finanzunternehmen an­gesehen, wobei ihr Hauptgeschäft der entgeltliche Erwerb von Geldforderungen ist. Zu erwähnen ist, dass das Factoring von verschiedenen Unternehmensarten betrieben wird, etwa von Unternehmen mit Bankeigenschaften. Vgl. Bette (2002), S. 912.

75 Vgl. Schneider (2010), S. 71.

76 Quelle: Hartmann-Wendels, Moseschus, Lehmann-Björnekärr, et al. (2018), S. 12.

77 Vgl. Schneck (2006), S. 177.

78 Vgl. Bitz, Stark (2015), S. 65; Schiemann (2010), S. 227; Rehkugler (2007), S. 278.

79 Vgl. Schneck (2006), S. 177; Keitel (2008), S. 95.

80 Vgl. Brandt, Rogge, Gemmel, Neukam (2014), S. 148.

81 Die Factoring-Arten werden im Kapitel 2.5 behandelt.

82 Vgl. Rehkugler (2007), S. 279.

83 Vgl. Ebenda.

84 Vgl. Brandt et al. (2014), S. 148.

85 Vgl. Ebenda; Rehkugler (2007), S. 279.

86 Vgl. Schneck (2006), S. 178.

87 Vgl. Bette (2002), S. 910.

88 Vgl. Keitel (2008), S. 98; Gabler Finanzdienste (2009), S. 44.

89 Vgl. Büter (2010), S. 327.

90 Vgl. Bitz et al. (2015), S. 66.

91 Vgl. Grundmann (2013), S. 121.

92 Vgl. Gabler Finanzdienste (2009), S. 43.

93 Vgl. Bitz et al. (2015), S. 66 f.

94 Vgl. Büter (2010), S. 327.

95 Deutsche Factoring Verband e.V. (2018), zu finden unter: https://www.factoring.de/a-b-c-d. [13.11.2018]

96 Vgl. Schiemann (2010), S. 227; Schneck (2006), S. 175.

97 Vgl. Grundmann (2013), S. 121.

98 Es handelt sich hierbei nicht direkt um eine Zahlungsunfähigkeit. Die Zahlungsunwilligkeit führt nicht zum Ausfall der Zahlung des Debitors, sondern zur Verzögerung. Vgl. Keitel (2008), S. 99.

99 Vgl. Deutsche Factoring Verband e.V. (2018), zu finden unter: https://www.factoring.de/a-b-c-d. [13.11.2018]

100 Vgl. Keitel (2008), S. 99.

101 Vgl. Schiemann (2010), S. 227.

102 Vgl. Brandt et al. (2014), S. 148.

103 Der Factor übernimmt dabei nicht das Bonitätsrisiko des Anschlusskunden. Vgl. Brandt et al. (2014), S. 148.

104 Vgl. Brandt et al. (2014), S. 148; Schiemann (2010), S. 228.

105 Vgl. Grundmann (2013), S. 121.

106 Vgl. Brand et al. (2014), S. 148.

107 Vgl. Grundmann (2013), S. 121.

108 Vgl. Schiemann (2010), S. 228; Jahrmann (2009), S. 155.

109 Vgl. Wöhe, Bilstein, Ernst, Häcker (2013), S. 357.

110 Vgl. Schneck (2006), S. 178.

111 Vgl. Keitel (2008), S. 100.

112 Vgl. Brandt et al. (2014), S. 148; Keitel (2008), S. 100.

113 Vgl. Grundmann (2013), S. 122.

114 Vgl. Wöhe, Bilstein, Ernst, Häcker (2013), S. 357.

115 Vgl. Rehkugler (2007), S. 279.

116 Vgl. Brandt et al. (2014), S. 148.

117 Vgl. Keitel (2008), S. 100.

118 Vgl. Brandt et al. (2014), S. 148.

119 Vgl. Rehkugler (2007), S. 279.

120 Vgl. Keitel (2008), S. 100.

121 Vgl. Bitz et al. (2015), S. 65 f.; Deutsche Factoring Verband e.V. (2018) S. 11.

122 Vgl. Derleder, Knops, Bamberger (2009), S. 340.

123 Vgl. Brandt et al. (2014), S. 149; Schneck (2006), S. 175.

124 Vgl. Rehkugler (2007), S. 279.

125 Vgl. Keitel (2008), S. 110.

126 Vgl. Ebenda.

127 Vgl. Brandt et al.(2014), S. 150.

128 Vgl. Schneck (2006), S. 178.

129 Vgl. Wöhe, Bilstein, Ernst, Häcker (2013), S. 357.

130 Vgl. Schiemann (2010), S. 231.

131 Vgl. Schneck (2006), S. 178.

132 Vgl. Wöhe, Bilstein, Ernst, Häcker (2013), S. 360.

133 Vgl. Bitz et al. (2015), S. 67.

134 Vgl. Schiemann (2010), S. 231.

135 Vgl. Deutsche Factoring Verband e.V. (2018) S. 11.

136 Vgl. Keitel (2008), S. 110.

137 Vgl. Deutsche Factoring Verband e.V. (2018) S. 11.

138 Vgl. Bitz et al. (2015), S. 68.

139 Vgl. Ebenda; Deutsches Factoring Verband e.V. (2018), S. 11.

140 Vgl. Keitel (2008), S. 110.

141 Vgl. Keitel (2008), S. 105.

142 Vgl. Grundmann (2013), S. 125.

143 Vgl. Schneck (2006), S. 180.

144 Vgl. Keitel (2008), S. 106.

145 Vgl. Bitz et al. (2015), S. 67.

146 Vgl. Ebenda.

147 Vgl. Jahrmann (2009), S. 154.

Ende der Leseprobe aus 90 Seiten

Details

Titel
Internationales Factoring im deutschen Mittelstand. Ein alternatives Finanzierungsinstrument?
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
1,9
Autor
Jahr
2019
Seiten
90
Katalognummer
V509456
ISBN (eBook)
9783346137524
ISBN (Buch)
9783346137531
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Factoring, internationales Factoring, deutscher Mittelstand, Mittelstand, Leasing, Finanzierungsinstrument, Forfaitierung, Kosten, Bilanz
Arbeit zitieren
Emine Simsek (Autor), 2019, Internationales Factoring im deutschen Mittelstand. Ein alternatives Finanzierungsinstrument?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509456

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