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Gerichtliches Mahnverfahren für Nicht-Juristen in 20 Minuten

Mit Anmerkungen zur Verjährung, Verwirkung und dem arbeitsgerichtlichen Mahnbescheid (Edition 2019)

Titel: Gerichtliches Mahnverfahren für Nicht-Juristen in 20 Minuten

Fachbuch , 2019 , 18 Seiten

Autor:in: Daniel Lautenbacher (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / BGB AT / Schuldrecht / Sachenrecht
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem kurzen Buch wird ein schneller Einstieg zum gerichtlichen Mahnverfahren ermöglicht. Dieses Buch kann innerhalb von ca. 20 Minuten gelesen werden. Aus diesem Grund sind die Themenfelder stark gekürzt und praxisbezogen.

Im Nachfolgenden wird aufgezeigt, worum es sich beim gerichtlichen Mahnverfahren handelt. Auch wird der gewöhnliche Ablauf dessen beschrieben. Im Fallbeispiel wird ein fiktiver Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides unter Zuhilfenahme des Online-Mahnantrages erstellt.

Zusätzlich finden sich im Anhang einige kurze themenrelevante Erläuterungen zur Zustellung per Gerichtsvollzieher gem. § 192 ZPO, der neuen Europäischen Verbraucherrechterichtlinie, zur Verjährung und deren Unterbrechung sowie der Verwirkung.

Mit dieser Neuauflage (2019) wurden entsprechende rechtliche Veränderungen berücksichtigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Das gerichtliche Mahnverfahren

Eine Übersicht

Der Widerspruch

Der Teil-Widerspruch

Der Prozessbetrug - Übersicht

Der Prozessbetrug - Widerspruch bei unberechtigter Forderung

Der Prozessbetrug - Strafbarkeit und Verfolgung

3. Fallbeispiel

Der Online-Mahnantrag / Die Antragstellung

Der Antragsgegner

Angaben zur Hauptforderung und Zinsen

Auslagen und Nebenforderungen

Prozessgericht / Allgemeine Angaben zum Antrag

Abschluss des Mahnantrages

4. Anmerkungen

EU-VRRL - Außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge

Zustellung per Gerichtsvollzieher

Verjährung

Hemmung der Verjährung / Prozesstaktik

Neubeginn der Verjährung

Verwirkung

Der arbeitsgerichtliche Mahnbescheid

Zielsetzung & Themen

Das Buch bietet Nicht-Juristen einen praxisorientierten und kompakten Einstieg in das gerichtliche Mahnverfahren in Deutschland, um Forderungen effizient zu titulieren. Die Forschungsfrage fokussiert sich auf die eigenständige Durchführung des Mahn- und Vollstreckungsprozesses unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen.

  • Grundlagen des gerichtlichen Mahnverfahrens
  • Praktische Erstellung eines Online-Mahnantrags
  • Umgang mit Widersprüchen und Prozessbetrug
  • Rechtliche Aspekte wie Verjährung und Verwirkung
  • Besonderheiten des arbeitsgerichtlichen Mahnwesens

Auszug aus dem Buch

DAS GERICHTLICHE MAHNVERFAHREN

Das Mahnverfahren ist ein zivilgerichtliches Spezialverfahren, das ohne ausführliche Klageschrift, Beweiserhebung und mündliche Verhandlung durchgeführt werden kann, sofern es sich nur um eine "Geldforderung" handelt. Auch kann es ohne fremde Hilfe betrieben werden und ist durch diese Gegebenheiten günstiger als ein streitiges Verfahren. Lediglich im Falle eines Widerspruches durch den Schuldner bzw. Beklagten wird das Verfahren an das zuständige Gericht abgegeben und das streitige Verfahren eröffnet.

Das gerichtliche Mahnverfahren eignet sich zur schnellen Titulierung von Ansprüchen gegenüber Dritten, um z.B. eine Verjährung zu verhindern. Nach Beantragung eines Mahnbescheides wird dieser dem Schuldner zugestellt. Der Schuldner hat anschließend 14 Tage Zeit, diesem zu widersprechen. Erfolgt kein Widerspruch des Schuldners kann der Gläubiger einen Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheides stellen, diesem kann der Schuldner wiederrum 14 Tage widersprechen; jedoch kann dieser Vollstreckungsbescheid bereits genutzt werden um eine Zwangsvollstreckung durchzuführen. Mit einem Vollstreckungsbescheid kann der Gläubiger 30 Jahre lang eine Vollstreckung beim Schuldner durchführen; sofern dieser nicht wieder aufgehoben wird. Das arbeitsgerichtliche Mahnverfahren unterscheidet sich maßgeblich dadurch, dass hier nur jeweils eine Woche Zeit für einen Widerspruch besteht.

Bei einer Zwangsvollstreckung wird ein Gerichtsvollzieher damit beauftragt, die entsprechende Forderung vom Schuldner einzuziehen und dem Gläubiger zuzuführen. Die Kosten einer Zwangsvollstreckung trägt in der Regel der Schuldner. Der Gläubiger muss diese allerdings vorab bezahlen; ist der Schuldner nun nicht in der Lage die Forderung zu bezahlen, trägt vorläufig der Gläubiger die Kosten dieser Zwangsvollstreckung. Ist der Gläubiger vom Schuldner darüber in Kenntnis versetzt worden, dass dieser über keine Mittel verfügt, um die Forderung zu bezahlen, so hat der Gläubiger diese Kosten unter bestimmten Voraussetzungen (Kostenminderungspflicht) selbst zu tragen. Der Vollstreckungsauftrag kann sich aber auch gegen Dritte wie z.B. eine Bank richten, bei der Konten des Schuldners geführt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführung in die Zielsetzung des Buches, das einen schnellen und praxisbezogenen Einstieg für Nicht-Juristen in das Mahnverfahren bietet.

2. Das gerichtliche Mahnverfahren: Erläuterung der Abläufe, Widerspruchsmöglichkeiten und der Problematik des Prozessbetrugs.

3. Fallbeispiel: Detaillierte Anleitung zur Erstellung eines fiktiven Online-Mahnantrags, von der Antragstellung bis zum Ausdruck.

4. Anmerkungen: Ergänzende Informationen zu rechtlichen Themen wie Verbraucherrechterichtlinien, Verjährungsfristen, Verwirkung und spezifischen arbeitsgerichtlichen Mahnbescheiden.

Schlüsselwörter

Mahnverfahren, Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid, Zivilgericht, Geldforderung, Widerspruch, Online-Mahnantrag, Verjährung, Verwirkung, Arbeitsgericht, Zwangsvollstreckung, Gerichtsvollzieher, Prozessbetrug, Gläubiger, Schuldner

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?

Das Buch dient als verständliche Anleitung für Nicht-Juristen, um selbstständig Forderungen im Rahmen eines gerichtlichen Mahnverfahrens geltend zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen den Ablauf des Mahnverfahrens, die Online-Antragstellung, den Umgang mit rechtlichen Hürden wie Widersprüchen sowie ergänzende Aspekte zu Verjährung und Vollstreckung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Leser in ca. 20 Minuten dazu zu befähigen, ein Mahnverfahren effizient und ohne fachfremde Hilfe zu initiieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer praxisorientierten, deskriptiven Methode, die rechtliche Abläufe durch ein konkretes Fallbeispiel veranschaulicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Erläuterung des Mahnwesens und die praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Nutzung des Online-Portals für Mahnanträge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Mahnbescheid, Forderungsmanagement, Zwangsvollstreckung, Verjährung und Online-Mahnantrag charakterisiert.

Welche Bedeutung hat der arbeitsgerichtliche Mahnbescheid im Vergleich zum regulären Verfahren?

Im arbeitsgerichtlichen Mahnverfahren verkürzt sich die Widerspruchsfrist auf 7 Tage, es fallen keine Vorschusszahlungen an und es ist ein spezifisches Formular erforderlich.

Wie kann eine Verjährung prozesstaktisch beeinflusst werden?

Durch die Beantragung eines Mahnbescheids kann die Verjährung gehemmt werden, was dem Gläubiger ermöglicht, mehr Zeit für Verhandlungen oder eine Klageerhebung zu gewinnen.

Wann ist ein Prozessbetrug im Mahnverfahren gegeben?

Ein Prozessbetrug liegt vor, wenn wissentlich unberechtigte Forderungen geltend gemacht werden, etwa indem falsche Beweismittel eingesetzt oder Tatsachen bewusst wahrheitswidrig dargestellt werden.

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Details

Titel
Gerichtliches Mahnverfahren für Nicht-Juristen in 20 Minuten
Untertitel
Mit Anmerkungen zur Verjährung, Verwirkung und dem arbeitsgerichtlichen Mahnbescheid (Edition 2019)
Autor
Daniel Lautenbacher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
18
Katalognummer
V509522
ISBN (eBook)
9783346078872
ISBN (Buch)
9783346078889
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gerichtliches Mahnverfahren Mahnbescheid Mahnverfahren Anleitung Arbeitsgericht Gehaltsverzug Lohnverzug Verzug Mahnung Rechnung Verjährung Anfänger Hilfe Nicht-Juristen 20 Minuten Daniel Lautenbacher
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Lautenbacher (Autor:in), 2019, Gerichtliches Mahnverfahren für Nicht-Juristen in 20 Minuten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509522
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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