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Unterschiede in Corporate Governance zwischen Kontinentaleuropa und den USA

Ein Überblick

Titel: Unterschiede in Corporate Governance zwischen Kontinentaleuropa und den USA

Bachelorarbeit , 2015 , 39 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Caner Orhan (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eigentums- und Finanzstrukturen von Unternehmen unterscheiden sich weltweit in den jeweiligen Ländern. Daraus folgt, dass in den USA jährlich hunderte Unternehmen am Aktienmarkt emittieren, während die Anzahl in Italien innerhalb eines Jahrzehnts deutlich geringer ist. Das Ausmaß der Aktienmärkte in den USA und in Großbritannien ist größer, als vergleichsweise in Frankreich und Deutschland. Trotz dessen, dass der deutsche Aktienmarkt relativ klein ist, ist er dennoch sehr umfangreich und stark. Der Preisaufschlag für den Kauf einer Vorzugsaktie, die kein Stimmrecht enthält, dem Investor jedoch eine bevorzugte und höhere Dividende gewährt, ist in den USA und Schweden sehr gering, in Italien jedoch deutlich höher. Aguilera et al. argumentieren, dass diese Erklärung der Unterschiede in den jeweiligen Ländern auf den rechtlichen Schutzmaßnahmen bezüglich der Investoren, basiert. Der Grad und die Stärke dieser Schutzmaßnahmen werden durch die Corporate Governance-Systeme der Länder bestimmt. In der Literatur sind hierfür zwei unterschiedliche Systeme identifiziert, das Anglo-Amerikanische und das Kontinental Europäische Corporate Governance-System. Um einen tieferen Einblick in die Unterschiede zwischen diesen beiden Systemen zu gewinnen, und ihre Auswirkungen zu verstehen, wird fortfolgend ein Vergleich zwischen den Corporate Governance-Systemen in den USA und in Kontinentaleuropa durchgeführt und ihre Auswirkung auf den Investorenschutz untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen zu Corporate Governance

2.1 Definition Corporate Governance

2.2 Relevanz der Corporate Governance

2.3 Codes of Good Governance

3. Unterschiede und Auswirkungen in Corporate Governance zwischen Kontinental Europa und den USA

3.1 Unterschiede in den Rechtsordnungen

3.1.1 Das Zivilrecht

3.1.2 Das Gemeinschaftsrecht

3.1.3 Unterschiede zwischen dem Zivilrecht und dem Gemeinschaftsrecht

3.2 Unterschiede in externer und interner Corporate Governance in Kontinental Europa und den USA

3.2.1 Unterschiede in interner Corporate Governance

3.2.2 Unterschiede in externer Corporate Governance

3.3 Unterschiede im Investorenschutz der Corporate Governance-Systeme in Kontinental Europa und den USA

3.3.1 Unterschiede im Aktionärsrecht

3.3.2 Unterschiede im Gläubigerrecht

3.3.3 Unterschiede in der Rechtsdurchsetzung

3.3.4 Unterschiede in der Eigentumskonzentration von Unternehmen

3.4 Auswirkungen des Investorenschutzes auf den Kapitalmarkt

4. Auswirkungen von Investorenschutz auf den M&A-Markt

4.1 Datenerhebung und Methodik

4.2 Auswirkungen von Investorenschutz auf den M&A-Markt

4.2.1 Auswirkungen von Investorenschutz auf das Volumen

4.2.2 Auswirkungen von Investorenschutz auf die Übernahmeprämie

4.2.3 Auswirkungen von Investorenschutz auf die Zahlungsmittel

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die bestehenden Unterschiede im Bereich der Corporate Governance zwischen Kontinental Europa und den USA sowie deren Auswirkungen auf den Investorenschutz und den Kapitalmarkt, insbesondere den Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A), zu analysieren und kritisch zu bewerten.

  • Vergleich zwischen anglo-amerikanischem und kontinentaleuropäischem Corporate Governance-System
  • Analyse der zugrundeliegenden Rechtsordnungen (Zivilrecht vs. Gemeinschaftsrecht)
  • Untersuchung des Investorenschutzes hinsichtlich Aktionärsrechten, Gläubigerrechten und Rechtsdurchsetzung
  • Einfluss des Investorenschutzes auf Kapitalmarktstrukturen und M&A-Aktivitäten

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das Zivilrecht

Das Zivilrecht wird auf das Gesetz der Römer zurückgeführt und wird stark mit den Vorstellungen von Gerechtigkeit und Moral in Verbindung gebracht. In Europa wird, Großbritannien jedoch ausgenommen, das Zivilrecht praktiziert. Gesetze sind vom Gesetzgeber kodifiziert und die Jurisprudenz spielt eine weniger wichtige Rolle. Heutzutage wird zwischen dem französischen, dem deutschen und dem skandinavischen Zivilrecht unterschieden (vgl. La Porta 1996, S.4). Das französische Zivilrecht basierte auf den Justinischen Gesetzen und einzelnen Rechtsprechungen. Während der französischen Revolution wurde der Staat über den Gerichtshof gestellt und die Juristerei abgeschafft. Durch einen hohen Grad an formellen Prozeduren wurde die Diskretion der Richter eingeschränkt. Der französische Einfluss findet sich heutzutage in Ländern wie Portugal, Spanien, Italien und in einigen Kantonen der Schweiz, wieder (vgl. ebd., S.6). Im Gegensatz dazu wird das deutsche Zivilrecht als das Ergebnis einer Evolution angesehen, anstelle einer Revolution. So wird im Deutschen die Juristerei in einem positiven Licht dargestellt und das Gesetzesbuch so verfasst, dass es mit der Zeit, im Gegensatz zum französischen Zivilrecht, veränderbar ist. Der Deutsche Einfluss ist heutzutage in Ländern wie Japan, Griechenland und den Balkan-Staaten auffindbar. Das Skandinavische Zivilrecht wird weder mit dem Deutschen, noch mit dem Französischen Rechtssystem verbunden, sondern gesondert betrachtet (vgl. ebd., S.10).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung der Arbeit dar und erläutert die Relevanz des Vergleichs zwischen dem anglo-amerikanischen und dem kontinentaleuropäischen Corporate Governance-System.

2. Theoretische Grundlagen zu Corporate Governance: Dieses Kapitel definiert den Begriff Corporate Governance, erläutert dessen Relevanz und führt in die Bedeutung von Codes of Good Governance ein.

3. Unterschiede und Auswirkungen in Corporate Governance zwischen Kontinental Europa und den USA: Hier werden die Rechtsordnungen, die internen und externen Governance-Systeme sowie die Unterschiede im Investorenschutz und der Kapitalmarktstruktur detailliert gegenübergestellt.

4. Auswirkungen von Investorenschutz auf den M&A-Markt: Dieses Kapitel untersucht mittels Regressionsanalysen den Einfluss der Qualität des Investorenschutzes auf das Transaktionsvolumen, die Übernahmeprämie und die Wahl der Zahlungsmittel bei Übernahmen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der Corporate Governance in einem globalisierten Umfeld.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Investorenschutz, USA, Kontinental Europa, Zivilrecht, Gemeinschaftsrecht, Aktionärsschutz, Gläubigerrecht, Kapitalmarkt, M&A-Markt, Eigentumskonzentration, Rechtsdurchsetzung, Übernahmeprämie, Barangebote, Finanzsystem

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem systematischen Vergleich der Corporate Governance-Systeme in den USA und Kontinental Europa sowie deren Auswirkungen auf den Schutz von Investoren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Unterschiede in den jeweiligen Rechtssystemen (Zivil- vs. Gemeinschaftsrecht), interne und externe Kontrollmechanismen, der Investorenschutz und die Auswirkungen auf den M&A-Markt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es zu prüfen, ob das US-amerikanische System für Investoren tatsächlich bessere Schutzmechanismen bietet als das kontinentaleuropäische System.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Autorin stützt sich auf einen Literaturvergleich und die empirische Auswertung von Regressionsmodellen, insbesondere zur Analyse der Auswirkungen des Investorenschutzes auf M&A-Transaktionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Gegenüberstellung der Rechtsordnungen und Governance-Systeme sowie eine empirische Analyse der Auswirkungen von Investorenschutz auf den Kapital- und M&A-Markt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Corporate Governance, Investorenschutz, Rechtsordnungen, Kapitalmarkt und M&A-Markt charakterisiert.

Wie unterscheidet sich das Zivilrecht vom Gemeinschaftsrecht in Bezug auf die Rolle der Richter?

Im Zivilrecht sind Gesetze kodifiziert und Richter haben weniger Spielraum, während im Gemeinschaftsrecht (Common Law) Richter durch ihre Urteilssprechung aktiv zur Rechtsentwicklung beitragen.

Warum spielt die Eigentumskonzentration laut der Arbeit eine Rolle?

Eine höhere Eigentumskonzentration in Unternehmen ist oft eine Reaktion auf einen schwachen rechtlichen Investorenschutz, um eine bessere Kontrolle über die Unternehmensführung sicherzustellen.

Welchen Einfluss hat der Investorenschutz auf Übernahmeangebote?

Die Untersuchung zeigt, dass in Ländern mit schwächerem Investorenschutz Aktionäre bei Übernahmen vermehrt Barangebote gegenüber Aktienangeboten präferieren, um Enteignungsrisiken zu mindern.

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Details

Titel
Unterschiede in Corporate Governance zwischen Kontinentaleuropa und den USA
Untertitel
Ein Überblick
Hochschule
Universität Hohenheim
Note
1.3
Autor
Caner Orhan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
39
Katalognummer
V509567
ISBN (eBook)
9783346073433
ISBN (Buch)
9783346073440
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterschiede corporate governance kontinentaleuropa überblick
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Caner Orhan (Autor:in), 2015, Unterschiede in Corporate Governance zwischen Kontinentaleuropa und den USA, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509567
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Leseprobe aus  39  Seiten
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