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Glaube und Zeit

Eine hermeneutische Betrachtung des biblischen Gottesbildes in seiner Gegenwartsanalyse

Titel: Glaube und Zeit

Fachbuch , 2019 , 94 Seiten

Autor:in: Maximilian Bekmann (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

"Glaube und Zeit" versucht eine Bibelhermeneutik zu entwerfen, die auch den Ansprüchen der Gegenwart gerecht wird und die menschliche Existenz von heute in sich integriert. Die Bibel, das Buch der Bücher, ist eine Komposition vieler einzelner Schriften und wurde über einen langen Zeitraum hinweg zu der uns bekannten Form kanonisiert. Als solche ist die Heilige Schrift als Wort Gottes entsprechend vielseitig und richtet sich mit Seiner Botschaft an jeden Einzelnen. Ihre Auslegung kommt jedoch in weiten Teilen dieser Vielseitigkeit nicht nach und wird der Lebensrealität vieler nicht gerecht.

Für den Leser, der ohne Hintergrundwissen in den biblischen Schriften liest, werden sich viele Fragen auftun, wie die nach dem Zusammenhang der Güte Gottes und seinen teilweise blutigen Befehlen und Forderungen besonders an Mose und Josua. Dazu muss man sich darüber im Klaren sein, dass es sich bei der Bibel um eine Sammlung von literarischen Gattungen handelt, die von der Umwelt der altorientalischen Nomadenstämme beeinflusst ist und oft auch fast allein nur von dessen Zusammenhang her verstanden werden kann. Dabei muss man auch heute feststellen, dass vieles dieser alttestamentlichen Gesetzesliteratur aus dem Zusammenhang herausgerissen und geradezu steinbruchartig in das kirchliche Lehramt miteingeflossen ist, was in die Richtung der buchstabengetreuen Auslegung der Schrift ohne jeglichen Tiefgang führt und somit eine Vorstufe des gefährlichen Fundamentalismus werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. DAS ALTE TESTAMENT ODER DER ERSTE BUND

I.1 Zeittafel zum historischen Hintergrund der alttestamentlichen Schriften

I.2 Die Gesetzesliteratur als Weisung ethischen Handelns

I.3 Die Prophetenliteratur am Beispiel Hoseas

II. DAS NEUE TESTAMENT ODER DIE BOTSCHAFT

DER BEFREIUNG

II.1 Zeittafel zum historischen Hintergrund des NT

II.2 Jesus Christus als der Retter – „σωτηρ“

II.3 Die Christologie des Johannesprologs

II.4 Die Neuakzentuierung der Gesetzesfrömmigkeit im NT

III. DIE PLAUSIBILITÄT DES CHRISTLICHEN CREDOS ODER DER

HISTORISCHE KERN DES GLAUBENS

III.1 Die Rückfrage nach dem historischen Jesus als Grundlage für den

kerygmatischen Christus des Glaubens

III.2 Die Methodik der historisch-kritischen Bibelexegese

III.3 Der wechselvolle Verlauf der Kirchengeschichte als Anlass für eine inhaltliche

Auseinandersetzung mit dem Kerygma des NT

III.4 Die Kontroverse über die Gottessohnschaft Jesu

III.5 Tatort Nizäa: Jesus Christus ist Gottes Sohn

IV. CHRISTLICHE EXISTENZ IM WANDEL DER ZEITEN

IV.1 Der Einsatz für Werte als Ausdruck eines christlichen Lebens

IV.2 Christliches Leben als Herausforderung

IV.3 Offenbarung – Deutungskategorie statt Glaubensgrund

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die hermeneutische Brücke zwischen den biblischen Schriften des Alten und Neuen Testaments sowie deren Relevanz für das christliche Leben in der modernen, durch den Kapitalismus geprägten Gesellschaft. Das primäre Ziel ist es, den historischen Kern des christlichen Glaubens (Jesus von Nazaret) von dogmatistischen Überhöhungen zu unterscheiden und den Glauben als lebenspraktische, personale Zuwendung zu Gott und dem Nächsten neu zu fundieren.

  • Die biblische Hermeneutik und das Verständnis der Gesetzesliteratur im historischen Kontext.
  • Der historische Jesus im Spannungsfeld von jüdischer Verwurzelung und neutestamentlichem Kerygma.
  • Die Entwicklung der Christologie von Nizäa bis Chalzedon als Antwort auf theologische Konflikte.
  • Die Bedeutung von Offenbarung als Deutungskategorie für christliche Existenz in einer säkularen Welt.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit Fundamentalismus und dogmatistischer Verengung des Glaubens.

Auszug aus dem Buch

I.3.4 Gottes unüberbietbare Liebe für sein Volk in Hos 11

Das elfte Kapitel des Hoseabuches gilt als dessen Herzstück. Es lohnt sich daher eine genauere Betrachtung der einzelnen Verse. Hos 11, 1-11 bildet den Abschluss des zweiten der drei Teile, in denen sich das Hoseabuch eingliedern lässt. Zusammen mit 14, 2-9, dem Abschluss des dritten Teils, kommt das Werk im elften Kapitel zu seinem literarischen Höhepunkt. Wie kaum ein anderes Buch spricht Hosea hier in lebendigen und plastischen Bildern von der großen Leidenschaft Gottes für sein Volk. Diese Leidenschaft wird der für den Leser fast schon unerträglich wirkenden Härte der Anklage, Androhungen und Strafansage der vorherigen Kapitel gegenübergestellt.

Verse 1-4

1 Als Israel jung war, gewann ich ihn lieb/ ich rief meinen Sohn aus Ägypten. 2 Je mehr ich sie rief, desto mehr liefen sie von mir weg. Sie opferten den Baalen und brachten den Götterbildern Rauchopfer dar. 3 Ich war es, der Efraim gehen lehrte, ich nahm ihn auf meine Arme. Sie aber haben nicht erkannt, dass ich sie heilen wollte. 4 Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe. Ich war da für sie wie die Eltern, die den Säugling an ihre Wange heben. Ich neigte mich ihm zu und gab ihm zu essen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. DAS ALTE TESTAMENT ODER DER ERSTE BUND: Einführung in die Tora und die prophetische Literatur als geschichtliches Fundament des christlichen Glaubens.

II. DAS NEUE TESTAMENT ODER DIE BOTSCHAFT DER BEFREIUNG: Darstellung des Neuen Testaments als Vollendung und Erweiterung des ersten Bundes durch die Person Jesus Christus.

III. DIE PLAUSIBILITÄT DES CHRISTLICHEN CREDOS ODER DER HISTORISCHE KERN DES GLAUBENS: Untersuchung des historischen Jesus und der Entwicklung christologischer Dogmen in den frühen Konzilien.

IV. CHRISTLICHE EXISTENZ IM WANDEL DER ZEITEN: Reflexion über die christliche Lebensführung in einer modernen, säkularen Gesellschaft unter Berücksichtigung von Werten und Offenbarungsverständnis.

Schlüsselwörter

Bibelhermeneutik, Altes Testament, Neues Testament, Jesus von Nazaret, Christologie, Offenbarung, Gerechtigkeit, Nächstenliebe, Tora, Nizäa, Chalzedon, Glaube, Heilsgeschehen, Existenz, Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine hermeneutische Auseinandersetzung mit den biblischen Gottesbildern und deren Bedeutung für das christliche Selbstverständnis in der Gegenwart.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Gesetz und Gnade, die historische Rückfrage nach Jesus, die Christologie der frühen Kirche und die christliche Lebensführung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, eine Brücke zwischen der historischen Überlieferung und einer existentiell bedeutsamen christlichen Spiritualität zu schlagen, die sich gegen Fundamentalismus abgrenzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-kritische Bibelexegese angewendet, um die Texte in ihrem soziokulturellen und historischen Kontext zu erschließen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Exegese biblischer Texte (Levitikus, Hosea), der Entwicklung der Christologie sowie der kritischen Aufarbeitung des dogmatischen Glaubensbekenntnisses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben Bibelhermeneutik und Christologie sind insbesondere Begriffe wie Offenbarung, Gerechtigkeit, Nächstenliebe und historische Jesusforschung zentral.

Warum ist das "Gottesbild" in Levitikus so problematisch?

Viele alttestamentliche Gesetze wirken befremdlich. Die Arbeit erklärt sie als soziologische Abgrenzungsversuche eines Nomadenvolkes, die nicht wörtlich als Charakterbeschreibung Gottes missverstanden werden dürfen.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Konzils von Nizäa?

Er sieht es als notwendigen, wenn auch politisch geprägten Versuch, die Identität Jesu als Sohn Gottes in einer Zeit der theologischen Zersplitterung dogmatisch festzuhalten, um die Einheit zu wahren.

Welche Rolle spielt die "Religion Christi" bei Lessing?

Der Autor greift Lessings Konzept auf, um eine authentische, am Vorbild Jesu orientierte Ethik der Nächstenliebe gegen ein abstraktes, dogmatisiertes System der "christlichen Religion" zu stellen.

Ende der Leseprobe aus 94 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Glaube und Zeit
Untertitel
Eine hermeneutische Betrachtung des biblischen Gottesbildes in seiner Gegenwartsanalyse
Hochschule
Universität Salzburg
Autor
Maximilian Bekmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
94
Katalognummer
V509684
ISBN (eBook)
9783346074157
ISBN (Buch)
9783346074164
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Glaubenshermeneutik Gegenwartsanalyse Theologie Bibel Glaube Geschichte des Glaubens Hermeneutik Erfahrung biblische Gesetze Altes Testament Neues Testament Plausibilität des Glaubens Glaubensverantwortung Reinheit und Unreinheit Homosexualität Treue Vertrauen Deutung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Bekmann (Autor:in), 2019, Glaube und Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509684
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Leseprobe aus  94  Seiten
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