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Aggression bei Kindern im Alter von drei bis elf Jahren. Leitfaden für einen sicheren Umgang

Titel: Aggression bei Kindern im Alter von drei bis elf Jahren. Leitfaden für einen sicheren Umgang

Facharbeit (Schule) , 2019 , 28 Seiten

Autor:in: Florian Dehne (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit will die Ursachen von Aggression und Aggressivität ergründen und für den Umgang mit ihnen sensibilisieren. Der Autor hofft, dem Leser einen Leitfaden an die Hand geben zu können, um ihm zu mehr Selbstsicherheit im Umgang mit aggressiven Kindern zu verhelfen. Eine Umfrage unter Lehramtsstudenten belegte Folgendes: Vor der Referendarzeit fühlten sich noch circa 33 Prozent der angehenden Lehrer und Lehrerinnen durch ihre Ausbildung für aggressive und hyperaktive Kinder gewappnet. Während der Referendarzeit sank diese Zahl auf 17 Prozent ab. Nach dem zweiten Staatsexamen und damit nach dem Realitätsschock behaupteten nur noch 2 Prozent der nun fertig ausgebildeten Lehrer, dass sie auf den Schulalltag und die damit verbundenen Konfliktsituationen gut vorbereitet seien.

Diese Arbeit ist in sechs Punkte untergliedert. Als erstes werden die Begriffe Aggression sowie Aggressivität näher erläutert und es wird erklärt, wie der Prozess einer Aggression abläuft. Anschließend werden Ursachen im Alltag benannt und wie diese aggressives Verhalten beeinflussen. Im direkten Anschluss an jede Ursache werden präventive Maßnahmen genannt. Der Leistungsdruck sowie Bullying in Schulen und Rahmenbedingungen in Kindertagesstätten sind Ursachen, die in dieser Arbeit näher betrachtet werden. Zudem wird anhand eines Geschlechtervergleichs dargestellt, ob Jungen aggressiver sind als Mädchen oder nicht. Nachdem der vom Autor erstellte Fragebogen explizit ausgewertet wird, schließt sich ein Schlusswort an und schließt die Facharbeit ab.

Die Fragebögen wurden an Grundschulen ausgeteilt. Es haben sich sieben Lehrer und zehn Erzieher der Grundschule X sowie zehn Erzieher der Grundschule Y an dieser Umfrage beteiligt. Die Antworten der Fragebögen werden explizit ausgewertet und die Ergebnisse in einem Resümee zusammengefasst. Aus den Fragebögen werden innerhalb der Arbeit Ergebnisse festgehalten und pädagogisches Handeln abgeleitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung zum Thema

2 Definition von Aggression und Aggressivität

2.1 Aggression

2.2 Aggressivität

2.3 Wie entstehen Aggressionen?

3 Aggressionsfördernde Rahmenbedingungen und Präventionsmaßnahmen

3.1 Bullying

3.2 Leistungsdruck in der Schule

3.3 Rahmenbedingungen in Kindertagesstätten

3.4 „Video-Killer-Spiele“

4 Geschlechtervergleich

4.1 Erziehung durch die Eltern

5 Abgeleitetes Handeln für Pädagogen

5.1 Dialog

5.2 Interesse

5.3 Neugierde

5.4 Anerkennung

5.5 Persönliches Feedback

6 Auswertung der Fragebögen

7 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit untersucht die Ursachen und Erscheinungsformen aggressiven Verhaltens bei Kindern zwischen drei und elf Jahren, um daraus einen praxisorientierten Leitfaden für Pädagogen abzuleiten, der zu einem sichereren und verständnisvolleren Umgang mit diesen Situationen im pädagogischen Alltag befähigt.

  • Theoretische Fundierung der Begriffe Aggression und Aggressivität
  • Analyse aggressionsfördernder Faktoren wie Bullying, Leistungsdruck und Medienkonsum
  • Untersuchung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Aggressionsentwicklung
  • Entwicklung pädagogischer Handlungsstrategien zur Prävention und Intervention
  • Empirische Erhebung unter pädagogischen Fachkräften zur aktuellen Situation in Kitas und Schulen

Auszug aus dem Buch

3.1 Bullying

Bullying ist eine spezifische Beziehung zwischen einem Opfer und einem oder mehreren Tätern, welche von einem Machtungleichgewicht sowie von Schädigungsabsichten des Täters geprägt ist und sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Man kann diese Beziehung mit dem Begriff Mobbing vergleichen. Gerade während dieser Schulzeit ist dies ein großes Thema. In der Freizeit können die Opfer ihren Tätern ausweichen, in dem sie den Freundeskreis wechseln oder sich einen anderen Ort zum Spielen suchen. In der Schule nimmt dies ganz andere Ausmaße an. Manchmal schaukelt sich eine solche Situation über Wochen, Monate oder gar Jahre auf. Die Abwärtsspirale für die Betroffenen fängt meist ganz harmlos an. Zuerst werden spitze Bemerkungen geäußert, gefolgt von Beleidigungen und in ganz harten Fällen kommt es auch zu körperlichen Übergriffen. Doch bei einer Schulklasse sind nicht nur die offensichtlichen Täter verantwortlich zu machen. Eine Schulklasse muss als großes Ganzes betrachtet werden.

Angela Ittel hat zu diesem Thema Zahlen einer Studie in ihrem Buch veröffentlicht. Laut der Studie gibt es sieben verschiedene Schülertypen. Das Ergebnis der Studie besagt, dass 87 Prozent der Klasse als Beteiligte gelten. So gibt es neben den Opfern (11,7 Prozent) und den Tätern (8,2 Prozent) noch weitere, wie etwa „reinforcers“ (19,5 %) welche die Täter in ihrem Handeln durch Aufmunterungen bestärken und „assistants“ (6,8 %), die sogar Gegenstände reichen und anderweitig assistieren. Daneben gibt es auch noch Schüler, welche die Opfer verteidigen. Diese Schüler wurden mit „defenders“ (17,3 %) benannt oder solche die sich vom Geschehen distanzieren, sogenannte „outsiders“ (23,7 %). Einem kleinen Teil konnte keine Rolle zugeschrieben werden, diese machen 12,7 Prozent aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung zum Thema: Der Autor erläutert seine Motivation, sich intensiv mit dem Thema Aggression bei Kindern auseinanderzusetzen, und skizziert den Aufbau sowie die Zielsetzung seiner Arbeit.

2 Definition von Aggression und Aggressivität: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Abgrenzung der zentralen Begriffe und erklärt das "funktionale System", das aggressiven Handlungen zugrunde liegt.

3 Aggressionsfördernde Rahmenbedingungen und Präventionsmaßnahmen: Hier werden zentrale Einflussfaktoren wie Bullying, schulischer Leistungsdruck, strukturelle Bedingungen in Kitas und der Einfluss von Computerspielen auf Aggressivität analysiert.

4 Geschlechtervergleich: Der Autor untersucht Unterschiede in der Aggressionsentstehung zwischen Jungen und Mädchen sowie den Einfluss elterlicher Erziehungsmuster auf dieses Verhalten.

5 Abgeleitetes Handeln für Pädagogen: Auf Basis der theoretischen Erkenntnisse wird ein Leitfaden für Pädagogen entwickelt, der Aspekte wie Dialog, echtes Interesse, Neugierde, Anerkennung und Feedback umfasst.

6 Auswertung der Fragebögen: Die empirischen Ergebnisse einer Umfrage unter Erziehern und Lehrern zur Wahrnehmung und zum Umgang mit Aggressionen im Arbeitsalltag werden präsentiert und diskutiert.

7 Schlusswort: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Notwendigkeit, Aggression als Teil der kindlichen Entwicklung zu verstehen und pädagogisches Handeln stärker auf das Wohl des Kindes statt auf starre Methoden auszurichten.

Schlüsselwörter

Aggression, Aggressivität, Kindererziehung, Pädagogik, Bullying, Leistungsdruck, Kindertagesstätte, Geschlechterrollen, Prävention, Intervention, Entwicklungspsychologie, Sozialverhalten, Erzieher, Schule, Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Thema Aggression bei Kindern im Alter von drei bis elf Jahren aus der Perspektive eines angehenden Erziehers, der Ursachen ergründet und pädagogische Handlungsmöglichkeiten aufzeigt.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Aggression, die Analyse von Auslösern im Alltag (Schule, Kita, Medien), den Vergleich zwischen den Geschlechtern sowie die Entwicklung pädagogischer Leitlinien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für Aggression bei Kindern zu entwickeln, um Pädagogen einen Leitfaden an die Hand zu geben, der ihnen mehr Sicherheit und Kompetenz im Umgang mit aggressiven Verhaltensweisen vermittelt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse zum theoretischen Rahmen und führt ergänzend eine empirische Befragung mittels Fragebögen bei Lehrern und Erziehern durch, um die Situation in der Praxis zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Ursachen wie Bullying und Leistungsdruck, untersucht geschlechtsspezifische Unterschiede und erarbeitet daraus konkrete pädagogische Handlungsweisen wie dialogbasierte Interaktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Aggressionsprävention, kindliche Entwicklung, pädagogische Kompetenz, Schulklima und Verhaltensanalyse beschreiben.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von sogenannten "Killerspielen" auf Kinder?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es keine eindeutigen Beweise für einen negativen Einfluss gibt, betont jedoch die Bedeutung einer engen Eltern-Kind-Beziehung, um Kinder vor einer negativen Beeinflussung zu schützen.

Warum schlägt der Autor vor, auf "kindgerecht freundliche" Sprache zu verzichten?

Der Autor plädiert für authentische, klare und ehrliche Kommunikation, da ein Verstellen der Stimme die Beziehungsebene belasten und die Ernsthaftigkeit im Dialog mit dem Kind untergraben kann.

Was war ein zentrales Ergebnis der Umfrage unter pädagogischen Fachkräften?

Es zeigte sich unter anderem, dass sich Erzieher im Umgang mit aggressiven Kindern tendenziell sicherer fühlen als Lehrkräfte, was der Autor unter anderem auf die praxisnähere Ausbildung der Erzieher zurückführt.

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Details

Titel
Aggression bei Kindern im Alter von drei bis elf Jahren. Leitfaden für einen sicheren Umgang
Autor
Florian Dehne (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
28
Katalognummer
V509714
ISBN (eBook)
9783346090096
Sprache
Deutsch
Schlagworte
aggression kindern alter jahren leitfaden umgang
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Dehne (Autor:in), 2019, Aggression bei Kindern im Alter von drei bis elf Jahren. Leitfaden für einen sicheren Umgang, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509714
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Leseprobe aus  28  Seiten
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