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Keuchhusten. Einfluss der Wohnlage auf die Inanspruchnahme der Impfung

Title: Keuchhusten. Einfluss der Wohnlage auf die Inanspruchnahme der Impfung

Term Paper , 2018 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Rubi Mauer (Author)

Medicine - Epidemiology
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Summary Excerpt Details

Das Ziel dieser Arbeit ist zu untersuchen, ob sich hinsichtlich der Wohnlage Unterschiede in den Impfquoten zeigen. Nebenher werden auch die bekannten Unterschiede der Impfquoten zwischen den neuen und den alten Bundesländern überprüft. Dabei sollen hinsichtlich der Inanspruchnahme von Keuchhusten-Impfungen eher ländliche Wohngebiete mit eher städtischen Wohngebieten verglichen werden. Auch die Identifikation möglicher Gründe für regionale Unterschiede im Keuchhusten-Impfverhalten steht im Fokus der Arbeit.

Keuchhusten ist weltweit eine der bedeutendsten Erkrankungen der Atemwege. Auch in Deutschland nimmt die Prävalenz von Keuchhusten zu. Medien berichten zunehmend über Keuchhusten. So informierte etwa das ZDF am 18.01.2018 auf seiner Nachrichtenseite über eine "Zunahme der Keuchhusten-Fälle". Dass sich die Fälle von Zeit zu Zeit häufen, ist allerdings bekannt, da die Erkrankung in Wellen auftritt. Jedoch steigt die Erkrankungslast während dieser Erkrankungswellen in den letzten Jahren an. Nach derzeitigem wissenschaftlichem Stand ist eine vollständige Eradikation der Keuchhusten-Erreger nicht möglich. Daher wird bei der Prävention und dem Schutz besonders vulnerabler Gruppen auf den Effekt der sogenannten Herdenimmunität gesetzt.

Die Impfquoten in Deutschland sind zwar für die Gruppe der Säuglinge und Kinder hoch. Bei Erwachsenen ist die Quote der immunisierten Personen jedoch gering. Zudem gibt es starke Unterschiede zwischen Menschen, die in den alten Bundesländern wohnhaft sind, und solchen, die in den neuen Bundesländern wohnen. Diese Unterschiede werden häufig mit der Impfpflicht begründet, die für Keuchhusten auf dem Gebiet der heutigen neuen Bundesländer in der DDR bestand. Dabei bleibt jedoch offen, warum auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung ein konstanter, signifikanter Unterschied besteht. Auch die Frage, ob andere regionale Faktoren wie die Wohnlage einen Einfluss auf die Impfwahrscheinlichkeit haben, ist bislang nicht ausreichend untersucht worden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Keuchhusten

2.2 Impfquoten in Deutschland

3 Methodik

3.1 Literaturrecherche

3.2 Deskriptive Statistik & Beschreibung des Datensatzes

3.3 Binär logistische Regression

4 Ergebnisse

4.1 Stichprobenbeschreibung

4.2 Analytische Verfahren

5 Diskussion

5.1 Kritische Diskussion der Ergebnisse

5.2 Kritische Reflexion der analytischen Methoden

6 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel der Arbeit besteht darin, regionale Einflüsse auf die Inanspruchnahme der Keuchhustenimpfung in Deutschland zu analysieren, wobei insbesondere der Vergleich zwischen städtischen und ländlichen Wohngebieten sowie zwischen alten und neuen Bundesländern im Fokus steht.

  • Epidemiologische Grundlagen und Symptomatik von Keuchhusten
  • Analyse des Impfverhaltens in Abhängigkeit von der Siedlungsstruktur
  • Untersuchung des regionalen Gefälles zwischen neuen und alten Bundesländern
  • Methodische Auswertung mittels binär logistischer Regression basierend auf GEDA-Daten
  • Diskussion der Bedeutung von Präventionsstrategien wie dem Cocooning-Effekt

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Ätiologie

Keuchhusten wird über den Erreger Bordetella pertussis übertragen, der nur im Menschen ein Reservoir bilden kann. Dabei handelt es sich um ein gramnegatives, unbewegliches, bekapseltes, sowie aerobes Stäbchen. Diese Stäbchen bilden Toxine und Virulenzfaktoren, die eine lokale Zerstörung der Atemwegsschleimhaut bewirken. Zudem kann der Erreger die lokalen Abwehrkräfte schwächen und Gewebe schädigen. Die Infektion erfolgt über Tröpfchen, die durch Husten, Niesen oder Sprechen zwischen Personen in einer Entfernung bis zu einem Meter ausgetauscht werden. Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich 9 bis 10 Tage bei einer Spanne von 6 bis 20 Tagen (Berner et al., 2013, S. 434f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz von Keuchhusten als bedeutende Atemwegserkrankung ein und begründet die Untersuchung regionaler Impfquotenunterschiede.

2 Theoretischer Hintergrund: Es erfolgt eine Darstellung des Krankheitsbildes Keuchhusten, der Prophylaxemöglichkeiten sowie eine Einordnung der Impfquoten in Deutschland.

3 Methodik: Hier werden die Vorgehensweise bei der Literaturrecherche, die Nutzung des GEDA-Datensatzes sowie das Modell der binär logistischen Regression erläutert.

4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Beschreibung der Stichprobe und die Resultate der bivariaten sowie multivariaten Analysen.

5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, wobei die Bedeutung regionaler Faktoren und methodische Einschränkungen der Analyse reflektiert werden.

6 Schlussfolgerung: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont den Bedarf an weiterer Forschung zur Klärung der Impfverhaltensunterschiede.

Schlüsselwörter

Keuchhusten, Pertussis, Whooping Cough, Impfquoten, Meldepflichtige Erkrankungen, Versorgungsunterschiede, Impfverhalten, Regionale Unterschiede, Bordetella pertussis, GEDA-Studie, Prävention, Herdenimmunität, Cocooning, Deutschland

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Wohnregion – unterteilt in städtische/ländliche Gebiete sowie alte/neue Bundesländer – auf die Inanspruchnahme der Keuchhustenimpfung in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Epidemiologie von Keuchhusten, die Impfstrategien in Deutschland, regionale Unterschiede bei der Gesundheitsversorgung und das Impfverhalten der Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Überprüfung, ob neben den bereits bekannten Unterschieden zwischen den alten und neuen Bundesländern auch die Wohnlage (Stadt vs. Land) die Impfwahrscheinlichkeit statistisch signifikant beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden eine Literaturrecherche sowie eine quantitative statistische Analyse des GEDA-Datensatzes durchgeführt, wobei deskriptive Statistiken, bivariate Tests und eine binär logistische Regression zur Anwendung kommen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise bei der Datenauswertung, die Darstellung der empirischen Ergebnisse und eine kritische Diskussion der Befunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Keuchhusten, Impfquoten, regionales Impfverhalten, öffentliche Gesundheit (Public Health) und statistische Regressionsanalyse definieren.

Wie unterscheidet sich das Impfverhalten zwischen neuen und alten Bundesländern laut der Analyse?

Die Analyse zeigt, dass Personen aus den neuen Bundesländern eine signifikant höhere Chance (2,35-fach) aufweisen, gegen Keuchhusten geimpft zu sein, als Personen aus den alten Bundesländern.

Was ist das Ergebnis bezüglich der städtischen versus ländlichen Wohngebiete?

Die Untersuchung ergab eine höhere Impfwahrscheinlichkeit für ländliche Gebiete, wobei dieses Ergebnis jedoch mit einem p-Wert von 0,051 knapp die Schwelle zur statistischen Signifikanz verfehlte.

Welche Einschränkungen der Daten weist der Autor selbst hin?

Der Autor weist auf Probleme wie den Effekt der sozialen Erwünschtheit bei der Befragung, den Datenstand aus dem Jahr 2010 und das Problem der Dichotomisierung spezifischer Siedlungsstrukturvariablen hin.

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Details

Title
Keuchhusten. Einfluss der Wohnlage auf die Inanspruchnahme der Impfung
College
Technical University of Chemnitz  (Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften)
Course
Fortgeschrittene Forschungsmethoden
Grade
2,0
Author
Rubi Mauer (Author)
Publication Year
2018
Pages
22
Catalog Number
V509724
ISBN (eBook)
9783346073952
ISBN (Book)
9783346073969
Language
German
Tags
Keuchhusten Pertussis Whooping Cough Impfquoten Meldepflichtige Erkrankungen Versorgungsunterschiede Impfverhalten Regionale Unterschiede
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rubi Mauer (Author), 2018, Keuchhusten. Einfluss der Wohnlage auf die Inanspruchnahme der Impfung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509724
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