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Schriftspracherwerb und Rechtschreibschwäche in der Grundschule. Schwierigkeiten, Diagnostik und Fördermaßnahmen

Title: Schriftspracherwerb und Rechtschreibschwäche in der Grundschule. Schwierigkeiten, Diagnostik und Fördermaßnahmen

Bachelor Thesis , 2018 , 121 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tobias Grimm (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Diese Bachelorarbeit setzt sich mit den Fragen auseinander, welche Bereiche Schülerinnen und Schüler vor besondere Schwierigkeiten stellen, wie sich die orthographische Kompetenz diagnostizieren lässt und darüber hinaus, welche Maßnahmen anschließend ergriffen werden müssen, beziehungsweise können.

Schreiben ist wichtig in allen Bereichen und für die Teilhabe an der Gesellschaft. Insofern kommt seiner sorgfältigen Vorbereitung eine besonders hohe Bedeutung zu. Aufgrund dieses hohen Stellenwertes zählt das Schreibenlernen zu den zentralen Lernschwerpunkten in der Grundschule. Jedoch stellt der Schriftspracherwerb die Kinder vor eine große Herausforderung. Die Ergebnisse der IQB1-Studie 2016 unterstreichen dies. Auf Länderebene wurde die Orthographiekompetenz von SuS der vierten Klassenstufe ermittelt. Lediglich 54 % erreichten den Regelstandard und 22 % verfehlten sogar die Mindestanforderungen. Diese Tatsache bedeutet, aufgrund der zentralen Rolle bei der Schaffung eines an dem Ideal der Bildungsgerechtigkeit orientierten Schulsystems, eine genauere Betrachtung der Thematik.

Zunächst sollen theoretische Grundkenntnisse vermittelt werden, Kapitel II widmet sich daher zuerst der näheren Betrachtung der Disziplinen der Graphematik und Orthographie als Funktionsweise und Normierung der Schrift. Anschließend soll im Hinblick auf den Prozess des Schriftspracherwerbs, die Rolle der Phonologischen Bewusstheit, sowohl als Vorläuferfähigkeit, als auch als Begleitprozess, herausgestellt werden. Ferner sollen die Schwierigkeiten und deren Ursachen ausgearbeitet werden. Hierzu werden sowohl konkrete Problemfelder der Schriftsprache als auch Störungen als Ausgangslage des Kindes und didaktisch bedingte Schwierigkeiten dargelegt.

Der empirische Teil dient der konkreten Auseinandersetzung mit orthographischer Kompetenz anhand einer zweiten Klasse. Es folgt eine Untersuchung, einer Diagnose von Rechtschreibkompetenz im Sinne eines Lernstandsberichtes einer ganzen Klasse, aber auch auf individueller Ebene, als mögliche Vorbereitung von Fördermaßnahmen. Die Ergebnisse der Untersuchung werden zunächst auf Klassenebene, danach auf individueller Ebene dargestellt und anschließend diskutiert. Im abschließenden Kapitel werden die Ergebnisse zusammengefasst, das Diagnoseinstrument kurz reflektiert und weiterführende Fragen als Ausblick generiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Theoretischer Rahmen

1. Theoretische Grundlagen zur Schriftsprache

1.1 Graphematik - Wie funktioniert unsere Schrift?

1.1.1 Phonographisches Prinzip

1.1.2 Silbisches Prinzip

1.1.3 Morphematisches Prinzip

1.1.4 Grammatisches Prinzip

1.2 Orthographie - Wie funktioniert unsere Rechtschreibung?

2. Schriftspracherwerb

2.1 Phonologische Bewusstheit als Vorläuferfertigkeit

2.2 Das Stufenmodell nach Valtin (1997)

3. Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb

3.1 Merkmale und Ursachen

3.1.1 Komplexe Beziehung zwischen Phonologie und Graphematik

3.1.2 Orthographischen Prinzipien

3.1.3 Wahrnehmungsschwierigkeiten

3.1.4 Didaktische Zugangswege

3.2 LRS vs. Legasthenie

4. Diagnostik

5. Schulische Fördermaßnahmen

5.1 Mögliche Übungen im Unterricht

5.2 Die silbenanalytische Methode nach Röber (2006)

III. Empirischer Teil

1. Die Oldenburger Fehleranalyse als Methode

2. Begründung der Verfahrensauswahl

3. Stichprobe und Forschungsdesign

4. Versuchsmaterial

5. Ablauf

6. Ergebnisse

6.1 Auswertung der OLFA auf Klassenebene

6.2 Auswertung der OLFA auf individueller Ebene

7. Diskussion

IV. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht die Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb von Grundschülern, diagnostiziert diese mittels qualitativer Verfahren und leitet daraus Ansätze für schulische Fördermaßnahmen ab.

  • Grundlagen der Graphematik und Orthographie
  • Stufenmodell des Schriftspracherwerbs
  • Ursachen und Formen von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS)
  • Qualitative Fehleranalyse als diagnostisches Instrument (OLFA)
  • Didaktische Konzepte zur Förderung der Rechtschreibkompetenz

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Phonographisches Prinzip

Das phonographische Prinzip basiert auf den Regeln der Phonem-Graphem-Korrespondenz – ein Phonem wird dabei durch ein Graphem repräsentiert (vgl. Schründer-Lenzen 2013: 27). Das Phonem wird als kleinstes bedeutungsunterscheidendes Segment innerhalb der Lautsprache definiert (vgl. ebd.: 16). Über Minimalpaarbildungen lassen sich die kleinsten Lauteinheiten ermitteln (vgl. Eisenberg 2013: 289). Minimalpaare sind Wortpaare wie (Matte) und (Watte) oder (Piste) und (Kiste), die jeweils eine unterschiedliche Bedeutung tragen, sich aber nur durch ein Phonem – hier / m / und / w /, sowie / p / und / k / – voneinander unterscheiden (vgl. Schründer-Lenzen 2013: 16).

Daraus ergibt sich für das Deutsche ein Phoneminventar von zwanzig Konsonantphonemen und sechzehn Vokalphonemen. Dabei lassen sich die Vokalphoneme in acht gespannte und sieben ungespannte betonbare, sowie ein unbetonbares – das Schwa – unterscheiden (vgl. Eisenberg 2013: 289).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung des Schriftspracherwerbs, thematisiert aktuelle Herausforderungen durch sinkende Orthographiekompetenzen und definiert die Forschungsfragen zu Diagnose und Förderung.

II. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise der deutschen Schriftsprache durch Graphematik und Orthographie, beschreibt den Prozess des Erwerbs mittels Stufenmodell und analysiert mögliche Lernschwierigkeiten sowie deren Ursachen.

III. Empirischer Teil: Hier wird die Oldenburger Fehleranalyse (OLFA) als qualitatives Diagnoseinstrument für Schülertexte einer zweiten Klasse eingesetzt, die Ergebnisse analysiert und daraus Förderbedarfe sowie Konsequenzen abgeleitet.

IV. Schluss: Das Fazit fasst die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer individuellen, qualitativen Rechtschreibförderung, die sich an der Standardlautung orientiert.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Rechtschreibschwäche, Grundschule, Graphematik, Orthographie, Diagnostik, OLFA, Phonologische Bewusstheit, LRS, Fördermaßnahmen, Fehleranalyse, Silbenmodell, Kompetenz, Rechtschreibleistung, Unterricht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen und Schwierigkeiten, die beim Schriftspracherwerb von Grundschülern auftreten können, und wie diese effektiv diagnostiziert und gefördert werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der deutschen Schriftsprache, Entwicklungsmodelle des Schreibenlernens, die qualitative Diagnose von Rechtschreibfehlern sowie didaktische Förderkonzepte im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Schwierigkeiten beim Erwerb orthographischer Kompetenz zu identifizieren, diagnostische Instrumente zu bewerten und daraus gezielte schulische Fördermaßnahmen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt neben einer Literaturanalyse einen empirischen Ansatz, bei dem die Oldenburger Fehleranalyse (OLFA) zur qualitativen Auswertung von Schülertexten einer zweiten Klasse angewandt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Erläuterungen zu Graphematik und Schriftspracherwerbsmodellen sowie die detaillierte empirische Untersuchung der Rechtschreibleistungen von Grundschülern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Schriftspracherwerb, Rechtschreibschwäche, OLFA, qualitative Fehleranalyse, orthographische Kompetenz und silbenanalytische Methode.

Warum wird die qualitative Fehleranalyse gegenüber standardisierten Tests bevorzugt?

Die qualitative Analyse ermöglicht ein tieferes Verständnis für die individuellen Lernprozesse und Fehlerstrategien des Kindes, anstatt nur eine quantitative Fehlerzahl zu ermitteln.

Was ist das "Haus der Orthographie" im Kontext der silbenanalytischen Methode?

Es handelt sich um ein didaktisches Modell, das Kindern hilft, Wörter in betonte und unbetonte Silben zu gliedern, um so Regularitäten der deutschen Rechtschreibung, wie etwa die Schärfungsschreibung, besser zu verstehen.

Welche Bedeutung kommt der Phonologischen Bewusstheit zu?

Sie gilt als eine der wichtigsten Vorläuferfertigkeiten für den Schriftspracherwerb, da sie die Basis für das Verständnis der Laut-Buchstaben-Beziehung bildet.

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Details

Title
Schriftspracherwerb und Rechtschreibschwäche in der Grundschule. Schwierigkeiten, Diagnostik und Fördermaßnahmen
College
University of Koblenz-Landau
Grade
1,0
Author
Tobias Grimm (Author)
Publication Year
2018
Pages
121
Catalog Number
V509777
ISBN (eBook)
9783346085986
ISBN (Book)
9783346085993
Language
German
Tags
Schriftspracherwerb Rechtschreibschwäche Erwerb der Schriftsprache LRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Grimm (Author), 2018, Schriftspracherwerb und Rechtschreibschwäche in der Grundschule. Schwierigkeiten, Diagnostik und Fördermaßnahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509777
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