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Unterrichtsentwurf für die Oberarmkippe im Sportunterricht einer neunten Klasse

Titel: Unterrichtsentwurf für die Oberarmkippe im Sportunterricht einer neunten Klasse

Unterrichtsentwurf , 2019 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Unterrichtsentwurf wird dargestellt, wie die Oberarmkippe im Sportunterricht einer neunten Klasse durchgeführt werden kann. Bei den Schülerinnen und Schülern (SuS) handelt es sich um eine koedukative Lerngruppe mit 26 SuS (neun weiblich und 17 männlich), die sich für die Jahrgangsstufen neun und zehn für den Sportzug mit Sportschwerpunkt entschieden haben und aufgrund der Leistungen aus der achten Jahrgangsstufe im Fach Sport dafür ausgewählt wurden.

Die Besonderheit dieser Lerngruppe besteht darin, dass die SuS vier Praxisstunden und eine Theoriestunde im Fach Sport pro Schulwoche erhalten und somit im besonderen Maße im Fach Sport gefördert werden. Bei der Lerngruppe handelt es sich jedoch im Vergleich zu vorherigen Sportzügen, um einen Jahrgang, der als merklich schwächer einzustufen ist und sich aktuell noch in der Findungsphase befindet. Dies wird vor allem am geringeren Niveau bezüglich der gezeigten Leistungen (im Unterricht und bei Wettkämpfen) deutlich. Auffallend ist auch, dass eine weniger stark ausgeprägte generelle Motivation zum Sporttreiben vorhanden ist, die sich auch in der Unterrichtsbeteiligung zeigt.

Im Unterricht hat sich gezeigt, dass viele SuS noch Probleme haben, mit Aktionsskizzen oder Arbeitskarten selbstgesteuert zu arbeiten. In der Sportart Turnen fällt das geringere Niveau sowie die große Heterogenität im besonderen Maße auf. Hier besteht die Leistungsspitze aus zwei im Verein turnenden Mädchen und drei Jungen, die über sehr gut ausgeprägte turnerischen Fertigkeiten verfügen. Der Großteil ist im mittleren bis schwächeren Bereich anzusiedeln, einige Jungen sind aktuell mit den Anforderungen zum Teil auch aufgrund unzureichender konditioneller Voraussetzungen und fehlender Beweglichkeit (z.B. kein gestrecktes Bein in der Kipplage möglich) überfordert.

Mit inaktiven SuS ist zu rechnen, diese werden in den Unterricht stets auch mit eingebunden. Von den Leistungsspitzen fehlen derzeit zwei Schüler wegen einer Krankheit. Die SuS befinden sich gerade mitten in einer hochsensiblen Phase der Pubertät mit unterschiedlicher Ausprägung und müssen sich aufgrund der Wachstumsprozesse im Turnen immer wieder umstellen und neu orientieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Bedingungsfelder

2. Didaktische Überlegungen und Entscheidungen

2.1 Sachanalyse

2.2 Begründung der didaktischen Entscheidungen

2.3 Didaktische Reduktion und Schwerpunktsetzung

3. Lernziele

4. Methodische Überlegungen und Entscheidungen

4.1 Methodenkonzeption

4.2 Artikulation der Lernschritte / Phasierung des Unterrichts

4.3 Aufgaben und Inhalte

4.4 Differenzierung

4.5 Sozial- / Interaktions- /Kommunikationsformen des Unterrichts

4.6 Unterrichtsmedien in ihrer Funktion

5. Verlaufsplanung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht in der methodisch geleiteten Einführung und Verfeinerung der Oberarmkippe am Barren als komplexes turnerisches Element, wobei ein besonderer Fokus auf der Binnendifferenzierung zur individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler liegt. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie durch eine gezielte methodische Reduktion und den Einsatz spezifischer Gerätehilfen eine erfolgreiche Kopplung von Kippstoß und Stemmbewegung erreicht werden kann.

  • Vermittlung der technischen Anforderungen der Oberarmkippe
  • Aufbau von notwendiger Stütz- und Haltekraft
  • Einsatz binnendifferenzierender Maßnahmen im Stationsbetrieb
  • Methodische Progression von der Turnmatte bis zum Gerätturnen am Barren

Auszug aus dem Buch

2.1 Sachanalyse

Die Oberarmkippe am Barren ist der Strukturgruppe der Kippbewegungen zuzuordnen und gilt als komplexe und schwierige turnerische Fertigkeit im normierten Gerätturnen. Ziel der Kippe im Allgemeinen ist es, aus einer tiefen Ausgangsposition am Gerät (z.B. als Hang am Barren oder Reck) in eine höhere Endposition (z.B. Grätschsitz oder freier Stütz) zu gelangen und somit „aufwärts“ zu turnen. Diese Aufwärtsbewegung geschieht als Rotation um eine feste bzw. quasi-feste Drehachse in vertikaler Ebene. Dazu müssen die Turnenden zwei wesentliche Merkmale verbinden: Zum einen erfolgt aus einer tiefen Hüftbeuge in der Kipplage eine aktive und impulsive Hüftstreckung (Kippstoß) nach vorne oben, bis vor dem Erreichen eines 180°-Winkels zwischen gestreckten Beinen und Rumpf die Bewegung abgebremst und fixiert wird. Diese Fixierung erzeugt einen „Energieübertrag, der als Impulsübertragung bezeichnet wird“ und damit die Aufwärtsbewegung des Körpers ermöglicht. Zum anderen wird gleichzeitig der Winkel zwischen Armen und dem Rumpf geschlossen, indem die Arme gestreckt und gegen das Gerät gestemmt werden. Ohne diese Armbewegung kommen die Turnenden gegen die Schwerkraft schwer nach oben. Die Schwierigkeit besteht nach Gerling vor allem darin, beide Aktionen miteinander zu koppeln. Bei erfolgreicher Kopplung gelangen die Turnenden in die höhere Endposition.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bedingungsfelder: Das Kapitel analysiert die Voraussetzungen der Lerngruppe, ihre sportlichen Vorerfahrungen im Gerätturnen sowie die organisatorischen Rahmenbedingungen für den Prüfunterricht.

2. Didaktische Überlegungen und Entscheidungen: Hier werden die fachwissenschaftliche Analyse der Bewegung, die curriculare Begründung und die didaktische Reduktion der Lerninhalte dargelegt.

3. Lernziele: Es werden die Grob-, Minimal- und Maximallernziele sowie spezifische psychomotorische, kognitive und sozial-affektive Lernziele für die Unterrichtsstunde definiert.

4. Methodische Überlegungen und Entscheidungen: Dieses Kapitel erläutert die Konzeption der Vermittlung, die geplante Phasierung des Unterrichts sowie die vorgesehenen Differenzierungsmaßnahmen und Medien.

5. Verlaufsplanung: Die tabellarische Übersicht stellt den zeitlichen und inhaltlichen Ablauf der Unterrichtseinheit inklusive der methodischen Maßnahmen und benötigten Materialien dar.

Schlüsselwörter

Barrenturnen, Oberarmkippe, Gerätturnen, Kippstoß, Binnendifferenzierung, methodische Reihe, Stütz- und Haltekraft, Sportunterricht, Impulsübertragung, Bewegungslehre, Unterrichtsentwurf, koordinative Fähigkeiten, Strukturgruppe, Kippbewegung, Schulsport.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit ist ein Entwurf für einen zweiten Prüfungsunterricht im Fach Sport, der sich mit der Vermittlung der Oberarmkippe am Barren in einer neunten Klasse beschäftigt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die technische Ausführung der Oberarmkippe, die methodische Strukturierung von Gerätturn-Unterricht und die gezielte Binnendifferenzierung zur Förderung unterschiedlicher Leistungsniveaus.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?

Das Ziel ist die Verbesserung des Kippstoßes als zentrales Element der Oberarmkippe, um den Schülerinnen und Schülern die Gesamtkoordination der Bewegung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein deduktives Unterrichtskonzept angewandt, das auf den Prinzipien einer methodischen Übungsreihe (MÜR) „Vom Einfachen zum Komplexen“ basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Unterrichtsplanung, inklusive der Sachanalyse der Kippbewegung, der Formulierung von Lernzielen sowie der methodischen Aufarbeitung der Übungsphasen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Barrenturnen, Oberarmkippe, Binnendifferenzierung, Kippstoß und methodische Reihe.

Warum wird die Oberarmkippe gerade am Barren eingeführt?

Der Autor argumentiert, dass die Einführung am Barren (insbesondere liegend auf Hilfsgeräten) einen leichten und strukturierten Zugang zu Kippbewegungen bietet, bevor diese an anderen Geräten angewendet werden.

Wie werden inaktive Schüler in den Unterricht eingebunden?

Inaktive Schülerinnen und Schüler erhalten einen speziellen Beobachtungsbogen, um kriteriengeleitetes Feedback zu den Bewegungen ihrer Mitschüler zu geben und so am Lernprozess teilzunehmen.

Welche Rolle spielt die Musik in der Erwärmungsphase?

Musik wird zur rhythmischen Unterstützung der „Cha Cha Slide Plank Challenge“ genutzt, um die Erwärmung motivierend zu gestalten und die Muskulatur zu aktivieren.

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Details

Titel
Unterrichtsentwurf für die Oberarmkippe im Sportunterricht einer neunten Klasse
Hochschule
Staatliches Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien Bad Kreuznach
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
17
Katalognummer
V509812
ISBN (eBook)
9783346089571
ISBN (Buch)
9783346089588
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterrichtsentwurf oberarmkippe sportunterricht klasse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Unterrichtsentwurf für die Oberarmkippe im Sportunterricht einer neunten Klasse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509812
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Leseprobe aus  17  Seiten
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