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Arbeiten im Home Office

Selbstorganisierte Arbeitsformen und die Hierarchisierung der Sozialsphären "Arbeit" und "Leben" in der postfordistischen Gesellschaft

Title: Arbeiten im Home Office

Term Paper , 2019 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Josefa Aygün (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Arbeit in postmodernen und -fordistischen Gesellschaften subjektiviert und entgrenzt sich zunehmend. Bis ins zwanzigste Jahrhundert hinein waren "Arbeit" und "Leben" noch zwei strikt voneinander getrennte Sphären. Mit dem Aufkommen des tertiären Sektors einerseits und neuer Technologien andererseits indes, begann sich dies zu verändern. Die gegenwärtigen Tendenzen führen derweilen zu einem zunehmenden Aufweichen der Grenzen zwischen Erwerbs- und Privatleben. Zur Entgrenzung dieser beiden Bereiche trägt auch die Arbeit im Home Office bei, die sich mehr und mehr etabliert. Dabei ist das Home Office sowohl Mitproduzent als auch Produkt dieser Subjektivierungs- und Entgrenzungsdynamik. Vorliegende Abhandlung geht der Frage nach, ob die Arbeit im Home Office als eine Form selbstorganisierter Arbeit zu einer Hierarchisierung der Sozialsphären "Arbeit" und "Leben" zugunsten der Erwerbsarbeit führt.

Zum Zwecke der Diskussion der Fragestellung, wird im Folgenden zunächst auf die zwei die gegenwärtigen Tendenzen bestimmenden Phänomene, die Subjektivierung von Arbeit einerseits und ihrer Entgrenzung andererseits, eingegangen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Subjektivierung von Arbeit

2.1 Subjektivität

2.2 Betriebliche An- und subjektive Einforderungen: die Subjektivierung von Arbeit als eine doppelte

3 Die Entgrenzung von Arbeit

3.1 Die Entgrenzung betrieblicher Formen der Arbeitsorganisation

3.2 Selbstorganisierte Arbeitsformen und das Modell des 'Arbeitskraftunternehmers'

4 Arbeiten im Home Office – Arbeiten ohne Ende?

5 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Arbeit im Home-Office als Form selbstorganisierter Arbeit zu einer Hierarchisierung der Sozialsphären ‚Arbeit‘ und ‚Leben‘ zugunsten der Erwerbsarbeit führt, wobei die Ambivalenzen zwischen Flexibilitätsgewinn und Entgrenzungsprozessen im Zentrum stehen.

  • Subjektivierung von Arbeit in postfordistischen Gesellschaften
  • Entgrenzung von Arbeitsverhältnissen und Privatsphäre
  • Das Konzept des Arbeitskraftunternehmers
  • Implikationen der Arbeit im Home-Office für die Work-Life-Balance
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Nutzung flexibler Arbeitsarrangements

Auszug aus dem Buch

Arbeiten im Home-Office – Arbeiten ohne Ende?

Nachdem im vorausgegangenen Teil dieser Arbeit theoretische Hintergründe zur Thematik der Subjektivierung und Entgrenzung von Arbeit beleuchtet wurden, sollen im Folgenden die bereits genannten drei, jüngst erschienenen Studien vorgestellt und vor dem Hintergrund der Fragestellung nach einer Hierarchisierung diskutiert werden:

Die Studie von Arnzt et al. 2019 untersucht Arbeit im Home-Office hinsichtlich der Auswirkungen, die ein solches Arbeitsverhältnis auf das Einkommen und die Lebenszufriedenheit hat. Die Studie kommt im Wesentlichen zu dem Ergebnis, dass es Unterschiede zwischen kinderlosen Arbeitnehmer*innen und Arbeitnehmer*innen mit Kindern gibt. Während Angestellte circa eine Stunde pro Woche unbezahlt extra arbeiten, wenn sie keine Kinder haben und im Home-Office arbeiten, bestätigen sie eine größere Zufriedenheit seit ihrer Aufnahme der Arbeit aus dem Home-Office heraus. Bei Angestellten, die Kinder haben und im Home-Office tätig sind, ergaben sich Unterschiede. Zum einen leisten sie häufig noch mehr unbezahlte Mehrarbeit als die Kinderlosen. Zum anderen gibt es hier Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Diese zeigen sich sowohl in Bezug auf das monatliche Einkommen als auch die insgesamt geleisteten Arbeitsstunden (vgl. Arntz et al. 2019. 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die zunehmende Subjektivierung und Entgrenzung von Arbeit ein und formuliert die Forschungsfrage, ob Home-Office zu einer Hierarchisierung zugunsten der Erwerbsarbeit führt.

2 Die Subjektivierung von Arbeit: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Rahmen der Subjektivierungstheorie und beschreibt, wie das Subjekt in postfordistischen Arbeitsverhältnissen zur produktiven Ressource wird.

3 Die Entgrenzung von Arbeit: Es wird analysiert, wie sich Grenzen zwischen Erwerbs- und Privatleben auflösen und welche Rolle das Modell des Arbeitskraftunternehmers bei der Selbstorganisation spielt.

4 Arbeiten im Home Office – Arbeiten ohne Ende?: Die aktuelle Forschung zu Home-Office-Studien wird diskutiert, wobei insbesondere geschlechtsspezifische Unterschiede und die Gefahr der Mehrarbeit beleuchtet werden.

5 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass das Home-Office als Produkt und Reproduzent der Entgrenzung die Erwerbsarbeit gegenüber der Freizeit aufwerten kann.

Schlüsselwörter

Subjektivierung, Entgrenzung, Home-Office, Arbeitskraftunternehmer, Work-Life-Balance, Postfordismus, Arbeit, Privatsphäre, Flexibilisierung, Arbeitsorganisation, Gender Pay Gap, Sorgearbeit, Präsenzkultur, Digitalisierung, Selbstorganisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Home-Office auf die Work-Life-Balance und die räumliche sowie zeitliche Entgrenzung der Arbeit im Vergleich zum Privatleben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Subjektivierung von Arbeit, der sozioökonomische Wandel zum Postfordismus sowie die Auswirkungen flexibler Arbeitsformen auf das Individuum.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Home-Office als selbstorganisierte Arbeitsform zu einer Hierarchisierung führt, in der die Erwerbsarbeit gegenüber dem Privatleben bevorzugt wird.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse aktueller Studien und soziologischer Theorien zum Wandel der Arbeitswelt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung der Subjektivierungs- und Entgrenzungskonzepte sowie der Diskussion empirischer Studien aus dem Jahr 2019 zur Praxis des Home-Office.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Subjektivierung, Entgrenzung, Home-Office, Arbeitskraftunternehmer und Work-Life-Balance.

Wie unterscheidet sich die Nutzung von Home-Office bei Vätern und Müttern?

Studien deuten darauf hin, dass Väter das Home-Office häufiger für längere Arbeitszeiten nutzen, während Mütter flexible Zeiten stärker für die Sorgearbeit einsetzen, jedoch oft mit einer Doppelbelastung konfrontiert sind.

Welche Rolle spielt die Präsenzkultur in Betrieben?

Eine ausgeprägte Präsenzkultur führt häufig zu Benachteiligungen für Home-Office-Beschäftigte bei Beförderungen, was diese dazu veranlasst, durch Mehrarbeit ihre Anwesenheit oder Produktivität zu kompensieren.

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Details

Title
Arbeiten im Home Office
Subtitle
Selbstorganisierte Arbeitsformen und die Hierarchisierung der Sozialsphären "Arbeit" und "Leben" in der postfordistischen Gesellschaft
College
University of Hagen
Grade
1,7
Author
Josefa Aygün (Author)
Publication Year
2019
Pages
19
Catalog Number
V509848
ISBN (eBook)
9783346086761
ISBN (Book)
9783346086778
Language
German
Tags
arbeiten leben arbeit sozialsphären hierarchisierung arbeitsformen selbstorganisierte office home gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Josefa Aygün (Author), 2019, Arbeiten im Home Office, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509848
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