Hat die Schulbildung und die finanziellen Mittel der Eltern einen Einfluss auf die Schuldbildung des eigenen Kindes?
Im Folgenden wird zunächst die Fragestellung der Forschung dargestellt und anschließend erläutert, in wie fern diese von wissenschaftlicher Relevanz ist. Im Rahmen dieser Forschungsarbeit soll die Frage beantwortet werden, wie sich die Bildung der Eltern und der damit in Verbindung stehenden finanziellen Mittel auf die Schulwahl deren Kinder auswirkt.
Das Ziel der Arbeit ist es, herauszufinden, aus welchen Beweggründen heraus die Eltern ihr Kind auf eine entsprechende weiterführende Schule gehen lassen. Zusätzlich soll dem Leser und im entferntesten Sinne auch der Gesellschaft ein
besseres Verständnis gegenüber des vorherrschenden Schulsystems und dessen Vorurteile in Bezug auf subjektiven Entscheidungen vermittelt werden. Mit Hilfe von sowohl theoretischen Einblicken, als auch empirischen Daten (Studien etc.) wird
dieses Thema ausführlich veranschaulicht.
Inhaltsverzeichnis
1. Der Einfluss der Bildung der Eltern und deren finanzieller Mittel auf den Bildungsverlauf des Kindes am Beispiel der Schulwahl.
2. Problem und Fragestellung
3. Theoretischer Rahmen
4. Hypothesen
5. Daten und Methode
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des elterlichen Bildungsniveaus sowie der damit korrelierenden finanziellen Ressourcen auf die Entscheidung bei der Schulwahl für Kinder. Das Ziel besteht darin, auf theoretischer Grundlage und mittels empirischer Regressionsanalysen zu verstehen, welche Faktoren die Übergangsentscheidung von der Grundschule auf eine weiterführende Schule maßgeblich beeinflussen.
- Theoretische Entscheidungsmodelle zur Schullaufbahn (nach Hartmut Esser)
- Einfluss der elterlichen Bildung und des sozialen Status auf den Bildungserfolg
- Regressionsanalyse auf Basis von Sekundärdaten (ALLBUS 2016)
- Zusammenhang zwischen Schulabschluss und monatlichem Nettoeinkommen
- Reflektion bildungsstruktureller Disparitäten im deutschen Schulsystem
Auszug aus dem Buch
Erklärungsmodell
Ein Modell von Hartmut Esser (1999) hilft in dieser Untersuchung, das Verhalten der Eltern zu unterstützen und zu verstehen. Das Entscheidungsmodell erklärt ausführlich die Wahl für den Besuch der weiterführenden Schule des Kindes und in wie fern dabei auch die eigene Bildung der Eltern ein Entscheidungsfaktor darstellt. Zunächst beschreibt Esser die Eltern als rational handelnde Akteure. Dies formuliert er dabei als Voraussetzung. Zugleich ist es allerdings auch wichtig, dass die Eltern die Bildungsentscheidung über die Schulwahl unabhängig von den Kindern treffen, da diese zu dem Zeitpunkt des Beschlusses noch in einem zu jungen Alter sind, um rational selbst eine Entscheidung treffen zu können, welche weiterführende Schule nach der Grundschule als sinnvoll erachtet werden kann.
Für die Eltern seien folgende Aspekte bei der Wahl der passenden Schule nach dem Erklärungsmodell von Hartmut Esser wichtig: Zunächst stellen die Kosten den größten Entscheidungsfaktor dar, der einen direkten Einfluss auf die Wahl der Schule hat. Als zweites ist der mögliche Statusverlustes der Eltern oder der gesamten Familie von großer Bedeutung. Dies soll bedeuten, dass die Familie so wenig wie möglich an sozialem und gesellschaftlichem Status verliert, anders auch, dass weder die Familie negative Konsequenzen davon trägt, als auch das Kind im späteren Leben Einbußen, wie Berufschancen etc., auf Grund dieser Entscheidung machen muss.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Der Einfluss der Bildung der Eltern und deren finanzieller Mittel auf den Bildungsverlauf des Kindes am Beispiel der Schulwahl.: Das einleitende Kapitel skizziert die Relevanz der Schulwahl im modernen Bildungssystem und stellt die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung des Essays vor.
2. Problem und Fragestellung: Hier wird die wissenschaftliche Relevanz der Thematik dargelegt und das Ziel formuliert, die Beweggründe elterlicher Entscheidungen bei der Wahl der weiterführenden Schule zu analysieren.
3. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel differenziert die deutschen Schulformen aus und erläutert soziologische Erklärungsmodelle, insbesondere den Kosten-Nutzen-Ansatz von Hartmut Esser.
4. Hypothesen: Basierend auf der Theorie werden hier konkrete Hypothesen über den Zusammenhang zwischen elterlicher Bildung, deren Einkommen und dem Bildungsverlauf des Kindes formuliert.
5. Daten und Methode: Der methodische Teil beschreibt die Nutzung des Datensatzes ALLBUS 2016 und die Durchführung der Regressionsanalyse zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
6. Fazit: Das abschließende Kapitel reflektiert die zentralen Ergebnisse, bestätigt die aufgestellten Hypothesen und diskutiert bildungsstrukturelle Disparitäten sowie Ansätze für zukünftige Forschung.
7. Literaturverzeichnis: Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.
Schlüsselwörter
Schulwahl, Bildungsentscheidung, Elternbildung, Soziale Herkunft, Regressionsanalyse, ALLBUS 2016, Bildungserfolg, Hartmut Esser, Bildungsungleichheit, Kosten-Nutzen-Analyse, Statusverlust, Schullaufbahn, Sekundäre Herkunftseffekte, Bildungschancen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit analysiert, inwiefern das Bildungsniveau und die finanziellen Mittel der Eltern die Entscheidung bei der Schulwahl für ihre Kinder beeinflussen und welche Auswirkungen dies auf deren weiteren Bildungsweg hat.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?
Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungsmodelle zur Bildungsentscheidung, der Einfluss der sozialen Herkunft (primäre und sekundäre Herkunftseffekte) sowie die Analyse von Bildungsdisparitäten im deutschen Schulsystem.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen elterlicher Bildung sowie deren Einkommen und dem schulischen Werdegang des Kindes empirisch zu untersuchen und zu erklären, warum bestimmte Schulformen bevorzugt gewählt werden.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Untersuchung nutzt Sekundärdaten aus dem ALLBUS 2016 und führt quantitative Regressionsanalysen durch, um die Korrelationen zwischen den Variablen Bildung und Einkommen wissenschaftlich zu belegen.
Welche Inhalte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (unter anderem durch das Modell von Hartmut Esser), die Formulierung von Hypothesen sowie die empirische Datenanalyse und die Interpretation der Regressionsergebnisse.
Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch für diese Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Bildungsentscheidung, soziale Herkunft, Bildungsungleichheit, Kosten-Nutzen-Abwägung und Schullaufbahn geprägt.
Warum spielt das Alter der Kinder bei der Analyse eine wichtige Rolle?
Die Variable Alter dient als Indikator für den historischen Wandel im Bildungssystem; da sich der Zugang zu Bildung über Jahrzehnte verändert hat, muss das Alter einbezogen werden, um Verzerrungen in der Datenanalyse zu vermeiden.
Welches Ergebnis liefert die Regressionsanalyse bezüglich der Eltern?
Die Analyse zeigt, dass eine positive Korrelation zwischen einem höheren Bildungsabschluss der Eltern und der Tendenz besteht, das Kind auf ein Gymnasium oder eine Schule mit höherem Abschlussziel zu schicken.
Was lässt sich aus der Studie über den Zusammenhang zwischen Bildung und Einkommen ableiten?
Die Ergebnisse bestätigen, dass ein höherer Bildungsabschluss kontinuierlich mit einem steigenden monatlichen Nettoeinkommen korreliert, was wiederum die Investitionsfähigkeit in die Bildung der Kinder beeinflusst.
Inwiefern stützt der Vergleich mit österreichischen Daten die Ergebnisse?
Der Vergleich dient als Reflexionsebene; die österreichischen Studien zeigen ähnliche Schichtungseffekte bei der Schulwahl, was die Hypothese untermauert, dass soziale Schichtzugehörigkeit ein wesentlicher Determinant für den Bildungsweg ist.
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- Anna Völkner (Author), 2019, Der Einfluss von Bildung und finanziellen Mitteln der Eltern auf den Bildungsverlauf des Kindes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509877