Wesentliches Anliegen der vorliegenden Proseminararbeit ist es, herauszuarbeiten, welche Rolle das Verb in der französischen Printwerbung hat. Im Rahmen der Analyse soll in Erfahrung gebracht werden, in welcher Form und Häufigkeit und mit welcher Funktion das Verb in Plakat- und Zeitschriftenwerbung eingesetzt wird.
Dazu wird zunächst einmal das Untersuchungsobjekt, nämlich die Printwerbung, definiert. Hierbei wird kurz genannt, was grob unter dem Begriff Printwerbung verstanden wird, wie die Übertragung funktioniert und auf welche Art der Printwerbung im Rahmen dieser Hausarbeit eingegangen wird. Danach werden die Formen des Verbs, die für die Untersuchung bedeutend sind, erläutert. Darüber hinaus wichtig erscheinen die sprachlichen Funktionen des Modells nach Roman Jakobson, bei denen aber auch nur die für die Untersuchung relevanten erörtert werden.
Im Anschluss wird das in der Theorie erarbeitete Wissen in der Praxis angewandt, indem 14 konkrete Beispiele auf die Aspekte hin untersucht werden. Die Ergebnisse werden im Kontext interpretiert. Schwierig gestalten wird sich hierbei nicht nur die Tatsache, dass das Bild eigentlich nicht in die sprachliche Analyse mit einfließen soll, ein Teil des Bildes aber für den Kontext relevant sein könnte, sondern auch die Gestaltung des Textes nicht untersucht werden soll. Das erste Problem wird dadurch zu lösen versucht, dass im Vorhinein definiert wird, welcher Teil des Bildes relevant ist und damit mit in den Fokus genommen werden muss. Für die Lösung des zweiten Problems werden einige Funktionen ausgeklammert. Vermutlich ist es so, dass aufgrund der Intention von Werbung, nämlich die Menschen zum Kaufen anzuregen, hauptsächlich Imperative in den
Texten zu finden sein werden. Das führt durch deren Funktion dazu, dass wahrscheinlich die appellative Funktion vorherrschen und am meisten vertreten sein wird. Ein Fazit rundet die die Analyse schließlich ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Untersuchungsobjekt – die Printwerbung
3. Theoretische Grundlagen zum besseren Verständnis der Analyse
3.1 Das französische Verb in der Printwerbung
3.2 Sprachliche Funktionen nach Roman Jakobson
4. Analyse an konkreten Beispielen
5. Fazit
6. Bibliographie
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Verbs in der französischen Printwerbung, um herauszufinden, in welcher Form, Häufigkeit und Funktion Verben in Plakat- und Zeitschriftenanzeigen eingesetzt werden. Dabei wird analysiert, wie Werbetexte trotz teils elliptischer Strukturen ihre appellative Wirkung entfalten und wie diese sprachlichen Phänomene theoretisch einzuordnen sind.
- Definition und Besonderheiten der Printwerbung als Werbemedium
- Analyse verschiedener Verbformen (Indikativ, Imperativ, Infinitiv)
- Untersuchung von Ellipsen und dem Fehlen von Verben in Werbetexten
- Anwendung des Modells sprachlicher Funktionen nach Roman Jakobson
- Empirische Auswertung von 14 konkreten Werbeanzeigen
Auszug aus dem Buch
3.1 Das französische Verb in der Printwerbung
Die vier ausgewählten Formen sind diejenigen, die man in Werbetexten am häufigsten finden kann und bei denen es daher am meisten Sinn macht, sie als Grundlage der Analyse zu nutzen.
Dominierend in der Sprache der Werbung sind bei Gebrauch des Infinitivs die Tempusformen Präsens und Futur. „Die Zeiten der Vergangenheit spielen praktisch überhaupt keine Rolle.“ Galliot erklärt das folgendermaßen: „C'est que la publicité est tout entière tournée ver l'action, vers quelque chose à réaliser. Elle ne se soucie guère du passé, vit pour le présent et surtout le futur.“ Außerdem kommt es in einer solchen Zwecksprache wie zum Beispiel der Werbesprache häufiger dazu, dass konjugierte Verbformen ausgespart oder umgangen werden.
Erst einmal gibt es im Französischen drei verschiedene Imperativformen. Diese sind die 2. Person Singular tu, die 1. Person Plural nous und die 2. Person Plural vous. Die erste Form ist in der Anzeigenwerbung sehr selten. Man findet sie nur in Anzeigen, bei denen der Adressat nicht gleichzeitig der Anzeigenleser ist, also eine Art Dialog in der Anzeige stattfindet, oder aber ein unbestimmter Adressat zugegen ist. Aufgrund der Seltenheit wird es in der Praxis hierzu kein Beispiel geben. Deshalb wird hier auch auf weitere Erklärungen verzichtet, da sie der Untersuchung nicht dienlich wären.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Forschungsfrage nach der Rolle und Funktion des Verbs in der französischen Printwerbung und beschreibt das methodische Vorgehen.
2. Das Untersuchungsobjekt – die Printwerbung: Dieses Kapitel definiert Printwerbung als kommerzielles Medium und erläutert die Besonderheiten des Werbetextes in Abgrenzung zu anderen Texttypen.
3. Theoretische Grundlagen zum besseren Verständnis der Analyse: Hier werden die relevanten Verbformen sowie das Modell der sprachlichen Funktionen nach Roman Jakobson theoretisch fundiert.
3.1 Das französische Verb in der Printwerbung: Dieses Kapitel detailliert die Verwendung von Indikativ, Imperativ, Infinitiv und Ellipsen in Werbetexten.
3.2 Sprachliche Funktionen nach Roman Jakobson: Dieser Abschnitt erläutert die für die Analyse relevanten Funktionen, insbesondere die konative bzw. appellative Funktion.
4. Analyse an konkreten Beispielen: Hier erfolgt die praktische Untersuchung von 14 Werbeanzeigen hinsichtlich ihrer grammatikalischen Struktur und ihrer sprachlichen Funktion.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt auf, dass das Verb in der Werbung oft durch Ellipsen ersetzt wird und die appellative Funktion weniger explizit auftritt als ursprünglich angenommen.
6. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und die untersuchten Werbemittel auf.
Schlüsselwörter
Französische Printwerbung, Sprachwissenschaft, Verbanalyse, Imperativ, Ellipse, Roman Jakobson, Werbesprache, konative Funktion, Werbebotschaft, Syntax, Werbeanzeigen, Sprachanalyse, Linguistik, Kommunikation, Konsumwerbung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung der Verwendung von Verben in französischen Printwerbeanzeigen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die grammatikalische Analyse von Werbetexten, die Bedeutung von Ellipsen in der Werbung sowie die Anwendung von Jakobsons Modell sprachlicher Funktionen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist herauszuarbeiten, in welcher Form, Häufigkeit und Funktion Verben in Plakat- und Zeitschriftenwerbung genutzt werden, um den Leser anzusprechen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine linguistische Inhaltsanalyse von 14 ausgewählten Werbeanzeigen durchgeführt, die mit Hilfe theoretischer Modelle (Jakobson, Verbformen) interpretiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Verbkategorien und sprachlichen Funktionen sowie eine empirische Analyse von Werbebeispielen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Printwerbung, Verbformen, Ellipsen, Werbesprache, konative Funktion und linguistische Analyse.
Warum spielt der Imperativ laut Untersuchung eine untergeordnete Rolle?
Die Analyse zeigt, dass Werbetreibende oft subtilere Methoden als den direkten Imperativ bevorzugen, damit sich die Zielgruppe nicht aktiv beeinflusst fühlt.
Welche Rolle spielt die Ellipse in der untersuchten Werbung?
Die Ellipse ist laut der Untersuchung die am häufigsten vorkommende Form, was belegt, dass Werbebotschaften auch ohne explizite Verbformen erfolgreich vermittelt werden können.
- Arbeit zitieren
- Alina Schilke (Autor:in), 2016, Rolle des Verbs in der französischen Printwerbung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509913