Das Unaussprechliche aus der Perspektive des Kindes in Ilse Aichingers "Die größere Hoffnung"


Bachelorarbeit, 2019
48 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Theoretischer Teil und Methodik der Analyse

2. Einleitung

3. Das Unfassbare in Worte fassen
3.1. Ausdruck des Unaussprechlichen
3.1.1. Das Unausgesprochene
3.1.2. Das Unaussprechliche
3.2. Die veränderte Perspektive – aus den Augen der Kinder
3.3. Überleben durch Spiel und Imagination

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis
Primärliteratur
Sekundärliteratur

1. Theoretischer Teil und Methodik der Analyse

Um sich dem Unausgesprochenen wie auch Unaussprechlichen in Ilse Aichingers Roman Die größere Hoffnung1 anzunähern und der konkreten Frage nachzugehen, wie die komplexen Verflechtungen aus realen und surrealen Erlebnissen bestimmte Wahrnehmungen, (Sinnes-) Eindrücke und Vorstellungen in den Figuren, besonders jedoch in den LeserInnen, evozieren, wird in dieser Arbeit ein rezeptions- und kognitionswissenschaftlicher Ansatz gewählt. Anhand von Methoden der cognitive poetics (kognitiven Poetik) konzentriert sich die Analyse daher auf den sprachästhetischen Charakter des Werks und die damit verbundenen Rezeptionsprozesse. Die Untersuchung ausgewählter narrativer wie auch stilistischer Mittel des Textes im Hinblick auf ihre spezifische Funktion und (wahrscheinliche) Rezeptionswirkung steht dabei im Vordergrund. Dadurch soll einerseits die Poetizität der Sprache Aichingers und ihr Verhältnis zur ‚normalen’ Sprache, also zum alltäglichen Sprachgebrauch, aufgezeigt werden, andererseits sollen jedoch auch die Bedeutsamkeit und die Wirkungskraft ihrer sprachlichen Ausdrucksmittel für die individuelle Sinnkonstitution dargelegt werden. Damit steht nicht nur der Inhalt, sondern vor allem auch die sprachlich-formale Darstellung des Romans im Mittelpunkt des Forschungsinteresses dieser Arbeit. Im Hinblick auf die zentrale Frage nach der Kommunizierbarkeit des Unaussprechlichen bietet der kognitionswissenschaftliche Ansatz die sowohl schlüssigste als auch geeignetste Herangehensweise für die Textanalyse.

Als grundlegendes Ziel der cognitive poetics nennt Peter Stockwell „to rationalise and explain how that reader reached that understanding on that occasion“2, also die rezeptions- und kognitionsorientierte Analyse der spezifischen Wirkungsweisen bestimmter sprachlicher Mittel und die Untersuchung der damit verbundenen Sinnkonstruktion und des Textverständnisses der Rezipienten. Unter dem Begriff der Kognitiven Literaturwissenschaft (KLW) beschreibt Sophia Wege auch als grundsätzlichen Zweck dieses Ansatzes, „[d]as Verhältnis von Text(merkmal) und Leserkognition in die Textanalyse und Interpretation fiktionaler Welten einzubeziehen“3. Eine literaturwissenschaftliche Textanalyse nach dem Ansatz der cognitive poetics fokussiert also vor allem den Effekt sprachlicher Ausdrucksformen auf die Rezeptionsprozesse und kognitiven Modellbildungen der LeserInnen. Angesichts der Schwierigkeit, das Unbegreifliche und damit Unbeschreibliche sprachlich wiederzugeben, scheinen bloße Wortinhalte jedoch oftmals unzureichend für die literarische Initiierung von Verstehensprozessen. Reuven Tsur, der als prominentester Vertreter der cognitive poetics gilt, beschreibt diesbezüglich die Unaussprechlichkeit des Mystischen und Unbegreiflichen. Dazu zitiert er Stace: “One of the best-known facts about mystics is that they feel that language is inadequate, or even wholly useless, as a means of communicating their experiences or their insights to others. They say that what they experience is unutterable or ineffable”4. Durch die sprachliche Form eines literarischen Textes können dementsprechend nur bestimmte Vorstellungen, Bilder und Gefühle vermittelt werden. Diese “textuell generierte[n] kognitiv-emotionale[n] Effekte5 machen also erst die sprachlich dargestellten, abstrakten Inhalte erfahrbar und erlebbar für die Rezipienten, und “[…] the ineffable quality is somehow sensed through the language.”6 In diesem Sinne ist die Sprache nicht mehr nur vermittelndes Medium des Inhalts, sondern vielmehr auch die Inszenierung des Gesagten, das erst durch die spezifische Wirkungsweise der eingesetzten sprachlichen Mittel erfahrbar und somit begreifbar wird.

Somit sind nicht nur einzelne Wörter, Wortverbindungen, Satz-, Kapitel- und Textzusammenhänge, sondern vor allem sprachlich ausgedrückte Denkmuster sowie evozierte Vorstellungen und Gefühle von wesentlicher Bedeutung für die Analyse. Stockwell hebt diesbezüglich hervor, dass „[c]hoice of words, forms of textual structures, and patterns of reasoning are all three intimately interrelated to each other when viewed through a science of cognition.“7 Damit ist auch die Stilistik ein wesentlicher Teilbereich dieser Untersuchung, die einen mit den cognitive poetics eng verbundenen Ansatz der Literaturwissenschaft darstellt, wie Stockwell festhält8. Des Weiteren stellt der literarische Umgang mit spezifischen Denkmustern und (sprachlichen) Konnotationen in Aichingers Roman Die größere Hoffnung einen zentralen und überaus interessanten Aspekt dar, welcher in dieser Arbeit nicht unbeachtet bleiben wird. Die Thematisierung und Dekonstruktion bekannter Denkmuster und Ideologien, die eng an sprachliche Begrifflichkeiten gebunden sind, ist in diesem Werk von besonderer Bedeutung und wird durch Aichingers Re-Konzeptualisierung der Sprache deutlich. Eine literaturwissenschaftliche Untersuchung nach den Ansätzen der cognitive poetics ist daher interdisziplinär ausgerichtet und fokussiert einerseits (text-)linguistische Aspekte, d.h. die Kohärenzherstellung in Aichingers Roman wie auch die Art und Weise, in welcher reale Erlebnisse und surreale Imaginationen textuell miteinander verbunden werden. Andererseits stehen auch stilistische Mittel, d.h. die Verwendung bestimmter Begriffe und die Konstruktion komplexer Metaphern, sowie die historische und kulturelle Einbettung des literarischen Werks im Zentrum der Analyse.

In den cognitive poetics stellt die Kontextualisierung des literarischen Werks im Hinblick auf durch Sprache evozierte Assoziationen und Verknüpfungen einen besonders wichtigen Aspekt der Analyse dar. Die in der Literatur vermittelten Konnotationen zu bestimmten Ideen, Konzepten und Begriffen erwecken spezifische Bilder und Verknüpfungen, die immer stark abhängig vom kulturellen Gedächtnis und von der kulturellen Erinnerung sind. Diese Aspekte des Romans können jedoch nicht aus dem Text ‚gelesen’ werden, da sie weit über den Wortinhalt der Sprache hinausgehen und erst durch das spezifische (Vor-)Wissen der Rezipienten ihre tiefere Bedeutung erlangen. Stockwell hält dazu ebenso fest, dass „[t]he meanings of concepts do not lie wholly in the words that are used to express those concepts, but in cognitive models which are cued up by words and which add rich and complex understanding in a communicative situation.“9 Diese kognitiven Modelle werden sowohl vom Vorwissen als auch von Vorerfahrungen beeinflusst und lenken maßgeblich die Wahrnehmung von Neuem. Individuelle Erlebnisse und Erkenntnisse beeinflussen daher in erheblichem Ausmaß auch die Rezeption von Literatur, weshalb literarische Sinnkonstitution immer eine subjektive Erfahrung darstellt. Stockwell weist jedoch ebenfalls daraufhin, dass kognitive Modelle wie auch Erfahrungen und Erlebnisse in einer Gemeinschaft geteilt werden können und daher zu „cultural models“10 (kulturellen Modellen) werden. Ein gemeinsames kulturelles Gedächtnis ermöglicht also eine gemeinsame (oder zumindest ähnliche) Lesart von literarischen Texten, da die sprachliche Darstellung mit geteilten Erfahrungen verbunden werden kann und ähnliche Konnotationen sowie ähnliche Bilder hervorgerufen werden. Angesichts des historisch-kulturellen Kontexts von Aichingers Die größere Hoffnung erscheint es daher auch für diese Arbeit überaus sinnvoll und notwendig, diese Aspekte der Rezeptionswirkung eingehend zu untersuchen.

Oh, Träume sind wachsamer als Taten und Ereignisse,

Träume bewachen die Welt vor dem Untergang,

Träume, nichts als Träume! (DgH, S. 75)

2. Einleitung

In ihren Arbeiten zum kollektiven Gedächtnis beschreibt die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann die menschliche Unfähigkeit, Traumata wie den Holocaust unmittelbar wahrzunehmen, zu erinnern und zu erzählen11 und betont die „Nachträglichkeit“12 dieses „kollektiven Geschichts-Traumas“13, die sich in der relativ späten Aufmerksamkeit gegenüber den Erfahrungen der Opfer zeigt. Aichinger hingegen erzählt bereits 1948 von den traumatischen und unvorstellbaren Erlebnissen der jüdischen Bevölkerung und insbesondere der aus Rassegründen verfolgten Kinder Österreichs. Ihr erster und einziger Roman Die größere Hoffnung, in dem sie ihre persönlichen Erfahrungen verarbeitet, ist ein eindrucksvolles literarisches Zeugnis der NS-Schrecken. Der Roman erzählt in zehn nicht nummerierten Kapiteln von den unbegreiflichen und grauenvollen Erfahrungen der kindlichen Protagonistin Ellen und ihrer Freunde während des nationalsozialistischen Terrorregimes. Nach der Emigration ihrer Mutter bleibt sie alleine bei ihrer Großmutter zurück, da sie, wie die anderen Kinder auch, aufgrund ihrer ‚falschen’ Großeltern kein Visum für die Ausreise bekommt. Gemeinsam erleben die Kinder die grausame Realität und die unaussprechlichen Schrecken als Verfolgte des Nationalsozialismus. Als Ellen auch den unfassbaren Verlust ihrer Großmutter durch deren Selbstmord sowie die Verhaftung und Deportation ihrer Freunde miterleben muss, bleibt für sie nur noch die ‚größere Hoffnung’. Erst ihr gewaltsamer Tod durch eine Granate wird für die kindliche Protagonistin schließlich zur ‚Erlösung‘ von den unerklärlichen Grauen der Realität.

Im Gegensatz zu anderen literarischen Werken, die über die Grauen des Holocaust berichten, lenkt Aichinger die Aufmerksamkeit zwar auf die Erfahrung der (in der Terminologie der Nationalsozialisten) halbjüdischen, kindlichen Protagonistin Ellen. Diese wird jedoch nicht in einer passiven Opferrolle dargestellt. Vielmehr werden im Roman die Wahrnehmungen und Gefühle sowie die Träume und Wünsche der Kinder in den Mittelpunkt gestellt, die trotz ihrer hoffnungslosen Lage an der ‚größeren Hoffnung’ festhalten. So erzählt Aichingers Roman Die größere Hoffnung von den unbegreiflichen Schrecken der NS-Zeit, von Hoffnung und gleichzeitiger Ausweglosigkeit und von einer ‚größeren Hoffnung’, die über das individuelle Dasein hinausreicht.

Besonders auffallend ist dabei die dominierende Erzählperspektive des Kindes, welche mit einer ‚kindlichen’, fast schon naiv-träumerischen, sprachlichen Darstellung der Handlung einhergeht. In dieser werden Realität und Irrealität immer wieder vermischt und gehen ineinander über. Dementsprechend beschäftigt sich diese Arbeit mit der zentralen Frage nach der Wirkungsweise des Kinderblicks und der veränderten Erzählperspektive und untersucht, ob und wie eine hochpoetische Ausdrucksform in den LeserInnen die Wahrnehmung der reellen Schrecken des Holocaust beeinflusst. Im Fokus der Untersuchung steht dabei Aichingers literarische Darstellung des unvorstellbaren und unaussprechlichen Grauens, welches die kindlichen Protagonisten des Romans erfahren und individuell wahrnehmen. Ziel der Arbeit ist es somit aufzuzeigen, mit welchen sprachlichen Mitteln die Autorin das ‚Unausgesprochene’ des Romans, also die historisch belegbaren Fakten und traumatisierenden Schreckensereignisse des Nazi-Regimes, wie auch das ‚Unaussprechliche’, literarisch darstellt. Das ‚Unaussprechliche’ des Romans kann dabei als das über die kindlichen Protagonisten hereinbrechende Grauen und als der lauernde Tod gesehen werden. Im Rahmen dieser Arbeit steht daher die Untersuchung der sprachlichen Darstellung der Inhalte im Vordergrund, um die damit verbundenen und dadurch evozierten Vorstellungen, Eindrücke und Konnotationen der Rezipienten analysieren zu können. Hinsichtlich der spezifischen Rezeptionswirkung und insbesondere im Rahmen dieser Arbeit ist auch die kulturelle und historisch-kontextuelle Einbettung des literarischen Werks von wesentlicher Bedeutung. Die Analyse zentraler Episoden des Romans soll demnach aufzeigen, dass durch die Sprachkunst Aichingers eine besonders eindrucksvolle Wirkung erzielt wird, die es dem Rezipienten erlaubt, Vorstellungen, Emotionen und Erlebnisse zu erfassen, welche durch Worte allein nicht begreifbar sind. Die höchst metaphorischen und meist mehrdeutigen Sprachbilder Aichingers erschaffen eine veränderte Sichtweise der Rezipienten und ermöglichen die Auflösung herkömmlicher Denkweisen sowie die Neubildung alternativer Denkmuster.

3. Das Unfassbare in Worte fassen

Die größere Hoffnung erzählt von grauenvollen Ereignissen, welche die kindlichen Protagonisten nicht begreifen können und welche für sie somit unfassbar bleiben. Diese unfassbaren Geschehnisse des Romans sind einerseits Erfahrungen des Todes, wie etwa Ellens Erleben des Selbstmords ihrer Großmutter und die Begegnung mit den Toten auf dem Friedhof, und andererseits auch Ereignisse des Verlusts und des Verlassen-Werdens. So lässt Ellens Mutter sie bei ihrer Großmutter zurück, während Ellens Vater ebenfalls die Rolle als ihr Vertrauter verlässt und schließlich Ellen und ihre Freunde als Feind verfolgt. Ebenso gehört die nicht nachvollziehbare Verhaftung der Kinder zu den unbegreiflichen Geschehnissen des Romans. Aichingers Schilderung dieser unfassbaren Erfahrungen in Die größere Hoffnung zeichnet sich durch höchst poetische Sprache und radikale Subversivität aus. Überschattet von den Traumata der NS-Zeit ändern sich im literarischen Schaffen Aichingers sowohl die Verwendung der Sprache als auch die Bedeutung der Worte. Ebenso wird die ‚herkömmliche’ Erzählweise als unrealisierbar aufgegeben. Das Erzählen von Geschehnissen, welche unverständlich und unbegreiflich sind, kann nicht einer linearen, logischen Handlungsstruktur folgen. Zugleich können das erlebte Grauen und die unbegreiflichen Schrecken nicht länger durch konventionelle Begriffe zum Ausdruck gebracht werden, denn die tradierten Bedeutungen entsprechen nicht dem, was vermittelt werden soll. Die unvorstellbaren Taten und Ereignisse des Nazi-Regimes können also nicht einfach erzählt werden, denn das Unfassbare kann nicht in Worte gefasst werden und für das Unaussprechliche gibt es kein Narrativ.

Die Historikerin Gudrun Braunsperger hält hierzu fest:

Eine geschlossene Handlung setzt einen Sinn voraus, eine Richtung, eine Aussage. Die junge Generation von Literaten und Intellektuellen, der die 1921 geborene Ilse Aichinger angehört, war beladen mit den Traumata ihrer Zeit, die Gewissheit, im herkömmlichen Sinn etwas zu erzählen zu haben, war ihr abhandengekommen. Wie auch Ingeborg Bachmann hat Ilse Aichinger in der Dekonstruktion den einzigen Weg gesehen, Wirklichkeit fassbar zu machen.14

Angesichts der fehlenden Nachvollziehbarkeit und Sinnhaftigkeit können die traumatisierenden Erlebnisse und Erfahrungen nicht mehr als logisch-strukturierte Erzählung geschildert werden. Stattdessen erschafft Aichinger durch die sehr poetische sprachliche Form ihres Romans eine Form der Darstellung, die einen weitaus größeren Bedeutungsrahmen erschafft. Die im Roman evozierten Bilder, Vorstellungen und Verknüpfungen gehen über die wörtliche Bedeutung von Sprache hinaus und erscheinen zudem meist mehrdeutig sowie oft irreführend. Auch die Charakterisierung der kindlichen Protagonisten zeugt von Ambiguität. Die verschlüsselte und verfremdete Sprache des Romans wirkt sehr bedeutungsschwer, zugleich vertraut und bekannt, indem bestimmte überlieferte Konzepte und Konnotationen gezielt aktiviert werden. Diese werden jedoch verfremdet dargestellt und von Aichinger mit Bedeutungen in Beziehung gesetzt, die die herkömmlichen Assoziationen und Sinnzuschreibungen überschatten. Besonders das immer wiederkehrende und im Text zentrale Symbol des Sterns ruft polyvalente Konnotationen bei den LeserInnen hervor, indem durch die sprachliche Darstellung verschiedene mentale Schemata bzw. Interpretationsrahmen (scripts oder frames) im Gedächtnis der Rezipienten aktiviert werden. Dadurch ist der Begriff des Sterns in Aichingers Roman sowohl mit negativen als auch zugleich äußerst positiven Gefühlen und Vorstellungen verbunden. Für Ellen ist der Stern etwa ein Zeichen der Zugehörigkeit, denn die Kinder, die den gelben Stern tragen müssen, sind die einzigen, zu denen Ellen schließlich Anschluss findet. So möchte sie wie ihre Freunde den Stern tragen, denn in ihrer Wahrnehmung ist er ein Zeichen des Optimismus: „Leuchten mußte man, wenn es so dunkel war, und wie sollte man leuchten, wenn nicht durch den Stern?“ (DgH, S. 101). In dieser Hinsicht wird der Stern unverkennbar zum Symbol für die Hoffnung und Zuversicht der kindlichen Protagonistin.

Der gelbe Stern, den die jüdischen Kinder aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit tragen müssen und den Ellen als leuchtendes Zeichen der Zugehörigkeit und Hoffnung ansieht, ruft bei den LeserInnen jedoch sofort bestimmte Konnotationen hervor. Weil Rezipienten von der historischen Bedeutung des in der nationalsozialistischen Terminologie sogenannten ‚Judensterns’ wissen, verbinden sie das Zeichen des gelben Sterns mit der sozialen Isolation, Stigmatisierung und Demütigung der jüdischen Bevölkerung. Das historische Wissen der LeserInnen bewirkt somit die Einordnung des Begriffs in einen spezifischen, kognitiven Interpretationsrahmen (frame), durch den starke Assoziationen des unvorstellbaren Grauens und der schrecklichen Verbrechen des Nationalsozialismus evoziert werden. In Die größere Hoffnung wird diesem Symbol zusätzlich eine konträre Bedeutung zugeschrieben, welche der kindlichen Wahrnehmung der Protagonisten entstammt. So wird der Stern für die Kinder im Roman zum Sinnbild für die ‚größere Hoffnung’, für die Gemeinschaft, den Zusammenhalt und den Glauben an eine positive Zukunft. In einem Gespräch zwischen Ellen und der etwas älteren Anna, die deportiert werden soll, wird diese allegorische Bedeutung des leuchtenden Sterns besonders nachdrücklich dargestellt:

»Alle Leute müßten Sterne tragen!«

»Ich nicht«, rief Ellen erbittert, »ich darf ihn nicht tragen! Zwei falsche Großeltern zuwenig. Und sie sagen, ich gehöre nicht dazu!«

»Ach«, sagte Anna und lachte wieder, »vielleicht ist es gleichgültig, ob man ihn auf dem Mantel trägt oder im Gesicht.« (DgH, S. 117)

Diese Polyvalenz der verwendeten Begriffe ist im gesamten Werk präsent. So wird das Symbol des Sterns als ausdrucksstarkes Sinnbild immer wieder mit verschiedenen und überaus konträren Bedeutungen in Verbindung gebracht. Auch am Ende des Romans, als Ellen stirbt, steht der Morgenstern als Zeichen der ‚größeren Hoffnung’ über der zerstörten Stadt am Himmel. Die metaphorische Sprache Aichingers und die spezifische Erzählperspektive des Romans verändern damit in radikaler Weise die Rezeption des Inhalts. Einzelne Worte werden nicht mehr in ihrem herkömmlichen Sinn verwendet. Vor allem die mit dem Nationalsozialismus assoziierten Begriffe und Vorstellungen werden semantisch neu besetzt und mit anderen Bedeutungszusammenhängen in Verbindung gesetzt, sodass ein verändertes Verständnis der sprachlichen Ausdrücke erlangt wird.

Durch diese ‚Erneuerung’ der Sprache und die Etablierung veränderter Bedeutungs- und Denkmuster fand Aichinger einen ‚Ausweg’ aus der drohenden Nicht-Darstellbarkeit des Holocaust, denn „für die Erfahrungen des 2. Weltkriegs mußte erst eine Sprache gefunden werden, eine, die sich der Sprachregelung des Dritten Reichs verweigerte, zugleich aber die Erfahrungen der Zeit in sich aufnehmen und in Sprache umwandeln konnte“15, wie Reichensperger festhält. Aichinger schafft in ihrem Roman Die größere Hoffnung nicht nur eine veränderte Sichtweise und Rezeption des dargestellten Geschehens, sondern in der Folge auch eine Art Reinigung der Sprache von stark nationalsozialistisch konnotierten Begriffen. Indem sie sich nicht der Terminologie der Nationalsozialisten bedient und weder Namen (von Personen oder Organisationen), noch Fakten oder Orte direkt benennt, erschafft Aichinger einen Erzählraum, in dem Fakt und Fiktion ineinander übergehen und in dem sprachlichen Ausdrücken neue Bedeutungen zugeschrieben werden können. Im Gegensatz zu realitätsgetreuen und detaillierten Schilderungen des unvorstellbaren Schreckens schafft die überaus poetische Sprache Aichingers das Gefühl einer unerklärlichen, todbringenden Bedrohung und zugleich einer größeren, der Ausweglosigkeit trotzenden Hoffnung. Die größere Hoffnung ist daher nicht eine Schilderung des Grauens, sondern vielmehr ein sprachlicher Ausdruck des unfassbaren Schreckens und der unaussprechlichen Bedrohung.

Doch die Poetizität des Romans trägt keineswegs zu einer Verklärung der grauenvollen Tatsachen bei. Wie Barbara Thums festhält „[...] verweist [die poetische Sprache Aichingers] im Gegenteil auf die Unmöglichkeit, das Geschehene auf den Begriff zu bringen und führt die zerstörte Welt- und Sprachordnung in einer Eindringlichkeit vor, die auch den Leser in die verlassene Welt des Romans mit hineinzieht.“16 Die außergewöhnlich lyrische Sprache und die dargestellten Schrecken der NS-Zeit stehen also in einem krassen Gegensatz zueinander, wobei die Geschehnisse dadurch jedoch keineswegs an Bedeutung verlieren oder gar verharmlost werden. Vielmehr werden die Erlebnisse und Erfahrungen der rassisch verfolgten Protagonisten durch den Bruch zwischen der träumerisch-surrealen Wunschwelt und der erschreckenden Realität auf erschütternde Weise verdeutlicht. Beispielsweise kommt im Kapitel Das große Spiel der sukzessive Einbruch der realen Grauen und schrecklichen Bedrohung in die fantasievolle Wahrnehmung der Kinder durch die poetische Sprache Aichingers wirkungsvoll zum Ausdruck.

Der Krieg, zum Griff bereit, wich vor sich selbst zurück. Denn es hatte geläutet und es läutete noch immer. Es läutete zum zweitenmal.

Es gab aber in diesem Spiel keinen Souffleur, keinen, der den Ernst milderte und die Verwegenheit allen Spielens flüsternd untergrub, keinen, der den Einsatz angab, ohne sich einzusetzen. Beides fiel endgültig zusammen. Der das Einspringen übersieht, verwirft sich, und der das Ausspringen übersieht, verwirft sich doppelt. Wie schwer es war, zu kommen und zu gehen zur rechten Zeit wie Morgen und Abend. Daran lag alles. Aber die Kinder wußten nicht weiter, denn es läutete Sturm. (DgH, S. 145)

Somit werden die unbegreiflichen Erfahrungen der kindlichen Protagonisten durch die Poetisierung noch stärker hervorgehoben und die Unmöglichkeit, das erlebte Grauen in ‚normaler’ Sprache auszudrücken, wird verdeutlicht. Zudem werden der spezifische Kontext und die historische Verankerung des Geschehens durch Aichingers poetische Sprache in einer gewissen Weise gelockert. Obwohl aus den sprachlichen Darstellungen in Verbindung mit dem historischen Vorwissen der Rezipienten zweifellos der geschichtliche Kontext der erzählten Ereignisse hergestellt werden kann, steht die historische Einbettung des Werks nicht im Vordergrund. Vielmehr vermittelt der Roman durch die Lockerung der zeitlichen und örtlichen Verankerung der Erlebnisse und Erfahrungen eine kulturelle Ungebundenheit und zeitlose Bedeutsamkeit der ‚größeren Hoffnung’.

Obwohl der fehlende Dokumentationscharakter des Werks mitunter sogar als Beschönigung der Geschehnisse gedeutet und kritisiert wurde17, evoziert eben diese radikal veränderte Darstellung des Erlebten überaus deutliche Bilder und Gefühle des bedrohlichen, unbegreiflichen Schreckens. Durch die höchst poetische Sprache Aichingers wird vor allem auch offensichtlich, dass das Erleben des Unaussprechlichen, des lauernden Grauens und des drohenden Todes, nicht einfach wiedererzählt werden kann. Vielmehr generiert der sprachästhetische Charakter des Romans die entsprechenden kognitiv-emotionalen Effekte, denn er „ist [...] gezeichnet vom Nichtbegreifen und der Angst der verfolgten Kinder und ihrem Versuch, das Erlebte spielerisch zu verarbeiten [...] [und] artikuliert das durch die Sprache nicht Faßbare des Erlebten.“18 Durch die Perspektive des unschuldigen, naiv-träumerischen Kindes, das seine hoffnungslose Lage und den lauernden Tod bewusst wahrnimmt, sich diese jedoch nicht begreifbar machen kann, werden die Schrecken der nationalsozialistischen Realität als noch grauenvoller und unfassbarer dargestellt. In gewisser Weise wird die poetische Sprache des Romans somit zur mimetischen Ausdrucksweise des Inhalts indem sie das Unaussprechliche und Unbegreifliche spiegelt. Damit wird die poetische Sprache Aichingers zum zentralen Mittel der Sinnkonstitution für die Rezipienten, die sich der Wirkungsmacht der sprachlichen Mittel und textuell generierten Vorstellungen nicht entziehen können.

Auch die dominierende und oftmals befremdlich wirkende Erzählperspektive einer kindlichen Protagonistin in Aichingers Roman trägt maßgeblich zu dieser Rezeptionswirkung bei. Statt dem Narrativ der Täter zu folgen, schafft Aichinger in Die größere Hoffnung eine Erzählperspektive, in der sie „[...] den Verfolgten eine Sprache [verleiht], die sie nicht ein zweites Mal zum Opfer macht.“19 Die verfolgten Kinder werden nicht als passive und hilflose Opfer des dominierenden Systems dargestellt, sondern vielmehr als eigenständig agierende Individuen charakterisiert, die in ihren Träumen und Spielen der vorherrschenden Verachtung und Ausweglosigkeit trotzen. Thums spricht hierbei von „[...] einer visionären Darstellungsweise aus der Perspektive der Verfolgten, in der sich Wirkliches und Imaginäres ununterscheidbar ineinander verschlingt und in welcher der Objektstatus einer Rede über die Opfer vermieden wird.“20 Indem Aichinger durch die Erzählperspektive der Verfolgten die stereotype Rollenwahrnehmung verändert und in ihrem Roman die Charakterisierung der Kinder als Opfer aufbricht, wird ihnen ihre Handlungsfähigkeit und Handlungsfreiheit als selbstständige Subjekte zurückgegeben. Darüber hinaus werden durch den Verzicht auf eine Charakterisierung der Protagonisten nach einem Opfer–Täter–Schema die individuellen Wahrnehmungen, Erfahrungen, Emotionen und Schicksale der Kinder anstelle einer Diskussion um die Schuldfrage in den Mittelpunkt gestellt. Damit lenkt Aichinger die Aufmerksamkeit der Rezipienten in ihrem Werk auf die erlebte Wirklichkeit der verfolgten Protagonisten und fokussiert nicht die schrecklichen Handlungen, sondern die Wahrnehmung des Grauens sowie die Erfahrungen des Schreckens, welche durch die Poetizität ihres Romans erst ansatzweise vorstellbar gemacht werden.

Die Wirkungsmacht von Aichingers Sprachkunst zeigt sich darin, dass sie sich gegen die Unmöglichkeit, das Unfassbare in Worte zu fassen, stellt und das Unaussprechliche erfahrbar macht. Die größere Hoffnung zeugt von einer Neuerung und Re-Konzeptualisierung der Sprache, da diese in ihrer ‚normalen’ Verwendung das Erlebte nicht mehr fassbar machen und verständlich vermitteln kann. So erzählt Aichinger in ihrem Roman nicht der nationalsozialistischen Terminologie entsprechend vom ‚halbjüdischen’ Mädchen Ellen, sondern von einem Mädchen mit zwei „falschen“ (DgH, S. 34) Großeltern. Auf die gewohnten Wörter, welche allgemein vertraut sind und somit schließlich an Ausdruckskraft und Relevanz verloren haben, wird verzichtet und das Gemeinte stattdessen mit neuen Konzepte und Konnotationen verbunden. Auch im Roman selbst wird dieses Neu-Erlernen der deutschen Sprache, welche als Sprache der Täter21 deutlich mit deren Schreckensherrschaft verbunden ist und als Mittel ihrer verbrecherischer und bedrohlicher Ideologie gebraucht wurde, thematisiert. Die Kinder, die sich als Ziel gesetzt haben, das Deutsche zu verlernen (vgl. DgH, S. 89), werden von einem älteren Mann, von dem sie stattdessen Englisch lernen wollen, dazu aufgefordert, „es neu zu erlernen, wie ein Fremder eine fremde Sprache lernt, vorsichtig, behutsam, wie man ein Licht anzündet in einem dunklen Haus und wieder weitergeht“ (DgH, S. 90). Diese Metapher vom Licht im dunklen Haus verdeutlicht die Wichtigkeit des Neu-Erlernens und der Re-Konzeptualisierung der deutschen Sprache nach ihrem Missbrauch durch die Nationalsozialisten. Die Sprache neu zu erlernen heißt, neue Ausdrucksformen und veränderte Darstellungsweisen zu finden, um die Verdunkelung wie die fehlende Aussagekraft der bekannten Sprache wieder aufzuhellen. Dies schafft auch Aichingers poetischer Stil im Gegensatz zu den faktischen Dokumentationen des Holocaust: die Poetisierung und Ambiguität in ihrem Roman Die größere Hoffnung generiert komplexe Bedeutungszusammenhänge und kognitiv-emotionale Assoziationen.

In diesem Sinne kann die höchst poetische Sprache Aichingers und der metaphorische Ausdruck ihres Romans nach dem Kunstbegriff Deleuzes auch als „[...] Bereich des Unzeitgemäßen oder Neuen, dessen also, was seiner Reduktion auf etablierte zeitgemäße und alte ästhetische, ethische, politische und kulturelle Register widersteht“22 gesehen werden. Aichingers veränderter Sprachgebrauch, also das ‚Neue‘, entsteht erst aus der unmittelbaren Berührung mit dem Chaos, dem Bedrohlichen und Unbegreiflichen. Da Aichinger selbst Opfer des Holocaust und Zeitzeugin der NS-Schrecken war, stellt ihre Sprachkunst eine Form der Verarbeitung der Erlebnisse23 dar. Zugleich ist sie auch ein „Schöpfungsakt“24, welcher aus dem Kontakt mit dem zerstörerischen Chaos entsteht und welcher notwendig ist, um das Geschehene überhaupt fassbar und erfahrbar zu machen und das Unaussprechliche zur Sprache zu bringen. Die Erfahrung des Chaos ermöglicht erst ein Hervorbringen des ‚Neuen’ und damit die Schöpfung von Kunst. Nach Deleuzes und Guattaris Auffassung der Kunst ist diese „eine Komposition des Chaos, die die Vision oder Sensation schenkt [...].“25 Als eine der „drei großen Formen des Denkens“26 ist es die Kunst, welche dem Chaos durch die Erschaffung des Neuen „trotzt“27 und die Entstehung eines Werdens darstellt. Um eine Veränderung, also einen Prozess des Werdens, erst zu initiieren, müssen zudem gewohnte Perspektiven und Ausdrucksweisen verändert werden. In Aichingers Roman Die größere Hoffnung wird dieses ‚Neue’, die radikale Umgestaltung der sprachlichen und narrativen Darstellungsweise unverkennbar, welche erst die Erfahrung des Unfassbaren und Unbeschreiblichen ermöglicht.

3.1. Ausdruck des Unaussprechlichen

Die größere Hoffnung erzählt von unaussprechlichen Erlebnissen und Empfindungen der kindlichen Protagonisten. So erfahren sie die unfassbaren Eindrücke eines bedrohlichen Grauens und der lauernden Vernichtung wie auch Gefühle der Verlassenheit und ständigen Ungewissheit. Darüber hinaus ist ihr Dasein von einer alles beherrschenden, jedoch unerklärlichen Todesangst geprägt. Angesichts der Unmöglichkeit, das Unverständliche in Worten zu kommunizieren sowie der vorwiegend negativ konnotierten Sprache der Täter ergibt sich die Schwierigkeit, die Erfahrungen und Hoffnungen der verfolgten Kinder sprachlich auszudrücken und, damit verbunden, die Notwendigkeit anderer Darstellungsformen. Aichinger verzichtet in ihrem Roman daher auf viele Bezeichnungen sowie genaue Angaben und deutet dafür umso unmissverständlicher an, was nicht direkt benannt wird. Obwohl weder konkrete Ereignisse oder Taten der NS-Zeit genannt werden, lässt sich die erzählte Handlung anhand des geschichtlichen Wissens der Rezipienten unverkennbar in den historischen Kontext des Zweiten Weltkriegs einordnen. Auch das abstrakte und nicht fassbare Unausgesprochene des Romans kommt somit anhand eindrücklicher Bilder, surrealer Traum- und Spielepisoden und evozierter Konnotationen deutlich zum Ausdruck.

[...]


1 Aichinger, Ilse (2005): Die größere Hoffnung. 10. Auflage. Frankfurt a. M.: Fischer. Im Folgenden mit der Sigle DgH wiedergegeben.

2 Stockwell 2002, S. 7.

3 Wege 2013, S. 14.

4 Stace 1961, S. 277 zitiert nach Tsur 2003, S. 33.

5 Wege 2013, S. 20.

6 Tsur 2003, S. 33.

7 Stockwell 2002, S. 8.

8 Vgl. Stockwell 2002, S. 6.

9 Stockwell 2002, S. 33.

10 Stockwell 2002, S. 33.

11 Assmann 2011, S. 190.

12 Assmann 2011, S. 190.

13 Assmann 2011, S. 190.

14 Braunsperger, 2016.

15 Reichensperger 1991, S. 11 zitiert nach Breysach 2005, S. 178.

16 Thums 2000, S. 221.

17 Vgl. Thums 2000, S. 221.

18 Thums 2000, S. 221.

19 Thums 2000, S. 221.

20 Thums 2000, S. 221.

21 Vgl. Hetzer 1992, S. 109.

22 Steinweg 2007, S. 84.

23 Vgl. Carstens, 2012, S. 5.

24 Steinweg 2007, S. 84.

25 Deleuze/Guattari 1996, S. 242.

26 Deleuze/Guattari 1996, S. 234.

27 Deleuze/Guattari 1996, S. 234.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten

Details

Titel
Das Unaussprechliche aus der Perspektive des Kindes in Ilse Aichingers "Die größere Hoffnung"
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
48
Katalognummer
V509919
ISBN (eBook)
9783346087805
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unaussprechliche, perspektive, kindes, ilse, aichingers, hoffnung
Arbeit zitieren
Carina Thaler (Autor), 2019, Das Unaussprechliche aus der Perspektive des Kindes in Ilse Aichingers "Die größere Hoffnung", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509919

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