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Mathematik an der Schule für Körperbehinderte: Schriftliche Rechenverfahren und Fehleranalyse der schriftlichen Addition

Title: Mathematik an der Schule für Körperbehinderte: Schriftliche Rechenverfahren und Fehleranalyse der schriftlichen Addition

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 20 Pages , Grade: Leistungsnachweis

Autor:in: Isabelle Lindekamp (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Ich studiere Sondererziehung und Rehabilitation für Geistig- und Körperbehinderte für Lehramt mit den beiden Unterrichtsfächern Deutsch und Musik. Während meines 1. Blockpraktikums, welches ich an der Waldschule Bucholtwelmen für Geistigbehinderte absolvierte, unterrichtete ich ausschließlich in meinen beiden Studienfächern. Das Blockpraktikum für meine 2. Fachrichtung machte ich im März 2003 an der Westfälischen Schule für Körperbehinderte. In diesem Praktikum wollte ich neben Deutsch und Musik gerne auch Stunden in anderen Fächern versuchen zu gestalten, so auch angeregt durch das von Ihnen angebotene Kompaktseminar „Mathematikunterricht in der Schule für Körperbehinderte“. Ich war in einer 6. Klasse, welche nach den Richtlinien für Lernbehinderte unterrichtet wurde, zugeteilt. Außer für das Fach Musik, sollte ich aber keine eigene Unterrichtsreihe ausarbeiten, sondern die Ideen für meine Stunden den aktuellen Förder- und Lehrplänen der Klasse entnehmen und mich mit den anderen Lehrern absprechen und geplante Stunden ihrer Unterrichtsreihen übernehmen. Im Fach Mathematik übten die SchülerInnen seit Beginn des Schuljahres das Schriftliche Addieren und Subtrahieren. Die Motivation der SchülerInnen diese Art Verfahren zu erlernen war erstaunlich hoch. Die Ursache dafür war wohl, dass die Klasse ein Jahr zuvor die „Saftbar“ (eine Art Kiosk) der Schule, übernommen hat. Hier verkaufen sie (jeweils zu zweit) in den Pausen verschiedene Getränke, Süßwaren und Knabbereien. Bisher half die Klassenlehrerin ihnen beim dazugehörigen Berechnen und Kassieren der Preise. Da die SchülerInnen der Klasse sehr stolz darauf sind, die Saftbar leiten zu dürfen, hat die Klassenlehrerin dies genutzt, um ihnen die Nützlichkeit mathematischer Operationen konkret für sie selbst zu verdeutlichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schriftliche Rechenverfahren

2.1 Argumente für schriftliches Rechnen

2.2. Gefahren des schriftlichen Rechnens

3. Das Normalverfahren der schriftlichen Rechenverfahren

3.1. Vorteile der Normalverfahren

3.2 Nachteile der Normalverfahren

4. Die schriftliche Addition

4.1. Das Normalverfahren der schriftlichen Addition

4.2. Schwierigkeiten bei der schriftlichen Addition

4.3 Vorbeugung und Behebung von Fehlern in der schriftlichen Addition

4.4 Hinweise zur Behandlung im Unterricht

5. Fehleranalyse

5.1 Möglichkeiten der Fehleranalyse

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit widmet sich der fachlichen Auseinandersetzung mit schriftlichen Rechenverfahren, mit besonderem Fokus auf die schriftliche Addition sowie die systematische Analyse und Behebung von auftretenden Schülerfehlern.

  • Methodische Grundlagen schriftlicher Rechenverfahren
  • Diagnose und Klassifizierung von Schülerfehlern
  • Präventionsstrategien zur Vermeidung von Additionsfehlern
  • Einsatz von Anschauungsmitteln im Mathematikunterricht
  • Bedeutung der Fehleranalyse im Lernprozess

Auszug aus dem Buch

4.2. Schwierigkeiten bei der schriftlichen Addition

Bei der schriftlichen Addition zweier Zahlen im Dezimalsystem unterscheidet man zwischen zwei Schwierigkeitsstufen: der Addition mit und ohne Übertrag (vgl. Padberg, F. (1992), S. 161f). Um zu prüfen, ob die SchülerInnen die verschiedenen Anforderungen der schriftlichen Addition beherrschen, ist es günstig, diagnostische Aufgabenblätter einzubeziehen. Diese Aufgabenblätter enthalten verschiedene Anforderungen und Schwierigkeitsmerkmale.

1. Die Hälfte der Schülerfehler beim schriftlichen Addieren sind Fehler beim Übertrag. Je mehr Überträge erforderlich werden, desto schwieriger wird die Aufgabe für sie. Bei diesem Fehlermuster gibt es sechs Arten der Übertragsfehler.

· Der ,,Übertrag in allgemeinen Fällen" wird nicht berücksichtigt, d. h. der Schüler übersieht die Übertragsziffer, auch, wenn er sie zuvor bereits hingeschrieben hat.

· Oder aber der ,,Übertrag in besonderen Fällen" wird nicht berücksichtigt, zum Beispiel, wenn der Schüler kein Übertrag zur Null setzt, weil er Schwierigkeiten mit der Bedeutung der Null hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre Motivation aus dem Praktikum an einer Schule für Körperbehinderte, sich intensiv mit der Fehleranalyse bei der schriftlichen Addition auseinanderzusetzen.

2. Schriftliche Rechenverfahren: Dieses Kapitel definiert schriftliche Rechenverfahren als algorithmische Prozesse und diskutiert die Debatte um deren Notwendigkeit im modernen Mathematikunterricht.

3. Das Normalverfahren der schriftlichen Rechenverfahren: Hier werden die verbindlichen Regeln und die Vor- sowie Nachteile der normierten Normalverfahren in der Grundschule erläutert.

4. Die schriftliche Addition: Dieses zentrale Kapitel behandelt die methodische Durchführung, spezifische Fehlertypen sowie Strategien zur Fehlerprävention bei der Addition.

5. Fehleranalyse: Das Kapitel beleuchtet den historischen Kontext und die pädagogische Bedeutung der Fehleranalyse zur gezielten individuellen Förderung von Schülern.

6. Fazit: Die Autorin resümiert die Bedeutung mathematischer Vorerfahrungen und plädiert für einen handlungsorientierten Mathematikunterricht, der den individuellen Leistungsstand berücksichtigt.

Schlüsselwörter

Schriftliche Addition, Fehleranalyse, Normalverfahren, Übertragsfehler, Mathematikdidaktik, Förderdiagnose, Sonderpädagogik, Rechenschwierigkeiten, Dezimalsystem, Handlungsorientierung, Fehlerprävention, Kopfrechnen, Lernprozess, Mathematische Grundbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den fachlichen Grundlagen schriftlicher Rechenverfahren, insbesondere der Addition, und untersucht, wie Schülerfehler systematisch analysiert und behoben werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Algorithmik des Rechnens, die Identifikation spezifischer Fehlermuster sowie didaktische Strategien zur Fehlervermeidung und Förderung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Entstehung von Rechenfehlern zu entwickeln, um Lehrkräften fundierte Ansätze für individuelle Fördermaßnahmen an die Hand zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer didaktischen Literaturanalyse, die durch eigene Beobachtungen aus einem Blockpraktikum an einer Schule für Körperbehinderte ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Normalverfahren der Addition, listet detaillierte Fehlerkategorien wie Übertragsfehler oder Probleme mit der Null auf und stellt Maßnahmen zur Fehlerprävention vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Fehleranalyse, schriftliche Addition, Förderdiagnose, Normalverfahren und mathematische Handlungsorientierung.

Welche Rolle spielt die Null bei der schriftlichen Addition?

Die Null stellt für viele Schüler eine Schwierigkeit dar, da sie teilweise fälschlicherweise als "nichts" interpretiert wird oder Rollenkonflikte mit der Multiplikation (0*x=0) entstehen.

Warum ist die Fehleranalyse für die Förderung wichtig?

Sie ermöglicht es, über das bloße Ergebnis hinaus die zugrunde liegenden Fehlerstrategien der Schüler zu erkennen und gezielt dort anzusetzen, wo das mathematische Verständnis lückenhaft ist.

Welche Bedeutung hat das "Eins und Eins" für das schriftliche Rechnen?

Eine sichere Beherrschung des kleinen "Eins und Eins" ist die Grundvoraussetzung, um sich bei schriftlichen Verfahren voll auf das algorithmische Vorgehen konzentrieren zu können, ohne durch basale Rechenprobleme gehemmt zu werden.

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Details

Title
Mathematik an der Schule für Körperbehinderte: Schriftliche Rechenverfahren und Fehleranalyse der schriftlichen Addition
College
University of Dortmund
Course
Mathematikunterricht an der Schule für Körperbeinderte
Grade
Leistungsnachweis
Author
Isabelle Lindekamp (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V50993
ISBN (eBook)
9783638470728
Language
German
Tags
Mathematik Schule Körperbehinderte Schriftliche Rechenverfahren Fehleranalyse Addition Mathematikunterricht Schule Körperbeinderte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabelle Lindekamp (Author), 2003, Mathematik an der Schule für Körperbehinderte: Schriftliche Rechenverfahren und Fehleranalyse der schriftlichen Addition, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50993
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