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Führung- und Führungskontexte mit Blick auf die stationäre Jugend- und Heimerziehung

Title: Führung- und Führungskontexte mit Blick auf die stationäre Jugend- und Heimerziehung

Intermediate Diploma Thesis , 2004 , 43 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.Betrw.(BA) Michael M. Fleißer (Author)

Social Work
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Nach Durchsicht der Literatur erscheint mit die Definitionsvielfalt unersättlich. Eine umfassende und eindeutig verbindliche, von allen akzeptierte Definition des Begriffes Führung gibt es so nicht. Daher erscheint es mir nicht angemessen eine alle Aspekte umfassende Definitionen von Führung darzustellen zu wollen. Dennoch: Eine erste Annährung an den Begriff Führung gelingt aber mit dem Wortpaar „Zielorientierte Verhaltensbeeinflussung“...und der verantwortungsbewusste Umgang damit.

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Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Abgrenzung des Begriffes Führung

3.) Unterscheidung Führung und Management

4.) Führungskonzeptionen

4.1.) Management by Objectives oder Führung durch Zielvereinbarung

4.2.) Management by Exception oder Führung nach dem Prinzip der Ausnahme

4.3.) Management by Delegation oder Führung durch Delegation von Verantwortung und Kompetenz

4.4.) Management by systems oder Führung nach dem Regelkreis

4.5.) Management by motivation oder Führung durch Motivation

5.) Eignung der Konzeptionen für die Arbeit im Bereich der stationären Jugendhilfe

6.) Neuere subjektwissenschaftliche Führungstheorien

6.1.) Anzutreffende Führungsstile

6.1.1.) Autoritärer Stil

6.1.2.) Partnerschaftlicher Stil

6.1.3.) Führungsstil des Laissez faire

6.2.) Rollenmodelle der Führung

6.2.1.) Gute Führung aus Sicht der Geführten

6.2.2.) Indifferente Führung aus Sicht der Geführten

6.2.3.) Schlechte Führung aus Sicht der Geführten

6.3.) Anwendung der Erkenntnisse auf den Bereich der stationären Jugendhilfe

7.) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit gängiger Führungskonzeptionen aus der Wirtschaft auf den Kontext der stationären Jugend- und Heimerziehung. Ziel ist es, unter Einbeziehung subjektwissenschaftlicher Führungstheorien und einer Befragung Jugendlicher zu ermitteln, welche Führungsstile und Methoden in der Arbeit mit Jugendlichen als unterstützend wahrgenommen werden und wie eine professionelle Führungsbeziehung gestaltet sein sollte.

  • Analyse und Modifikation von Führungskonzeptionen (Management by Objectives, Delegation etc.) für den pädagogischen Kontext.
  • Unterscheidung zwischen betriebswirtschaftlichem Management und pädagogischer Führung.
  • Erforschung von subjektiven Rollenmodellen der Führung aus Sicht der Jugendlichen.
  • Untersuchung der Relevanz von autoritären, partnerschaftlichen und Laissez-faire-Stilen.
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Arbeit von Betreuern in der stationären Jugendhilfe.

Auszug aus dem Buch

4.1) Management by Objectives oder Führung durch Zielvereinbarung

Mangagement by objectives bezeichnet eine Methode zielorientierter Führung. Sie strebt eine effiziente Zielerreichung an und ist gegen Bürokratie und reine Verfahrensgewichtung gerichtet. Der Führungsstil ist zukunfts- und ergebnisorientiert. Maßgebend ist nicht was ein Jugendlicher tut, sondern wozu er etwas tut. Was er erreicht oder mit seinem Verhalten bewirkt steht im Vordergrund. Was bedeutet dies nun für die Arbeit mit Jugendlichen. Einigen Handlungsempfehlungen können zur Führung nach dieser Metthode gegeben werden. Die Zielformulierung wird von den Betreuern und den Jugendlichen gemeinsam vorgenommen. Daher spricht man hier von Zielvereinbarung und nicht von Zielvorgabe. Man kann davon ausgehen, daß gemeinsam formulierte Ziele zur größerer Zielidentifikation führen. Die Beteiligten haben Anteil am Ziel. Konkret kann das folgendermaßen aussehen.

- Die Jugendlichen schlagen Ziele selbst vor die sie erreichen möchten. Es gilt nur derjenige der ein Ziel hat, kann es erreichen. In diese Richtung gehen Hilfeplangespräche in die Jugendliche aktiv einbezogen werden.

- Es werden nicht mehr als drei bis sieben Ziele ins Auge gefaßt, um Überforderung zu vermeiden. Hier sollte meines Erachtens auf die individuellen Merkmalen des Jugendlichen eingegangen werden. Standardisierte Hilfeplanformulare die einheitlich für allen Jugendlichen verwendet werden halte ich daher für unangemessen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Die Arbeit hinterfragt die Übertragbarkeit von Führungsmodellen aus der Wirtschaft auf die stationäre Jugendhilfe und stellt die Notwendigkeit einer bewussten Führungsgestaltung heraus.

2.) Abgrenzung des Begriffes Führung: Es wird erörtert, dass es keine allgemein gültige Definition gibt, wobei eine handlungstheoretische Perspektive als Basis für die weitere Untersuchung gewählt wird.

3.) Unterscheidung Führung und Management: Die Arbeit arbeitet den Unterschied zwischen der systemorientierten Verwaltung (Management) und der personalen, verantwortungsvollen Führung heraus.

4.) Führungskonzeptionen: Verschiedene Management-Methoden werden auf ihre pädagogische Anwendbarkeit bei der Arbeit mit Jugendlichen geprüft.

5.) Eignung der Konzeptionen für die Arbeit im Bereich der stationären Jugendhilfe: Es wird resümiert, dass keine Konzeption allein ausreicht, sondern eine Kombination aus Motivation, Zielvereinbarung und Delegation für das Jugendhilfe-Setting am geeignetsten erscheint.

6.) Neuere subjektwissenschaftliche Führungstheorien: Dieser Hauptteil analysiert, wie Führung von den Jugendlichen subjektiv wahrgenommen und bewertet wird, differenziert nach verschiedenen Führungsstilen.

7.) Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass eine Führungskultur in der Jugendhilfe notwendig ist, die sowohl die strukturellen Vorgaben der Organisation als auch die Bedürfnisse der Jugendlichen berücksichtigt.

Schlüsselwörter

Führung, stationäre Jugendhilfe, Management, Zielvereinbarung, Führungskonzeption, Führungsstile, Subjektwissenschaftliche Führungstheorien, Partizipation, Betreuer, Jugendliche, Rollenmodelle, Motivation, Erziehung, Delegation, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit Führungsmethoden, die typischerweise in der Wirtschaft angewendet werden, auf den Kontext der stationären Jugendhilfe übertragbar sind und wie sie sinnvoll modifiziert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Abgrenzung von Führung und Management, die kritische Analyse von Führungskonzeptionen wie Zielvereinbarung oder Delegation sowie die subjektive Wahrnehmung von Führungsstilen aus der Sicht der Jugendlichen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, eine differenzierte Sichtweise auf Führung in der stationären Jugendhilfe zu etablieren, um Betreuern praxisnahe Ansatzpunkte für eine effektive und beziehungsorientierte Führung zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Neben einer intensiven Literaturrecherche und der theoretischen Auseinandersetzung mit Führungskonzeptionen hat der Autor eine empirische Befragung von Jugendlichen durchgeführt, um deren Einschätzung zu verschiedenen Führungsstilen zu erfahren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse konkreter Führungskonzeptionen, der Darstellung subjektwissenschaftlicher Führungstheorien sowie der Auswertung von Rollenmodellen der Führung aus Sicht der Geführten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Führungskultur, stationäre Jugendhilfe, Partizipation, Zielorientierung und die personale Interaktion zwischen Betreuer und Jugendlichem beschreiben.

Warum ist der partnerschaftliche Führungsstil in der Jugendhilfe besonders relevant?

Der partnerschaftliche Stil ist deshalb relevant, weil er Elemente der Partizipation und Verantwortungsübertragung vereint, was den jugendlichen Bedürfnissen nach Autonomie entgegenkommt, ohne die notwendige professionelle Führung gänzlich aufzugeben.

Welche Rolle spielt die subjektive Wahrnehmung der Jugendlichen?

Die subjektive Wahrnehmung ist entscheidend, da Führung in der sozialen Arbeit nicht rein technisch funktioniert, sondern durch die Beziehung zwischen Betreuer und Jugendlichem definiert wird. Ob eine Führung als "gut" oder "schlecht" empfunden wird, hängt stark von Kommunikation und Anerkennung ab.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Führung und Management so wichtig?

Die Unterscheidung verdeutlicht, dass administrative Tätigkeiten (Management) zwar notwendig sind, die pädagogische Qualität jedoch durch echtes Führungshandeln bestimmt wird, das individuelle Bedürfnisse in den Vordergrund stellt.

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Details

Title
Führung- und Führungskontexte mit Blick auf die stationäre Jugend- und Heimerziehung
College
University of Tubingen
Grade
1,3
Author
Dipl.Betrw.(BA) Michael M. Fleißer (Author)
Publication Year
2004
Pages
43
Catalog Number
V50996
ISBN (eBook)
9783638470759
ISBN (Book)
9783638764421
Language
German
Tags
Führung- Führungskontexte Blick Jugend- Heimerziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.Betrw.(BA) Michael M. Fleißer (Author), 2004, Führung- und Führungskontexte mit Blick auf die stationäre Jugend- und Heimerziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50996
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