Das Helfersyndrom bei Pflegekräften kann zu einer großen Gefahr für die Pfleger werden. In dieser Arbeit wird untersucht, ob die Pflegekräfte einen Bezug zwischen dem Helfersyndrom und einer darauffolgenden Erkrankung an einem Burnout sehen. Die theoretische Beantwortung der Fragestellung erfolgt auf der Grundlage und Auswertung entsprechender Fachliteratur. Als empirische Untersuchungsform wurde eine quantitative Befragung von Mitarbeitern anhand von Fragebögen durchgeführt.
Durch den eigentlich gutgemeinten Gedanken des Helfens kann auch ein Teufelskreis entstehen. Dieser Teufelskreis kann durch die große Aufopferung der Pflegekraft dem Hilfsbedürftigen gegenüber hervorgerufen werden. Der Hilfsbedürftige bekommt die ganze Aufmerksamkeit der Pflegekraft gewidmet, die sich dadurch ihre Bestätigung einholt, und aufgrund der geschuldeten Sucht danach, anfängt sich selbst zu vernachlässigen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Der aktuelle Stand der Forschung
3 Die Terminologie und Begriffsabgrenzungen
3.1 Die Gesundheit
3.2 Die Krankheit
3.3 Das Helfersyndrom
3.3.1 Die Entstehung des Helfersyndroms
3.3.2 Die fünf Komponenten des Helfersyndroms
3.3.3 Das abgelehnte Kind
3.3.4 Die Identifizierung mit dem Über-Ich (Ich-Ideal, Größenselbst)
3.3.5 Die narzisstische Unersättlichkeit
3.3.6 Die Vermeidung von Gegenseitigkeit
3.3.7 Die indirekte Aggression
3.4 Das Burnout
3.4.1 Die Definitionen von Burnout
3.4.2 Das Burnout als Diagnose
3.4.3 Die Auslöser für Burnout
3.4.4 Die Symptome eines Burnouts
3.4.5 Die Phasen des Burnouts
3.4.6 Der Abgrenzungsbereich eines Burnouts zur Depression
4 Die Pflege
4.1 Die Definitionen von Pflege
4.2 Die geschichtliche Entwicklung der Pflege
4.3 Die verschiedenen Pflegebereiche
4.3.1 Die Intensivpflege
4.3.2 Die Altenpflege
4.3.3 Die Palliativpflege
5 Die Empirische Untersuchung
5.1 Die Wahl der Erhebungsmethode
5.2 Der Fragebogen
5.3 Die Durchführung der Erhebung
5.4 Die Auswertung der Daten
5.4.1 Die allgemeinen Angaben
5.4.2 Das Helfersyndrom
5.4.3 Das Burnout
5.4.4 Die offenen Fragen
6 Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, ob Pflegekräfte einen Zusammenhang zwischen dem Helfersyndrom und einer nachfolgenden Burnout-Erkrankung sehen. Durch eine theoretische Fundierung und eine quantitative Befragung wird erforscht, wie Pflegekräfte das Helfersyndrom als potenziellen Risikofaktor wahrnehmen und bewerten.
- Theoretische Grundlagen des Helfersyndroms und des Burnout-Phänomens
- Historische Entwicklung des Pflegeberufs und dessen aktueller Stellenwert
- Analyse des Zusammenhangs zwischen Persönlichkeitsstrukturen und Burnout-Gefährdung
- Empirische Datenerhebung mittels Fragebögen bei Pflegekräften
- Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich Präventionsmöglichkeiten
Auszug aus dem Buch
Die kranken Schwestern
„In einem Dorf, in welchem es weder einen Arzt noch ein Spital gab, wurden vor langer Zeit zwei Schwestern gleichzeitig krank, und da sie keine Angehörigen mehr hatten, blieb ihnen nichts anderes übrig, als sich gegenseitig zu pflegen. An einem Tag machte zum Beispiel die erste den Tee und die zweite die Umschläge, und am nächsten Tag umgekehrt. Sie wurden zwar nicht richtig gesund, blieben aber doch am Leben.
Später wurde ein Bauer im Dorf krank, und niemand wusste, was ihm fehlte. Fragt doch die kranken Schwestern, sagte plötzlich der Schmied. Darauf holte man die kranken Schwestern zu diesem Bauer, und sie bleiben bei ihm und machten ihm Tee und Umschläge, und schon nach kurzer Zeit war er wieder gesund und konnte aufs Feld gehen.
Von jetzt an fragte man immer, wenn jemand im Dorf krank wurde, die kranken Schwestern um Hilfe, und sie kamen und pflegten den Kranken. Das gab ihnen so viel zu tun, dass sie gar nicht merkten, dass sie eigentlich krank waren, und ihr Ruf verbreitete sich so weit, dass man die Frauen, welche die Kranken pflegen, noch heute die Krankenschwestern nennt, obwohl sie weder Schwestern noch krank sind, wenigstens die meisten von ihnen.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Helfersyndroms bei Pflegekräften ein und legt das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2 Der aktuelle Stand der Forschung: Hier wird der Forschungsstand zum Thema Burnout und der Kausalität durch das Helfersyndrom in der vorhandenen Fachliteratur beleuchtet.
3 Die Terminologie und Begriffsabgrenzungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Gesundheit, Krankheit, das Helfersyndrom sowie Burnout, um ein einheitliches Verständnis zu schaffen.
4 Die Pflege: Die Definitionen, geschichtliche Entwicklung und verschiedene spezialisierte Bereiche der Pflege werden hier detailliert dargestellt.
5 Die Empirische Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt das Forschungsdesign, die gewählte Methode der Fragebogenbefragung, deren Durchführung sowie die anschließende Auswertung der gewonnenen Daten.
6 Zusammenfassung und Fazit: Das letzte Kapitel interpretiert die Ergebnisse der empirischen Studie und zieht ein abschließendes Fazit zur Forschungsfrage.
Schlüsselwörter
Helfersyndrom, Burnout, Pflegekräfte, Burnout-Prävention, Gesundheit, Krankheit, Pflegesektor, Persönlichkeitsstruktur, empirische Untersuchung, Arbeitsbelastung, emotionale Erschöpfung, Patientenversorgung, Stresslevel, Pflegeberufe, Leistungsanspruch.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Helfersyndrom bei Pflegekräften und dessen Potenzial als Vorbote für eine Burnout-Erkrankung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Definition von Helfersyndrom und Burnout, die Geschichte der Pflege sowie die empirische Analyse von Einschätzungen bei Pflegekräften.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu klären, ob Pflegekräfte selbst eine Verbindung zwischen dem Helfersyndrom und einem erhöhten Risiko für Burnout wahrnehmen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine deskriptive Untersuchung mittels schriftlicher Fragebögen bei Mitarbeitern eines ambulanten Intensivpflegedienstes durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsabgrenzungen, eine historische Analyse der Pflege und die detaillierte empirische Auswertung der Befragungsdaten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Helfersyndrom, Burnout, Pflegeberufe, emotionale Belastung und psychische Gesundheit sind die prägenden Begriffe.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen Intensiv-, Alten- und Palliativpflege eine Rolle?
Diese Bereiche werden betrachtet, da sie unterschiedliche Anforderungen an die Pflegekräfte stellen und somit variierende Belastungsprofile für das Helfersyndrom und Burnout aufweisen können.
Welches Ergebnis lieferte die Befragung zur zentralen Forschungsfrage?
Die Mehrheit der befragten Pflegekräfte bestätigte, dass sie das Helfersyndrom als einen potenziellen Vorboten für ein Burnout-Syndrom betrachten.
- Citar trabajo
- Sebastian Becker (Autor), 2015, Helfersyndrom bei Pflegekräften. Ein potenzieller Vorbote für ein Burnout?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510005