In dem Seminar psychische Bedingungen (und Prozesse) von Bildung und Erziehung wurde sich mit fünf Themenbereichen auseinandergesetzt, aus denen drei für das Verfassen dreier Essays ausgewählt werden sollte. Mein Interesse fiel zunächst auf den Themenbereich "Lehren und Lernen", da mir dieser Bereich als Lehramtsstudentin in meinem späteren Beruf am präsentesten sein wird. Besonders angeregt haben mich die Seminarinhalte zum Thema der Lernmotivation von Schülerinnen und Schülern. Ich stellte mir die Frage, ob das Miteinbeziehen von verschiedenen Medien die Lernmotivation der SuS erhöhen könnte.
Im Zuge meiner Recherche stellte ich folgende Hypothese auf, die Lernmotivation von SuS wird durch den Einsatz von computergestütztem Lernen in Schulen gefördert. In meinem zweiten Essay aus dem Themenbereich "Entwicklung" wird der autoritäre Erziehungsstil im Vordergrund stehen. Die Frage nach dem Einfluss und der Auswirkung des elterlichen Erziehungsstils auf die kindliche Entwicklung, hat mich schon seit längerer Zeit interessiert. Ich stellte die Hypothese auf, dass sich der autoritäre Erziehungsstil negativ auf die Entwicklung des Kindes ausübt.
Abschließend werde ich mich in meinem letzten Essay mit dem Themenbereich "Gegenstand und Aufgaben der pädagogischen Psychologie" beschäftigen. Vor allem die präsente Flüchtlingsthematik im Bildungsbereich veranlasste mich dazu die Aufgaben der pädagogischen Psychologie noch einmal genauer zu untersuchen. Nach der Auseinandersetzung mit entsprechender Fachliteratur entwickelte ich folgende Hypothese, Die pädagogisch psychologische Beratung im Bildungsbereich Schule gewinnt zunehmend an Bedeutsamkeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Einleitung
2. Essay im Themenbereich „Lehren und Lernen“
3. Essay im Themenbereich „Entwicklung“
4. Essay im Themenbereich „Gegenstand und Aufgaben der pädagogischen Psychologie“
5. Allgemeines Fazit und Positionsbestimmung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit zentralen psychologischen Fragestellungen im Bildungskontext auseinander. Ziel ist es, das theoretische Wissen aus dem Seminar zu reflektieren und auf aktuelle schulische Herausforderungen anzuwenden, um fundierte Handlungsperspektiven für den Lehrerberuf zu entwickeln.
- Förderung der Lernmotivation durch den Einsatz neuer Medien
- Einfluss autoritärer Erziehungsstile auf die kindliche Entwicklung
- Herausforderungen durch die Beschulung geflüchteter Kinder
- Professionalisierung und Beratungsbedarf von Lehrkräften
- Bedeutung der pädagogisch-psychologischen Beratung in der Schule
Auszug aus dem Buch
2. Essay im Themenbereich „Lehren und Lernen“
„Lernmotivation wird als Absicht verstanden, spezifische Inhalte oder Fertigkeiten zu lernen, um damit bestimmte Ziele, bzw. Zielzustände zu erreichen“ (Schiefele, 2009, S. 154). Hierbei können zwei Kategorien von Zielen unterschieden werden. Im ersten Fall, der extrinsischen Motivation, liegen die angestrebten Zielzustände außerhalb der Handlung. Im zweiten Fall, der intrinsischen Motivation, liegen die angestrebten Zielzustände innerhalb der Handlung. Extrinsisch motivierte SuS, streben beispielsweise die Anerkennung ihrer Lehrer oder eine gute Note für die erbrachte Leistung an. Bei intrinsisch motivierten SuS stehen eher das Interesse am Lerngegenstand oder die eigenen Kompetenzgefühle während des Lernprozesses, im Vordergrund (Schiefele, 2009). Franz Joseph Röll (2003) betont, dass die intrinsische Motivation leistungsfördernder sei, als die extrinsische.
Erfolgreiches Lernen und Lehren spielt insbesondere in der Schule eine große Rolle. Der Erfolg des Lernens hängt maßgeblich von der Motivation der SuS ab. Aufgrund dessen werden stetig neue Versuche unternommen, SuS noch gelungener zu motivieren. Aufgrund der Tatsache, dass SuS im Kontext Schule meist extrinsisch motiviert sind, wird vor allem versucht die intrinsische Motivation zu fördern (Schoor, 2010).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Allgemeine Einleitung: Die Einleitung erläutert die Auswahl der drei Themenbereiche und formuliert die zentralen Hypothesen zu Lernmotivation, Erziehungsstilen und schulischer Beratungsbedürftigkeit.
2. Essay im Themenbereich „Lehren und Lernen“: Dieses Kapitel untersucht, inwieweit computergestütztes Lernen die intrinsische Motivation von Schülern fördern kann und welche Rolle neue Medien dabei spielen.
3. Essay im Themenbereich „Entwicklung“: Hier wird der Einfluss elterlicher Erziehungsstile auf die Kindesentwicklung analysiert, wobei ein besonderer Fokus auf den Auswirkungen eines autoritären Erziehungsstils liegt.
4. Essay im Themenbereich „Gegenstand und Aufgaben der pädagogischen Psychologie“: Dieses Kapitel thematisiert die Anforderungen an Lehrkräfte durch die Beschulung geflüchteter Kinder und plädiert für den Ausbau professioneller psychologischer Beratung in Schulen.
5. Allgemeines Fazit und Positionsbestimmung: Die Autorin fasst die Ergebnisse der Essays zusammen und reflektiert deren Relevanz für ihre zukünftige Tätigkeit als Lehrerin.
Schlüsselwörter
Pädagogische Psychologie, Lernmotivation, intrinsische Motivation, computergestütztes Lernen, Erziehungsstile, autoritärer Erziehungsstil, kindliche Entwicklung, Schulerfolg, geflüchtete Kinder, Traumpädagogik, Beratung in der Schule, Supervision, Lehrkraft, Professionalisierung, Bildungsbenachteiligung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst drei Essays, die sich mit psychologischen Bedingungen von Bildung und Erziehung beschäftigen und das Ziel verfolgen, theoretische Aspekte für den Lehrberuf nutzbar zu machen.
Welche Themenfelder werden zentral behandelt?
Die zentralen Felder sind die Lernmotivation beim digitalen Lernen, die Auswirkungen verschiedener elterlicher Erziehungsstile auf das Kind sowie die psychologischen Anforderungen an Schulen durch aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit Fachliteratur zu den gewählten Themenbereichen, um Hypothesen zu prüfen und die eigene professionelle Haltung als angehende Lehrkraft zu schärfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, bei der aktuelle fachwissenschaftliche Positionen gegenübergestellt, diskutiert und im Kontext schulischer Praxis bewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Essays, die jeweils spezifische Hypothesen zu den Themen "Lehren und Lernen", "Entwicklung" und den Aufgaben der pädagogischen Psychologie in Bezug auf geflüchtete Schüler bearbeiten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Lernmotivation, Erziehungsstile, pädagogische Psychologie, schulische Beratung und Professionalisierung im Lehrerberuf.
Warum wird speziell der autoritäre Erziehungsstil in dieser Arbeit kritisch hinterfragt?
Die Autorin untersucht diesen Stil, da er in der Forschung häufig als ungünstig für die kindliche Entwicklung bewertet wird, insbesondere in Hinblick auf die Ausbildung von Selbstständigkeit und Emotionsregulation.
Welche Bedeutung misst die Autorin der psychologischen Beratung im Schulalltag bei?
Angesichts der steigenden Belastungen für Lehrkräfte durch diverse Herausforderungen wird ein Ausbau professioneller Beratungssysteme wie Supervision als essenziell erachtet, um sowohl das Wohlbefinden der Lehrkräfte als auch das der Schüler zu gewährleisten.
- Arbeit zitieren
- Sina Engelbrecht (Autor:in), 2017, Lehren und Lernen. Eine Essay-Sammlung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510067