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Gleichberechtigung von Frauen im Sport. Die Entwicklung der Integration vom 19. Jahrhundert bis heute.

Title: Gleichberechtigung von Frauen im Sport. Die Entwicklung der Integration vom 19. Jahrhundert bis heute.

Term Paper , 2005 , 28 Pages , Grade: gut

Autor:in: Bachelor Nina Obbelode (Author)

Sport - Sport History
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Frauen treiben in der heutigen Zeit ganz selbstverständlich Sport. Ob Tanzen, Gymnastik, Fußball oder Boxen - frau entscheidet selbst, welcher körperlichen Ertüchtigung sie nachgehen möchte. Viele Fitnessstudios und Sportvereine bieten exklusive Sportkurse und Sportarten für das weibliche Klientel an, um den femininen Bedürfnissen zu entsprechen.
Was in unserer Gesellschaft als gegebene Sache unreflektiert angenommen wird, war ein langer Weg zur Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau im Sport. Zunächst vom Turnen ausgeschlossen und deshalb zum heimlichen Üben gezwungen, errungen Frauen nur mühsam über Jahrhunderte hinweg das Recht auf Leibesübungen.
In dieser Hausarbeit wird die Stellung der Frau im jeweiligen Gesellschaftsabschnitt ab dem 19. Jahrhundert sowie die Integration der Frau im Sport miteinander verglichen. Die kämpferische Vorgehensweise der Sportlerinnen für das Recht auf körperliche Betätigung und ihre Errungenschaften werden außerdem beschrieben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Frauen im 18. und 19. Jahrhundert

1.1. Das Frauenbild im 18./19. Jahrhundert

1.2. Die fehlende sportliche Betätigung der Frau im 18./19. Jahrhundert

2 Ein Überblick über die ersten Anfänge der Frauenemanzipation

2.1. 19. Jahrhundert: Der Beginn des Frauensports

2.2. Die Turnhose als Symbol der Emanzipation

2.3. Das schwedische Turnen

2.4. Die Frauen auf den Deutschen Turnfesten

3 Weimarer Republik 1919-1933

3.1. Die Gesellschaft der Weimarer Republik

3.2. Der Sport der Frauen in der Weimarer Republik

4 Nationalsozialismus

4.1. Frauen im Nationalsozialismus

4.2. Frauensport im Nationalsozialismus

5 Die heutige Zeit

5.1. Frauen in der heutigen Gesellschaft

5.2. Unsere Sportlerinnen

6 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Integration von Frauen im Sport vom 19. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die gesellschaftliche Stellung der Frau und das herrschende Frauenbild in den jeweiligen Epochen auf die sportliche Partizipation und Akzeptanz von Sportlerinnen ausgewirkt haben.

  • Historischer Wandel des Frauenbildes und Auswirkungen auf den Frauensport
  • Emanzipationsbewegungen und der Kampf um sportliche Gleichberechtigung
  • Instrumentalisierung des Frauensports im Nationalsozialismus
  • Aktuelle Situation und strukturelle Barrieren für Frauen im Sport
  • Geschlechterspezifische Vorurteile und deren Auswirkungen auf die Sportberichterstattung

Auszug aus dem Buch

2.1. 19. Jahrhundert : Der Beginn des Frauensports

Die fortschreitende Industrialisierung brachte gesundheitliche Konsequenzen mit sich. Ganz allgemein wurden deshalb körperlichen Übungen für Mädchen und Jungen Ende des 18. bis Ende des 19. Jahrhunderts auf Grund dieser gesellschaftlicher Wandlungen zunehmend in den gesamten Erziehungsprozess mit einbezogen (vgl. Richter, 2001, S.21).

Ein wichtiger Faktor spielte hierbei vor allem die Gesundheit der Mädchen und Frauen: Durch unausgeglichene körperliche Tätigkeiten der Frauen im Haushalt kam es oft zu Schmerzen im Rücken. Viele Ärzte warnten vor Rückgratverkrümmungen und Schulterverschiefungen durch einseitige Sitzarbeiten (vgl. Mathiessen,1940, S.32).

Nach und nach wurden die Stimmen lauter, die Leibesübungen für Frauen zur Prävention von körperlichen Gebrechen forderten: „Die körperliche Organisation des weiblichen Geschlechts, seine gesellschaftliche Stellung, sein vorwiegendes Stilleben im Hause und seine Arbeiten mit Nähen, Stricken, Sticken und Verfertigen von Modesachen, womit ein längeres andauerndes Sitzen verbunden ist, müssen hier einer leiblichen Verkrümmung Vorschub leisten“ (Festzeitung des zwölften deutschen Turnfest 1913 in Leipzig, in Richter 2001, S.29).

Der Sport sollte zur Aufrechterhaltung der Gesundheit dienen, damit die Frauen ihre gesellschaftlichen Funktionen wie Hausarbeit und Mutterschaft tadellos ausführen konnten. Mit einer gleichberechtigten Sportausübung hatte dieses nichts zu tun. Vielmehr war es so, dass man immer mehr die Gefahren für die Gesundheit erkannte, die mit dem städtischen Leben einher kamen, und somit wurden Forderungen für eine leichte, gemäßigte körperliche Ertüchtigung der Frau geäußert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Definition des Forschungsinteresses an den historischen Hintergründen der Integration von Frauen in den Sport.

1 Frauen im 18. und 19. Jahrhundert: Analyse des patriarchalen Frauenbildes und der gesellschaftlichen Beschränkungen, die eine sportliche Betätigung verhinderten.

2 Ein Überblick über die ersten Anfänge der Frauenemanzipationsbewegung: Darstellung der frühen Emanzipationsbestrebungen und deren Einfluss auf die Anfänge des Frauensports, inklusive der Rolle der Kleidung und der Entwicklung des Turnens.

3 Weimarer Republik 1919-1933: Betrachtung der gesellschaftlichen Öffnung nach dem Ersten Weltkrieg und des daraus resultierenden Aufschwungs des Frauensports.

4 Nationalsozialismus: Untersuchung der Instrumentalisierung und Unterdrückung des Frauensports sowie des Konflikts zwischen nationalsozialistischer Ideologie und dem Streben der Frauen nach sportlicher Betätigung.

5 Die heutige Zeit: Kritische Analyse der aktuellen gesellschaftlichen Gleichstellung, der Präsenz von Frauen im Sport und bestehender Vorurteile.

6 Schlusswort: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Emanzipation im Sport.

Schlüsselwörter

Integration der Frau, Frauensport, Emanzipation, 19. Jahrhundert, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Frauenbild, Sportgeschichte, Turnerinnen, Gleichberechtigung, Sportberichterstattung, Sportkleidung, Geschlechterrollen, Leistungsgesellschaft, Sportvereine.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der sportlichen Integration von Frauen von Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur heutigen Zeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Wandel des Frauenbildes, die Auswirkungen gesellschaftlicher Umbrüche (Krieg, Industrialisierung, Diktatur) auf den Sport sowie der fortwährende Kampf um Emanzipation und Gleichberechtigung im Sportkontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die historischen Hintergründe und die "treibenden Kräfte" hinter der Entwicklung der Integration von Frauen in den Sport zu beleuchten und aufzuzeigen, wie sich gesellschaftliche Stellung und sportliche Teilhabe wechselseitig bedingen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturgestützte Analyse, bei der gesellschaftliche Hintergründe mit der Stellung der Sportlerin in verschiedenen Epochen gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte: Das 18./19. Jahrhundert, die Emanzipationsansätze, die Weimarer Republik, die Zeit des Nationalsozialismus sowie eine Analyse der heutigen Situation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Frauensport, Emanzipation, Integration, Geschlechterrollen, Turnen, Nationalsozialismus und Gleichberechtigung.

Welche Bedeutung hatte die Turnhose im historischen Kontext?

Sie fungierte als Symbol der Emanzipation, da sie die für Frauen notwendige Bewegungsfreiheit ermöglichte, die durch die zeitgenössische, einengende Straßenkleidung verhindert wurde.

Wie wirkte sich der Nationalsozialismus auf den Frauensport aus?

Der Sport wurde instrumentalisiert, um Frauen auf ihre Rolle als Mutter und Erzeugerin gesunder Nachkommen vorzubereiten, während gleichzeitig die eigenständige Frauenbewegung zerschlagen wurde.

Gibt es auch heute noch Ungleichheiten im Sport?

Ja, laut der Autorin bestehen weiterhin strukturelle Benachteiligungen, eine ungleiche Berichterstattung in den Medien und Stereotype, die Frauen den Zugang zu Machtpositionen oder bestimmten Sportarten erschweren.

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Details

Title
Gleichberechtigung von Frauen im Sport. Die Entwicklung der Integration vom 19. Jahrhundert bis heute.
College
Bielefeld University
Grade
gut
Author
Bachelor Nina Obbelode (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V51007
ISBN (eBook)
9783638470834
ISBN (Book)
9783638661386
Language
German
Tags
Entwicklung Integration Frau Sport Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor Nina Obbelode (Author), 2005, Gleichberechtigung von Frauen im Sport. Die Entwicklung der Integration vom 19. Jahrhundert bis heute., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51007
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